Es schmerzt am Enddarm. Sie gehen auf die Toilette, tasten nach - und es ist
ein schmerzhafter Knoten da! Vielleicht stellen Sie am Toilettenpapier
auch dunkelrotes Blut fest. Alarm! Was habe ich? Gestern war doch noch
nichts! Wahrscheinlich haben Sie eine sog. "perianale Thrombose", also
ein Blutgerinnsel in einem Gefäß um den After herum (peri-anal).
Trotz des Schmerzes ist es eine harmlose Erkrankung. Mit Enddarmkrebs hat
die Thrombose normalerweise nichts zu tun.
Sie blicken sich die Stelle mit einem Handspiegel an: Da ist ein praller, schmerzhafter,
bläulich durchschimmernder Knoten - vielleicht erbsgroß oder
gar kirschgroß -, der sich nicht verschieben, gelegentlich aber in
den Darm zurückdrücken läßt und - sofort wieder hervorspringt!
Die perianale Thrombose ist eine Gerinnselbildung in einem äußeren,
unter der Analhaut verlaufenden Hämorrhoidalgefäß. Medizinisch
hat dieser Befund nichts zu tun mit dem, was der Laie "Hämorrhoiden"
nennt, es handelt sich auch nicht im "Hämorrhoiden" im medizinischen
Sinn. Normale Hämorrhoiden schmerzen nicht.
Wenn Sie jedoch "Hämorrhoiden"
haben, also erweiterte Gefäße im Schwellkörper, mit dem
der Enddarm innerhalb des Schließmuskels abgedichtet wird, dann können
sich auch in diesen Gerinnsel bilden. Medizinisch ist das eine Hämorrhoidalthrombose.
Sie haben dabei im allgemeinen ein Fremdkörpergefühl im Enddarm,
als wenn darin Stuhl stecken würde. In beiden Fälle sollten Sie
zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Es kann sich schließlich
auch um einen Vorfall oder um einen Polypen handeln. Daraus kann sich Schlimmeres entwickeln.
Bei kleineren perianalen Thrombosen klingen die Beschwerden im allgemeinen im Lauf
eines Tages ab und der Restknoten bildet sich nach einigen Tagen von allein
zurück. Bei kirschgroßen Thombosen oder bei einem Hämorrhoidalvorfall
mit Thrombose ist das anders. Die Schmerzen halten tagelang an, der Stuhlgang
ist problematisch. Der pralle
Knoten kann platzen, was Sie daran
merken, daß sich plötzlich Blut in der Unterwäsche befindet.
Wenn er sich dennoch spontan zurückbildet, verbleiben oft Hautfalten,
die bei der Hygiene stören. Wenn Sie eine größere Thrombose
haben, sollten Sie sie deshalb operieren lassen. Suchen Sie einen
Arzt auf, der Erfahrung mit Enddarmleiden hat (evtl. einen Proktologen auf der Homepage des Berufsverbandes der Koloproktologen).
Die Operation
erfolgt im allgemeinen in örtlicher Betäubung. Die heute bevorzugte
Methode ist die Abtragung der ganzen Thrombose. Denn der thrombosierte
Gefäßabschnitt hat seine Funktiontüchtigkeit verloren.
Nach der Operation sollten Sie ruhen und erst am nächsten Tag wieder
zur Arbeit gehen. Für ein gutes Operationsergebnis ist es sehr wichtig,
daß diese Ruhepause unmittelbar nach dem Eingriff beginnt. Wird die
Thrombose nur aufgeschnitten und das Gerinnsel herausgedrückt, besteht
die Gefahr, daß sich der Hohlraum in den nächsten Stunden wieder
füllt. Sie haben dann am nächsten Tag die gleichen Beschwerden.
Wie kann eine perianale Thrombose entstehen?
Körperliche Leiden können auch seelische Ursachen haben. Bei der Analthrombose ist es häufig aktueller Stress!
Die Schulmedizin beschuldigt viele Faktoren für die Entstehung einer perianalen Thrombose.
Die häufigste These lautet, der harte Stuhl habe beim Durchtreten
des Schließmuskels eine Stauung in den Blutgefäßen verursacht,
es würde eine allgemeine Bereitschaft zur Thrombose bestehen, usw.
Doch diese Erklärungen reichen nicht aus!
