Nachrichten

Dezember 2007 - 1998

  • 27. Dezember:
    Unsere Eintracht hat am heutigen Freitag den 20 Jahre alten tschechischen A-Nationalspieler Martin Fenin vom Erstligisten FK Teplic verpflichtet. Der 1,81 Meter große und 70 kg schwere Offensiv-Allrounder unterzeichnete einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012.


  • 19. Dezember:
    Mittelfeldspieler Albert Streit von Eintracht Frankfurt wird schon ab der Rückrunde im Trikot des FC Schalke 04 auflaufen! Dies ist das Ergebnis der Verhandlungen, die der Vorstandsvorsitzende der Hessen, Heribert Bruchhagen, mit Schalkes Manager Andreas Müller in den vergangenen Tagen geführt hat.


  • 16. Dezember
    Amanatidis schießt MSV in den Keller / Duisburg - Eintracht 0:1 (0:1)
    Durch den 6. Saisontreffer von Amanatidis (40.) kam die Eintracht heute vor 26.750 Zuschauern beim MSV Duisburg zum verdienten 1:0 (1:0) und damit zum ersten Auswärtssieg. Für Friedhelm Funkel war es der 100. Erstligasieg als Trainer. Durch den fünften Saisonsieg festigte die Eintracht unter Trainer Friedhelm Funkel zum Hinrunden-Abschluss ihren Mittelfeldplatz und hat mit nunmehr 23 Punkten einen Acht-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge. «Wir fühlen uns im Mittelfeld ausgesprochen wohl», betonte Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Es ist die beste Halbzeitbilanz seit 14 Jahren. "Wir haben unser Ziel erreicht, alles ist gut", urteilte Amanatidis trocken, "wir sind absolut im Soll", resümierte Funkel zufrieden, auch Klubchef Heribert Bruchhagen sprach von "einer ordentlichen Hinrunde." Eintracht Frankfurt habe "einen Riesenschritt dahin getan, wo wir hinwollen". Das ist das gehobene Mittelfeld, am Ende sollen ein einstelliger Tabellenplatz und etwa 45 Punkte herausspringen. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", sagte Funkel. Die Mannschaft habe sich weiterentwickelt, sie sei reifer geworden, gerade weil sie eine Vielzahl von Ausfällen weggesteckt hätte, sie stehe stabiler. Wohin die Reise geht für die Eintracht in dieser Runde, wollte Bruchhagen indes nicht prophezeien: "Fußball ist so unwägbar." Die Partie in Duisburg hätten die Hessen "ein bisschen souveräner" (Pröll) gestalten können. Auch wenn die Eintracht "spieltechnisch einen Tick besser war als Duisburg" (Bruchhagen), so ließen sie im Spiel nach vorne zu lange zu viel an Durchschlagskraft vermissen. Gleich auf fünf Stammspieler musste MSV-Trainer Rudi Bommer in seiner Startformation verzichten. Fast folgerichtig fiel die Führung für die Frankfurter. Einen Steilpass von Faton Toski verwandelte Amanatidis eiskalt zu seinem sechsten Saisontreffer. Zuvor hatte Benjamin Köhler für die auf Konter lauernden Gäste die beste Chance leichtfertig vergeben (18.). Duisburgs Kapitän Ivica Grlic hatte mit einem Schuss in der siebten Minute vergeblich Hoffnung auf mehr vonseiten der Hausherren gemacht. Im zweiten Durchgang beschränkte sich die Eintracht, für die Toski nach Vorarbeit vonn Fink noch hätte erhöhen können, recht bald auf die Sicherung der eigenen Defensive. Die auffallende Harmlosigkeit der Heimmannschaft gab dieser taktischen Ausrichtung letztlich Recht. Dem MSV gelang es über die gesamte Spielzeit hinweg nicht, sich gegen die Hessen auch nur eine hochkarätige Chance herauszuspielen. Als dann die letzte Duisburger Flanke wirkungslos in den Strafraum geschlagen war und somit der erste Auswärtssieg von Eintracht Frankfurt in dieser Hinrunde unter Dach und Fach waren, da sind sich Markus Pröll und Markus Weissenberger ein wenig in die Haare geraten. So kann man den 1:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg auch feiern, ungewöhnlich war es allemal, wie die beiden Frankfurter da auf dem Rasen rangelten wie zwei Schulbuben. Erst schubste der Torwart den seiner Meinung nach zu wenig einsatzfreudigen Einwechselspieler, dann raunzte der verbal zurück, bis Mannschaftskollegen die beiden Streithähne zur Ruhe brachten. Es habe "eine kleine Meinungsverschiedenheit" gegeben, räumte Weissenberger ein, es war um Fußball gegangen "und nicht um Frauen", schließlich sei es "ein heißes Spiel" gewesen. Bald war dann wieder alles gut, und "wenn ich jetzt in die Kabine gehe, werden die beiden gemeinsam unter der Dusche stehen", sagte Ioannis Amanatidis, der Kapitän.


  • 08. Dezember
    Spiel mit ungerechtem Ausgang / Eintracht - Schalke 2:2 (0:0)
    In einem begeisternden Spiel mit ungerechtem Ausgang kam die Eintracht heute gegen Schalke 04 vor 51.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion zu einem 2:2 (0:0). Die Treffer erzielten Toski (49.), Amanatidis (82.) und Westermann (77., 89.). Im Vergleich zum 2:2 in Wolfsburg wartete Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel mit nur einem Wechsel in der Startaufstellung auf. Kyrgiakos ersetzte Chris. Bei den Schalkern verzichtete Coach Mirko Slomka auf personelle Experimente und setzte die selben Akteure ein, die mit 1:0 gegen Bochum gewannen. Viel bekamen die Zuschauer in den ersten Minuten von beiden Seiten nicht geboten, ehe es in der 17. Minute hüben wie drüben turbulent wurde. Zuerst scheiterte Amanatidis an Schalke-Schlussmann Manuel Neuer. Im direkten Gegenzug zeichnete sich dessen Pendant, Markus Pröll, aus, als er Halil Altintop stoppte. Den Abpraller vergab der insgesamt wirkungslose Kevin Kuranyi. Die individuell eigentlich höher einzustufenden Gäste konnten kämpferisch kaum mithalten. Insbesondere der ehemalige Frankfurter Jones wusste sich von Anfang an nur mit Fouls zu helfen und hätte nach dem vierten Regelverstoß bereits nach sieben Minuten mehrfach verwarnt sein müssen. In der ersten Hälfte kamen wegen der konzentriert arbeitenden Defensivreihen kaum Torgelegenheiten zustande und dennoch war die Begegnung faszinierend. In der zweiten Halbzeit kam dann noch der Mut dazu, in entscheidenden Situationen statt dem üblichen Rückpass den Risikopass nach vorne zu spielen, der auch noch meist ankam. Spätestens ab dann hatte das Spiel alles, was man sich nur wünschen kann: rassige Zweikämpfe, Torszenen, Stimmung auf den Rängen (eine grandiose Choreographie zum 10jährigen Bestehen der Ultras ging nahtlos über in einen großartigen Heimsupport und auch die Gästefans trugen ihren Teil zur Atmosphäre bei) - was will man mehr? Bald wollten dann auch die Tore fallen. Asamoah kam bei den "Königsblauen" im zweiten Durchgang für den glücklosen Altintop auf das Feld. Doch Frankfurt war der erste Aufreger vorbehalten. Toski leitete einen schnellen Gegenstoß über Amanatidis ein, bekam den Ball am zweiten Pfosten mustergültig serviert und überwand Neuer mit einem Aufsetzer (49.). In der Folgezeit waren die Hessen lange näher am zweiten Treffer als Schalke am Ausgleich. Aber die größte Chance vergab der mustergültig freigespielte Köhler, der alleine auf Neuer zulief und den Ball knapp am Tor vorbeischob. Eintracht drängte weiter auf das zweite Tor und war den enttäuschenden Gästen überlegen, doch Westermann glich aus. Und sofort waren die Adlerträger wieder präsent und wehrten sich. Der verdiente Lohn war die erneute Führung, als Amanatidis aus halbrechter Position einen knallharten Schuss losließ und Neuer düpierte. kurz vor dem Ende begingen die Schalker Spieler Ernst und Großmüller klare Tätlichkeiten, die Schiedsrichter Dr. Fleischer aber nur mit gelb gegen Ernst und rot gegen Großmüller ahndete. Da Großmüller ohnehin als Auswechselspieler nicht auf dem Feld war, durften die Gäste mit 11 Akteuren statt in Unterzahl zu Ende spielen und hatten dann auch noch unverdientes Glück. Rafinha hatte aus dem Mittelfeld eine Verzweiflungsflanke in Richtung Galindo geschlagen. Dem Mexikaner rutschte der Ball über den Kopf und kam so auf die linke Seite zu Westermann, der den Ball voll traf und mit einem schönen Schuss den Ausgleich erzielte. Eintracht Frankfurt tritt zum Ende der Hinrunde am Sonntag in Duisburg an.


  • 01. Dezember
    Eintracht verdient sich Remis / Wolfsburg - Eintracht 2:2 (1:1)
    Die Wolfsburger konnten ihre spielerischen Vorteile gegen stark ersatzgeschwächte Frankfurter nicht in einen Erfolg ummünzen. Die Hessen verdienten sich den einen Zähler durch eine kämpferisch und läuferisch gute Vorstellung. Die VfL-Tore von Christian Gentner (6.) und Edin Dzeko (48.) reichten am Samstag nicht für die Trendwende. Die ersatzgeschwächten Hessen hielten vor 20656 Zuschauern durch Chris (35.) und Michael Fink (52.) zwei Mal dagegen und verbuchten das Remis als Achtungserfolg. "Wir haben nach der frühen Führung den Faden verloren", haderte Magath. Bereits zur Pause wechselte er den schwachen Vlad Munteanu und überraschend auch Torhüter Simon Jentzsch aus. "Ich hatte das Gefühl, dass er unsicher ist", begründete der VfL-Trainer die ungewöhnliche Maßnahme. "Wir haben zwei Mal einen Rückstand aufgeholt. Die Körpersprache war positiv. So habe ich mir das vorgestellt", meinte Frankfurts Coach Friedhelm Funkel zufrieden. Er musste den Ausfall von neun Profis verkraften. Zudem fehlte in der Startelf unerwartet Abwehrchef Sotirios Kyrgiakos. Für den Griechen, der auf der Bank saß, rückte Marco Russ in die Innenverteidigung. Die Wolfsburger waren in der gemächlichen Anfangsphase etwas engagierter. Mit frühem Forechecking versuchte der VfL, die Hessen erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die erste Angriffsaktion bescherte der Magath-Elf prompt die Führung: Baier und Marcelinho führten einen Eckball kurz aus. Die Flanke des Brasilianers kam zu Gentner, der von Gegenspieler Amanatidis genug Raum bekam, um allein zum Kopfball hochzusteigen und seinen ersten Bundesliga-Treffer für den VfL ins rechte Toreck zu erzielen (6.). Nach einem Eckball des Iraners Mahdavikia war Chris mit dem Kopf zu Stelle und köpfte den Ausgleich. Jentzsch blieb in dieser Szene auf der Linie, was Magath den Kragen platzen ließ. Die Frankfurter Verlegenheitself war danach ein ebenbürtiger Gegner, profitierte aber von den vielen Unzulänglichkeiten und Abspielfehlern bei den Wolfsburgern. Die Zuschauer pfiffen deshalb das Magath-Team zur Halbzeit auch aus. Turbulent ging es in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit weiter. Keine drei Minuten waren gespielt, da erwischte es die Eintracht erneut eiskalt. Nach einem traumhaften Pass von Grafite aus dem Mittelfeld erzielte der gerade erst eingewechselte Edin Szeko die erneute Führung für Wolfsburg. Die Eintracht behielt aber die Nerven, als Fink mit einem Lupfer über den für Simon Jentsch eingewecchselten Ersatzkeeper Lenz postwendend einnetzte. Der Adrenalinschub für die Fans war jedoch noch nicht vorbei: Im direkten Gegenstoß lenkte Eintracht-Keeper Markus Pröll mit einer Glanzparade einen Schuss aus rund acht Metern an den Pfosten. Beim offenen Schlagabtausch danach hatten aber beide Teams Chancen auf das Siegtor. Amanatidis (81.) verpasste nur knapp den ersten Frankfurter Sieg in Wolfsburg. Für beide Mannschaften ist der eine Zähler auf dem erhofften Weg in höhere Tabellenregionen zu wenig. Wolfsburg erwartet zudem am nächsten Samstag in Stuttgart eine schwere Aufgabe. Gleiches gilt für die Eintracht, die Schalke empfängt.


  • 25. November
    Frankfurt hält nur eine Hälfte mit / Eintracht - Stuttgart 1:4 (1:1)
    Eintracht Frankfurt hat den Sprung ins obere Tabellendrittel verpasst. Nach zuletzt drei Unentschieden unterlagen die Hessen am Samstag dem Meister VfB Stuttgart mit 1:4 und kassierten die vierte Saisonniederlage. Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel musste im Vergleich zum 1:1 in Dortmund auf Preuß verzichten, der Knieprobleme hatte. Außerdem blieb für Takahara nur ein Platz auf der Bank. Inamoto und Mahdavikia rückten für die beiden in die Startelf. Nach einer weitgehend ausgeglichenen ersten Halbzeit bekam die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel in der zweiten Hälfte ihre Grenzen aufgezeigt, während der VfB nachdrücklich unter Beweis stellen konnte, dass er derzeit wieder auf dem Weg zurück zur Meisterform der Vorsaison ist. Nach den späten Treffern von Benjamin Köhler und Roberto Hilbert kurz vor der Pause sorgten Ciprian Marica, Thomas Hitzlsperger und Cacau für die weiteren Tore. Ohne großes Abtasten nahm die Partie sofort Tempo auf und hatte nach drei Minuten die erste strittige Szene. Im Fünfmeterraum klärte Delpierre vor dem einköpfbereiten Amanatidis mit dem Fuß. Die Hessen reklamierten auf gefährliches Spiel, doch der Schiedsrichter sah es anders und ließ weiterspielen. Stuttgart brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu finden, hatte dann allerdings zwei gute Möglichkeiten innerhalb einer Minute. Zunächst scheiterte Cacau, nachdem er zuvor schön von Hilbert in Szene gesetzt wurde, an Pröll. Sekunden später passte der Brasilianer auf Hitzlsperger, der am Tor vorbei zielte (10.). Im Gegensatz zum Länderspiel wenige Tage zuvor sahen die 51.500 Zuschauer in der ausverkauften Commerzbank-Arena eine von beiden Teams mit hohem Tempo und Einsatz geführte Partie, in der nur die Tore fehlten. Als der VfB das Spiel langsam in den Griff zu bekommen schien, folgten zwei Rückschlage: Zunächst musste Gomez verletzt vom Feld, und Marica wurde eingewechselt (41.). Augenblicke später ließ sich Hitzlsperger in der Vorwärtsbewegung von Ochs den Ball abjagen. Ochs legte auf halblinks zu Köhler, dessen Schuss von Meira leicht abgefälscht wurde, so dass Schäfer ohne Chance war. Doch die Schwaben steckten beides Weg. Pardo hebelte mit einem schönen Pass auf Hilbert die Abseitsfalle aus und Hilbert schob den Ball an Pröll vorbei ins Netz (45.). Die zweite Hälfte begann ebenso furios, wie die erste geendet hatte: Kurz nach Wiederanpfiff knallte Pardo den Ball aus 20 Metern an den Pfosten. Pröll konnte das Leder anschließend gerade noch sichern. Wenige Sekunden später hatte der Keeper weniger Glück, als Marica nach einem Querpass von Hilbert nur noch einschieben musste. Wie bei allen gefährlichen Szenen der Stuttgarter zuvor, offenbarte die Eintracht-Abwehr auch hier wieder gravierende Stellungs- und Zuordnungsprobleme. Stuttgart legte sofort nach: Cacau passte aus dem Mittelfeld nach vorne, Spycher fälschte unglücklich ab und Hitzlsperger schoss aus kurzer Distanz ein (57.). Die Eintracht machte es den Schwaben jetzt denkbar einfach. Im Mittelfeld fand die Funkel-Elf überhaupt nicht mehr in die Zweikämpfe. Bei den Schwaben ging etwas die Konzentration verloren, so dass die Abwehrreihe einige Lücken offenbarte. Aber die Hessen steckten zu früh auf, setzten zu wenig nach. Stuttgart brachte die Führung am Ende sicher über die Zeit, hätte durch Konter sogar noch erhöhen können und machte es auch: Marica passte vors Tor, wo der bis dahin glücklose Cacau den Ball mit Hilfe von Pröll im Tor unterbrachte (90.+2). Zitat Ioannis Amanatidis: "Wir sprechen immer davon, dass wir den nächsten Schritt machen, aber der nächste Schritt ist so nicht getan. Es fehlt insgesamt nocch an vielen Sachen."


