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Nagetiere
Maus,

eine Bezeichnung, die auf fast alle langschwänzigen Kleinnager angewandt wird. Die Mehrheit der Mäuse gehört zu 2 Familien: Muridae (Mäuse), Altweltmäuse, und Cricetidae (Wühler), Neuweltmäuse, mit Gattungen wie Wühlmäuse, Lemminge, Hamster und Rennmäuse. Die Angehörigen beider Familien ähneln sich äußerlich. Das eigentliche Unterscheidungsmerkmal sind Längsreihen spitzer Höcker auf den Backenzähnen: Muridae haben 3, Cricetidae nur 2 solcher Reihen. Die Altweltmäuse sind in Afrika, im tropischen Asien und in Australien zahl- und artenreich vertreten. In wenigen Arten kommen sie in Europa und in den gemäßigten Zonen Asiens vor. Zu dieser Gruppe gehören die Hausmaus, Mus musculus, die europäische Waldmaus, Apodemus sylvaticus, und die Zwergmaus, Micromys minutus. Die Neuweltmäuse sind in ganz Nord- und Südamerika stark vertreten. Die am weitesten verbreitete, bekannteste Art ist die Langschwanz-Hirschmaus, Peromyscus maniculatus. Einige andere Mäusearten haben mit den Muridae und Cricetidae oberflächliche Ähnlichkeit, gehören aber anderen Familien an, wie z.B. die nord- und osteuropäische Waldbirkenmaus. Eine andere, für sich stehende Gruppe sind die nach ihren Backentaschen benannten Taschenmäuse Nordamerikas.

 


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Agutis,

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Dasyprocta, etwa kaninchengroße, stummelschwänzige Nagetiere mit ziemlich langen, schlanken Beinen. Sie leben vorzugsweise in Wäldern in Südamerika und ernähren sich von Blättern und Früchten. Ihre gedeckt olivfarbige Fellfarbe entsteht durch die mehrfarbige Ringelung der Einzelhaare. Zur Familie gehören auch noch die Pakas, Cuniculinae, und die Geschwänzten Agutis oder Acuchis, Myoprocta. Letztere sind kleiner als Agutis, haben längere Schwänze und leben in feuchten Wäldern in der nördlichen Hälfte Südamerikas. Das Grüne Acuchi, Myoprocta pratti, ist oft in Zoos zu sehen.
 

Backenhörnchen

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leben in den Wäldern Sibiriens und Nordamerikas. Sie sind vorwitzige, flinke Tiere von 10-15 cm Körperlänge, die tagsüber geschäftig Samen und Nüsse für den Wintervorrat zusammentragen. Sie wohnen meist in unterirdischen Höhlen, wo sie im Frühjahr 4-6 Junge werfen.
 

Baumratten

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oder Ferkelratten, mittelgroße, plumpe, viel gejagte, da wohlschmeckende Nager in Westindien, Mittel- und Südamerika. Sie haben kleine Augen und Ohren und langgranniges Fell, das als wertvoll gilt, z.B. das Fell der Biberratte, auch Nutria, Myocastor coypus.
 

