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Amstrad PCW /Schneider Joyce

Virtuelles Computermuseum

Amstrad PCW / Schneider Joyce

Joyce

Technische Daten
Hersteller Amstrad (Alan M Sugar TRADing)
Typbezeichnung PCW 8256 (Personal Computer Writer); Joyce war der Projektname (nach der Vornamen der Sektetärin von Alan M. Sugar
Entwickelt 1985
Floppy 3 Zoll, 180 KB Single Sided
max. Farben 2
max. Auflösung 720 x 240
max. Zeichen 90 x 32
Tasten 82, extern
Arbeitsspeicher (RAM) 256 KB in 4 Bänken á 64 KB
ca. Neupreis 2000 DM / 1000 Euro
Prozessor Zilog Z80
Taktfrequenz 4 MHz
Ton eingebauter Summer
Betriebssystem CP/M 3.0
eingebauter Monitor 12 Zoll
Benchmark 1 86 sec
Benchmark 2 33 sec
Benchmark 3 224 sec
Durchschnitt Benchmarks 114 sec
Basicversion Mallard Basic 1.29
Schnittstellen mitgelieferter Drucker, Erweiterungsbus
Besonderheiten
Der (oder die) Joyce dürfte wohl einer der letzten auf Z80-Basis entwickelten Computer sein. Amstrad legte die 1985 bereits vollkommen überholte Technik (nämlich die des CPCs, alle anderen neuen Computer der Konkurrenz liefen auf 16-Bit-Basis, z. B. Apple Mac, Atari ST, Amiga mit Motorola 68000) in neuem Gewand noch mal auf, um als innovativ zu gelten.
Damit aber irgendein Kaufanreiz vorhanden war, nannte man das Ganze Textsystem, lieferte ein Komplettpaket auf Computer, Tastatur, Monitor und 8-Nadel-Drucker, gleich mit Textverarbeitung, damit der Käufer sofort loslegen konnte. Steckt man Tastatur und Drucker zusammen, sieht alles wie eine Typenradschreibmaschine mit Monitor aus. Wie zu erwarten war, konnte sich der Joyce gegen die 16-Bit-Konkurrenz nicht durchsetzten. Zwar im Vergleich zu einem Textsystem auf Atari ST-Basis etwa die Hälfte billiger, doch im Leistungsumfang eine Welt zurück. Die Oberfläche ist entweder CP/M oder eine Menütechnologie auf Textbasis, keinerlei Pull-Down-Menus der grafischen Oberflächen der Konkurrenz. Und die verschwenderischen 256 bzw. 512 KB waren eigentlich auch getrickst., denn zum einen kann die Z80-CPU immer nur 64 KB-Bänke ansprechen und muß so dauernd Bankswitchen (mit Zeitverlusten), zum anderen kann CP/M auch nicht mehr als 64 KB adressieren, so daß die 192 bzw. 448 KB oberhalb der 64-KB-Grenze lediglich als schnelle RAM-Disk benutzt werden. Und der mitgelieferte Drucker war mit seiner 8-Nadeltechnik auch bereits überholt, keine 24-Nadel-Near-Letter-Quality oder unendlich vielen Zeichensätzen des DTPs auf dem Mac.
Erweiterungsmöglichkeiten Erweiterungsbus für Scanner, Centronics, usw; Speicherausbau auf 512 KB, Einbau einer Zweitfloppy mit 720 KB

Inneres der Joyce
Das Innere der Joyce: wenige, hochintegrierte ICs
Rechts die 16 RAM-Chips, oben rechts die CPU, links daneben ein Multifunktionschip für I/O und Speichersteuerung, in der Mitte der Grafikbaustein, links daneben der Floppycontroller.