  • 10. November
    Halb gewonnen, halb zeronnen / Dortmund - Eintracht 1:1 (0:0)
    Es ist sicher kein Fußball für die Galerie, den Eintracht Frankfurt derzeit in der Bundesliga präsentiert. Aber immerhin sammelten die Hessen auch gegen Borussia Dortmund (1:1) ein weiteres Pünktchen. Und darauf kommt es schließlich an, glaubt Trainer Friedhelm Funkel. "Keiner hat uns zugetraut, dass wir aus den beiden Auswärtsspielen in München und Dortmund auch nur einen Punkt holen. Jetzt sind es insgesamt schon 18. Wir sind im Soll, bleiben aber weiterhin bescheiden", sagte Funkel und sieht ob des Ausfalls von gleich drei offensiven Mittelfeldakteuren (Streit, Weissenberger, Meier) für seine Mannschaft gute Perspektiven. Dennoch, die Frankfurter waren sauer. Vor allem auf Schiedsrichter Wolfgang Stark, der in zwei ganz entscheidenden Szenen aus ihrer Sicht falsch entschieden und so der Borussia erst den einen Punkt ermöglicht hatte. Zunächst hatte Stark Dortmunds Brasilianer Tinga einen Platzverweis mit Gelb-Rot erspart, in dem er mit Jakub Blaszczykowski schlicht den falschen Spieler verwarnt hatte. Und dann hatte Stark den Ausgleichstreffer von Florian Kringe anerkannt, obwohl der den Frankfurter Chris zuvor gefoult hatte. Chris war danach überhaupt nicht zu beruhigen. "Ein Skandal", sagte Frankfurts Brasilianer, "das war ein eindeutiges Foul, das man nicht übersehen kann." Selbst Kringe plagte später das schlechte Gewissen. "Ich habe ihn wohl berührt", sagte der Dortmunder Torschütze, "man muss es nicht pfeifen, man kann es aber pfeifen. Es war eine schwache erste Hälfte, die die Zuschauer in Dortmund geboten bekamen. Dabei fing alles so gut an. Bereist in der zweiten Minute hätte Klimowicz das 1:0 für die Gastgeber besorgen können, ja besorgen müssen. Blaszczykowski hatte nach tollem Pass von Petric quer auf den langen Argentinier gelegt. Doch Klimowicz spitzelte den Ball knapp am leeren Tor vorbei. Ansonsten gab es wenig sehenswertes in der ersten Hälfte. Die Partie wog hin und her, wirklich gefährlich für die Torhüter wurde es jedoch kaum. Erst nach Wiederanpfiff gewann das Duell an Qualität. Dortmund forcierte seine Angriffsbemühungen, scheiterte aber bei Chancen von Marc-André Kruska (50.), Kringe (50.) und Tinga (53.) im Minutentakt an Pröll. Als Alles auf eine Wende zugunsten der Borussia hinzudeuten schien, schlug Frankfurt zu. Nach Flanke von Patrick Ochs erzielte Amanatidis per Kopf seinen vierten Saisontreffer. Auf den Rückstand reagierte der BVB mit wütenden Angriffen. Doch wie schon beim 0:0 am vergangenen Wochenende in München hielt die Frankfurter "Wagenburg" den Angriffen zunächst stand. In der 81. Minute wurde das Engagement des BVB doch noch belohnt. Aus kurzer Distanz drückte Kringe den Ball zum verdienten 1:1über die Linie. Jetzt wollte der BVB alles und setzte weiter voll auf Angriff. Beinahe hätte die Doll-Elf die Partie tatsächlich noch komplett gedreht, doch Blaszczykowski und Valdez verpassten bei einer Doppelchance das mögliche 2:1 (87.).


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  • 03. November
    Beton angerührt / München - Eintracht 0:0 (0:0)
    Trotz drückender Überlegenheit hat der FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga einen überraschenden Rückschlag hinnehmen müssen. Der Rekordmeister kam am Samstag zu Hause vor 69.000 Zuschauern gegen Eintracht Frankfurt nicht über ein 0:0 hinaus. Ausgerechnet am Geburtstag von Gerd Müller blieb die viel gepriesene Münchner Offensive gegen harmlose, aber kampfstarke Hessen vor den Augen des "Bombers" zum ersten Mal seit Januar ohne Torerfolg in einem Heimspiel. Bei den Frankfurtern fehlte das bewährte Flanke-Kopfball-Tor-Duo Albert Streit und Sotirios Kyrgiakos sowie Mittelfeldspieler Alexander Meier. Bereits nach 13 Sekunden musste Frankfurts Torwart Oka Nikolov in höchster Not gegen Luca Toni retten. "Wenn der Ball reingeht, kann das Spiel auch ganz anders ausgehen" sagte Nikolov nach dem Abpfiff. Im Gegensatz zu seinem Gegenüber konnte sich Nikolov in der Folge nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen. Die Münchner drängten Frankfurt über 90 Minuten in den eigenen Strafraum, meist war Oliver Kahn der einzige Spieler in der Hälfte der Bayern. Zehn Ecken erarbeiteten sich die Münchner bis zur Pause, die Frankfurter Fans jubelten schon, wenn ihre Mannschaft gegen den überlegenen Gegner einen Abschlag herausholte. Die Gastgeber ließen Ball und Gegner nach Belieben laufen, im Abschluss fehlten allerdings Präzision und Durchschlagskraft. Mit Glück und Geschick verhinderten die Frankfurter kurz vor der Pause bei Bayern-Chancen im Minuten-Takt. Lange ängstlich und ideenlos, aber auch äußerst diszipliniert und engagiert, agierten die ohne ihre Kreativkräfte Albert Streit und Alexander Meier angetretenen Hessen, die kurzfristig noch den Ausfall von Torhüter Markus Pröll wegen Erkältung hinnehmen mussten. Für ihn kam Oka Nikolov zu seinem zweiten Saisoneinsatz und wurde von den Bayern warmgeschossen. Mit sehenswerten Paraden gegen Klose, Toni & Co. hielt er seinen Kasten sauber. "Wir hatten heute auch das nötige Glück, aber alles was zählt ist, dass wir einen Punkt geholt haben", sagte Nikolov. Die zweite Hälfte brachte zunächst keine Veränderung: Zu Beginn gab es eine Großchance für Klose, Ribéry verfehlte das Tor nur knapp. In der 52. Minute schoss die Eintracht das erste Mal in etwa in die Richtung von Oliver Kahns Tor. Der konnte allerdings entspannt zusehen, wie der Ball fünf Meter über die Latte ging. In der 57. Minute musste Kahn dann doch ein einziges Mal zeigen, dass er fit ins Bayern-Tor zurückgekehrt ist – ohne Probleme fing er eine harmlose Frankfurter Flanke ab. Bis zu zehn Eintracht- Spieler zogen sich teilweise zum Verteidigen zurück und konnten trotz Abwesenheit des gesperrten Abwehrchefs Sotirios Kyrgiakos nicht überwunden werden. Selbst mit vier Bayern-Stürmern in den Schlussminuten - Lukas Podolski und Jan Schlaudraff kamen noch ins Spiel - war der Abwehrriegel nicht zu knacken. "Wir haben taktisch sehr gut gespielt und uns den Punkt auch verdient, auch wenn es eine reine Abwehrschlacht war", bilanzierte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel.


  • 31. Oktober
    Aus in der 2. Pokalrunde / Dortmund - Eintracht 2:1 (0:1)
    Dortmund. In dieser Saison wird die Frankfurter Eintracht keine positiven Pokal-Schlagzeilen mehr schreiben. Der Fußball-Bundesligist schied am Mittwochabend vor 45 800 Zuschauern beim Klassenkonkurrenten Borussia Dortmund in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals mit 1:2 (1:0) aus. Es war aus Frankfurter Sicht eine ausgesprochen ärgerliche Niederlage. Eine Niederlage, die nicht nötig war, ja im Grunde hatten die Hessen einen möglichen Sieg leichterhand dahingeschenkt. Entsprechend sauer reagierte Klubchef Heribert Bruchhagen: "Wir haben uns selbst um den Lohn gebracht. Das waren heute zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Wenn man so ein Spiel gewinnen will, darf man keine Fehler machen." Im Vergleich zur enttäuschenden Nullnummer vom vergangenen Spieltag gegen Hannover hatte der Trainer mehrere Änderungen vorgenommen. Im Sturm ging neben Amanatidis mit Naohiro Takahara wieder ein zweiter Angreifer auf Torejagd. Überraschend mussten dagegen die Stammspieler Alex Meier und Junichi Inamoto zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der zuletzt angeschlagenen Christoph Spycher kehrte wie erwartet auf seine angestammte Position in der Viererkette zurück, während sein Ersatzmann Benjamin Köhler dadurch wieder ins Mittelfeld vorrücken konnte. Die Gäste spielten also wie in der Endphase der letzten Saison mit einem flachen 4-4-2 und es tat der Spielentwicklung sichtlich gut, dass es vorne zwei Anspielstation gab. Beide Teams spielten in der ersten Hälfte jeweils fast ausschließlich über eine Seite: die Eintracht über links und Dortmund über rechts. Das war auch die einzige Gemeinsamkeit im Spiel der beiden Teams. Während Frankfurt äußerst konsequent klassischen Konterfußball bot, erspielten sich die Gäste im Bestreben, den Ball möglichst häufig in gegnerischer Tornähe zu haben, ein optisches Übergewicht. Effektiver aber waren zunächst die Hessen, bei denen Spycher eine Flanke mit rechts auf den Kopf von Amanatidis zirkelte. Der Grieche köpfte den Ball unter die Latte und überwand auf diese Weise als erster Spieler in dieser Saison den Dortmunder Ersatztorhüter Ziegler. Aber sie versäumten es vor der Pause, einen zweiten Treffer nachzulegen. Chancen waren da. Zunächst jedoch scheiterte Amanatidis an Ziegler (16.), dann zog Takahara den Ball nach zu ungenauer Vorarbeit von Streit etwas zu weit nach links (32.). Nach der Pause war die Funkel-Elf kaum auf den Platz zurückgekehrt, da landete der Ball schon im Netz von Eintracht-Keeper Pröll. Nach einer Ecke patzte zunächst Michael Fink und Pröll konnte unter Bedrängnis das Leder nicht sichern. BVB-Innenverteidiger Brenzska musste nur noch abstauben. Danach spielten vor allem die Borussen. Dem Dortmunder Führungstreffer ging eine klasse Einzelleistung von Petric voraus. Der Kroate ließ zunächst Kyrgiakos stehen und dann Pröll mit einem platzierten Flachschuss ins Eck keine Chance. Die Eintracht hatte mehrere Gelegenheiten, den Ausgleich zu erzielen. Aber stets fehlten wenige Zentimeter, zum Beispiel als Inamoto aus 15 Metern das leere Tor verfehlte und auf das Tornetz köpfte. Auch Dortmund spielte munter weiter nach vorne, versäumte es aber ebenfalls, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. So war die Niederlage der Gäste ein wenig unglücklich. Das Spiel war aber beileibe kein Anlass, das Feld mit gesenktem Haupt zu verlassen. Im Gegenteil: Die 4.500 mitgereisten Eintrachtfans sahen eine klare Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel gegen Hannover.


  • 26. Oktober
    Kampf statt Spielkultur / Eintracht - Hannover 0:0 (0:0)
    Vielleicht kann Staffelläufer Friedhelm Funkel am Sonntag beim Frankfurter Marathon für ein Glanzlicht sorgen. Seine enttäuschende Mannschaft hat es nicht geschafft, ihr Publikum im Sturm zu erobern. Am Freitagabend musste sich die von Trainer Funkel angeführte Frankfurter Eintracht im Duell mit Bundesliga-Tabellennachbar Hannover 96 nach neunzig höchst unbefriedigenden Minuten mit einem 0:0 begnügen. Eine seriöse Bewertung dieser mageren Partie ist nicht möglich, ohne die zweiten 45 Minuten von Nürnberg heranzuziehen. 45 Minuten, in denen Eintracht Frankfurt nicht nur vier Tore kassierte, sondern auch viel, wenn nicht alles an Selbstbewusstsein eingebüßt hatte. Es ging also im Spiel am Freitag vornehmlich um eines: Einen weiteren Rückschlag zu verhindern. Es ging allein um Schadensbegrenzung. Eine neuerliche Niederlage vor dem jetzt anstehenden Hammerprogramm - gegen Bayern München nächsten Samstag fällt zudem noch Sotirios Kyrgiakos nach seiner fünften Gelben Karte aus - hätte die Mannschaft restlos verunsichert. Deshalb verordnete Funkel seinen Mannen diese betont vorsichtige, unattraktive Vorgehensweise, und da schlägt man den Ball halt lieber aus der Gefahrenzone als ihn zu spielen. Aufgrund der äußerst schwachen Offensivleistung der Eintracht musste Hannovers guter Torhüter Robert Enke nur zweimal bei Schüssen von Alexander Meier (31. Minute) und Ioannis Amanatidis (77.) eingreifen, während sein Gegenüber Markus Pröll nur drei Bälle zu parieren hatte. Eine halbe Stunde lang mussten die geduldigen Fans warten, ehe sie an diesem elften Spieltag den ersten Schuss zu sehen bekamen. Der Japaner Junichi Inamoto versuchte es aus 25 Metern, verfehlte aber das Tor von Hannover 96. Besser machte es sechzig Sekunden später Alexander Meier, der immerhin Robert Enke zu einer Parade zwang. Aber sonst? Der zweite Durchgang hätte um ein Haar mit einem Paukenschlag begonnen, doch Pröll konnte einen Pinto-Kopfball gerade noch um den Pfosten lenken (47.). In der Folge erinnerte das Geschehen stark an das, was beide Mannschaften vor der Pause abgeliefert hatten. Viel Kampf ließ wenig Platz für Spielkultur, fehlende Kombinationen, die für Torchancen sorgen hätten können, waren das Resultat. Albert Streit sprach den 44 700 Besuchern der torlosen Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und Hannover 96 aus der Seele, als er den Folterfußball knallhart analysierte. "Wenn ich Zuschauer gewesen wäre, hätte ich auch gepfiffen. Die Zuschauer wollen unterhalten werden, aber wir haben sie verscheucht", sagte der Rechtsaußen der Frankfurter. "Nur hinten sicher zu stehen, ist nicht genug", sagte Streit treffend. Funkel konnte die Pfiffe der Zuschauer allerdings nicht verstehen: "Da sieht man, wie verwöhnt sie sind." Anfangs wunderten sich noch einige Eintracht-Beobachter, dass Naohiro Takahara (der Japaner wurde zwölf Minuten vor Schluss von den Rängen vergeblich gefordert) auf der Bank Platz nehmen musste. Schließlich hatte der Asiate in Nürnberg wieder seine Tor-Produktion gestartet. Aber das ging natürlich nicht am Freitag. Da hätte man ja die ganze taktische Grundordnung über den Haufen werfen müssen. Und Hannover hätte bestimmt 4:3 gewonnen. Um Gottes Willen. Gingen alle Spiele einer Saison 0:0 aus, 80 oder mehr Prozent aller Trainer wären die glücklichsten Menschen der Welt. Weil hinten die Null stand. Weil dem Gegner nicht ins offene Messer gerannt wurde. Weil die taktische Grundordnung und deren Umsetzung gestimmt hat, die Räume für den Kontrahenten eng waren, bla bla bla . . .


  • 20. Oktober
    Das war Arbeitsverweigerung / Nürnberg - Eintracht 5:1 (1:1)
    Eintracht Frankfurt ist am Samstag mit 1:5 beim 1. FC Nürnberg untergegangen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte brachen bei den Hessen im zweiten Durchgang alle Dämme. Zum schlechten Schluss hockte Heiko Beeck, der honorige zweite Mann im Vorstand der Frankfurter Eintracht, ganz allein auf der Tribüne des Nürnberger Stadions. Unten bettelten die Mannen in den schwarz-roten Hemden um den Abpfiff des Trauerspiels und droben suchte die Chefetage eiligst das Weite. Als Erster hatte Aufsichtsrats-Boss Herbert Becker die Nase gestrichen voll und nahm Reißaus, zehn Minuten vor Ende verließ dann auch Heribert Bruchhagen seinen Platz. Für Fragen stand der Eintracht-Chef an diesem schwarzen Nachmittag nicht mehr zur Verfügung. Der desaströse Auftritt in Nürnberg hatte tiefe Spuren hinterlassen. "Das war schon erstaunlich", sollte Bruchhagen erst tags darauf sagen, "einzelne Spieler haben sich extrem schlecht präsentiert." Das ist wohlwollend formuliert. Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel sah nach der 1:5-Schlappe in Nürnberg keinen Grund zu deutlicher Kritik an der Mannschaft. Nürnberg habe sich "in einen kleinen Rausch gespielt". Frankfurt habe gut begonnen. Erst nach dem verpassten 2:3-Anschluss "haben wir die Geduld und die Ordnung verloren". Am 10. Spieltag deklassierte der „Club“ am Samstag Eintracht Frankfurt 5:1 (1:1) und kehrte nach sieben sieglosen Ligaspielen auf Erfolgskurs zurück. Der griechische Europameister Angelos Charisteas (19.) mit seinem ersten Bundesligator für den FCN, Marek Mintal (50./64.), Zvjezdan Misimovic (53./Foulelfmeter) und Joshua Kennedy (82.) machten vor 45.050 Zuschauern Nürnbergs höchsten Saisonsieg perfekt. Beide Teams begannen die Partie relativ bedächtig und konzentrierten sich zunächst lediglich auf Sicherheitsfußball. Torszenen fehlten dem Spiel in den ersten zehn Minuten gänzlich. So kam der Führungstreffer der Frankfurter etwas überraschend. Nach dem ersten ansehnlichen Angriff der Nürnberge konterte Frankfurt über Streit und Inamoto, der Amanatidis auf der rechten Seite in Szene setzte. Der Grieche bediente den in der Mitte mitgelaufenen Takahara, und der Japaner schob mühelos zum 0:1 ein (12.). Doppeltes Pech für den Club, dass sich Spiranovic bei dieser Aktion verletzte und durch Glauber ersetzt werden musste. Der Treffer verlieh der Partie Schwung. Der Club wirkte nicht geschockt und hatte durch Mintal kurz nach dem Rückstand die Chance zum Ausgleich, Pröll parierte aber den Drehschuss des Slowaken (15.). Fünf Minuten später war aber auch der Frankfurter Schlussmann machtlos, als Kristiansen einen 30-Meter-Freistoß mit links an den Pfosten nagelte. Den Abpraller nutzte Charisteas zu seinem ersten Saisontreffer und glich aus (20.). Mit einer überzeugenden Leistung in der zweiten Halbzeit gelang dem Pokalsieger nach neun Pflichtspielen ohne Sieg der ersehnte Befreiungsschlag. Einen Fehler von Eintrachts Marco Russ und die gute Vorarbeit von Charisteas nutzte Mintal mit seinem dritten Saisontor zum 2:1. Der starke Misimovic erhöhte per Foulelfmeter auf 3:1, nachdem Eintracht-Torwart Markus Pröll im Strafraum Charisteas umgestoßen hatte. Der Club erspielte sich Chance um Chance und kam durch Mintal, der einen Fehler von Kyrgiakos nutzte, zwangsläufig zum 4:1 (64.). Von Kristiansen bedient traf Kennedy sehenswert per Hacke (82.), ehe die Schlussminuten zum Schaulaufen gerieten. Funkel überraschte in einer ersten Analyse mit der Erklärung, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte und auch nach dem Nürnberger Doppelschlag "zu schnell zu viel wollte" und "zu euphorisch nach vorne gespielt" habe. Mit Verlaub: Die Eintracht hat nicht nach vorne gespielt, sie hat am Spiel nicht mehr teilgenommen. Die spätere Einschätzung Funkels, wonach die Mannschaftsteile zu weit auseinander klafften, die Stabilität daher flöten gegangen sei und schließlich schwere individuelle Fehler den Weg in die Niederlage ebneten, trifft es da schon eher, zumal: "Die Negativ-Eigendynamik war dann nicht mehr aufzuhalten", sagte Funkel.


