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| Kurzschwanz-Zwergopossum
oder auch Hausspitzmaus-Beutelratte |
| Monodelphis domestica
(engl. Grey Short-tailed Opossum)

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| Allgemeines |
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Herkunft: Südamerika (Brasilien, Bolivien,
Paraguay) Sie leben dort in den Wäldern, kommen aber auch in den
Städten vor.
Sie sehen Spitzmausähnlich aus, haben ein graues,
dichtes weiches Fell. Die Bauchseite ist etwas heller. Sie haben eine
dreieckige spitze Schnauze mit vielen (50) kleinen scharfen Zähnen. Die
Kopf/Rumpflänge beträgt etwa 10 bis 16 cm, wobei die Männchen etwas
größer werden als die Weibchen. Der unbehaarte Schwanz hat eine Länge
von ca. 5 bis 8 cm. Ihr Gewicht liegt bei ca. 90 bis 150 Gramm. Sie
haben verhältnismäßig große, dünn behaarte Ohren und große runde
hervorquellende schwarze Augen. Sie sind keine Nagetiere, wie man auf
dem ersten Blick vermuten könnte, sonder gehören zu den Beuteltieren
obwohl sie keinen Beutel haben. Sie sind nächtlich lebende kleine
Bodenbewohner die mit Hilfe ihres greiffähigen Schwanzes auch sehr gut
klettern können. Sie sind Allesfresser und ernähren sich von Insekten,
kleinen Nagetieren, Jungvögeln, Eiern und allerlei Obst. Sie sind
Einzelgänger und aggressiv gegen Artgenossen.

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| Haltung |
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Mein beiden Tiere habe ich in einem großen
ausgedienten Aquarium von ca. 1,20 cm Breite, 50 cm Tiefe und 50 cm
Höhe untergebracht. Da die Tiere gerne klettern habe ich das Aquarium
mit einer Baumwurzel und 2 Ästen und einigen Steinen ausgestattet. Wichtig ist, das für jedes Tier ein
Schlafhaus zur Verfügung steht. Trotzdem kommt es regelmäßig zu
kleinen bis jetzt harmlosen Streitereien, da sich jedes Tier in sein
Schlafhaus zurückziehen kann. Da ich aber Nachwuchs haben möchte, habe
ich sie noch nicht auseinandergesetzt. Sollte das Weibchen Nachwuchs
haben wird das Männchen herausgenommen und getrennt untergebracht. Wenn
man kein Nachwuchs möchte sollte man besser nur 1 Tier halten. Als
Bodengrund benutze ich Kleintierstreu. Die Futternäpfe und das
Trinknapf sind aus Keramik, damit sie nicht umgeworfen werden können.
Als Nistmaterial habe ich ihnen Heu, zerrissenes Küchenpapier, Taschentücher und Stoffstücke in den Käfig getan.

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| Ernährung |
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Als Grundfutter benutze ich Katzen- oder
Hundetrockenfutter. Daneben reiche ich jeden 2 Tag Lebendfutter in Form
von Grillen, Heimchen, Mehlwürmern. Junge Mäuse sogenannte Pinkies
kann man auch verfüttern. Ich verfüttere allerdings keine. Daneben
reiche ich Ihnen Katzendosenfutter, verschiedenes kleingeschnittenes
Obst (Apfel, Birne, Banane, Weintraube usw. und ab und zu Früchtebrei
(Babynahrung) den sie gern annehmen. Wasser ist für diese Tiere sehr
wichtig und muss immer zur Verfügung stehen.

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| Sonstiges |
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Die Reinigung des Käfigs ist denkbar
einfach, da sich die Tiere eine Ecke Ihrer Behausung aussuchen und dort
ihr "Geschäft" verrichten. So kann man bequem alle 2 - 3 Tage
die verschmutze Stelle reinigen und eine Grundreinigung des Käfigs ist
nur alle 1 bis 2 Wochen nötig.
Das Kurzsschwanz-Zwergopossum wurde 1987 nach Amerika
eingeführt. Dort wurde es als Laborversuchstier gehalten, da es
schmerzunempfindlicher sein sollte als Ratten. 1994 gelangte es dann
dort in den Zoohandel. In letzter Zeit versucht man verschiedene
Farbformen zu züchten, wie zum Beispiel Tiere mit hellerem Fell,
weißen Ohren und weißen Beinen für die 150 Dollar und mehr
verlangt werden. Ob das sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten. In
freier Natur würden solche Tiere wahrscheinlich nicht lange überleben.
Da die Tiere einfach zu halten sind (Käfig, Ernährung, Reinigung)
zudem sehr selten beißen, meistens drohen sie nur mit aufgerissener
Schnauze bis sie den Geruch aufgenommen haben, werden sie bei uns auch
bald als Haustier bekannter werden.

Zur Zucht kann ich aus eigener Erfahrung noch nichts
sagen. Sie sollen aber mit etwa 4 - 5 Monaten geschlechtsreif sein.
Trächtig können die Weibchen das ganze Jahr werden. Nach ca. 14 bis 20
Tagen können sie bis zu 12 Junge bekommen. Diese krabbeln zu den Zitzen
und saugen sich dort fest. Die Zitzen schwellen in ihrem Maul an. Dort
verbleiben sie dann für 20 - 25 Tage. Nach 6 bis 8 Wochen sollen sie
selbständig sein. Dann sollte man sie auch getrennt unterbringen.
Ich halte zur Zeit diese Tiere nicht mehr.
Hier noch einige Homepages die sich mit den Tieren
beschäftigen:
Short
Tailed Opossum
About
Short-Tailed Opossums

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