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IV.2.2.2. Arbeit und Leben in der feministischen Utopie - Utopias Organisation der Ökonomie/Ökologie

 
"Luxusgüter sind rar. ... Was nicht knapp ist, sind die Grundnahrungsmittel, von denen produzieren wir genug" (Piercy 1986, S. 302/303).
 
"In dem Maße wie wir, weltweit, produktiver werden und weniger Energie verbrauchen müssen, um Schäden früherer Zeiten zu beheben, werden wir mehr Energie darauf verwenden, Unnötiges zu produzieren, eben diese angenehmen Dinge, die Spaß machen. Das kommt schon noch" (Piercy 1986, S. 304). 
Der weitgehende politische Isolationismus, der auch die heterosozialen Gesellschaften nach ihrer Gründung wesentlich bestimmt, braucht als notwendige Voraussetzung eine möglichst vollständige Selbstversorgung mit allen Mitteln des Lebens. 
So wird beispielsweise in Marge Piercys Roman Die Frau am Abgrund der Zeit (Piercy 1986) ein komplexes Autarkiekonzept bewußt und explizit entwickelt. 
 
 Sie schreibt: 
 
"Jedes Gebiet versucht protark zu sein. ... So selbstversorgend wie nur möglich in bezug auf Proteine" 
(Piercy 1986, S. 83). 
 

Marge Piercy führt im Laufe ihrer Utopie aus, wie dieses Konzept verwirklicht wird. 
SELBSTVERSORGEND, ist bei ihr einer der zentralen ökonomischen Begriffe. Utopia organisiert abseits von der patriarchalen Bedrohung ihr alltägliches Leben durch die selbstbestimmte Produktion aller lebensnotwendigen Güter. 
 

Alle Autorinnen gehen von der Autarkie ihrer Gemeinwesen aus. 
Wenn auch nicht immer so bewußt und explizit entwickelt wie in Piercy´s Entwurf, beschreiben sie alle ihre Utopien als möglichst vollständig vom Handel mit den feindlichen Nachbarn unabhängig. Besteht die Gesellschaft aus einer Anzahl kleiner Kommunen, bezieht sich die Selbstversorgung sogar teilweise auf die jeweils einzelnen Dörfer/Orte/Lager.