Nach und nach werden die in völliger Abgeschiedenheit entstandenen Werke gesammelt und es wird überlegt, in welcher Reihenfolge sie in der Hütte erscheinen sollen und wie das Layout aussieht. Dies kann, wie das folgende Bild beweist, auch schon mal in einem berliner Park, inmitten von liebestollen und herumkotenden Kötern, geschehen.
Michael und Alex (v.l.) beim Layouten
Nachdem man damit fertig ist, was auch schon mal ein Weilchen dauern kann, werden alle Artikel in der richtigen Reihenfolge sortiert und aufgeklebt (übrigens funktioniert ein Prittstift auch noch nachdem er 20mal in den Dreck gefallen ist).
Carsten beim Kleben
Wenn diese Tätigkeit beendet ist, sind erstmal alle erleichtert, denn nun folgt das Kopieren der Seiten. Daß wir beim Kopieren alle eine gehörige Portion Ozon aufnehmen stört uns eigentlich nicht, denn dadurch sind wir von Innen gegen die böse UV-Strahlung geschützt. Im Copyshop werden die letzten Arbeiten, wie zum Beispiel die Gestaltung des Titelblattes vorgenommen.
Die letzten Vorbereitungen
Nun kommt der schwerste Teil: Wie funktioniert der Kopierer? Da Alex den Redaktionsrekord (zur Zeit knapp unter einer Stunde) hält, ist dies seine Aufgabe. Wir überlassen sie ihm jedoch gern, denn dadurch haben wir immer etwas zu lachen.
Unser ungeschlagener Alex
Haben wir genug gelacht, dann fragen wir den Copyshop-Besitzer. Dieser erzählt ganz interessante Sachen, aber nie, wie der Kopierer funktioniert. Irgendwann wird es uns zuviel und wir drücken auf ein paar Tasten. Meist sind es die richtigen und der Kopierer fängt an, ein paar Kopien auszuwerfen.
Ein kopierender Kopierer
Sehr lustig ist auch ein Papierstau. Ist uns der Mensch an der Kasse zu langsam, dann legen wir auch mal selber Hand an, indem wir den Kopierer aufmachen und die Stau-verursachenden Blätter herausziehen. Diese schwere, aber wichtige Arbeit wird von dem Besitzer höchstens mit einem "Da ist Hochspannung drauf!" kommentiert. Das läßt uns aber völlig kalt, da bei Carsten sowieso nichts passieren kann.
Carsten beim Papierstaubeseitigen
Nach ungefähr einer 3/4 Stunde, 4 Papierstaus und 13 "Seid Ihr jetzt fertig?" haben wir alle Seiten kopiert und in 30er Pakete eingeteilt. Mit diesen Stapeln belegen wir jeden freien Platz im Copyshop.
Die fertigen Kopien
Jetzt werden die Redaktionsexemplare geknifft und das große Probelesen beginnt.
Michael beim Probelesen
Nun schlägt die Stunde des Copyshop-Besitzers: das Bezahlen. Haben wir unser letztes Geld zusammengeklaubt und in der Kasse verschwinden sehen, dann gehen wir schnell. Wer weiß, nachher wird uns noch der Copyshop-Hund auf den Hals gehetzt. Jeder bekommt jetzt einen Teil der Kopien mit nach Hause um sie dort zu kniffen (wobei man schwarze Hände bekommt).
Wir und die Hütte
Ein paar Tage später wird die Hütte dann verkauft, wobei die Verkäufer durch den Ansturm der Massen gesundheitlich akut gefährdet sind.
Jens