Der Volksmund hat schon immer die treffenderen (und auch deftigeren) Erklärungen
bereit gehabt, die auf eine jahrhundertelange Beobachtung der Wechselwirkungen
von Seele und Körper zurückgehen: "Es stockt" irgendwo im
Leben, ich meine, vom Gemüt, von der Stimmung her:
Da ist ein Auftrag und der Termin rückt immer näher, da ist
das Kind krank, und man hat Angst, es könnte etwas Schlimmes sein.
Die Freundin hat am Wochenende das Weite gesucht, man hat einen Unfall
verursacht. "Ich habe Angst", z. B. daß etwas passieren könnte
("immer das Schlimmste befürchten"). Natürlich ist alles unbewußt.
Eine Junge Mutter hat ihr erstes Kind bekommen, alle reden ihr dazwischen
und sie wird ganz unsicher. Da ist die Angst, etwas falsch zu machen
und die bringt die Freude über das Baby "ins Stocken".
Eine Latte weiterer Möglichkeiten ist in der Streßpunkteliste
aufgeführt. Die erhöhte emotionale Spannung, die Angst, sind
ein
Streß, der zur Verlangsamung aller Verdauungsvorgänge
führt. Der Stuhl wird stärker entwässert, er wird härter:
Steuern Sie gegen, mit Leinsamen. Parallel dazu ist streßbedingt
die Gerinnungsbereitschaft erhöht. Diesen Zusammenhang drückt
der Volksmund mit den Worten aus: "Da stockt einem das Blut in den Adern".
Da die Ärzte unserer Zeit darin keine Ausbildung haben, stellen sie
auch keine diesbezüglichen Fragen. Schicksalhaft ist eine Thrombose
deshalb nicht: Auch an anderen Körperstellen (Krampfadern, Bauch,
Herz, Lunge) tritt sie auf und wenn man danach fragt, kommt immer ein einschneidendes
biographisches
Ereignis zutage (sog. "life event").
Das Leben fließt nicht mehr, und Blut ist ein Symbol für das Fließen des Lebens
- so wie die Hände für das Handeln stehen, die Nägel für
Aggressivität, der Kopf für das Denken. Das Leben stellt sich
uns in Symbolen dar, in Chiffren, aber wir verstehen sie nicht mehr. Also
werden wir solange krank, bis wir sie begreifen. Unterschätzen Sie
nicht die Macht Ihres Unbewußten, Ihrer Seele, in dem Bestreben,
Ihnen bewußt zu machen: "Das ist nicht das Leben, das Du führen
sollst. Ich wünsche, daß Du glücklich bist, und solange
das nicht der Fall ist, lasse ich Dich leiden."
Was kann ich selbst zur
Vorbeugung tun?
Greifen Sie zur Selbsthilfe:
1. Schreiben Sie sich abends den Kummer oder den Streß "von der
Seele", sie werden sehen, es hilft! Sie lernen sich dadurch auch besser
kennen!
2. Betätigen Sie sich etwas mehr körperlich (joggen, radfahren,
eine Haltestelle früher aussteigen und den Rest flott zu Fuß
gehen).
3. Suchen Sie sich alternativ ein Hobby, das Ihnen Freude macht:
malen, basteln, was sie "immer schon einmal gerne machen" wollten. Also
keins, bei dem Sie sich wieder unter Druck setzen.
4. Achten Sie auf Ihre Träume. Menschen mit zu viel Streß
träumen oft, daß Sie eine Prüfung nicht bestanden haben.
Oder sie laufen, laufen, laufen im Traum und kommen nicht von der Stelle.
Diese und mehr Traumaussagen erfahren Sie auf den Seiten "Traum
und Gesundung".
Die perianale Thrombose ist meistens eine Körpersprache der Seele, die Ihnen sagen
will, daß das Leben, wie die Seele es versteht,
"ins Stocken" geraten ist. Lebensnah ausgedrückt: keine Lebensfreude, Angst, Hektik. Frust,
Hoffnungslosigkeit. Es liegt in Ihrer Hand, das zu begreifen,
dann können Sie es auch ändern.
Tips zur Verdauung
Hier noch einige
zusätzliche Tips: Sie sollten die Heilung durch gesunde und ballastreiche
Ernährung fördern. Einzelheiten zur Abhilfe finden Sie im
Kapitel über die Verstopfung: Der
Stuhl sollte weich sein. Oft bewirkt auch eine Änderung der Toilettengewohnheiten
eine Besserung.