Biber,

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Castor fiber, mit 0,8-1 m Länge und etwa 40 kg Gewicht das größte Nagetier der Nordhalbkugel. Sein Körper ist mit wasserabstoßendem Fell bedeckt, die Zehen seiner Hinterfüße tragen Schwimmhäute. Mit den händeähnlichen Vorderpfoten kann der Biber geschickt tragen, hantieren und steuern. Der abgeplattete Schwanz dient im Wasser als Horizontalruder. Unter Wasser kann der Biber alle Körperöffnungen verschließen und sich bis zu 15 Minuten aufhalten. Er siedelt sich gern an flachen Flüssen in der Ebene an, wo viel Pflanzenwuchs vorhanden ist. Durch äußerst geschickt gebaute Dämme schafft das Tier eine Reihe von Wasserflächen mit unterschiedlichem Niveau, die den Unterwassereingang zu seiner Burg und den Zugang zu den Wintervorräten verbergen bzw. sichern. Biber sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich von zarter Baumrinde, Wurzeln und Wasserpflanzen. Sie graben als Unterschlupf entweder eine Höhle in die steile Uferbank oder bauen im Wasser kuppelförmige Reisigburgen mit 6-7 m Durchmesser, die sie mit Schlamm abdichten. Jede Familie hat mehrere Burgen, die abwechselnd bewohnt werden. Die Dämme können bis zu 1000 m lang sein und sind die Gemeinschaftsarbeit von zwei oder drei Familien. Die Verbindungswege verlaufen fast ausschließlich im Wasser. Der Biber und seine Gefährtin bleiben sehr lange, vielleicht sogar das ganze Leben beieinander. Sie verteidigen ihr gemeinsames Revier und markieren es mit Bibergeil, einem sirupähnlichen Stoff, den die Biber aus einer Drüse am Schwanzende ausscheiden. Die Biber begatten sich im Februar unter der Wasseroberfläche. Etwa 100 Tage später werden meist drei Junge mit bereits offenen Augen geboren und bleiben über ein Jahr als Lehrlinge bei den Eltern. Leider sind Biber durch Veränderung ihrer Lebensstätten und durch Verfolgung sehr selten geworden. In Deutschland gibt es nur noch an der Elbe einige kleine Kolonien. Man macht jedoch Versuche, den Biber wieder anzusiedeln und als Bestandteil unserer Tierwelt zu erhalten (z.B. an der Isarmündung).
 

Bilche,

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eine deutlich abgegrenzte Familie der Nagetiere, die im äußeren Bild und ihren Lebensgewohnheiten zwischen Eichhörnchen und Mäusen steht und in Afrika und den gemäßigten Zonen Eurasiens vorkommt. Bilche sind Nachttiere mit auffallend großen Augen, meist flinke Kletterer und leben in Bäumen oder im Unterholz. Sie fressen tierische, aber vor allem pflanzliche Kost. Die Bilche der gemäßigten Zonen sind wegen ihres langen Winterschlafes bekannt; schon ihr normaler Schlaf ist sehr tief und von einem deutlichen Abfall der Körpertemperatur begleitet. Die Haselmaus, Muscardinus avellanarius, gehört zu den kleinsten Bilchen. Sie hat ein auffallend rotbraunes Fell und baut im dichten Unterholz ein kugeliges Nest. Die größte europäische Art ist der Siebenschläfer, Glis glis. Er baut sein Nest in Baumlöchern oder hoch im Laubdach des Waldes. Der Gartenschläfer, Eliomys quercinus, hat eine auffallend schwarze Augenmaske und ist im Mittelmeergebiet recht häufig.

 

Bisamratte,

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Ondathra zibethica, eine amphibisch lebende kaninchengroße Wühlmaus mit bis zu 25 cm langem, schuppigem und seitlich abgeplattetem Schwanz. Sie baut nach Biberart Burgen aus Wasserpflanzen. Wegen ihres Pelzes 1906 aus Nordamerika nach Europa eingeführt, breitete sie sich rasch aus und verursacht schwere Schäden.
 

Blindmäuse,

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Spalacidae, eine Familie der Nagetiere, die nur die Gattung Spalax mit drei Arten umfaßt. Blindmäuse leben in den Balkanländern, Kleinasien und den benachbarten Gebieten. Sie sind an ein Leben unter der Erde angepaßt und haben wie die Maulwürfe einen walzenförmigen Körper, keine äußeren Ohren und ein Fell ohne Strichrichtung. Die zurückgebildeten Augen liegen unter der Haut, Borsten an der Wange dienen als Tastorgan. Sie graben mit ihren gewaltigen Nagezähnen, wobei die Falten der Lippen den Mund hinter den Schneidezähnen verschließen. Da sie sich von Zwiebeln und Knollen ernähren können sie an Hackfrüchten beträchtlichen Schaden anrichten. Sie leben in komplizierten Gangsystemen mit verschiedenen Nestern die unter großen Erdhaufen liegen.
 

