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Sind Sie wirklich glücklich?  

Sind Sie wirklich glücklich?

                      Jeder Streß hat eine Ausdrucksform im Körper:
                      die Körpersprache der Seele.
                      Das vegetative Nervensystem ist das
                      "Vollzugsorgan" dieser Steuerung.
Rudern z. Zuckerhut. Visualisation v. 8.3.95. 40 KB
Die Hölle verliert ihren Schrecken!

Der Mensch strebt in seinem Leben immer nach Glück. Das ist ein Lebensgesetz, das für alle Geschöpfe gilt: geboren werden, wachsen, erblühen, verblühen, sterben. Für den Menschen hat die Natur vor das Glück die Erfüllung gesetzt. Der Mensch ist verurteilt, einen Lebensauftrag zu erfüllen. Sich daran vorbeimogeln bewirkt Leiden. Wer sich suggeriert, glücklich zu sein, es aber nicht ist, leidet. Die Seele läßt sich nicht betrügen. Dennoch behaupten die meisten Menschen, wenn man sie darauf anspricht, sie seien glücklich, und meinen damit ihren Wohlstand. Sie sind nicht ehrlich zu sich selbst.

Leiden ist eine Chiffre der inneren Natur jedes Einzelnen, die sagt: "Ich bin nicht glücklich". Denn das Leben ist unbewußt: ES lebt in uns. Mit dem Wachbewußtsein, dem Verstand, dem Intellekt nehmen wir das Leben nur wahr und können es reflektieren. Der Verstand "macht" weder Gedanken noch das Leben, er drückt unbewußtes Leben nur aus.
Wer sein seelisches Leben nicht wahrnimmt, kommt leicht von seinem Lebensauftrag, dem "rechten Weg" ab. Religiös ausgedrückt ist das Sünde. Er leidet, wird krank, stirbt früher. Die Gesellschaft versucht, sich an dieser Wirklichkeit vorbeizumogeln. Die Identifizierung von Leben mit körperlicher Existenz hat dazu geführt, daß der Mensch mit Behandlung, Organverpflanzung und schließlich Gentechnologie versucht, die Anwesenheit seines Körpers auf der Erde zu verlängern. In Wirklichkeit hat er große Angst vor dem Sterben und fragt sich unbewußt immer wieder: "War das alles?"  Sein ganzes Leben hat sich unter Bedingungen abgespielt, die Nietzsche in seinem Werk "Also sprach Zarathustra" treffend am Gleichnis des Seiltänzers beschreibt, der nach seinem Absturz zu der Erkenntnis kommt:
"Ich wußte es lange, daß mir der Teufel ein Bein stellen werde. Nun schleppt er mich zur Hölle: willst du's ihm wehren?"
"Bei meiner Ehre, Freund", antwortete Zarathustra, "das gibt es alles nicht, wovon du sprichst: es gibt keinen Teufel und keine Hölle. Deine Seele wird noch schneller tot sein als dein Leib: fürchte nun nichts mehr!" Der Mann blickte mißtrauisch auf. "Wenn du die Wahrheit sprichst", sagte er kann, "so verliere ich nichts, wenn ich das Leben verliere. Ich bin nicht viel mehr als ein Tier, das man tanzen gelernt hat, durch Schläge und schmale Bissen."

Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft wurden erzogen, um zu "funktionieren". Wie beim obigen Seiltänzer wurden sie durch Erziehung wie ein Tier "abgerichtet".  Doch von vielen Menschen fordert das Schicksal, daß sie über ihren ganz persönlichen Lebenssinn forschen und - frei werden. Der Weg dorthin bedeutet seelische Reifung und Entfaltung der eigenen Identität. Denn der Name im Personalausweis ist nur eine juristische, keine seelische Identität.
Gehen Sie auf die Suche nach Ihrem individuellen Leben. Finden Sie Ihren Weg. Auch darüber zu beraten ist ärztlicher Auftrag. Diese Seiten sollen ebenfalls dazu anregen.

Wir leben in einer interessanten Welt, denn sie steht mitten in einem riesigen Umbruch. Alle bisherigen Werte werden in Frage gestellt. Wir müssen hoffen, daß sich daraus für unsere Kinder ein Fortschritt im Sinn der Evolution ergibt. Auch die folgende Erkenntnis gehört dazu. Ich fand sie in der Süddeutschen Zeitung vom 17. Juli 1999.

Die Hölle verliert ihren Schrecken

"Jahrhundertelang wurden Christen von der Aussicht gepeinigt, nach ihrem Ableben möglicherweise im Höllenfeuer geröstet zu werden. Völlig falsch, verkündet jetzt der Jesuitenorden. Die Hölle gebe es zwar, aber sie sei kein physischer Ort, und ein Feuer gebe es schon gar nicht, meldet die italienische Jesuiten-Wochenschrift Civilta Cattolica

Die Hölle sei eine Existenzform des Menschen, in der er unter dem Schmerz leidet, auf Gott verzichten zu müssen. Und es sei nicht Gott, der den Menschen zur Hölle verdamme, sondern der Mensch selbst. Die Jesuiten bedauern, daß die Kirche in der Vergangenheit allzu sehr bestrebt war, die Gläubigen mit dem Bild einer brennenden Hölle in Schrecken zu versetzen. Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge glauben fast zwanzig Prozent der Katholiken Italiens an die Hölle".

Man bekommt den Eindruck, als hätten diese Jesuiten von Nietzsche gelernt...



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