Sofern Sie sich auf der Toilette "entspannen":
Kürzen Sie sofort Ihre Sitzungen - für alle Zukunft!
In meiner jahrelangen Praxis mit Schwerpunkt Enddarmleiden habe ich mit folgenden
Ratschlägen gute Erfahrungen gemacht.
1. Steigern Sie die Ballastmenge in der Nahrung mit viel Gemüse,
Salat bzw. faserreichem Obst (z. B. Orangen, Ananas). Bananen, Birnen
enthalten kaum Ballast.
2. Nehmen Sie 2 x täglich 1-2 Eßlöffel Leinsamen
(bzw. Leinsaat, braune Körner), nicht geschrotet, nicht gemahlen,
als Beigabe z. B. zu Quark, Joghurt, Dickmilch, Buttermilch, Müsli,
Apfelmus, Kartoffelbrei, "Minuto", usw. Leinsamenbrot reicht nicht!
Die darin enthaltenen Körner sind gebrannt, sie quellen nicht mehr.
Geschroteter Leinsamen hat ebenfalls keine Wirkung, weil Leinsamen nur
solange quillt, wie die Faserkapsel intakt ist!
Sie brauchen bei Einnahme von Leinsamen nicht mehr zu trinken wie sonst auch, um den
Durst zu löschen. Körner nicht kauen! Vorheriges Einweichen nicht
erforderlich. Leinsamen ist ein Nahrungsmittel und kann nicht auf
Rezept verordnet werden. Der Preis liegt im allgemeinen bei DM 2,00 für
500 g, Apotheke, Reformhaus, viele Warenhäuser.
3. Streben Sie geformten Stuhl an; "normal" ist die "Wurst" (keine
"Kügelchen", kein breiiger oder "matschiger" Stuhl). Der Enddarm sollte
sich im allgemeinen entleeren, ohne daß Sie stark pressen müssen.
4. Versuchen Sie nicht krampfhaft, täglich Stuhlgang zu
erzwingen. Beachten Sie die Faustregel: Dreimal Stuhlgang in der Woche
reicht. Weniger bedeutet Verstopfung. Bei mehr als dreimal Stuhlgang täglich
haben Sie evtl. Durchfall.
5. Gehen Sie zur Toilette, wenn Sie Stuhldrang verspüren, machen
Sie es kurz: entleeren, reinigen, aufstehen. Keine "Zigarettenlänge",
keine Zeitungslektüre.
6. Suchen Sie bei Stuhldrang die nächste Toilette auf;
halten Sie den Stuhl nicht länger zurück: Sie lähmen sonst
auf Dauer den Entleerungsreflex und bekommen eine Verstopfung. Der zurückgehaltene
"Pfropfen" fördert Ihr Enddarmleiden.
7. Stärken Sie die Bauchmuskulatur durch einfache gymnastische
Übungen: Auf den Rücken legen, Beine anziehen, Hände in
den Nacken legen, Oberkörper aufrichten.
8. Dieses ist das Schwerste: Pflegen sie "innere Zufriedenheit". Das
Leben ist nicht Hektik, Sie machen dann nur mehr Fehler. Das
Leben ist Gelassenheit, Souveränität und zielgerichtete, unbegrenzte
Dynamik und Kreativität.
Für die eigene Gesundheit und sein Wohlbefinden ist jeder Mensch selbst verantwortlich.
Ich hoffe, Sie sind ein kleines Stück weiser geworden.
Zusammengestellt von Dr. med. Dieter Kroener
Mainz, den 23.11.1998/12.7.99.
Seit dem 12.7.99 bin ich Mal angeschaut worden.
Ich bin doch schön, nicht wahr? Ich bin eben doch ein wichtiges Körperteil...
Auch nach Aufgabe chirurgischen Praxis in Mainz am 30.11.97
gebe ich das Wissen weiter, das ich in jahrelanger ganzheitlicher Beobachtung
der Menschen erworben habe. Informieren Sie sich über meine Gesundheits-
und Lebensberatung mit naturwissenschaftlichem Standard.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und würde
mich über eine Reaktion sehr freuen.
Sie erreichen mich über meinem persönlichen Briefkasten
unter Email: drdkroener@aol.com. oder über das folgende Formular.
Bitte helfen Sie mir, den Informationswert, die Wirkung und das
Aussehen dieser Homepage zu verbessern. Ich würde mich über ein
paar Informationen ihrerseits freuen. Danke.
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