  • 07. Oktober
    Frankfurts Erfolgsduo: Streit und Kyrgiakos / Eintracht - Leverkusen 2:1 (0:0)
    In einer intensiv geführten, aber insgesamt spielerisch wenig überzeugenden, Partie behielt Frankfurt gegen Leverkusen die Oberhand. Nach drei sieglosen Spielen konnten die Hessen wieder dreifach punkten. Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel nahm nur eine Änderung im Vergleich zum 2:2-Remis in Cottbus vor. Preuß kehrte ins Team zurück, Köhler musste weichen. Das japanische Duo Takahara (Knieprobleme) und Inamoto (Muskelfaserriss in den Adduktoren) fehlte ebenso noch wie Vasoski (Sehnenriss im Hüftbeugemuskel). Es war ein Sieg des Willens, und es war ein Sieg der Standards: Zwei mal wuchtete der griechische Nationalspieler Sotirios Kyrgiakos die Kugel per Kopf ins Tor, zum 1:0 in der 54. Minute und zum 2:1 in der 79. Beide Male hatte Albert Streit die Vorlagen gegeben, und beim zweiten Tor musste selbst Skibbe einräumen, dass es "exzellent" vollendet war. Von Beginn an gingen beide Teams engagiert zu Werke und kämpften um jeden Zentimeter Boden. Zusammenhängende Aktionen waren so zunächst nicht zu sehen, dennoch ergaben sich erste Möglichkeiten. So lenkte Spycher den Ball bedrängt von Vidal an den Pfosten des eigenen Tores (7.), auf der Gegenseite tanzte Meier an der Strafraumlinie Sinkiewicz aus und zirkelte den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei (18.). Die Partie wurde weiter intensiv geführt, Vorteile konnte sich aber weder die Eintracht noch der Gast aus Leverkusen erspielen. Das Geschehen spielte sich in dieser Phase vornehmlich im Mittelfeld ab. Das spielerische Niveau ließ zu wünschen übrig, die Aktionen waren insgesamt wenig zielgerichtet. Der turbulente zweite Durchgang hatte mit einer Schrecksekunde für die Hessen begonnen. Nach einem Ellbogencheck von Sergej Barbarez musste Christoph Preuß, der erstmals in dieser Saison in der Startformation stand, verletzt vom Platz. Für ihn kam Neuzugang Aaron Galindo zu seinem Bundesliga-Debüt. Richtig Fahrt nahm die Partie erst nach dem 1:0 auf - und danach machte die Bayer-Elf, die gestern ihr drittes Spiel hintereinander verloren hatte, mächtig Dampf. Pröll musste immer wieder eingreifen, ließ dabei aber die gewohnte Sicherheit vermissen: Ihm prallten einige Bälle von der Brust ab. "Ein Rübenfeld", sagte er zu seiner Entschuldigung und meinte den unebenen Rasen. In dieser Phase war Leverkusen das bessere Team, die Gäste hatten 57 Prozent der Ballkontakte und gewannen 52 Prozent der Zweikämpfe. Doch beim 1:1 musste ihnen Marco Russ zur Hand gehen, der eine Ecke ins eigene Tor köpfte. In dieser Phase zeigte sich auch, dass Neuzugang Aaron Galindo noch lange keine Verstärkung ist. Er wirkte gehemmt, gedanklich zu langsam und sah für sein erstes Foul drei Minuten nach seiner Einwechslung bereits die Gelbe Karte. Das Frankfurter Siegtor fiel, als Vratislav Gresko den Eintracht-Mittelfeldspieler Albert Streit am Ärmel gezupft hatte und der Schiedsrichter-Assistent die Fahne hob. Den von Leverkusen schwer kritisierten und von Streit ausgeführte Freistoß nutzte Kyrgiakos per Kopf zum umjubelten Siegtreffer. Vier Minuten vor dem Ende ging Markus Pröll in die Knie. Dann machte er die Säge - zweimal, dreimal. Einen fulminanten Freistoß von Tranquillo Barnetta hatte der Frankfurter Schlussmann gerade noch um den Pfosten gedreht. Da spürte er wohl schon, dass dieses Bundesligaspiel ein gutes Ende nehmen würde für Eintracht Frankfurt. Nach dem Sturz ins Bundesliga-Mittelmaß durch die 1:2 (0:0)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt erhoben Trainer und Manager von Bayer Leverkusen heftige Anschuldigungen gegen Schiedsrichter-Assistent Volker Wezel. „Er hat das Spiel gegen uns entschieden. Das war eine absolute Frechheit“, schimpfte Bayer-Coach Michael Skibbe über die Freistoß-Entscheidung vor dem Siegtreffer der Hausherren durch Sotirios Kyrgiakos, der beide Treffer erzielte (54./79.). „Das war ein absoluter Witz. Der sollte sich eine Woche lang schämen“, sagte Rudi Völler wutentbrannt. Sogar von Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel bekamen die Leverkusener Unterstützung. „Ich kann den Frust nachvollziehen. In dieser Situation muss der Schiedsrichter nicht pfeifen, denn beide Spieler wollten weiterspielen.“


  • 30. September
    Fehlerhaft und arrogant / Cottbus - Eintracht 2:2 (2:0)
    Irgendetwas mussten die rund 700 mitgereisten Eintracht-Fans falsch verstanden haben. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ skandierten sie nach dem Schlusspfiff. Dabei hatte ihre Mannschaft mit Müh' und Not noch einen Punkt im „Stadion der Freundschaft“ errungen. So hat jeder seine eigene Wahrnehmung der Dinge. Der Bulgare Dimitar Rangelow hatte den FC Energie im ersten Heimspiel nach der Beurlaubung von "Volksheld" Petrik Sander mit seinen ersten beiden Bundesliga-Treffern in Führung gebracht (7. und 18. Minute). Angreifer Ioannis Amanatidis rettete den Gästen vor 14 290 Zuschauern ebenfalls mit einem Doppelpack (49./79./Foulelfmeter) noch einen durchaus verdienten Punkt. Zehn Punkte hatte der hessische Bundesligist gesammelt und "drei gute Partien, drei lösbare Aufgaben" in Bochum, gegen den KSC und in Cottbus vor der Brust. In Frankfurt witterten viele, nicht nur Streit, die Chance, sich in der Spitzengruppe festzusetzen. Das war vor gut 14 Tagen. Heute, eine englische Woche später, ist am Main Ernüchterung eingekehrt. Das graue Mittelmaß ist die Realität. Lediglich zwei von neun möglichen Zählern hat die Eintracht gegen die Leichtgewichte eingefahren. Das war nicht nur anders erhofft, das war anders geplant, mit fünf, sechs Punkten hatten die Frankfurter kalkuliert. Schon in der 7. Minute bediente der hinter den Spitzen agierende Ervin Skela herrlich Dimitar Rangelow, der Eintracht-Schlussmann Markus Pröll mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Elf Minuten später verstolperte Frankfurts Innenverteidiger Marco Russ den Ball im eigenen Strafraum, Dennis Sörensen bediente Sturmpartner Rangelow und der Bulgare schob mühelos zum 2:0 ein. Funkel betete das Sündenregister detaillierter herunter: „Vor dem ersten Tor spielen wir arrogant auf Abseits. Und vor dem zweiten Tor waren wir so überheblich, die Situation spielerisch lösen zu wollen, anstatt den Ball einfach wegzuschlagen. Darüber wird noch zu reden sein.“ Die Hessen retteten sich in die Pause. Albert Streit, der nach einem Disput mit Schiedsrichter Kinhöfer arg rot-bedroht war, blieb zur 2. Halbzeit in der Kabine. Für ihn schickte Funkel Mahdavikia aufs Feld. Und diesmal war es die Eintracht, die den optimalen Start erwischte, wobei wieder Piplica im Mittelpunkt stand. Einen 18-Meter-Schuss von Thurk boxte der exzentrische Energie-Torhüter unbedrängt genau vor die Füße von Ioannis Amanatidis. Der im Strafraum lauernde Kapitän zog beherzt ab, Piplica konnte den Schuss noch an den Innenpfosten lenken, doch von da kullerte das Leder zum 1:2 hinter die Linie (49.). Auf beiden Seiten ließen die Abwehrreihen nun Chancen zu. Da Silva vergab per Kopf nach einer Ecke (61.), Rangelov vernaschte Russ mit einem starken Trick im Strafraum, wurde aber im letzten Moment am Schuss gehindert (69.). Die Eintracht kam über Thurk, der im Strafraum den Zweikampf mit Mitreski suchte. Der Cottbuser kam zu spät und legte den Frankfurter ungelenk um. Amanatidis verwandelte den fälligen Elfmeter souverän, der Gleichstand war wieder hergestellt (79.). In einer zerfahrenen Schlussphase kam es zu keinen gefährlichen Szenen mehr, es blieb bei der Punkteteilung der beiden Kontrahenten. Eine positive Erkenntnis hielt der schwarze Sonntag dennoch bereit: Früher hätte die Eintracht ein Spiel wie jenes in Cottbus wohl noch verloren. Nun holte sie zum zweiten Mal ein 0:2 auf - auch gegen den HSV hatte sie nach dem Ausgleich zurückgeschlagen.


  • 27. September
    Im Alltag angekommen / Eintracht - KSC 0:1 (0:0)
    Die Eintracht unterlag heute vor 48.500 Zuschauern dem KSC äußerst unglücklich mit 0:1 (0:0). Den goldenen Treffer für die Gäste, die dank des überragenden Keepers Miller sowie dank der schlechten Chancenverwertung der Adlerträger die Oberhand behielten, erzielte Franz (51.). Friedhelm Funkel vertraute auf der linken Seite dem Rückkehrer Ochs für den verletzen Spycher. Anstelle des ebenfalls verletzen Weissenberger begann Takahara auf dem Flügel von Beginn an. Dabei legten die Hessen los, als wollten sie die Badener schlichtweg überrollen: Nach nur 28 Sekunden legte Kapitän Ioannis Amanatidis für Alex Meier ab, und der Mittelfeldmann ließ KSC-Torwart Markus Miller mit einem nicht scharf genug getretenen Flachschuss erstmals auf den Rasen abtauchen. So ging es aber nicht weiter, die Platzherren hatten ihr Pulver offensichtlich verschossen. Der KSC spielte sehr geschickt und für einen Aufsteiger erstaunlich abgeklärt, er übernahm ganz frech das Kommando. Vor allem über die rechte Frankfurter Abwehrseite kombinierten sich die Gäste mit Bradley Carnell und Christian Timm gefährlich nach vorne - sie hatten freilich das Glück, auf einen überforderten und orientierungslosen Mehdi Mahdavikia zu treffen. Die spielerisch gefälligen Gäste wurden mit fortschreitender Spielzeit immer mutiger und hätten vor der Pause bei drei hochkarätigen Chancen in Führung gehen können. Erst schoss Timm (37.) zu ungenau. 60 Sekunden später tauchte Sebastian Freis frei vor dem Frankfurter Tor auf, traf aber nur den Außenpfosten. Kurz darauf landete ein Schuss des nominell einzigen KSC-Stürmers am Außennetz. Im zweiten Abschnitt ging es dann zunächst haargenau so weiter, wie es im ersten aufgehört hatte: Der KSC blieb am Drücker, und nach 49 Minuten holten sich die Gäste den verdienten Lohn ihrer couragierten Arbeit: Nach einem Eckstoß von Hajnal und einem Getümmel im Eintracht-Strafraum erzielte Maik Franz im Nachschuss die verdiente Führung. Der Eintracht fehlte auch danach der Durchblick, was aber nichts damit zu tun hatte, dass einige Unbelehrbare im KSC-Fanblock einige bengalische Feuer zündeten und das Stadion ein wenig vernebelten. Die Hessen waren in der Folge um den Ausgleich bemüht, aber doch arg limitiert in ihren Mitteln. Sie spielten schlicht zu planlos gegen die vielen Beine in der KSC-Abwehr. Ein paar Chancen gab es immerhin noch: Der erschreckend schwache Naohiro Takahara (60.) scheiterte einmal, ein anderes Mal Amanatidis (69.), und auch der eingewechselte Michael Thurk köpfte den Ball drüber (72.). Da half es der Eintracht auch nicht, dass Andreas Görlitz mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde. Der Sieg für den KSC eigentlich ein Grund zum Jubeln...
    Doch direkt nach dem Abpfiff fliegen die Fetzen! Plötzlich Gerangel zwischen Miller und dem Südafrikaner Carnell. Beide gehen mit finsteren Mienen aufeinander los und müssen von Torwarttrainer Peter Gadinger getrennt werden. Ging es um eine Szene während des Spiels? Sind böse Worte gefallen? Carnell ausweichend: „Das war positiver Ehrgeiz. Das klären wir intern.“ Auch Miller versucht die Skandal-Szenen runterzuspielen: „Das war nur eine kurze Meinungsverschiedenheit. Nach so einem Spiel ist viel Adrenalin drin. Bis zum nächsten Spiel am Samstag gegen Dortmund ist das ausgeräumt.“


  • 22. September
    Zähe Nullnummer im Ruhrpott / Bochum - Eintracht 0:0 (0:0)
    Mehrere tausend Fans begleiteten die Frankfurter Eintracht gestern nach Bochum, in der Hoffnung am glücklichen Ende des abends die neue Nummer eins der Bundesliga feiern zu dürfen - wenigstens für eine berauschende Nacht. Auch die Mannschaft von Friedhelm Funkel, bislang nur in Bremen bezwungen, trat mit breiter Brust an. Aber die Eintracht hat die günstige Gelegenheit verpasst, erstmals wieder seit dem 21. August 1999 die Tabellenführung der Bundesliga zu übernehmen. Dazu hätten die Frankfurter am Freitagabend ihr Spiel beim VfL Bochum gewinnen müssen, das taten sie nicht, doch mit dem 0:0 bleiben sie wenigstens im oberen Tabellendrittel. Einen Sieg hatten die Frankfurter auch nicht verdient, dazu waren sie zu wenig zwingend in ihren Aktionen. Zwar lieferten die Frankfurter eine konzentrierte Defensivleistung ab und waren in der zweiten Halbzeit auch die bessere Mannschaft, doch im Spiel nach vorne ließen sie ebenso wie die Hausherren fast alle Wünsche offen. Der zuletzt hochgelobte Alexander Meier konnte keine entscheidenden Impulse setzen. Einziger Aufreger auf Frankfurter Seite war der Zusammenprall von Torhüter Markus Pröll mit Marel Maltriz in der 33. Minute, als der Eintracht-Schlussmann zu Boden ging und behandelte werden musste. Er trug eine Platzwunde aus diesem Zweikampf davon und spielte bis zum Pausenpfiff mit Turban weiter. Zuvor „bedankte“ er sich applaudierend bei den Bochumer Fans hinter seinem Gehäuse, die ihn wohl unflätig beschimpft hatten. 0:0, eine erste Halbzeit zum Vergessen für Freunde des ästhetischen Vergnügens, auch wenn Inamoto Sekunden vor dem Pausenpfiff mit einem Flachschuss noch Lastuvka prüfte. Zur Pause war Klubchef Heribert Bruchhagen von der kleinmütigen Vorstellung der Eintracht enttäuscht und reagierte sauer: "Wenn wir so viel Selbstvertrauen haben wie angekündigt, dann müssen wir hier mehr bringen. Wir lassen uns von den aggressiveren Bochumern den Schneid abkaufen, sie sind viel präsenter." Die Mannschaft müsse endlich dagegenhalten. Zur zweiten Hälfte nahm Funkel gleich zwei Wechsel vor. Für Pröll, der mit Verdacht auf eine Schädelprellung in ein Bochumer Krankenhaus gefahren wurde, ging Nikolov in den Kasten, Takahara erschien für den angeschlagenen Weissenberger und nahm auch dessen Position auf der linken Seite ein. NJetzt erhielt das bis dahin unansehnliche Spiel wenigstens so etwas wie Bundesliga-Niveau. Das war vor allem ein Verdienst des wieder genesenen Ioannis Amanatidis. Der Kapitän der Eintracht zwang in der 53. Minute Lastuvka aus 18 Metern zu einer Glanzparade und zielte wenig später (62.) knapp am Tor vorbei. Selbst die Eintracht-Fans sangen nun nicht mehr über ihr "Heimspiel in Bochum", Unzufriedenheit mit der spielerischen Armut äußerte sich in vereinzelten Pfiffen. Den Trainern dürfte das letztlich ziemlich gleichgültig gewesen sein. „Man muss auswärts auch einmal mit einem Punkt zufrieden sein. Wir haben schon bessere Spiele gezeigt als heute, aber in der Defensive hat die Mannschaft sehr gut gestanden“, sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel. Sein Bochumer Kollege Marcel Koller meinte: „Wir sind nicht in den Rücken der Abwehr gekommen, das war heute unser Problem.“


  • 19. September
    Das Sportgericht des DFB hat Thimothee Atouba vom Hamburger SV für vier Spiele gesperrt. Der Kameruner hatte im Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt Gegenspieler Albert Streit seinen Ellbogen ins Gesicht geschlagen. Das Verfahren gegen Streit wurde eingestellt, da dieser laut Atouba nur an der Sporthose gerissen hatte. Referee Manuel Gräfe hatte den Vorfall nicht wahrgenommen.


  • 18. September
    DFB-Kontrollausschussvorsitzender Horst Hilpert (Bexbach) hat Anklage gegen Albert Streit (Eintracht Frankfurt) und Thimothee Atouba (Hamburger SV) wegen der Vorfälle beim Bundesliga-Spiel am Samstag erhoben. Da in dieser Angelegenheit beide Spieler als Beschuldigte angeklagt und gleichzeitig in der Rolle des Zeugen sind, hat Hilpert zur weiteren Klärung des Sachverhalts eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht am Donnerstag, 20. September 2007, 12.00 Uhr, in der DFB-Zentralverwaltung in Frankfurt am Main beantragt.


