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Sind Sie wirklich glücklich?
Jeder Streß hat eine Ausdrucksform
im Körper:
die Körpersprache der Seele.
Das vegetative Nervensystem ist
das
"Vollzugsorgan" dieser Steuerung.
Die Hölle verliert ihren Schrecken!
Der Mensch
strebt in seinem Leben immer nach Glück. Das ist ein Lebensgesetz,
das für alle Geschöpfe gilt: geboren werden, wachsen, erblühen,
verblühen, sterben. Für den Menschen hat die Natur vor das Glück
die Erfüllung gesetzt. Der Mensch ist verurteilt, einen Lebensauftrag
zu erfüllen. Sich daran vorbeimogeln bewirkt Leiden. Wer sich
suggeriert, glücklich zu sein, es aber nicht ist, leidet. Die Seele
läßt sich nicht betrügen. Dennoch behaupten die meisten
Menschen, wenn man sie darauf anspricht, sie seien glücklich, und
meinen damit ihren Wohlstand. Sie sind nicht ehrlich zu sich selbst.
Leiden ist
eine Chiffre der inneren Natur jedes Einzelnen, die sagt: "Ich bin nicht
glücklich". Denn das Leben ist unbewußt: ES lebt in uns. Mit
dem Wachbewußtsein, dem Verstand, dem Intellekt nehmen wir das Leben
nur wahr und können es reflektieren. Der Verstand "macht" weder
Gedanken noch das Leben, er drückt unbewußtes Leben nur
aus.
Wer sein seelisches
Leben nicht wahrnimmt, kommt leicht von seinem Lebensauftrag, dem "rechten
Weg" ab. Religiös ausgedrückt ist das Sünde. Er leidet,
wird krank, stirbt früher. Die Gesellschaft versucht, sich an dieser
Wirklichkeit vorbeizumogeln. Die Identifizierung von Leben mit körperlicher
Existenz hat dazu geführt, daß der Mensch mit Behandlung, Organverpflanzung
und schließlich Gentechnologie versucht, die Anwesenheit seines Körpers
auf der Erde zu verlängern. In Wirklichkeit hat er große
Angst vor dem Sterben und fragt sich unbewußt immer wieder: "War
das alles?" Sein ganzes Leben hat sich unter Bedingungen abgespielt,
die Nietzsche in seinem Werk "Also sprach Zarathustra" treffend am Gleichnis
des Seiltänzers beschreibt, der nach seinem Absturz zu der Erkenntnis
kommt:
"Ich wußte es lange, daß mir der Teufel ein Bein stellen
werde. Nun schleppt er mich zur Hölle: willst du's ihm wehren?"
"Bei meiner Ehre, Freund", antwortete Zarathustra, "das gibt es alles
nicht, wovon du sprichst: es gibt keinen Teufel und keine Hölle.
Deine Seele wird noch schneller tot sein als dein Leib: fürchte nun
nichts mehr!" Der Mann blickte mißtrauisch auf. "Wenn du die Wahrheit
sprichst", sagte er kann, "so verliere ich nichts, wenn ich das Leben verliere.
Ich bin nicht viel mehr als ein Tier, das man tanzen gelernt hat,
durch Schläge und schmale Bissen."
Die meisten
Menschen in unserer Gesellschaft wurden erzogen, um zu "funktionieren".
Wie beim obigen Seiltänzer wurden sie durch Erziehung wie ein Tier
"abgerichtet". Doch von vielen Menschen fordert das Schicksal, daß
sie über ihren ganz persönlichen Lebenssinn forschen und
- frei werden. Der Weg dorthin bedeutet seelische Reifung und Entfaltung
der eigenen Identität. Denn der Name im Personalausweis ist
nur eine juristische, keine seelische Identität.
Gehen Sie auf die Suche nach Ihrem individuellen Leben. Finden
Sie Ihren Weg. Auch darüber zu beraten ist ärztlicher
Auftrag. Diese Seiten sollen ebenfalls dazu anregen.
Wir leben in
einer interessanten Welt, denn sie steht mitten in einem riesigen Umbruch.
Alle bisherigen Werte werden in Frage gestellt. Wir müssen hoffen,
daß sich daraus für unsere Kinder ein Fortschritt im Sinn
der Evolution ergibt. Auch die folgende Erkenntnis gehört dazu.
Ich fand sie in der Süddeutschen Zeitung vom 17. Juli 1999.
Die Hölle
verliert ihren Schrecken
"Jahrhundertelang
wurden Christen von der Aussicht gepeinigt, nach ihrem Ableben möglicherweise
im Höllenfeuer geröstet zu werden. Völlig falsch,
verkündet jetzt der Jesuitenorden. Die Hölle gebe es zwar, aber
sie sei kein physischer Ort, und ein Feuer gebe es schon gar nicht, meldet
die italienische Jesuiten-Wochenschrift Civilta Cattolica.
Die Hölle
sei eine Existenzform des Menschen, in der er unter dem Schmerz leidet,
auf Gott verzichten zu müssen. Und es sei nicht Gott, der den Menschen
zur Hölle verdamme, sondern der Mensch selbst. Die Jesuiten bedauern,
daß die Kirche in der Vergangenheit allzu sehr bestrebt war, die
Gläubigen mit dem Bild einer brennenden Hölle in Schrecken zu
versetzen. Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge glauben fast
zwanzig Prozent der Katholiken Italiens an die Hölle".
Man bekommt
den Eindruck, als hätten diese Jesuiten von Nietzsche gelernt...
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