Chinchilla,

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Chinchilla lanigera, ein etwa 25 cm langes kaninchenähnliches Nagetier mit buschigem Schwanz, das durch sein langhaariges, weiches, bläulichgraues Fell berühmt geworden ist. Früher bevölkerten zahllose Chinchillas die Berghänge der Anden. Im 18. Jahrhundert lernte man den Wert des Chinchillafelles allgemein schätzen und jagte die Tiere schonungslos, bis die südamerikanischen Regierungen durch ein Jagd- und Ausfuhrverbot die Chinchillas vor der völligen Ausrottung bewahrten. Heute werden Chinchillas, wie Nerze und Nutrias, wegen ihrer wertvollen Pelze in Farmen gezüchtet. Wildlebende Chinchillas findet man nur noch im Hochgebirge im nördlichen Chile, wo sie als Nachttiere gesellig zwischen Felsen und in Erdlöchern leben. Ihr Futter sind rauhe Grashalme und Kräuter. Die Pärchen bleiben das ganze Leben beieinander. Das Weibchen hat im Jahr 1-3 Würfe. Die Jungen kommen bereits mit einem vollausgebildeten Fell, sehend und lauffähig zur Welt und sind vor Ablauf ihres ersten Lebensjahres geschlechtsreif.

 

Eichhörnchen,

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Sciurus vulgaris, gehört zur zweitgrößten Nagerfamilie (Hörnchen, Sciuridae) und ist meist von rötlichbrauner, stellenweise auch schwarzer Färbung und hat hübsche, buschige Ohren. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, aber sie legen Futtervorräte an (Nüsse, Eicheln, auch Pilze) und sind im Winter weniger aktiv. Ihr Nest, Kobel genannt, befindet sich gewöhnlich in einer Astgabel oder auf einem freistehenden Baumast und wird das ganze Jahr über benutzt. Im Sommer werden in der Regel 2 Würfe mit 4-5 nackten, blinden Jungen geboren. Besonders in Parks wird das Eichhörnchen so zutraulich wie kein anderes wild lebendes Tier. Ärgste Feinde sind Greifvögel und Baummarder.

Erdhörnchen,

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bodenbewohnende Angehörige der großen und vielfältigen Nagetierfamilie der Hörnchen, die in den offenen Flächen Nordamerikas, Eurasiens und Afrikas beheimatet sind. Sie unterscheiden sich von ihren auf den Bäumen lebenden Verwandten durch kürzere Ohren und Beine und einen weniger buschigen Schwanz. Viele Arten haben weiße Längsstreifen im hellen Fell, die die Umrisse des Tieres verwischen, wenn es bei nahender Gefahr zur Bewegungslosigkeit erstarrt. Die meisten Arten haben kräftige Krallen und legen weitverzweigte unterirdische Baue an, in denen sie in Kolonien leben. Erdhörnchen ernähren sich von den verschiedensten pflanzlichen Stoffen. In den Steppen und Prärien der gemäßigten Klimazonen sind sie Winterschläfer und scheinen den Winterschlaf bemerkenswert früh anzutreten. Zu den Erdhörnchen gehören der in Osteuropa und Rußland heimische Europäische Ziesel, Citellus citellus, der in landwirtschaftlich genutzten Gebieten erheblichen Schaden anrichten kann, und das ausschließlich in Nordafrika heimische Atlashörnchen, Atlantoxerus getulus. Eine große Vielfalt von Erdhörnchen ist im westlichen Teil Nordamerikas anzutreffen.

 

Flughörnchen,

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etwa 30 Arten "fliegender" Hörnchen von Maus- bis Katzengröße, die zum größten Teil in den tropischen Wäldern Südostasiens leben. Sie springen im Gleitflug von Baum zu Baum, wobei größere Arten mehrere hundert Meter weit segeln und dabei nur wenig an Höhe verlieren. Dieses Gleiten durch die Luft ermöglichen ihre Flughäute, die sich beiderseits des Körpers vom Handgelenk bis zum Fußknöchel spannen, auf beiden Seiten behaart und durch einen Knorpelstab versteift sind. Sie enthalten sogar eine Muskelschicht, mit der das Tier die Biegung der Hautoberfläche verändern und damit deren aerodynamische Eigenschaften bestimmen kann. Bei den meisten Arten sind darüber hinaus die Haare des langen Schwanzes zweizeilig angeordnet und seitlich weggespreizt wie die Fahne einer Feder. Flughörnchen bewohnen gewöhnlich Nisthöhlen in Bäumen und kommen erst beim Dunkelwerden zum Vorschein. Unter den Flughörnchen Südostasiens ist der Taguan, Petaurista petaurista, das größte und eines der bekanntesten; er ist einfarbig braun und bewohnt tropische Bergwälder. In den Nadelwäldern Sibiriens findet man eine kleine graue Art, das Gewöhnliche Flughörnchen, Pteromys volans
 