  • 15. September
    Der den Unterschied macht / Eintracht - HSV 2:1 (1:0)
    Alexander Meier also. Die wievielte Geschichte über den Schlaks mit der 14 auf dem Buckel ist das eigentlich schon? Man müsste mal ins Archiv steigen. Aber was soll man machen? Der Mann von Eintracht Frankfurt fällt halt auf, er ragt - im Wortsinne, er ist 1. 96 Meter groß - heraus, er ist der, der den Unterschied macht. Und, auch das ist oft genug geschrieben worden: er polarisiert: genial für die einen, zu hölzern für die anderen. Am Samstag war er allein der Matchwinner, zwei Tore zum 2:1, und das alles als offensiver Mittelfeldspieler. Und gegen den HSV, seinen alten Klub, der ihn nicht behalten wollte. Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena dominierten die Gäste die Anfangsphase klar, wurden dann aber eiskalt erwischt. Ausgerechnet der erstmals in dieser Saison von Anfang an aufgebotene Mittelfeldspieler Markus Weissenberger bereitete die in dieser Phase überraschende Führung der Eintracht mustergültig vor. Der Österreicher, der noch auf seine Teilnahme an der Euro 2008 in seiner Heimat und der Schweiz hofft, bediente Meier mit einer feinen Flanke von der rechten Seite. Frankfurts bislang bester Torschütze zog aus elf Metern unhaltbar für HSV-Keeper Frank Rost zum 1:0 ab. Und die Hamburger, besonders Atouba, kamen nicht zur Ruhe: Erst ließ der Kameruner Streit laufen - Rost verkürzte den Winkel und klärte (9.) -, dann beharkte er sich mit dem Frankfurter Dribbelkünstler und streckte ihn klar mit dem Ellenbogen nieder (10.), Schiedsrichter Manuel Gräfe zückte keine Karte. Weiter ging's: De Jong hätte beinahe den Ausgleich besorgt, Pröll rettete gegen den Kopfball mit Bravour (13.). Auf der anderen Seite grätschte Kompany den Ball nach einem Weissenberger-Heber für seinen geschlagenen Keeper von der Linie (29.). Alles in allem war es eine rasante erste halbe Stunde. Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Hanseaten drei Tage vor dem Uefa-Cup-Hinspiel beim bulgarischen Klub Litex Lovech nicht ins Spiel. Stattdessen traf der Frankfurter Kapitän Christoph Spycher nur den Pfosten (49.). Angetrieben vom starken früheren Hamburger Mehdi Mahdavikia verteidigten die Frankfurter den Vorsprung zunächst ohne große Mühe. Erst per Strafstoß, Kyrgiakos sollte den eingewechselten Reinhardt gefoult haben, kam der HSV durch van der Vaart zum Ausgleich. Die Gastgeber, nach der Sicherheitsauswechslung Vasoski für Weissenberger nur noch mit drei echten Offensivkräften auf dem Feld, brauchten eine kurze Weile, um sich an den neuen Spielstand zu gewöhnen und wieder die Initiative zu ergreifen. Gerade noch rechtzeitig gelang Meier mit einem Volleychuss aus der Drehung ins lange Eck, 20 Meter vom Tor entfernt, der verdiente und überdies äußers sehenswerte Siegtreffer, welcher in den Schlussminuten mit letztem Einsatz verteidigt wurde. Dabei hätte Meier mit einem schönen Lupfer über den herausgeeilten Rost fast noch seinen dritten Treffer erzielt, doch der Ball landete auf dem Tornetz. Zehn Punkte aus fünf Spielen, Tabellenplatz drei - im Augenblick herrscht eitel Sonnenschein am Main. "Das müsste der Mannschaft Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben", sagt Funkel. Ob sich die Eintracht, wie der Sportinformationsdienst tollkühn titelte, schon zum Bayern-Jäger aufgeschwungen hat? Funkel, der Oberrealo, findet das nahezu lachhaft. Er weiß, dass noch ein paar mehr Punkte zwingend erforderlich sind - ab November trifft die Eintracht hintereinander auf: Bayern München, Dortmund, Stuttgart, Wolfsburg, Schalke und Duisburg. Da tut ein dickes Polster gut.


  • 01. September
    Zu harmlos in Bremen / Bremen - Eintracht 2:1 (1:0)
    Der Bundesliga-Start der Frankfurter Eintracht konnte sich bisher sehen lassen. Werder Bremen war dann aber doch eine Nummer zu groß für die Hessen - auch wenn die Niederlage am Ende knapp ausfiel. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel musste sich am Samstag im Weserstadion 1:2 geschlagen geben. Die Tore für die Bremer erzielten Sanogo (35.) und Petri Pasanen (79.). Der eingewechselte Michael Thurk konnte kurz vor dem Schlusspfiff noch verkürzen (86.), zu mehr reichte es aber nicht für die Eintracht. Werder-Coach Thomas Schaaf brachte im Vergleich zum 3:2 bei Dinamo Zagreb in der Champions-League-Qualifikation für den nach Hannover abgewanderten Schulz Neuzugang Tosic. Bei den noch unbesiegten Frankfurtern vertraute Trainer Friedhelm Funkel derselben Elf, die den 1:0-Sieg gegen Rostock erspielt hatte. Beide Teams gingen vor gut 35.000 Zuschauer verhalten in die Partie. Nach anfänglichem Geplänkel versuchte Bremen jedoch das Kommando auf dem Platz zu übernehmen. Die Eintracht stand aber sehr diszipliniert in der Abwehr, störte die Gastgeber früh im Spielaufbau und lauerte auf Konter. Es dauerte eine gute Viertelstunde, ehe Werder, das im ersten Durchgang stark linkslastig agierte, sich zwingende Chancen erarbeiten konnte: Almeida scheiterte halblinks aus 13 Metern frei vor Pröll am Eintracht-Keeper (17.), Vranjes zielte knapp am Winkel vorbei (18.) und Almeidas Kopfball aus 13 Metern war zu schwach (24.). Auf der Gegenseite hätte es dann beinahe im Bremer Kasten geklingelt, als Ioannis Amanatidis nach einem Zuckerpass von Mehdi Mahdavikia das Tor nur knapp verfehlte. Trotzdem: In der Offensive lief bei der Eintracht so gut wie nichts zusammen. Und sich nur auf eine funktionierende Defensive zu konzentrieren, musste sich irgendwann rächen, zumal Bremen nun klar den Ton angab und ideenreicher kombinierte. Nach einem schwachen Abschlag von Pröll flankte Vranjes aus dem Mittelfeld an den Strafraum, wo Diego per Kopf zu Sanogo verlängerte. Pröll kam zwar aus dem Tor, griff aber nicht entschlossen genug ein. Sanogo schon - der Ivorer war einen Tick eher am Ball, gewann den Zweikampf glücklich und schob das Leder mit dem Knie aus kurzer Distanz ins leere Tor. Die zweite Halbzeit fing so an, wie die erste aufgehört hatte. Bremen machte das Spiel und erhöhte sogar noch den Druck. Nach einem groben Abwehrfehler von Marco Russ musste Pröll Kopf und Kragen riskieren, um die Vorentscheidung im Spiel zu verhindern (52.). Frankfurt kam bei den Angriffswellen der Gastgeber kaum zum Durchschnaufen. Allerdings sorgte die Eintracht durch Konter gelegentlich für Gefahr, wie in der 62. Minute, als Benjamin Köhler am Bremer Strafraum zu eigennützig agierte. Oder nur eine Minute später nach einer tollen Kombination von Albert Streit und Christoph Spycher, dessen Hereingabe in den 16-Meter-Raum aber keinen Abnehmer fand. Nach Pasanens Traumfreistoß - der Finne jagte den Ball aus 25 Metern in den rechten Winkel - schien das Spiel vorzeitig entschieden (79.). Dann verletzte sich Sanogo und konnte die Begegnung nur noch humpelnd fortsetzen - und der eingewechselte Thurk ließ die Gäste nochmal hoffen: Inamotos Schussversuch von der Strafraumgrenze wurde in die Mitte abgefälscht, wo Vranjes' Rettungsversuch zur Vorlage für Thurk mutierte, der aus zehn Metern unter die Latte traf (85.). Zitat Eintracht-Trainer Funkel "Der Sieg für Bremen war klar verdient. Wir haben zwar anfangs ordentlich in der Deckung gestanden, aber nach vorne nicht das geboten, was wir uns vorgenommen haben."


  • 26. August
    Meiers Frühstart sichert drei Punkte / Eintracht - Rostock 1:0 (1:0)
    "Da werden die Bayern jetzt aber Angst bekommen", sagte Eintracht-Präsident Peter Fischer. "Bei diesen Verfolgern!" Bayern München Erster, Arminia Bielefeld Zweiter, VfL Bochum Dritter, Eintracht Frankfurt Vierter. Fischer schmunzelte angesichts dieser verqueren Bundesliga-Rangliste nach dem dritten Spieltag, an dem sich die Frankfurter Eintracht mit einem am Ende mühevollen 1:0-Sich gegen Aufsteiger Hansa Rostock und nunmehr sieben Punkten in ungewohnte Höhen aufschwang. In Frankfurt herrscht Ende August eitel Sonnenschein, durch den mühsamen, aber hochverdienten 1:0 (1:0)-Erfolg über den noch immer punktlosen und erschreckend matten FC Hansa Rostock legte die Eintracht den besten Saisonstart seit acht Jahren hin - damals rangierte sie nach drei Spieltagen mit ebenfalls sieben Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz. Wer nun in Frankfurt aber denkt, die Bäume wachsen in den Himmel, der hat offenbar Friedhelm Funkel noch nicht getroffen. Der Eintracht-Trainer entpuppte sich sodann als Warner und Mahner. "Wir müssen schön bescheiden und auf dem Boden bleiben", bekannte er und erinnerte prompt an den 1. FC Köln, der vor zwei Jahren nach drei Partien das Tableau anführte - "und dann sang- und klanglos abgestiegen ist", wie der Rheinländer Funkel berichtete, "das passiert, wenn man überheblich wird." Funkel hatte sein Team beim zweiten Heimauftritt auf mehreren Positionen verändern müssen. Mehdi Madavikia rückte für den verletzten Patrick Ochs in die Viererabwehrkette. Dafür spielte Benjamin Köhler für den Iraner im Mittelfeld. Alexander Vasoski ersetzte den erkrankten Abwehrchef Sotirios Kyrkiakos. Immerhin kehrte Kapitän Ioannis Amanatidis nach seiner Muskelfaserriss für Michael Thurk zurück und hielt 67 Minuten durch. Die Frankfurter erwischten einen perfekten Start. Nach einem Eckball bediente Köhler den im Strafraumzentrum lauernden Meier. Der 24-Jährige ließ mit einem Drehschuss zu seinen zweiten Saisontor Hansa-Schlussmann Stefan Wächter keine Chance. Beflügelt durch die frühe Führung drückten die Hessen weiter aufs Tempo und spielten die überforderten Gäste immer wieder aus. Besonders Albert Streit und Meier sprühten vor Spielfreude. Die beste Möglichkeit zum zweiten Eintracht-Treffer vergab Köhler (23.), der nach einem feinen Streit-Zuspiel nur den Pfosten traf. Die 44400 Zuschauer in der Frankfurter Arena, die wie immer den vollen Eintrittspreis bezahlt hatten, bekamen dafür eine sehenswerte halbe Stunde Fußball zu sehen; der Rest, vor allem die zweite Halbzeit, war eine Enttäuschung; dem Frankfurter Spiel entwich die Luft, die schwachen Rostocker kamen in die Partie, und am Ende konnten die anfangs haushoch überlegenen Hessen froh sein, die Führung über die Zeit gerettet zu haben. Der Frankfurter Leistungsabfall nach der Pause war so eklatant, dass die allgemein angebotenen Erklärungen von Spielern und Trainer ziemlich dünn klangen. "Die große Hitze", hörte man, und "das hohe Anfangstempo", das viel Kraft gekostet habe, aber es erstaunte schon, dass offenbar kaum ein Frankfurter Bundesligaspieler in der Lage ist, bei sommerlichen Temperaturen neunzig Minuten Sport auf professionellem konditionellen Niveau zu treiben. Torhüter Markus Pröll, der bei einem abgefälschten Schuss von Menga in der 66. Minute den Frankfurter Sieg rettete, sah dennoch einen großen Fortschritt im Vergleich zur vergangenen Saison. "In der letzten Runde", sagte er, "haben wir oft schön gespielt und am Ende noch ein Tor bekommen und Punkte verloren. Da hieß es: Wir sind zu blöd." Und jetzt? "Jetzt bieten wir keine Leckerbissen mehr, aber jetzt sind wir effektiv." Ginge das Bundesligamärchen so weiter, könnten Champions-League-Vorrundenspiele durchaus Bochum gegen Real Madrid, Bielefeld gegen Manchester United oder Frankfurt gegen AC Mailand lauten. Aber die Saison ist ja noch jung.


  • 18. August
    Frankfurt zeigt starken Endspurt / Bielefeld - Eintracht 2:2 (0:0)
    Beim 2:2 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt verspielten die Ostwestfalen am zweiten Spieltag trotz einer 2:0-Führung ihren zweiten Sieg nach dem 3:1-Erfolg beim VfL Wolfsburg in der Schlussphase. Nachdem die Hausherren durch den Tschechen Radim Kucera (68.) und das zweite Saisontor des Polen Artur Wichniarek (80.) vermeintlich schon auf der Siegerstraße lagen, entführten die noch ungeschlagenen Hessen durch Alex Meier (86.) und Marco Russ (89.) noch einen Punkt. Vor 21.200 Zuschauern hatte Arminen-Coach Ernst Middendorp seine erfolgreiche Elf aus der Vorwoche aufgeboten. Sein Gegenüber Friedhelm Funkel nahm nur eine (notgedrungene) Änderung vor: Für den verletzten Kapitän Ioannis Amanatidis spielte der frühere Mainzer Michael Thurk als einzige Spitze. Die Partie kam langsam auf Touren. Die Hessen agierten aus einer kompakten Deckung, und auch die Gastgeber öffneten zögerlich ihr Spiel und machten durch zahlreiche Abseitspositionen viele vielversprechende Situationen zunichte. Erst eine Chance von Albert Streit, der den Ball 14 Meter vor dem Arminen-Tor nicht richtig traf, wirkte als Weckruf für beide Teams (22.). Innerhalb der nächsten zehn Minuten hatten beide Seiten zwei große Chancen. Die größte Möglichkeit vergab in der 31. Minute Thurk, als er nach einem katastrophalen Rückpass von Kucera aus 14 Metern direkt abzog, doch Bielefelds Schlussmann Mathias Hain konnte den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken. Nach dem Wechsel wagte die Arminia immer mehr, die Eintracht dagegen zunächst immer weniger. Nachdem der überragende Matthias Langkamp einen Schuss von Streit, der mit vier Torschüssen und sieben Vorlagen glänzte, in letzter Sekunde abgeblockt (49.) hatte, übernahmen die Ostwestfalen entgültig das Kommando. Christian Eigler traf per Kopf das Lattenkreuz (58.), ehe Kuceras Kopfballtreffer für die nun verdiente Arminen-Führung sorgte. Zwölf Minuten später legte Wichniarek das 2:0 nach. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ Bielefeld die Zügel jedoch zu locker, und Frankfurt nutzte die Unaufmerksamkeiten noch zum überraschenden Remis.


  • 11. August
    Mittelmäßige, aber erfolgreiche Eintracht / Eintracht - Hertha 1:0 (1:0)
    Nachdem Ioannis Amanatidis das 1:0 gegen die Berliner Hertha erzielt hatte, erschien auf dem Videowürfel der Frankfurter WM-Arena die Blitztabelle. Und siehe da, wer hätte das gedacht? Die heimische Eintracht punkt- und torgleich mit dem scheinbar übermächtigen FC Bayern an der Tabellenspitze. Nun, es war eine Momentaufnahme und die „Europapokal“-Sprechchöre verhallten genauso schnell, wie sie aufgekommen waren. Trainer Friedhelm Funkel begann mit der gleichen taktischen Ausrichtung, wie beim 4:1 Erfolg in der 1. Runde des DFB-Pokals am vergangenen Sonntag bei Union Berlin. Lediglich personell stellte er um, da einige genesene Spieler wieder zum Kader gestoßen sind. So stand Ochs für Chaftar und Kyrgiakos für Preuß in der Anfangsformation. Die Eintrachtfans meldeten sich mit einer wunderschönen Choreographie aus der Sommerpause zurück. Die komplette Westtribüne schimmerte in schwarz-roten Streifen, in der Mitte ein großer Adler, der an seinen Krallen einen Schal mit der Aufschrift „Für immer“ festhielt. Es dauerte fast eine Viertelstunde bis zur ersten echten Torchance. Der quirlige Streit bediente Kyrgiakos mit einer Ecke von rechts, doch der Grieche wuchtete das Leder knapp am rechten Torwinkel vorbei. Es dauerte bis zur 31. Minute als Streit erneut von der linken Seite flanken konnte, wieder war Amanatidis am kurzen Eck, doch diesmal machte es der Grieche besser. Er verlängerte den Ball mit dem Kopf ins lange Toreck. Nach dem Treffer war die Eintracht zwar bemüht, doch es kam wie zuvor schon zu keiner gefährlichen Torchance mehr. Die Berliner wirkten bis zur Pause schlichtweg ideenlos. Insgesamt tat sich die Eintracht im zweiten Durchgang gegen nun besser agierende Herthaner schwer. „Wir haben spielerisch nicht auftrumpfen können, aber dafür umso besser gekämpft“, sagte Innenverteidiger Marco Russ. Mit Kampf und Moral ist es den Frankfurtern letztlich gelungen, den Sieg über die Zeit zu retten, was in der letzten Spielzeit nicht immer gelungen war. „Wir haben gesehen, was wir können“, befand Russ. „Darauf bauen wir auf.“ Ein gelungener Auftakt also für die Adlerträger in der heimischen Arena. Nächste Woche geht es dann nach Bielefeld, die ihren Auftakt ebenfalls meisterten. 3:1 gewannen die Arminen beim VfL Wolfsburg.


  • 29. Mai
    Bundesligist Eintracht Frankfurt hat am heutigen Tag den japanischen Nationalspieler Junichi Inamoto von Galatasaray Istanbul verpflichtet. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler (1,81m, 75 kg) unterschrieb heute nach der medizinischen Untersuchung einen Zweijahres-Vertrag in Frankfurt. Inamoto, der sowohl im zentralen wie auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, begann seine Profikarriere 1996 bei Gamba Osaka in der J.League 2001 wechselte er in die britische Premier League zu Arsenal London. Nach der WM 2002, wo er zu den auffälligsten Spielern in der japanischen Nationalmannschaft gehörte, wechselte Inamoto zum FC Fulham. Ab 2004 stand er bei West Bromwich Albion unter Vertrag. Mit dem japanischen Nationalteam qualifizierte er sich für die WM 2006 in Deutschland. Im September 2006 wechselte er zum türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul, wo er als Stammspieler 25 Ligaspiele absolvierte. Im diesjährigen Champions League Wettbewerb bestritt Inamoto 5 Spiele (1 Tor) für Galatasaray. Als Vereinsspieler (J.League, Premier League, UI-Cup und Süper Lig) stehen insgesamt 246 Pflichtspiele (26 Tore) in seiner Bilanz. Für die japanische Nationalmannschaft bestritt Inamoto 65 Spiele (4 Tore).


