| Besonderheiten |
Der (oder die) Joyce dürfte wohl einer der letzten auf Z80-Basis entwickelten Computer sein. Amstrad legte die 1985 bereits vollkommen überholte Technik (nämlich die des CPCs, alle anderen neuen Computer der Konkurrenz liefen auf 16-Bit-Basis, z. B. Apple Mac, Atari ST, Amiga mit Motorola 68000) in neuem Gewand noch mal auf, um als innovativ zu gelten.
Damit aber irgendein Kaufanreiz vorhanden war, nannte man das Ganze Textsystem, lieferte ein Komplettpaket auf Computer, Tastatur, Monitor und 8-Nadel-Drucker, gleich mit Textverarbeitung, damit der Käufer sofort loslegen konnte. Steckt man Tastatur und Drucker zusammen, sieht alles wie eine Typenradschreibmaschine mit Monitor aus. Wie zu erwarten war, konnte sich der Joyce gegen die 16-Bit-Konkurrenz nicht durchsetzten. Zwar im Vergleich zu einem Textsystem auf Atari ST-Basis etwa die Hälfte billiger, doch im Leistungsumfang eine Welt zurück. Die Oberfläche ist entweder CP/M oder eine Menütechnologie auf Textbasis, keinerlei Pull-Down-Menus der grafischen Oberflächen der Konkurrenz. Und die verschwenderischen 256 bzw. 512 KB waren eigentlich auch getrickst., denn zum einen kann die Z80-CPU immer nur 64 KB-Bänke ansprechen und muß so dauernd Bankswitchen (mit Zeitverlusten), zum anderen kann CP/M auch nicht mehr als 64 KB adressieren, so daß die 192 bzw. 448 KB oberhalb der 64-KB-Grenze lediglich als schnelle RAM-Disk benutzt werden. Und der mitgelieferte Drucker war mit seiner 8-Nadeltechnik auch bereits überholt, keine 24-Nadel-Near-Letter-Quality oder unendlich vielen Zeichensätzen des DTPs auf dem Mac.
|