Goldhamster,

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Mesocricetus auratus. Seine Heimat sind die nordsyrischen Wüstensteppen. Alle heute als Haus- und Versuchstiere in Labors gehaltenen Goldhamster stammen von einem Weibchen und ihren 12 Jungen ab, die 1930 von einem Sammler bei Aleppo gefunden und weitergezüchtet wurden. Hält man einen einzelnen Goldhamster, ist es wichtig, mit Ihm Kontakt zu halten, ihn zu kraulen und zu streicheln und zu ihm zu sprechen. Er braucht in seinem Käfig Sand, einen Unterschlupf und Material zum Nestbauen. Man sollte ihn auch nach Möglichkeit einige Zeit täglich frei unter Aufsicht im Zimmer laufen und sich verstecken lassen. Er frißt Körner, ein Stückchen Apfel oder Kartoffel, Salat, Karotten, etwas Reis oder Nudeln, hin und wieder ein Stück rohes, mageres Fleisch. Bei Überfütterung oder ohne genügend Kontakt zum Menschen, also in Einzelhaft im Käfig gehalten, stirbt der Goldhamster bald. Weibchen werfen nach der kurzen Tragzeit von 16 Tagen pro Jahr 7-8 mal 6-12 Junge, die nach 2-3 Monaten selbst fortpflanzungsfähig sind.

 

Hamster,

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kurzschwänzige Nagetiere, die den Wüsten- und Wühlmäusen ähneln. Der bekannteste von ihnen ist der Goldhamster, ein possierliches, leicht zu hegendes Haustier, dessen einziger Nachteil seine vornehmlich nachtaktive Lebensweise ist. Der Feld-oder Großhamster ist der größte der 14 Hamsterarten. Hamster sind hauptsächlich Pflanzenfresser, die sich meist von Getreide ernähren. In ihre großen Backentaschen können sie riesige Mengen Futter stopfen, das dann zum Bau getragen wird. Vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit wird das Futter gesammelt und gelagert und während der Zeit des Winterschlafs teilweise verbraucht. Hamster sind Einzeltiere, die in getrennten Territorien leben. Nur während der Brunstzeit kommen Männchen und Weibchen zusammen, um sich zu paaren. Die vielen heute als Heimtiere in Gefangenschaft lebenden Goldhamster stammen alle von einer Hamsterfamilie ab.1930 grub der Zoologe  Professor Dr. Ahorni in Syrien ein Weibchen und zwölf Junge aus. Diese sind die Vorfahren aller heute in Gefangenschaft lebenden Goldhamster.
 

Hausmaus,

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Mus musculus, das bekannteste aller Nagetiere wurde durch den Menschen in aller Welt verbreitet. Die wilden Hausmäuse besitzen ein rauchgraues, braunes Fell. Wenn reichlich Futter und Schutz vor Kälte vorhanden ist, vermehren sich die anpassungsfähigen Tiere das ganze Jahr hindurch und können zu einer großen Plage werden.

 

Hörnchen,

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gewöhnlich Bezeichnung für Baumhörnchen. Charakteristische Merkmale sind der lange, buschige Schwanz, die kurze Schnauze und die großen, glänzenden Augen. Die tagaktiven Tiere sind in den gemäßigten Breiten wenig zu finden. Am häufigsten kommt hier das Eichhörnchen vor. Es lebt sowohl im Nadel- als auch im Laubwald in Nestern, Kobel genannt, die sich auf einer Astgabel oder einem freistehenden Baumast befinden. Die meisten Baumhörnchen aber leben in den Tropen. Dort sind über 100 Arten bekannt.
 

Kammratten,

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leben unterirdisch in ausgedehnten Höhlensystemen in der tropischen bis subarktischen Zone Südamerikas. Ihr Ruf erinnert an Glockenklang. Sie fressen Gras, Knollen und Wurzeln.
 