  • 21. Mai
    Er kam, spielte sich in die Herzen der Fans und sein vordergründiges Ziel war dennoch, international zu spielen. Nun steht neben Albert Streit auch die Vertragserfüllung von Sotirios Kyrgiakos in Frage. Nun soll der Grieche Gerüchten zufolge kurz vor dem Absprung stehen. Im Inland hatte der Hamburger SV starkes Interesse geäußert. Mit dem UI-Cup würden die Hanseaten auch international vertreten sein. Aber auch der türkische Erstligist Besiktas Istanbul soll an dem Kopfballungeheuer interessiert sein. Die Zeichen stehen auf Trennung.


  • 19. Mai
    Vertrickst, Vertrackt, Versemmelt und Verloren / Eintracht - Hertha 1:2 (0:0)
    Vielleicht ist es ja ganz gut, dass Eintracht Frankfurt auch noch das allerletzte (und bedeutungslose) Heimspiel dieser Saison verloren hat. Ein Sieg gegen Hertha BSC Berlin zum Abschluss einer seltsamen Runde hätte womöglich die Lage verklärt, Rang elf, 43 Punkte, drei Siege in Folge, das hätte nicht schlecht geklungen. Dann hätte man noch die vielen liegengebliebenen Punkte (etwa Leverkusen, Mönchengladbach) dazu addiert und wäre flugs beim UI-Cup oder, noch besser, beim Uefa-Cup gelandet. So aber verloren die Frankfurter auch ihr siebtes Heimspiel mit 1:2 (0:0) gegen nicht eben bessere Berliner, und untermauerten pflichtgemäß Tabellenplatz 14. Saisonziel erreicht, immerhin. Am Ende einer turbulenten Saison entrollten die Profis von Eintracht Frankfurt ein großes Spruchband mit einem Dank an die Fans. Die Erleichterung über den Klassenverbleib überlagerte das 1:2 (0:0) zum Abschluss gegen Hertha BSC und ließ Trainer Friedhelm Funkel trotz der erneuten Heim-Niederlage ein zufriedenes Saisonfazit ziehen. «Wir sind auch nächstes Jahr in der Bundesliga dabei und haben damit unser primäres Ziel erreicht. Natürlich denkt man auch darüber nach, dass einiges hätte positiver verlaufen können. Aber wir stehen da, wo wir hingehören», sagte Funkel. Die Statistik spricht später von 15 Fouls der Hertha gegenüber 6 der Eintracht. Und auch wenn Schiedsrichter Günter Perl in der 51. Minute die gelbe Karte für den Berliner Gilberto zückte, konnte er seine Scharte nicht auswetzen, die er sich gleich in der 9. Minute erlaubte, als er ein kräftiges Foul des Berliner Tormanns Christian Fiedler an Benjamin Köhler nicht mit einem Elfmeter ahndete, sondern dessen Verletzung, die Minuten später zur Auswechslung führte, fast eine Minute übersah und munter weiterspielen ließ. Für Köhler kam Faton Tosci, der sich gleich prächtig einführte, als er mit einem Schuss aus 20 Metern nur knapp das Hertha-Tor verfehlte. Zuvor hatte Arne Friedrich Frankfurts Stürmer Naohiro Takahara in letzter Sekunde gebremst. Michael Fink hatte kurz vor der Pause die Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss aus 10 Metern strich knapp am langen Pfosten vorbei. Wenige Sekunden nach Wiederbeginn traf Takahara mit einem Schuss aus 20 Metern nur das Außennetz. Umso überraschender fiel die Führung für die Gäste, als sich eine Flanke von Boateng hinter dem verdutzten Nikolov ins Netz senkte. Das Tor beflügelte die Berliner kurzzeitig. Marko Pantelic vergab in der 59. Minute das 2:0, als er Nikolov umkurvte, Sotirios Kyrgiakos den Schuss des Serben jedoch an die Latte lenkte, von wo der Ball ins Feld zurück sprang. Und dann ging die Post ab und rund 12 Minuten lang zeigte die Eintracht, was sie eigentlich kann und weshalb 50 500 Zuschauer viele Stunden an- und Abfahrt auf sich nehmen und auch diesem Spiel folgten. Streit schaffte in der 60. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß den Ausgleich, durch den die Frankfurter ihre Sicherheit zurück gewannen. In der Folge blieben jedoch zahlreiche Chancen ungenutzt, was sich wie so oft am Ende rächte. Der Serbe Marko Pantelic machte den Auswärtserfolg der Hertha in der 87. Minute mit einer feinen Einzelleistung perfekt. Nun gut, es ging nicht mehr um Klassenerhalt, um nicht mehr als um den Listenplatz drei Ränge höher und eine Million Euro mehr in der Eintrachtkasse. Trotzdem war das nicht nötig, zeigte es doch allen erneut das Dilemma der Eintracht Frankfurt: Spielen zu können, Torchancen herauszuarbeiten, aber sie nicht ins Tore verwandeln zu können und gleichzeitig leichtfertig Raum im eigenen Strafraum für gegnerische Attacken und Tore zu geben. Von daher hatte dieses letzte Saisonspiel etwas Symptomatisches für die ganze Saison: Vertrickst, Vertrackt, Versemmelt und Verloren.
    Der 27-Jährige Albert Streit, der gegen Hertha mit einem direkt verwandelten Freistoß den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, hat mit dem Kapitel Eintracht Frankfurt trotz eines Vertrages bis Sommer 2009 abgeschlossen und will zu Schalke 04 wechseln. «Das war mein letztes Tor für die Eintracht. Ich bin mir mit Schalke einig. Jetzt müssen sich nur noch die beiden Vereine auf die Ablösesumme einigen», sagte Streit. Die immer wieder genannte Summe von vier bis fünf Millionen Euro wollte Bruchhagen nicht bestätigen. Streit wird in Gelsenkirchen wesentlich mehr Geld verdienen als in Frankfurt. «Und ich kann in der Champions League spielen, das war ein wichtiger Punkt», begründete er seinen schon vor Wochen initiierten vorzeitigen Weggang. «Ich denke, dass es klappt. Herr Bruchhagen und Herr Funkel haben mir ihr Wort gegeben, dass ich gehen kann», sagte Streit. Allerdings nur, wenn die Ablöse stimmt. «Wenn die Vereine sich einigen, ist das Kapitel Streit abgeschlossen. Wenn nicht, muss er hier bleiben», stellte Funkel klar. Er sehnt nun wie die Spieler den Urlaub herbei. Am Dienstag wird noch einmal trainiert und ein Freundschaftsspiel in Butzbach absolviert. Am Mittwoch unterziehen sich die Profis einem Gesundheitscheck, am Donnerstag gastiert der Bundesligist zum 100- jährigen Jubiläum beim SV Viktoria Preußen Frankfurt. «Danach fahre ich weg, dass habe ich mir verdient», sagte Funkel. Dafür bleibt Patrick Ochs der Eintracht treu. Laut "kicker", hat sich der 23-Jährige mit den Hessen auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Im Laufe der Woche werde ich bis 2010 unterschreiben, wird Ochs zitiert. Der neue Kontrakt soll allerdings nur für die Bundesliga gelten. Außerdem bleibt Markus Weissenberger bis 2008 bei der Eintracht und Aleksandar Vasoski unterschrieb einen Vertrag bis 2012 der auch für die zweite Liga bestand hat. Damit es in der nächsten Saison von Platz 14 weiter aufwärts geht, will Funkel drei bis fünf neue Spieler verpflichten. Eine entsprechende Wunschliste hat er Vorstandschef Heribert Bruchhagen auf den Tisch gelegt. Namen wollte er jedoch nicht nennen. Anzumerken wäre noch der Fall Jermaine Jones, der gar nicht verstehen kann, daß die Frankfurter Fans ihm zürnen, daß er seine teuer bezahlte langjährige Verletzungspause nicht durch Weiterspielen bei der Eintracht honorieren möchte, sondern nun ablösefrei zu Schalke 04 wechselt. Das erwartete Pfeifkonzert zu scheuen und sich nicht mal bei seinem alten Verein zu verabschieden, wirft kein großes Licht auf den Spieler.


  • 12. Mai
    Gerettet - das Husarenstück von der Weser / Bremen - Eintracht 1:2 (1:1)
    Die Eintracht hat durch einen sensationellen Auswärtssieg in Bremen den Klassenerhalt vorzeitig geschafft. Amanatidis (13.) und Fink (68.) trafen bei einem Gegentreffer von Hunt (34.) vor 42.500 Zuschauern zum 1:2 (1:1). Um 17.19 Uhr drehte sich Friedhelm Funkel blitzschnell um, ging auf seine beiden Trainerkollegen zu und bildete gemeinsam mit Armin Reutershahn und Andreas Menger ein Trio der Glückseligkeit. Alle Anspannung, aller Druck entwich in diesem Moment, da der Klassenverbleib der Frankfurter Eintracht endlich perfekt war. "Ganz ehrlich, ich habe daran geglaubt, dass wir auch in Bremen etwas erreichen und mit ein bisschen Glück vielleicht sogar gewinnen können", sagte Eintracht-Trainer Funkel eine gute Stunde später. Die Bremer zeigten eine schwache Leistung. Zwar begannen sie flott, entwickelten aber zu wenig Durchsetzungsfähigkeit. Gegen die tief stehenden Frankfurter stockte das Kombinationsspiel, war die Laufbereitschaft nicht groß genug. Zu oft versuchte es Diego mit Dribblings und machte das Spiel dadurch langsam oder ließ sich nach Attacken der Eintracht-Offensive fallen. Das Konzept, aus einer gesicherten Abwehr mit Kontern zum Erfolg zu kommen, ging voll auf. Denn anstelle der Bremer jubelten plötzlich die Gäste. Nach einem wunderbaren Steilpass von Patrick Ochs auf Amanatidis stürmte der Grieche mutterseelenalleine auf Keeper Tim Wiese zu und verwandelte sicher zum 1:0. Zu den spektakulärsten Szenen der ersten Halbzeit gehörte auch der misslungene Torschuss von Benjamin Köhler aus rund 35 Metern auf das leere Tor (20.), nachdem Tim Wiese außerhalb des Strafraums per Kopf gerettet hatte. Werder kam zu wenig guten Chancen. Ein Schuss von Klose (14.) gehörte noch zu den gefährlichsten Szenen Bremer Angriffsbemühungen, ehe Hunt sich gegen die Eintracht-Abwehr energisch durchsetzte und nach einem Doppelpass mit Markus Rosenberg zum zwischenzeitlichen 1:1 traf. Nach Wiederanpfiff begann der Meisterschaftsaspirant druckvoll, aber uneffektiv - die Gäste hatten wenig Mühe mit den zu durchsichtigen Angriffen von Diego & Co. Erst Frings hatte eine Halbchance (54.). Gefährlicher war die Eintracht: Takahara verpasste eine Hereingabe von Amanatidis nur um Zentimeter (57.). Die spielstarken Hessen konterten und waren dabei erfolgreich: Streit flankte über die Abwehr halbrechts in den Strafraum. Fink konnte den Ball frei vor Wiese nicht richtig kontrollieren, den Keeper aber umspielen. Von der Torauslinie legte der Mittelfeldspieler quer, Naldo stocherte den Ball beim Rettungsversuch vor Takahara ins eigene Netz (69.). Als Schiedsrichter Dr. Markus Merk die Partie im Weserstadion um 17.18 Uhr abpfiff, sanken einige Spieler zu Boden. Die einen aus Enttäuschung, die anderen aus Erleichterung. Das Endergebnis von 1:2 zog Freud und Leid nach sich. Die Frankfurter Profis hingegen umarmten sich und klatschten begeistert ab, schließlich haben sie ihr Ziel, den Klassenerhalt, endgültig erreicht. "Jetzt können wir feiern, wir haben es verdient. Die Erleichterung ist bei uns Spielern riesengroß", sagte Linksverteidiger Christoph Spycher. In den 17 Auswärtspartien haben die Frankfurter lediglich fünf Mal verloren. Das ist ein statistischer Wert eines Spitzenteams, den nur Werder Bremen (drei Auswärtspleiten) und Tabellenführer VfB Stuttgart (vier) unterbieten. Und gegen die spielstarken Mannschaften glückte stets Zählbares: AufSchalke und in Stuttgart jeweils ein 1:1. Dass dieses Mal ein Sieg heraussprang, verdanken die Hessen einmal mehr ihrer soliden Grundordnung und der vortrefflichen Chancenverwertung. Sich Stück für Stück weiterentwickeln, das war das Ziel, das sich Bruchhagen und Funkel für diese Saison gesteckt hatten. Und tatsächlich: Spielerisch gab es zwar etliche Stotterer, geriet bei zum Teil unerklärlichen Niederlagen wie gegen Bochum Sand in das Eintracht-Getriebe. Doch Funkel ist es gelungen, den Motor am Schnurren zu halten und pünktlich zum Saisonfinale hin auf Touren zu bringen. "Mehr Tore, mehr Punkte, mehr Auswärtssiege, mehr Zuschauer - ich weiß gar nicht, was die Leute noch alles von uns wollen", sagte der 53 Jahre alte Fußballlehrer in einer Mischung aus Stolz und Unverständnis. Ob er verbittert sei, wurde er daraufhin gefragt. Funkel überlegte kurz und erwiderte: "Meine Mannschaft hat all das eindrucksvoll bestätigt, was ich mir von ihr erhofft hatte. Man darf nicht schon nach 22 Spieltagen ein Resümee ziehen, sondern man sollte uns einfach in Ruhe arbeiten lassen." Seinem Credo, in Ruhe und mit Augenmaß dem Tagesgeschäft Bundesliga nachzugehen, ist Funkel auch in Bremen treu geblieben. Erwartungsgemäß und wie versprochen hat er jenen elf Profis, die noch in der Vorwoche beim 4:0 gegen Aachen Fußball wie aus einem Guss gezeigt hatten, abermals das Vertrauen ausgesprochen - und es gab niemanden, der im ausverkauften Weserstadion enttäuschte. Damit hat die Eintracht 40 Punkte erreicht und den Klassenerhalt letztlich doch souverän gesichert. Mit einem abschließenden Sieg gegen Berlin könnte man auch in der Tabelle noch einmal einige Plätze gutmachen.


  • 05. Mai
    Alles neu macht der Mai / Eintracht - Aachen 4:0 (2:0)
    Im "Abstiegsendspiel" siegte die Frankfurter Eintracht gegen eine völlig überforderte Alemannia hochverdient mit 4:0 und hat gute Chancen, auch nächstes Jahr in der ersten Liga zu spielen. Huggel stellte früh die Weichen auf Sieg, ehe Vasoski, Takahara und Köhler nachlegten. Aachen hatte Glück, dass die Frankfurter in Überzahl - Klitzpera flog vom Platz - nicht mehr aus ihren Möglichkeiten machten. Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel änderte seine Elf im Vergleich zu der jüngsten 0:2-Niederlage in Dortmund auf zwei Positionen. Für Chris und den verletzten Weissenberger begannen Ochs und Köhler. Die Eintracht hatte die Begegnung mit einer neuen Taktik begonnen. Unter Verzicht auf einen Spielmacher bot Friedhelm Funkel hinter den beiden Spitzen Amanatidis und Takahara zwei Viererketten auf, ließ also mit einem "flachen 4-4-2" spielen. Köhler und Streit waren als Außenspieler offensiv ausgerichtet. Da sich auch die beiden Angreifer immer wieder auf außen anboten, gab es offenbar die taktische Vorgabe, das Spiel breit zu machen und über die Flügel zu spielen. Die Partie begann dann auch mit einem Paukenschlag. Während Aachen noch damit beschäftigt war, die Ordnung zu finden, schlug Streit den Ball von der rechten Seite hoch in den Strafraum. Herzigs Kopfballabwehr missglückte, und über Ochs landete das Leder bei Huggel. Der Schweizer zog sofort ab und jagte die Kugel ins linke untere Eck (3.). Der Treffer tat Frankfurt gut, die Eintracht spielte selbstbewusst nach vorne und versuchte, früh nachzulegen. Fortan spielte nur noch die Eintracht, die sich in der Folge einige Möglichkeiten erarbeitete. Die beste Chance vergab Amanatidis, nachdem Köhler ihn klasse in Szene gesetzt hatte. Vom rechten Pfosten sprang das Leder jedoch zuerst an den linken und dann wieder aus dem Tor (26.). Fünf Minuten später war es aber soweit. Nach einem Streit-Freistoß - Lehmann hatte Ochs gefoult - gewann Vasoski im Strafraum den Luftkampf und markierte per Kopf das verdiente 2:0 (31.). Frankfurt hatte nun seine beste Phase und erspielte sich beinahe Gelegenheiten im Minutentakt. Huggel und besonders Amanatidis fehlte jedoch die Zielgenauigkeit im Abschluss. Erst kurz vor dem Wechsel näherte sich die Alemannia noch einmal gefährlich dem Frankfurter Tor, Herzig erkämpfte sich jedoch lediglich einen Eckstoß (43.). Die ohne die suspendierten Jan Schlaudraff und Sascha Dum angetretenen Gäste wirkten überfordert und hatten den drückend überlegenen Frankfurtern nichts entgegenzusetzen. Mit Fehlern in der Abwehr und Fehlpässen im Mittelfeld wurden die Frankfurter förmlich zum Toreschießen eingeladen. Einzig Torwart Kristian Nicht hatten es die Aachener zu verdanken, dass sie zur Pause nur mit 0:2 im Rückstand lagen. Die absolute Entscheidung der Begegnung fiel in der 56. Minute, als Klitzpera gegen Takahara die Notbremse zog und dafür von Schiedsrichter Kircher des Feldes verwiesen wurde. Den folgenden Freistoß konnte Nicht nur nach vorne abwehren, und Takahara köpfte zum 3:0 ein (57.). Aachen hatte nun Mühe, nicht völlig überrollt zu werden. Die Eintracht kombinierte selbst im Strafraum der Alemannia nach Belieben und hatte ausreichend Gelegenheiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Wieder war es Amanatidis, der zunächst die beste Gelegenheit vergab, als Nicht seinen Schuss an die Unterlatte lenkte (69.). In der Schlussphase machte es Köhler besser. Von Spycher glänzend bedient hatte der Frankfurter keine Probleme, das 4:0 zu köpfen (80.), ehe Fink, Köhler und Huggel in der Folge noch die Latte trafen. Die Eintracht hat die Serie der Aachener auf 6 Niederlagen in Folge anwachsen lassen und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Insbesondere verfügen die Adlerträger nun gegenüber Mainz und Aachen über die deutlich bessere Tordifferenz.


