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Glattläufige Muskete Cal.69
Sächsisches Infanteriegewehr M/1835 Kal.17,5mm (.69) glattläufig
Im Königreich Sachsen fehlte es 1835 an Finanzkraft , so das man Altbestände französischer 1777er Steinschloßmusketenläufe auf Perkussion aptierte und in neue Schäfte mit leichten Verbesserungen verbaute.Gegenüber der französ. 1777 hat diese Muskete keine Schaftaushöhlung sondern eine deutsche Backe . Auch das Schloßblech war bis zum Lauf hochgezogen , und stellte eine Neuerung mit vielen Vorteilen dar . Es wurde eine Visierung auf den Lauf gelötet , der glatte Lauf war wie die 1777 für Rundkugeln aus der Papierpatrone ausgelegt . Das heißt der Soldat hatte eine zusammengefaltete Papiertüte mit Kugel und Pulver ,biss diese auf , schüttete das Pulver in den Lauf , und stopfte die stark unterkalibrige Kugel ( 16,5 mm) samt Papier in den Lauf.
Verständlich daß man auf diese Art keine nennenswerten Treffer auf ca. 100m landen konnte.Wichtiger war es damals jedoch in kürzester Zeit so schnell wie möglich im Reihenfeuer nachzuladen .Da die gegnerischen Armeen ( für heute ziemlich untaktisch) in Reihen aufeinander zuschritten ,war es somit immerhin möglich , irgendwo in der Reihe dieser , zu treffen und Schaden anzurichten .
Für 80,- DM auf einem Düsseldorfer Trödelmarkt erstanden wurde sie in mühevoller kleinarbeit wieder instandgesetzt , mit dreifacher Ladung beschossen , und erzielt heute auf dem Schießstand für einen glatten Lauf gar nicht mal so schlechte Leistungen. Mit einer Pulverladung von 65 Grain Wasag PP und gepflasteter Cal. .67 Kugel liegt die Trefferlage auf 50m im Bereich von 20cm auf der DSB Scheibe.

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