Lemminge,

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kleine, 7,5-15 cm lange Nager der arktischen Tundra vor allem der Gattung Lemmus aus der Familie der Wühlmäuse. Sie sind den harten Lebensbedingungen bestens angepaßt: ihr Fell ist lang, weich und dicht, die Beine kurz, die Ohren kaum sichtbar. Vor allem der norwegische Lemming (Lemmus lemmus) ist berühmt wegen periodischen Bevölkerungsexplosionen und der darauf folgenden Massenwanderungen. Wenn das Gras der nordischen Tundren reichlich ist, vermehren sich die Lemminge stark (und mit ihnen Schneefuchs und Schnee-Eule, deren Hauptnahrung sie bilden). Reicht das Gras für die Millionen kleiner Nager nicht mehr aus, ziehen diese in unermeßlichen Scharen in die Täler und gelangen dabei oft zum Meer. Auch wenn Lemminge gut schwimmen können, kommen bei unruhiger See viele um beim Versuch, Buchten und Fjorde zu überqueren. Sie stürzen sich jedoch nicht unbedenklich in Massen ins Meer, um Selbstmord zu begehen, wie man früher vielfach annahm. Geburten können zu jeder Jahreszeit stattfinden, selbst im Winter unter der Schneedecke. Dort bleiben die Lemminge bei jedem Wetter tätig und benutzen Laufwege unter dem Schnee. Die jungen, bis zu 8 je Wurf, wachsen schnell und sind bereits nach drei Wochen selbständig. Es gibt Berichte, wonach junge weibliche Lemminge ihren ersten Wurf bereits im Alter von sechs Wochen gehabt haben sollen, obwohl die Tragzeit selbst drei Wochen dauert! Der Fuchs tötet häufig mehr Lemminge, als er frißt, und gräbt die übrigen ein. 
 

Maras,

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Pampashasen, Gattung Dolichotis; sie gehören zur Familie der Meerschweinchen. Die beiden Arten erreichen etwa die Größe eines Kaninchens und leben in den offenen Steppen des südlichen Südamerika. Die tagaktiven Pflanzenfresser bilden etwa 12 Tiere umfassende Gruppen. Als Schutz dienen ihnen flache Löcher. Ihre 2-5 Jungen bringen sie in einer Erdhöhle zur Welt.
 

Meerschweinchen,

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Murmeltiere,

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Nutria oder Biberratte,

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Paka,

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Cuniculus paca, höhlengrabender Nager im tropischen Amerika, der manche Nacht in Zuckerrohr- oder Maisfelder einfällt. Sein Fleisch gilt als Delikatesse.
 

Pakarana,

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Dinomys branickii, aus Südamerika, einziger Vertreter seiner Familie, dessen Überleben wegen seiner Zutraulichkeit stark gefährdet ist. Diese den Pakas ähnlichen Nagetiere werden ca. 60 cm lang und bewegen sich recht träge.
 

Präriehunde,

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sozial lebende Erdhörnchen der offenen Steppen Nordamerikas.
 

Ratten,

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Rennmäuse,

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maus- bis rattengroße Nager, die im Wüsten- und Steppengürtel der Alten Welt leben. Ihr Fell ist sandbraun, auf der Unterseite und an den Füßen weiß. Ihre Hinterfüße sind besonders lang. Die nachttätigen Tiere gehören zu den Wühlmäusen (Cricetidae).
 

Sandgräber,

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Springhase,

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Springmäuse,

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Taschenratten,

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Viscachas und Hasenmäuse,

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Wasserschwein oder Capybara,

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Gattung Hydrochoerus, das größte Nagetier lebt in Südamerika und wird 1,30 m lang. Es sieht aus wie ein riesiges Meerschweinchen. Zwischen den Zehen hat es Schwimmhäute.
 

Wühlmäuse,

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Ziesel,

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gesellige, in Erdbautenkolonien lebende, kurzschwänzige kleine Erdhörnchen der Gattung Citellus, die von Osteuropa bis Persien und in der Mongolei vorkommen.
 

Zwergmaus,  Eurasische

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Stand: 17. März 2000