  • 28. April
    So harmlos wie ein Gänseblümlein / Dortmund - Eintracht 2:0 (1:0)
    Dank zweier sehenswerter Freistoßtreffer des Schweizers Alexander Frei hat Borussia Dortmund im Abstiegskampf einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Frankfurt hatte zwar zunächst mehr vom Spiel, gab die Partie aber Mitte der ersten Hälfte aus der Hand und geriet noch vor dem Wechsel in Rückstand. Nach der Pause machte Frei mit seinem zweiten Tor alles klar. Einmal mehr hatte Friedhelm Funkel personell wie auch taktisch umgestellt. Chris agierte als zentraler Spieler einer Dreierkette. Davor wurde mit Fink, Huggel und Spycher ebenfalls eine Dreierkette gebildet. Im zentralen offensiven Mittelfeld sollte Weissenberger die drei Spitzen in Szene setzen, zu denen auch wieder Streit gehörte. Dieses Bemühen musste der österreichische Nationalspieler und heutige Kapitän freilich schon Mitte der ersten Hälfte abbrechen, als er verletzt gegen Meier ausgetauscht werden musste. Die Eintracht begann trotz der jüngsten Niederlagen mutig und spielte von Beginn an nach vorne. Dortmund hatte in der Anfangsphase Probleme, selbst zu geordneten Offensivaktionen zu kommen und fand sich wiederholt in der Defensive wieder. Besonders Streit und Amanatidis sorgten immer wieder für Unruhe. Zunächst schoss Ioannis Amanatidis aus 18 Metern am Tor vorbei (7.), dann zwang der Eintracht-Stürmer BVB- Torhüter Roman Weidenfeller mit einem Kopfball (26.) zu einer Glanzparade. Der BVB gewann mit zunehmender Zeit zwar mehr Spielanteile, brachte in der Vorwärtsbewegung aber wenig Torgefährliches zu Stande. Einzig Christoph Metzelder, der nach Flanke von Christian Wörns mit einem Kopfball scheiterte (38.), war dem 1:0 nahe. Bezeichnenderweise brach eine Standardsituation den Bann. Frei schoss zwei Freistöße von der Strafraumgrenze in die Ecken des Frankfurter Gehäuses und damit Torwart Nikolov um die Ohren. Jener war an den ersten Freistoß fast noch herangekommen, beim zweiten muss er sich vorhalten lassen, dass der Ball in der Torwartecke einschlug. Von diesen beiden Situationen, in denen der Schweizer seine individuelle Klasse ausspielte, war es ein Duell auf Augenhöhe. Keineswegs waren die Hessen das deutlich schlechtere Team. Allerdings wirkte der ein oder andere Spieler bisweilen durchaus etwas überfordert. Und dass die Eintracht nach dem Rückstand nicht zwingend wurde, ist ein aus den Heimspielen altbekanntes Problem, dessen Lösung man auch heute nicht näher kam. Auch nach Wiederanpfiff blieb die Partie auf dürftigem Niveau. Frankfurt bemühte sich zwar redlich um den Ausgleich, ging dabei aber zu ideenlos vor. Die Dortmunder legten das Hauptaugenmerk auf Torsicherung und ließen bei den sich bietenden Konterchancen die Konsequenz vermissen. Streit zeigte eine ähnliche Leistung wie vor der Suspendierung, Fink war ähnlich grottenschlecht wie schon gegen Cottbus, Nürnberg, Bochum. Huggel konnte sich ein wenig fangen. Amanatidis rackerte viel, bewegte aber leider wenig. Und Takahara verpuffte völlig. Dank der Niederlagen der Konkurrenz (Aachen mit einem desaströsen 0:4 zu Hause gegen Berlin und Mainz mit einem unglücklichen 1:2 gegen Hannover) dürfen wir uns auf ein Abstiegs-Endspiel gegen Aachen freuen.


  • 21. April
    0:3 - ein Desaster gegen Bochum / Eintracht - Bochum 0:3 (0:1)
    Die Eintracht hat heute vor 47.962 Zuschauern verdient mit 0:3 (0:1) gegen den VfL Bochum verloren. Gekas (32.) und Epalle (58., 69.) erzielten die Treffer für die Gäste. Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel veränderte seine Startformation gegenüber der 0:4-Schlappe im Pokal-Halbfinale in Nürnberg gleich auf vier Positionen, der gewünschte Effekt blieb jedoch aus. Zwar setzten Naohiro Takahara (11.) mit einem Distanzschuss und Alexander Meier (17.) mit einem Schuss ans Außennetz in der Anfangsphase erste Ausrufezeichen, im weiteren Spielverlauf enttäuschten die Hausherren aber auf der ganzen Linie und wurden von den eigenen Fans mit gellenden Pfiffen in die Kabine verabschiedet. VfL-Regisseur Zvjezdan Misimovic übernahm nach einer Viertelstunde im Mittelfeld das Kommando und versuchte, Gekas immer wieder in Szene zu setzen. Zunächst blieb der griechische Nationalstürmer bei seinen Aktionen aber glücklos, ehe er in der 32. Minute hellwach war und einen katastrophalen Rückpass des ansonsten starken Alexander Vasoski als Vorlage zum 1:0 nutzte. In die zweite Hälfte starteten die Hessen verheißungsvoll. Gleich zwei Mal vereitelte VfL-Schlussmann Jaroslav Drobny bei Kopfbällen von Sotirios Kyrgiakos (53.) und Takahara (55.) den möglichen Ausgleich, den kurz darauf auch der freistehende Markus Weissenberger (57.) kläglich vergab. Rehmer, dem außer der Flanke praktisch nichts gelang und der von den Fans bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde, sollte von Funkel alsbald erlöst werden. Für ihn kam Russ. Genau in die einzige starke Phase der Eintracht fiel das vorentscheidende 0:2 durch Epalle. Die Eintracht konnte sich davon nicht mehr so recht erholen und zeigte sich in der Folgezeit in allen Belangen hilflos. Der VfL agierte nun nach Belieben und hätte bei einem ernsthafteren Ausspielen der Konter am Ende noch höher gewinnen können. Der Treffer verfehlte seine Wirkung nicht, denn fortan rannten die Frankfurter blind an und damit endgültig ins Verderben. Bei einem Konter war erneut Epalle zur Stelle und sorgte für die Entscheidung. Danach war auf beiden Seiten die Luft raus. Frankfurt konnte nicht mehr und Bochum verwaltete das Ergebnis bis zum Ende mühelos. Wieder einmal verpasste die Eintracht die Chance, sich unten abzusetzen und steht nun nur noch einen Punkt vor der siegreichen Arminia aus Bielefeld. Es darf wieder gezittert werden.


  • 18. April
    Pokalaus beim Club / Nürnberg - Eintracht 4:0 (2:0)
    Der erste Finalist steht fest - der 1. FC Nürnberg fährt nach Berlin und steht erstmals seit 1982 wieder in einem Pokal-Endspiel. Die Franken besiegten Vorjahresfinalist Eintracht Frankfurt glatt mit 4:0 (2:0) und freuen sich nun auf den 26. Mai. Gegner in der Hauptstadt ist der VfL Wolfsburg oder der VfB Stuttgart. Trainer Friedhelm Funkel hatte einmal mehr eine Aufstellungsvariante gewählt, welche die allermeisten Betrachter der Begegnung überraschte. Für Rehmer kehrte Kyrgiakos ins Team zurück. Dafür rückte Vasoski in der Viererkette nach rechts, wo er es mit dem quirligen Saenko zu tun bekam. Ein Schachzug, der im Nachhinein betrachtet zumindest in der ersten Hälfte nicht voll aufgehen sollte, weil Saenko nie in den Griff zu kriegen war. Die lag freilich eher am russischen Nationalspieler als an Vasoski. Außerdem ersetzte Thurk auf der Position des zentralen offensiven Mittelfeldspielers Meier. Und für den verletzten Takahara begann Heller im Angriff. Die wieder mit Glauber im Abwehrzentrum angetretenen Hausherren hatten wie schon am Samstag in der Bundesliga gegen Aachen (1:0) einen Auftakt nach Maß - gleich der erste Angriff führte zur Führung. Eintracht-Schlussmann Oka Nikolov konnte eine Hereingabe von Saenko nur nach vorne abwehren und Engelhardt drosch den Ball mitten ins Tor. Die Eintracht reagierte, Huggel schoss hart und platziert (10.), doch Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer reagierte bei dem gefährlichen Aufsetzer noch besser. Doch nach 17 Minuten wäre der künftige Stuttgarter wohl machtlos gewesen, hätte Köhler nach feiner Vorarbeit von Amanatidis, der in Abwesenheit des am Rücken verletzten Naohiro Takahara an der Seite von Marcel Heller stürmte, mehr Mut gehabt und den Kopf einfach hingehalten. Erneut war Saenko am zweiten Treffer beteiligt, diesmal als cleverer Schütze nach Wolfs klugem Zuspiel (25.). Die Fronten waren geklärt, Frankfurt hatte fortan zu wenig zu bieten, um die ersatzgeschwächte Elf von Hans Meyer noch zu gefährden. In Hälfte zwei ließen auch noch Galasek per Freistoß (54.) und Joker Pagenburg per Konter die Hausherren-Anhänger nochmals jubeln. Friedhelm Funkels grundsätzliche Einschätzung, die Eintracht und der „Club“ befänden sich spielerisch auf Augenhöhe, wurde von den Franken an diesem Abend in einer Deutlichkeit widerlegt wie zuvor in der Bundesliga nur bei den Frankfurter Heimniederlagen gegen Werder Bremen (2:6) und den VfB Stuttgart (0:4). Im Gegensatz zu seinem Trainer schätzt auch Kapitän Spycher die Nürnberger als „eine der spielerisch stärksten Mannschaften in der Liga“ ein: „Aber wir haben sie auch Fußball spielen lassen.“


  • 15. April
    Frankfurter Befreiungsschlag / Bielefeld - Eintracht 2:4 (1:2)
    Durch Treffer von Amanatidis (10., 47., FE), Vasoski (33.) und Heller (90., erstes Bundesligator) konnte die Eintracht heute in Bielefeld in einem turbulenten Spiel 4:2 (2:1) gewinnen. Vor 24.349 Zuschauern trafen Kucera (28.) und Eigler (81.) für die Arminia. Frankfurt entschied das Abstiegsduell in Bielelfeld verdient zu seinen Gunsten. Die technisch überlegene Eintracht zeigte in einer Partie auf mäßigem Niveau die bessere Spielanlage, der die Arminia Kampfkraft entgegenhielt, sich aber in der Offensive zu selten durchsetzen konnte. Vor 26.000 Zuschauern merkte man den Gästen das Fehlen der verletzten Leistungsträger Markus Pröll, Christoph Preuß, Jermaine Jones, Sotirios Kyrgiakos sowie Patrick Ochs und der von Trainer Friedhelm Funkel wegen Formschwächen überraschend nicht berücksichtigten Albert Streit und Michael Thurk nicht an. Schon mit dem zweiten gefährlichen Angriff gingen die Frankfurter in Führung, als Benjamin Huggel Amanatidis frei spielte - und der Grieche mit seinem sechsten Saisontor erfolgreich war. Bielefeld kam nur schwer in Tritt. Umso überraschender fiel durch den Tschechen Kucera, der eine Vorlage von Jörg Böhme aus kurzer Entfernung zu seinem fünften Tor dieser Spielzeit nutzte, der Ausgleich. Aber die Arminia blieb in der Defensive anfällig und geriet durch Vasoskis wuchtigen Kopfstoß nur fünf Minuten später abermals in Rückstand. Für den Mazedonier war es der erste Torerfolg dieser Saison. Die zweite Hälfte begann mit einem beiderseitigen wilden Schlagabtausch, aus dem die Eintracht den größeren Profit ziehen konnte. Meier hatte sich rechts schön durchgesetzt und den Ball nach innen gepasst, wo Takahara den Ball von der Strafraumgrenze zu Amanatidis prallen ließ. Dem starken Angreifer lief ein Gegenspieler etwas unglücklich in die Hacken. Den fälligen Elfmeter verwandlte er selbst. Drei Minuten später war der Anschlusstreffer der Arminia möglich, als zunächst Sibusiso Zuma an Eintracht-Keeper Oka Nikolov scheiterte und Kucera die folgende große Möglichkeit verstolperte. Danach drängte sich der Eindruck auf, als ob sich die Bielefelder Profis ohne große Gegenwehr der sich abzeichnenden Niederlage hingeben würden. Nach Eiglers Kopfballtor keimte noch einmal Hoffnung auf. Nun lebte die Arminia nochmal auf, Angriff auf Angriff brandete nun auf des Gegners Tor, erstmals schwamm die Gäste-Abwehr wirklich. Doch mehr als ein fulminanter Schuss von Kamper, den der starke Nikolov parierte (87.), sprang für die Middendorp-Elf nicht mehr heraus, die nach einem Konter durch Heller noch das vierte Gegentor schlucken musste (90.+2). Für die Eintracht, die von den vorangegangenen sechs Pflichtspielen nur eine Partie verloren hatte, war es beim elften Auftritt in Ostwestfalen erst der zweite Sieg nach dem 4:3 am 23. Oktober 1971. Neben dem außer bei seinen beiden Toren weitgehend unauffälligen Griechen überzeugten bei der Eintracht vor allem Vasoski und Huggel.


  • 08. April
    Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu / Eintracht - Cottbus 1:3 (0:0)
    Die Eintracht hat vor 45.074 Besuchern mit 1:3 (0:0) gegen Energie Cottbus verloren. Ein Kopfballtreffer von Meier (64.) genügte nicht, weil Radu (58.) und Munteanu (90.) für die Gäste trafen und zudem Preuß (76.) ein Eigentor unterlief. Dabei verletzte sich der Frankfurter dem ersten Anschein nach schwer. Nachdem beide Teams lange in einem taktischen Konzept verharrten und das 0:0 lange Bestand hatte löste, der Cottbuser Führungstreffer die taktischen Fesseln. Es begann ein offener Schlagabtausch in den letzten dreißig Minuten, den Frankfurt vor allem wegen mangelnder Chancenverwertung und mit viel Pech verlor. Beide Teams waren von ihrer äußerst defensiven Grundhaltung der letzten Wochen etwas abgewichen und hatten einen zusätzlichen Kreativspieler im zentralen Mittelfeld aufgestellt. Die Eintracht setzte wieder auf die Dienste von Alex Meier, der seinen Einsatz mit dem 6. Saisontreffer und dem 11. Scorerpunkt rechtfertigte und damit weiterhin dem Trio der torgefährlichsten Eintracht-Spieler angehört (außerdem: Streit, 12 Scorerpunkte sowie Takahara, 11). Für Meier blieb der verletzte Chris draußen. Außerdem begann Heller für Thurk und Russ für den gesperrten Kyrgiakos. Frankfurt tat sich zunächst schwer gegen die Energie-Abwehr, hatte aber in Person von Fink die erste große Torchance. Der Eintracht-Mittelfeldspieler kam nach einer Ecke frei zum Schuss und Skela musste für den bereits geschlagenen Piplica auf der Linie klären (7.). In der Folgezeit versuchten die Frankfurter den solide stehenden Energie-Abwehrriegel zu knacken, bissen sich jedoch immer wieder die Zähne aus. Lediglich zwei Distanzschüsse von Streit (27.) und Preuß (31.) sorgten für Gefahr vor dem Cottbuser Tor, doch Piplica hatte mit den beiden Bällen wenig Probleme. Ansonsten gefiel bei den Hessen im ersten Durchgang vor allem die Spieleröffnung über rechts mit Ochs und Preuß sowie die solide Innenverteidigung um Vasoski und Russ. Einige Adlerträger konnten das hohe Niveau in der zweiten Hälfte allerdings nicht halten. Bei Preuß schlichen sich Unkonzentriertheiten ein und auch die Innenverteidigung stand gegen die ständigen Ausflüge von Kioyo auf beide Flügel zunehmend vor Problemen. Streit schließlich hatte große Mühe, dem Offensivspiel Impulse zu verleihen und verlor eine ganze Reihe von Bällen an die gegnerische Verteidigung. Alles nicht dramatisch, aber dann kamen individuelle Fehler in der eigenen Hintermannschaft hinzu. Fink köpfte den Ball unbedrängt nach hinten in den Lauf von Radu, der - von Vasoski und Russ eigentlich ins Abseits gestellt - mutterseelenallein auf Nikolov zulief und den Ball versenkte. Die Eintracht zeigte sich von dem Rückstand jedoch keineswegs geschockt, sondern intensivierte noch einmal das Angriffsspiel. Dafür wurden die Hessen auch schnell belohnt, als in der 64. Minute Spycher auf der linken Seite frei zum Flanken kam und in der Mitte Meier dankend einköpfte. Danach versuchten die Hessen den Schwung des Ausgleichs mitzunehmen und den Führungstreffer zu markieren. Dadurch hatte Cottbus aber endgültig Platz zum Kontern. Zunächst beförderte Munteanu eine Kioyo-Flanke über das Tor (74.), doch in der 76. Minute war die erneute Cottbuser Führung fällig. Preuß zog sich dabei die schwere Verletzung zu, als er von Eintracht-Torwart Oka Nikolov im Strafraum mit dem Stollen getroffen wurde. Während der Ball von Preuß abprallte und zum zwischenzeitlichen 2:1 für Cottbus ins Tor kullerte, stürzte der Profi mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen und hielt sich den rechte Oberschenkel, der rund 15 Zentimeter aufgerissen war. Die Frankfurter brauchten einige Minuten um sich von diesem Schock zu erholen, gaben aber in der Schlußphase noch einmal Gas. Doch Takahara, Amanatidis und Köhler scheiterten entweder am gut aufgelegten Piplica oder brachten den Ball einfach nicht im Tor unter. Die Quittung dafür bekamen die Hessen in der Nachspielzeit. Shao lief aus dem Mittelkreis gegen die aufgerückte Eintracht mit dem Ball auf und davon. Seinen Schuss konnte Nikolov zwar noch parieren, doch der Abpraller rollte dem mitgelaufenen Munteanu vor die Füße, der locker ins leere Tor schob und den Auswärtssieg sicherstellte. Die Niederlage bringt Frankfurt wieder näher an die Abstiegszone heran - nur noch ein Punkt - und setzt die Funkel- Schützlinge am kommenden Spieltag beim Auswärtsspiel in Bielefeld gehörig unter Druck.
    Preuß wurde bereits in einem Frankfurter Krankenhaus operiert. Der 25-Jährige fällt wohl bis zum Saisonende aus und fehlt den Frankfurtern im Abstiegskampf.


