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Hunger lindern helfen

HUNGER LINDERN HELFEN


Untenstehendes Rechteck ist ein Link zu einer Homepage in den USA. Die Initiatoren haben mehrere Sponsoren gewonnen, die für jeden Besuch der Website den Gegenwert einer Nahrungsmittel-Ration (eine Tasse Reis) bezahlen. Der Erlös soll UNO-Organisationen für hungernde Menschen zukommen. Dabei muss man selbst nichts bezahlen. Ausserdem bleiben die Sponsoren ohne aufdringliche Werbefenster im Hintergrund, so dass ein allfälliger Missbrauch nicht ersichtlich ist.


Bei Interesse hier anklicken

Nach eigenen Erfahrungen mit dem Leben im brasilianischen Nordosten möchte der Autor der vorliegenden Website die Aktion nicht ganz unkommentiert lassen. Es gibt von etlichen Seiten bedenkenswerte Einwände gegen diese Art reiner Nahrungsspenden: Statt herablassender Mildtätigkeit sollte nachhaltige Entwicklungs-Zusammenarbeit eher Hilfe zu Selbsthilfe sein. Die Gefahr besteht, dass solche isolierten Spendenaktionen nur unser Gewissen beruhigen, statt wirklich Not zu beseitigen. Solche Überlegungen werden aber von den Betreibern der Hunger Site durchaus ernstgenommen: Inzwischen haben sie den nachfolgenden Text in ihre Website aufgenommen.

FAKTEN ÜBER DEN HUNGER

1. Jeden Tag sterben ca. 24.000 Menschen an Hunger oder durch hungerbezogene Ursachen. Die Zahl der Sterbenden ist gesunken, von 35.000 vor zehn Jahren und von 41.000 vor zwanzig Jahren. Dreiviertel derer, die an Hunger sterben, sind Kinder im Alter von nicht einmal fünf Jahren.

2. Heutzutage sterben 10% aller Kinder in den Entwicklungsländern vor dem fünften Lebensjahr. Vor fünfzig Jahren waren es noch 28%.

3. Hungersnot und Kriege verursachen nur 10% der Hungertode, obwohl man über diese wohl am meisten erfährt. Hungertode geschehen jedoch hauptsächlich durch chronische Unterernährung. Familien bekommen einfach nicht genug zu essen. Dies ist die Folge von extremer Armut.

4. Unterernährung verursacht aber nicht nur Tod sondern auch Sichtprobleme, Apathie und Wachstumshemmung und erhöht die Ansteckungsgefahr. Stark unternährte Menschen sind nicht einmal in der Lage, elementarste Funktionen auszuführen.

5. Schätzungsweise 800 Millionen Menschen auf der Welt leiden unter Hungersnot und Unterernährung, ungefähr 100 mal mehr als die Zahl derer, die jährlich daran sterben.

6. Manchmal bedarf es nur einiger weniger und einfach zu bewerkstelligender Ressourcen, um armen Menschen zu helfen, genügend Nahrung anzubauen und sich selbst zu versorgen. Diese Ressourcen sind u.a. Qualitätssamen, richtiges Werkzeug und Zugang zu Wasser. Kleine Verbesserungen im Bereich Landwirtschaftstechnik und Lebensmittellagerung wären auch sehr hilfreich.

7. Viele Hungerexperten sind der Ansicht, daß man Hunger letzten Endes nur durch Bildung reduzieren könne. Menschen mit Bildung sind am ehesten in der Lage, aus dem Armutskreislauf auszubrechen, durch den Hunger verursacht wird.

Quellen (pro Abschnitt):
1) Das Hungerprojekt, Vereinte Nationen;
2) CARE;
3) Richtlinien des Instituts für Nahrungsmittel und Entwicklung;
4) Nahrungsmittelprogramm der Vereinten Nationen (WFP);
5) Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO);
6) Oxfam;
7) United Nations Children's Fund (UNICEF)

(Text und Uebersetzung © The Hunger Site 1999)

Der Hinweis auf diese Website ist daher wichtig: Einmal anklicken ist keine grosse Mühe und führt zu keiner finanziellen Belastung der Websurfer. Vielleicht bewirkt die Website ausserdem auch, dass wir uns mehr mit Hunger und Not in der Welt befassen.

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