  • 30. März
    Die Eintracht wieder nicht cool genug / M.gladbach - Eintracht 1:1 (0:1)
    Vor 52.177 Zuschauern kam die Eintracht heute zu einem 1:1 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach. Den Führungstreffer durch Kyrgiakos (11.), der später mit gelb-rot vom Feld musste, egalisierte Insua (89.). Gegenüber dem Sieg gegen die Bayern hatte Friedhelm Funkel nur eine Änderung vorgenommen. Nach seiner Sperre kehrte Streit für Köhler zurück ins Team. Im freien Offensivspiel machte sich diese Änderung nicht unbedingt bemerkbar. Dafür waren die Standards nun wieder gewohnt gefährlich. Die Gladbacher begannen druckvoll und hatten durch einen scharfen Schuss von Jansen, der aber nur die Querlatte traf, die erste gute Chance der Partie (7.). Es sollte die beste der Borussen bis zum Pausenpfiff bleiben. Nur einige Sekunden später stand der bei Standardsituationen immer gefährliche Kyrgiakos völlig allein im Strafraum, verzog jedoch deutlich. Anders in der 11. Minute: Wieder stand der Grieche bei einer Standardsituation frei, diesmal nach einem Eckball. Den wuchtigen Kopfball konnte Kluge auf die Torlinie nicht mehr entscheidend entschärfen - die Führung für die Hessen. Von den Standardsituationen abgesehen, konnte die Eintracht im ersten Durchgang nicht allzu viele Glanzlichter setzen. Die Borussia hatte optische Vorteile und kam insbesondere über den agilen Insua und den überragenden Jansen immer wieder zu gefährlichen Situationen. Es war ein typisches, von der Spannung geprägtes Kellerderby. An dieser Konstellation änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts, wenngleich die Partie immer hitziger wurde. Nikolov hatte sich schon früh im Spiel eine Zerrung zugezogen und konnte die Abstöße kaum mehr ausführen, so dass er sich gelegentlich einen Feldspieler zu Hilfe holte. Schiedsrichter Kinhöfer erkannte diese besondere Situation nicht und zückte gleich mehrfach gelb wegen Zeitspiels. Bitter, dass die gelbe Karte für Kyrgiakos am Ende zu einer gelb-roten Karte für den Griechen führte. In Unterzahl spielend, verloren die Hessen dann zunehmend die Souveränität und wurden mehr und mehr von der Borussia eingeschnürt. Da Frankfurt die eigenen Konter nicht sauber ausspielte, schien es nur eine Frage der Zeit, bis Gladbach zum Ausgleich kommen würde. Dennoch rettete sich die Eintracht fast noch zu einem Auswärtssieg. Doch kurz vor Schluss köpfte Insua eine Marin-Flanke zum Ausgleich ein. Friedhelm Funkel, der Trainer der Eintracht, musste einige Minuten nach diesem Ausgleich auf die Tribüne. Er hatte zuvor schon mehrmals seine Coachingzone verlassen, und als er wieder den ihm zugewiesenen Bereich verließ und auf seinen Gladbacher Trainerfreund Jos Luhukay zuging, um diesem von Nikolovs erlittener Oberschenkelverletzung zu berichten, schickte ihn Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer auf die Tribüne. Platzverweis für Kyrgiakos, Tribünenverweis für Funkel, ein verletzter Nikolov im Tor: Die 52.100 Zuschauer im Mönchengladbacher Borussia-Park bekamen nach einem lange Zeit schwachen Spiel beider Mannschaften ein Finale furioso präsentiert. „Alles war sehr kampfbetont und zerfahren“, sagte Funkel. „Aber es war immer spannend.“ Weniger spannend war es, den gar nicht erstklassigen Darbietungen von Michael Thurk und Albert Streit zuzuschauen. Thurk wollte so gut wie nichts gelingen, Streit schaffte es in seinem Drang zur Überheblichkeit immerhin, den Eckball zum 1:0 zu schlagen. Ansonsten aber blieb der Außenmann blass, zeigte keine Sprints und kein rechtes Kämpferherz. Mehr Gefährlichkeit ging da schon vom eingewechselten Marcel Heller aus, der für Thurk in die Partie kam (61.), es aber verpasste, frei stehend vor Kasey Keller das mögliche 2:0 zu erzielen (67.). Mit nun 31 Zählern rangiert Funkels Mannschaft weiter auf Platz zwölf, zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt. „In diesem Spiel ging es wirklich drunter und drüber“, erkannte Kapitän Christoph Spycher. Und Fink, der das Siegtor hätte erzielen müssen, sagte trotzig: „Dann holen wir uns eben gegen Cottbus die drei Punkte.“


  • 18. März
    Christoph Preuß erzielt Jahrhundert-Treffer / Eintracht - Bayern 1:0 (0:0)
    Durch einen Fallrückzieher von Christoph Preuß (77.) konnte die Eintracht heute vor 51.500 Zuschauern den noch amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München 1:0 (0:0) besiegen. In einem niveauarmen, dafür aber spannenden Spiel wuchsen die Hessen gegen den enttäuschenden Favoriten über sich hinaus und wurden für ihre kämpferisch überzeugende Leistung mit dem Sieg belohnt. Für die Münchner bedeutete die Niederlage drei Tage nach der Vertragsverlängerung von Chefcoach Ottmar Hitzfeld einen herben Rückschlag im Titelkampf. Friedhelm Funkel änderte seine Elf im Vergleich zum 2:2 in Nürnberg auf drei Positionen. Für Russ spielte Vasoski, den grippegeschwächten Streit ersetzte Chris von Beginn an und statt Meier lief Köhler auf. Die Partie begann äußerst verhalten. Frankfurt legte sein Hauptaugenmerk zunächst auf die Defensive und überließ den Bayern weitgehend das Mittelfeld. München nutzte die sich bietenden Räume, kombinierte sicher, konnte sich dem Frankfurter Tor aber nicht entscheidend nähern. Zumeist war schon deutlich vor dem Frankfurter Strafraum Schluss für die Ballstaffetten des Rekordmeisters. Die Bayern vermieden bei ihren Angriffsversichen allerdings auch das letzte Risiko, um nicht Gefahr zu laufen, von Frankfurt ausgekontert zu werden. Die zweite Halbzeit bot viel intensiveren Fußball. Nach etwa einer Stunde begannen die Eintracht-Fans, das Stadion in einen wahren Hexenkessel zu verwandeln. Von diesem Zeitpunkt an wurde der gegnerische Ballbesitz regelmäßig von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet. Gewonnene Zweikämpfe des Heimteams lösten wahre Begeisterungsstürme aus - eine selbst für Frankfurter Verhältnisse ungewohnt aufgeheizte Atmosphäre. Die Stimmung übertrug sich alsbald auf das Feld. Das Spiel wurde rassiger, wenngleich es weitgehend fair blieb. Dennoch blieben Chancen auf beiden Seiten eine knappe Ware. Die Bayern wirkten im Spiel nach vorne zu pomadig und ließen Überraschungsmomente vermissen. Das änderte sich auch nicht, nachdem Hitzfeld den glücklosen Podolski durch Pizarro ersetzt hatte. Nur selten fanden die Münchner den Weg in den Eintracht-Strafraum. Stattdessen nutzten die Hessen einen ihrer Vorstöße zum überraschenden 1:0. Ochs flankte von rechts ungestört in den Strafraum und fand Preuß, der ebenso sehenswert wie unhaltbar für Kahn per Fallrückzieher die Eintracht-Führung erzielte (78.). Preuß beschreibt seine Sternstunde in der 78. Minute relativ nüchtern. Er habe den Ball "intuitiv" so genommen, die Flanke von Patrick Ochs kam "genau in der richtigen Höhe, und dann habe ich alles reingelegt". Das Knifflige und Besondere an der artistischen Nummer: Die Flanke kam von außen, Preuß musste den Ball also nicht nur treffen, sondern ihn mit dem rechten Fuß auch noch platzieren. Da gehört natürlich eine gehörige Portion Glück dazu, aber auch Mut, es auf diese spektakuläre Art überhaupt zu versuchen. "Ich bin einer, der etwas wagt", sagt Preuß über sich selbst, "ich probiere halt solche Sachen, wenn man es nicht probiert, kann es auch nicht klappen." Und die Fußballwelt wäre um einen entzückenden Treffer ärmer. Die Bayern drückten nun noch stärker als zuvor, hatten aber weiterhin merklich Mühe, sich Chancen herauszuspielen. Am Ende retteten die Hessen den Sieg mit Geschick, Glück und jeder Menge Leidenschaft über die Zeit. Nach der Länderspielpause muss die Eintracht übernächste Woche am Samstag zum Kellerduell nach Mönchengladbach reisen, während der FC Bayern den FC Schalke 04 ebenfalls am Samstag zum Spitzenspiel in der Allianz-Arena empfängt.


  • 10. März
    Auf der Ziellinie abgefangen / Nürnberg - Eintracht 2:2 (0:1)
    Das letzte Mal, dass die Fußballer der Eintracht das Nürnberger Stadion als Geschlagene verlassen mussten, liegt schon eine ganze Weile zurück. 20 Jahre, um genau zu sein. Damals spielte noch ein gewisser Stefan Reuter für die Franken, und der heutige 1860-Manager erzielte am 14. Februar 1987 per Handelfmeter den 1:0-Siegtreffer für den "Club". Seitdem gab es für die Nürnberger wenig bis nichts zu holen. Auch diesmal holte die Einracht trotz einer 2:0-Führung aus dem Nürnberger Easy Credit Stadion nur oder wenigstens einen Punkt mit. Nach einem sehr zerfahrenen Spiel brachte Kyrgiakos (26.) die Eintracht schon früh in Führung, Takahara (69.) legte in der 2. Hälfte sogar mit seinem Abstauber vor 47.000 Zuschauern noch nach. Leider konnte die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel die Führung wie so oft nicht halten und musste in den letzten Spielminuten noch ein Eigentor von Spycher (81.) sowie ein Tor von Vittek (87.) hinnehmen. Kein Wunder, dass die Stimmung nach dem Remis von Nürnberg eher gedrückt war. "Ich bin tief enttäuscht", sagte Trainer Friedhelm Funkel. Zum dritten Mal nach Wolfsburg und Leverkusen reichte auch diesmal wieder eine Führung nur zu einem 2:2. Das Torverhältnis sagt klar aus, wo der Schuh drückt. Mit 44 Gegentoren besitzt die Eintracht die zweitschlechteste Abwehr der Liga. Eintracht-Coach Friedhelm Funkel hatte seine Mannschaft ein wenig verändert, in der Abwehrzentrale musste Aleksandar Vasoski erwartungsgemäß für Kyrgiakos weichen, und für den am Oberschenkel verletzten Markus Weissenberger rückte Christoph Preuß in die Startformation: Preuß beackerte das rechte Mittelfeld, Albert Streit das linke. Nun war es freilich nicht so, dass die Eintracht dadurch sonderlich offensiv auftrat, im Gegenteil. Die Mannen in den weißen Hemden zogen sich weit zurück und überließen den Platzherren Ball und Raum. Ein zu erwartender Schachzug, der aber aufging. Denn die Franken wussten aus den Feldvorteilen kein Kapital zu schlagen, weil ihnen offensichtlich die beiden Niederlagen zuletzt ein wenig Selbstsicherheit geraubt haben. Nach einem von Streit getretenen Eckball erzielte Sotirios Kyrgiakos mit einem ebenso wuchtigen wie herrlichen Kopfballtreffer die Führung für die Eintracht, Nürnbergs Keeper Schäfer war an diesem Gegentreffer völlig machtlos. Es war das bereits vierte Saisontor des griechischen Hünen. Ob es in der Kabine der Nürnberger ein Donnerwetter gesetzt hatte? In jedem Fall kamen die Nürnberger mit mehr Biss und Zug aufs Feld, und es waren erst ein paar Sekunden gespielt, als Ivan Saenko einen feinen Doppelpass mit Robert Vittek spielte – und den Ball dann völlig freistehend am Tor vorbei schoss. Die Eintracht-Defensive schien gedanklich noch in der Kabine. Die Frankfurter gerieten allerdings immer mehr unter Druck, auch weil Funkel ohne Not die Taktik änderte und zu dem von ihm ohnehin bevorzugten 4-2-3-1 zurückkehrte. Ebenso überraschend wie beim Führungstreffer, konnte die Eintracht in der 69. Minute wie aus dem Nichts auf 0:2 erhöhen. Preuß war es, der nach schönem Pass Meiers, verfolgt von Pinola dem Nürnberger Torwart Schäfer entgegen lief, jedoch nicht zum Abschluss kam, da er von seinem Verfolger gefoult wurde. Schiedsrichter Meyer ließ den Regeln entsprechend zum Vorteile der Eintracht weiterspielen, Schäfer konnte den Ball nur abklatschen und Takahara staubte mit seinem zehnten Saisontor ab. Die Eintracht stellte ihre Offensivbemühungen fast vollständig ein, und die Platzherren kamen zu Chancen: Während es die Eintracht versäumte, sich weitere Torchancen zu erarbeiten, steckte der "Club" nicht auf und wurde letztlich belohnt. Nach einem Doppelpass Pinolas mit Sibon kam der Argentinier aus rund 16 Metern halblinker Position frei zum Schuss, Nikolov parierte, doch der Ball prallte an die Brust des zurück geeilten Spycher, und von dort aus unglücklich in das eigene Tor. Nürnberg entwickelte in den Schlussminuten ein wahres Powerplay und erspielte sich weitere Chancen. Die Eintracht kämpfte verbissen um den Sieg, doch zwei Minuten vor Ende der Spielzeit war es der Slowake Vittek, der die Frankfurter Sieghoffnungen mit einer kraftvollen Einzelleistung beendete. Unter Druck verlor Meier den Ball, daraufhin umkurvte Vittek zwei, drei Frankfurter, letztlich konnte auch das durchweg konzentriert aufgetretene Innenverteidigerduo Russ/Kyrgiakos den Nürnberger Stürmer nicht daran hindern, Nikolov zum - angesichts einer 2:0-Führung zwar ärgerlichen, alles in allem aber leistungsgerechten - 2:2 zu tunneln.


  • 08. März:
    Wie der Kicker heute berichtet, hat die Eintracht scheinbar mit dem Kapitel Jermaine Jones abgeschlossen und hält nach einem Ersatz für den derzeit verletzten Kapitän Ausschau. Dieser scheint mit dem jüngst in die U21-Nationalmannschaft berufenen Daniel Brinkmann gefunden zu sein. Der 21jährige Brinkmann steht derzeit in den Diensten des Zweitligisten SC Paderborn. Neben der Eintracht haben aber auch noch andere Vereine Interesse an dem Mittelfeldspieler. Derweil will der Kicker heraus gefunden haben, dass Jones bereits seit Sommer 2006 mit dem FC Schalke 04 über einen Wechsel einig war und vor kurzem einen Vier-Jahres-Vertrag beim aktuellen Tabellenersten unterschrieben hat. Die aktuellen Äußerungen Jones sollen nur dazu dienen, um den schwarzen Peter der Eintracht zuzuschieben.


  • 04. März
    Wichtiger Sieg für die Eintracht / Eintracht - Hannover 2:0 (0:0)
    Was für eine erfolgreiche Woche für Spieler, Fans und Verantwortliche von Eintracht Frankfurt: Erst glückt dem hessischen Bundesligisten am Dienstag mit einem 3:0-Triumph über den Erzrivalen Kickers Offenbach der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, dann vier Tage später der erste Bundesliga-Sieg im Jahr 2007. Das 2:0 (0:0) über die Niedersachsen nach Treffern von Naohiro Takahara (58.) und Michael Thurk (75.) hob die Eintracht aus der Abstiegszone. Nach acht Bundesliga-Partien ohne Sieg und sechs Heimspielen ohne "Dreier" durften die hessischen Profis und Fans wieder einmal feiern. Oder tanzen wie Naohiro Takahara, der nach dem Abpfiff vor der Frankfurter Fankurve seiner Freude freien Lauf ließ. Beide Teams starteten engagiert, dennoch blieb auf beiden Seiten vieles im Ansatz stecken. Durch konsequentes Pressing wurde das Spiel des Gegners erfolgreich gestört. Folglich blieb die erste halbe Stunde chancenarm, sieht man von einem kunstvollen Heber von Stajner ab, der aber nur auf dem Querbalken landete (22.). Bitter für Amanatidis, der in der Anfangsphase einen Schlag aufs Knie bekam und das Spielfeld früh verlassen musste (22.). "Das 4-4-2 ist besser, weil ich im Angriff nicht so sehr auf mich alleine gestellt bin. Außerdem kann ich mich mal fallenlassen und bin deshalb schneller im Spiel", lobte Takahara den Schachzug seines Vorgesetzten. Der Japaner setzte seinen persönlichen Lauf fort und erzielt sein neuntes Saisontor. Mit seinen Einschüssen im DFB-Pokal und UEFA-Cup kommt der 27-Jährige auf 15 Treffer. Den zweiten Treffer steuerte sein Sturmpartner Michael Thurk bei. Der Ex-Mainzer war in der in der 21. Minute für den leicht am Knie verletzten Ioannis Amanatidis ins Spiel gekommen. Nur ein personeller Wechsel, taktisch blieb alles beim Alten. Und Thurk machte schließlich mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern den ersten Sieg der Eintracht über die Niedersachsen seit über 18 Jahren perfekt. Der Widerstand der Hannoveraner war nun endgültig gebrochen, so dass die Frankfurter den ersten Bundesliga-Sieg ohne größere Probleme nach Hause schaukeln konnten. Die Eintracht muss am Freitag in Nürnberg den Aufwärtstrend bestätigen. Das Ergebnis ist gerecht, wie ein Blick in die Statistik zeigt: 15 zu 13-Torschüsse, 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe und sieben zu fünf-Ecken für die Heimelf. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Als Basis diente die taktische Umstellung, die Funkel im Pokal-Derby in Offenbach erprobt und gegen 96 schließlich erneut angewandt hat.


  • 27. Februar
    Die Eintracht rockt den Bieberer Berg! / Offenbach - Eintracht 0:3 (0:1)
    Die Eintracht hat sich mit einem souveränen 0:3 (0:1) vor 24.000 Zuschauern bei den Offenbacher Kickers durchgesetzt. Fink (11.) und Takahara (61. und 72.) schossen die Adlerträger ins Halbfinale des DFB-Pokals. Beide Trainer hatten ihre Anfangself im Vergleich zum vergangenen Wochenende gehörig durcheinander gewirbelt. Bei den Kickers vertraute Wolfgang Frank dem Ex-Eintrachtler Lars Weißenfeldt die zuletzt anfällige rechte Abwehrseite an. Zudem feierte Marco Reich sein Debüt in der Startformation. Auf der anderen Seite änderte Friedhelm Funkel sein erfolgloses 4-3-3-System zugunsten einer 4-4-2-Formation: Christoph Spycher kehrte nach abgesessener Sperre in die Abwehrkette zurück. Im Mittelfeld bekam Alexander Meier neben Markus Weissenberger eine Chance von Beginn an. Michael Thurk und Takahara bildeten das Sturmduo. Elf Minuten nur dauerte es, dann setzte die Eintracht ein Zeichen bei den Kickers. Unmittelbar nach dem ersten Eckball des Spiels, getreten von Kapitän Markus Weissenberger, ging die zuletzt im Ligaalltag von herben Rückschlägen geplagte Eintracht in Führung. Der aufgerückte Fink hatte genügend Zeit, den Ball mit der Innenseite an Cesar Thier vorbei zum 1:0 einzuschieben. Der Vorsprung der Eintracht war verdient, denn sie zeigte vom Anpfiff an die reifere Spielanlage und ließ sich auch nicht durch unsachliche Spruchbänder der Kickers-Fans provozieren. „Leidenschaft und Herz gegen Arroganz und Kommerz.“ Genau so hatte sich die Eintracht das vorgestellt, genau so wollte sie "heute die Wende schaffen und in die Erfolgsspur zurückkehren", wie Eintracht-Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen vor den Anpfiff sagte. In dieser Phase waren die Frankfurter klar überlegen, sie spielten ihre technische Überlegenheit aus und hätten durch Naohiro Takahara (17.) oder Meier (22.) die Führung sogar noch ausbauen können. Im zweiten Durchgang konnte Offenbach nur noch eine Viertelstunde lang auf Augenhöhe mithalten. Dann blühten Meier und Takahara auf und setzten den Gegner mit zwei blitzsauberen Kontern matt. Zunächst schickte Meier nach einer Stunde Ochs auf dem rechten Flügel. Der Rechtsverteidiger flankte an den langen Pfosten, wo Takahara lauerte und den Ball mit einer herrlichen Volleyabnahme direkt ins lange Eck knallte. Wenig später erkämpfte sich der Japaner schon wieder den Ball und schob ihn zu Meier. Der lange Spielmacher passte klasse in die Mitte, aber dort verpasste der ihn die Hereingabe hineinrutschende Thurk den Ball um Zentimeter. Doch die Eintracht holte das nach. Meier drang nach schönem Pass von Streit von der linken Seite in den gegnerischen Strafraum ein und passte den Ball mustergültig in den Lauf von Takahara, der nur noch einschieben musste. Nach dieser Vorentscheidung spielten die Gäste das 3:0 locker herunter. Die befürchteten Ausschreitungen zwischen den gegnerischen Fans blieben vor und während dem Spiel aus. Allerdings entzündeten Eintracht-Anhänger hinter dem Tor einige Leuchtraketen und Rauchbomben. „Auf diese Leistung können wir für die Bundesliga aufbauen“, sagte Eintracht-Verteidiger Patrick Ochs. „Wir haben drei Tore geschossen und endlich wieder mal zu null gespielt.“ Eintracht-Trainer Funkel sah nach dem Pokalerfolg auch optimistisch in die Bundesliga-Zukunft: „Wir wollen nicht absteigen und wir werden nicht absteigen. Nach acht sieglosen Spielen ist jeder Sieg wichtig. Wir müssen aber die Wettbewerbe trennen. Jetzt zählt nur noch Hannover.“


  • 25. Februar
    Zehn Deppen und ein Japaner mit Ortskenntnis / HSV - Eintracht 3:1 (1:0)
    Was hat eigentlich der Hamburger SV, was Frankfurt nicht hat? Während der ersten Halbzeit beim 3:1-Erfolg der Hanseaten gegen die Eintracht war das vor allem eines: Die individuelle Klasse von Rafael van der Vaart. Die Frankfurter hatten in der AOL-Arena einen Punkt vor Augen, mussten aber in der Schlussphase die entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. Mit unterschiedlichen Vorzeichen gingen beide Teams in die Partie. Während die Hausherren auf Rang 17 rangierten, aber bei zuletzt zwei Siegen aufsteigende Tendenz zeigten, ging bei der Eintracht der Blick nach unten. Zwar belegte die Eintracht auf Platz 15 keinen Abstiegsrang, konnte aus den vorangegangenen sieben Spielen aber nur ganze drei Zähler verbuchen. Friedhelm Funkel hatte das Team auf sage und schreibe 6 Positionen verändert: Preuß für Chaftar, Russ für Kyrgiakos, Fink für Huggel, Köhler für Chris, Weissenberger für Meier und Heller für Thurk.Die Tendenz der letzten Wochen setzte sich auch in der Anfangsphase fort. Keine zwei Minuten waren gespielt, da tauchte van der Vaart erstmals völlig frei vor Nikolov auf, scheiterte mit seinem Flachschuss aus 14 Metern aber am Eintracht-Schlussmann (2.). Kurz darauf brachte Preuß die eigene Abwehr mit einem Fehlpass in Bedrängnis und zwang Russ zu einem Foul. Den fälligen Freistoß aus 20 Metern verwandelte van der Vaart perfekt mit einem Lupfer über die Mauer. Nach 20 Minuten hatte die Eintracht ihre einzige Chance der ersten Hälfte. Kyrgiakos köpfte eine Ecke von Streit aufs Tor, doch Rost parierte mit einem Reflex. Wenig später hätte es auch schon 2:0 für den HSV stehen können, als Russ Sanogo laufen ließ und der Angreifer von der Elfenbeinküste am starken Nikolov scheiterte. Als Alleniunterhalter van der Vaart in Halbzeit zwei schließlich die Luft ausging, geriet die Abwehr zusehends unter Druck. Takahara kennt den Weg Und so wäre es beinahe Naohira Takahara gewesen, der die Geschichte des Spiels schreiben sollte. Denn der Japaner, der erst im Sommer von Hamburg nach Frankfurt gewechselt war, nutze nach einer Stunde seine Ortskenntnisse, fand den Weg zum Tor und erzielte den verdienten Ausgleich. Die Gäste blieben auch nach dem Treffer spielbestimmend, ohne allerdings zunächst zu großen Chancen zu kommen. Huub Stevens war der eine Punkt jedoch zu wenig. Mit Olic, Trochowski und Ben-Hatira brachte der HSV-Coach drei frische Offensivkräfte. Und der Trainer bewies ein glückliches Händchen. Eine knappe Viertelstunde vor Spielende kam Trochowski am linken Strafraumrand an den Ball, nahm Maß und platzierte das Leder über Nikolov hinweg im langen Eck (77.). In der Schlussphase drängten die Hessen auf den Ausgleich, scheiterten aber ein ums andere Mal an der eigenen Abschlussschwäche. Meier konnte den Ball aus wenigen Metern nicht ins Netz stochern (83.), und auch Kyrgiakos nutzte die Gunst der Stunde nicht, als Rosts Faustabwehr zu kurz geriet (86.). Olic machte in der 90. Minute nach Zuspiel von van der Vaart endgültig den Deckel für den HSV zu. "Uns hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt", grämte sich Trainer Friedhelm Funkel: "Aber wir haben Herz gezeigt und alles versucht. Man hat gesehen, dass wir den Abstiegskampf angenommen haben." Auch die sechs Umstellungen, die Funkel im Vergleich zur 0:4-Klatsche gegen Stuttgart an der Startformation vornahm, trugen nicht gerade zu einem konstruktiven Spiel bei. Im Gegenteil: Markus Weissenberger wirkte im Mittelfeld wie ein Fremdkörper, Marcel Heller sah in der Spitze praktisch keinen Ball, und Marco Russ leistete sich zahlreiche Schnitzer in der Innenverteidigung. "Wir haben zu viele Fehler gemacht, und das wird in der Bundesliga eben knallhart bestraft", räumte auch Albert Streit - einmal mehr Frankfurts Bester - ein. "Und jetzt stehen wir halt wieder da wie die Deppen. Wenn wir uns weiter so anstellen, wird es schwer in der Liga zu bleiben." In der Tabelle jedenfalls rutschte die Eintracht - nach der Hinrunde noch solider Zehnter - urplötzlich bis auf Rang 17 ab. Am Dienstag steht nun zunächst das Pokalspiel in Offenbach auf dem Programm.


  • 16. Februar
    Abstiegskrampf / Eintracht - Stuttgart 0:4 (0:3)
    Durch Treffer von Roberto Hilbert (2.), das 13. Saisontor von Mario Gomez (16.), Ricardo Osorio (44.) und Thomas Hitzlsperger (78.) gewannen die Schwaben am Freitagabend vor 46000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena im Schongang mit 4:0 (3:0) und unterstrichen mit dem vierten Sieg in Serie ihre internationalen Ambitionen. Dagegen muss sich die seit dem 5. November vor heimischem Publikum sieglose Eintracht nach der bisher schwächsten Saisonleistung auf harte Wochen im Abstiegskampf einstellen. Die Zuschauer hatten es sich gerade bequem gemacht, da stand es auch schon 0:1. Das VfB-Mittelfeld lieferte einen ersten Beweis seiner Extraklasse, der Ball lief schnell durch die wackelige Frankfurter Defensive, Gomez passte von der rechten Seite nach innen, und Roberto Hilbert düpierte im Fünf-Meter-Raum Oka Nikolov. Zwei Minuten waren gespielt und die Eintracht, bei der der gerade zum U-21-Nationalspieler beförderte Mounir Chaftar den gesperrten Spycher auf der linken Abwehrseite vertrat und Huggel für den verletzten Jones neben Chris ins defensive Mittelfeld gerückt war, war bereits ins Hintertreffen geraten. Als nach einer Viertelstunde der zweite Gäste-Treffer fiel, schien das Spiel schon gelaufen zu sein. In der Innenverteidigung wirkten die Hessen hüftsteif gegen die beweglichen Angreifer Gomez und Cacau. Im defensiven Mittelfeld waren weder Chris noch Huggel dem flexiblen Angriffspiel der Schwaben gewachsen. Die allergrößten Probleme hatte die Eintracht freilich auf den Außenbahnen, wo sie sich nicht darauf einstellen konnte, dass die Außenverteidiger Magnin und Osorio immer wieder mit nach vorne marschierten. Funkels Mannen brauchten eine gehörige Verschnaufpause, um sich von den Nackenschlägen halbwegs zu erholen. Doch obwohl Meier (29.), Albert Streit (36.), Aleksandar Vasoski (37.) und Benjamin Huggel (43.) jeweils in aussichtsreicher Position vor Timo Hildebrand auftauchten, gelang ihnen der Anschlusstreffer gegen den glänzend parierenden Schlussmann nicht. Wesentlich effektiver gingen die lauffreudigen Stuttgarter dagegen mit den sich ihnen bietenden Möglichkeiten um. Ludovic Magnin „tunnelte“ kurz vor dem Pausenpfiff den hektisch heranstürmenden Patrick Ochs unmittelbar vor der Eckfahne, und der Mexikaner Ricardo Osorio verwertete sein feines Zuspiel zum 3:0 (45.). Auch im zweiten Durchgang geriet die ohne den verletzten Kapitän Fernando Meira spielende Hintermannschaft der Schwaben nur selten in echte Bedrängnis. Obwohl mit der Einwechslung von Ioannis Amanatidis ein wenig Schwung in die Aktionen der Hausherren kam, lief im Angriff kaum etwas zusammen. Zwölf Minuten vor Schluss war Hitzlsperger im Nachschuss sogar zum 4:0 erfolgreich, nachdem Nikolov den schwach geschossenen Elfmeter des Nationalspielers zuvor parieren konnte. Gomez war von Benjamin Huggel gefoult worden. Die unbedarft und weitgehend ohne Konzept anrennenden Frankfurter, die sich Schmähgesänge des eigenen Anhangs anhören mussten, fanden jedenfalls kein brauchbares Mittel mehr, um auch nur im Ansatz für so etwas wie Spannung zu sorgen. Die Eintracht befindet sich ja schon länger im Abstiegskampf. Nun spielt sie leider auch so und ganz zum Schluss ertönten erste halblaute „Funkel raus“-Rufe.
    Friedhelm Funkel (Eintracht-Trainer): „Natürlich stecken wir in akkuter Abstiegsgefahr. Wir sind da, wo wir nie hin wollten. Jetzt müssen wir die Dinge erstmal intern besprechen und dann Maßnahmen ergreifen, um noch die nötigen Punkte zu holen.“


  • 15. Februar
    Die Frankfurter Eintracht muss in ihrem Spiel gegen den VfB Stuttgart (Freitag, 16.2., 20.30 Uhr) auf Torwart Markus Pröll, aber auch auf ihren Kapitän Jermaine Jones verzichten. Eine heutige Untersuchung in der Unfallklinik hat ergeben, das Jermaine Jones erneut operiert werden muss. Der Verdacht einer Außenmeniskus-Läsion im rechten Kniegelenk hat sich bestätigt. Nach der Arthroskopie wird Jones der Eintracht mehrere Wochen fehlen.


  • 10. Februar
    Zum Gewinnen zu blöde / Leverkusen - Eintracht 2:2 (1:1)
    Die Eintracht spielte fast 50 Minuten in Überzahl und hatte vor allem im ersten Abschnitt zahlreiche gute Gelegenheiten. Nach der Roten Karte für Butt zog sich Bayer in der zweiten Hälfte weit zurück, so dass erst nach dem zweiten Platzverweis der Partie gegen Frankfurts Spycher wieder mehr Torszenen zu verzeichnen waren. Meier gelang sieben Minuten vor dem Ende der vermeintliche Siegtreffer, doch Kießling erzielte fast mit dem Schlusspfiff doch noch den Ausgleich. Fünf Änderungen nahm Friedhelm Funkel im Vergleich zum 0:0 gegen Mainz an seiner Startformation vor. Im Tor kam Nikolov für den verletzten Pröll (Rippenprellung) zum Einsatz. Die Abwehrkette wurde zu drei Vierteln ausgetauscht. Ochs (nach Gelb-Sperre) sowie Kyrgiakos und Vasoski kehrten für Preuß, Russ und den ins Mittelfeld vorgezogenen Chris in die Anfangself zurück. Thurk spielte im Offensivbereich für Heller. Nach einigen Minuten Abtasten zu Beginn des Spiels präsentierte sich die Eintracht zunächst als das zielstrebigere Team, das auch deutlich mehr Torgefahr erzeugte. Meier, Thurk und Takahara vergaben gute Torgelegenheiten jeweils aus halblinker Position. Nur wenige Minuten nach der ersten kleineren Schusschance für die Leverkusener durch Castro dezimierte sich die Skibbe-Elf selbst. Takahara kam am Strafraumrand gegen den herausstürmenden Butt einen Schritt eher an den Ball. Beim Versuch, das Leder am Bayer-Keeper vorbeizulegen kam Butt mit der Hand an den Ball und brachte den Japaner zudem mit dem Fuß unsanft zu Fall. Referee Kempter entschied zu Recht auf Platzverweis (28.). Sehr glücklich gingen die Leverkusener dann in Führung: Mittelfeldspieler Jones köpfte einen Eckball von Schneider völlig unbedrängt mit dem Kopf ins rechte obere Toreck (39.). Doch die Eintracht konterte fast umgehend. Wieder nach einer Ecke fand Kyrgiakos nun den Weg ins richtige Gehäuse. Der Grieche überwand den für Barnetta eingewechselten Fernandez im Bayer-Tor mit einem wuchtigen Kopfball (42). Wie in der ersten Hälfte, so sollte auch im zweiten Durchgang die Schlussphase besonders turbulent werden. Amanatidis leitete mit einem Seitenwechsel die Entscheidung ein. Ochs leitete das Zuspiel auf der rechten Seite in hohem Bogen zu Meier weiter, der sich mit Glück und Geschick gegen Madouni durchsetzte und trocken aus halbrechter Position ins lange Eck vollendete (84.). Kurz vor dem Schlusspfiff gelang Bayer noch der glückliche Ausgleich. Kyrgiakos schoss den eingechselten Weissenberger an, von dem der Ball in den Lauf von Rolfes prallte, der sofort nach innen passte. Kießling vollendete frei vor dem Tor eiskalt (90.+1.). Für die Eintracht lässt sich dieses bittere Rémis allenfalls mit dem 3:4 in Bochum in der Hinrunde vergleichen. Selten ist eine Mannschaft so unverdient am Sieg vorbeigeschrammt wie die Adlerträger heute! Die Frankfurter vergaben durch viele vergebene Chancen vor allem im ersten Abschnitt den Sieg und müssen nun am Freitag gegen die starken Stuttgarter antreten.


  • 03. Februar
    Torlos auf dem Weg nach unten / Eintracht - Mainz 0:0 (0:0)
    Die Eintracht hat heute gegen Mainz trotz zahlreicher Chancen und deutlicher Überlegenheit keinen Treffer erzielen können. Die Begegnung endete vor 51.300 Zuschauern torlos. Heimkomplex? „Nein“, sagt Friedhelm Funkel, „so was haben wir nicht.“ Warum auch, immerhin hat die Eintracht ja zwei von zehn Heimspielen gewonnen. Das zeugt von Stärke im eigenen Stadion. Allerdings reicht sie doch nicht ganz, um der Frankfurter Eintracht ein sorgenfreies Leben im Fußball erster Klasse zu garantieren. Als Schiedsrichter Felix Brych das torlose Derby gegen Mainz nach ziemlich genau 90 Minuten abpfiff, schallte ein gellendes Pfeifkonzert durch die heimische WM-Arena. Wieder kein Heimsieg, wieder die Chance verpasst gegen einen direkten Konkurrenten Boden gut zu machen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Das zehnte Remis im zwanzigsten Saisonspiel lässt die Eintracht bedrohlich nah an die letzten drei Ränge rutschen. Noch beträgt der Vorsprung drei Zähler. Die Hessen begannen auf 4 Positionen verändert. Ochs gesperrt, Kyrgiakos und Thurk erkrankt, dazu noch Vasoski auf der Bank. Dadurch kamen Preuß, Russ, Heller und Amanatidis zu einer Einsatzchance von Beginn an. Anfangs spielte Meier im defensiven Mittelfeld neben Jones, im Sturm probierten es Amanatidis und Takahara gemeinsam. Heraus kam dabei in der ersten Hälfte allenfalls eine optische Überlegenheit. Mainz war im ersten Durchgang ebenbürtig und erspielte sich auch ähnlich viele gefährliche Torgelegenheiten. Zur Pause korrigierte der Fußball-Lehrer sein System - Stürmer Ioannis Amanatidis musste Verteidiger Aleksandar Vasoski weichen - fortan war mehr Zug im Frankfurter Spiel - unter dem Strich hat Funkel