Notizen zur Geschichte von Oberwambach
von Dieter Sommerfeld
Die Kapelle von Oberwambach
|
1199 |
Kirchspiel Almersbach, zu dem Oberwambach gehört, wird zum erstenmal schriftlich erwähnt. |
|
1354 |
Almersbach erhält Stadtrechte macht aber nie davon Gebrauch. Das Kirchspiel gehört mit den Dörfern zur Grafschaft Wied, wird aber schon Mitte des 15. Jh. An Sayn verpfändet. |
|
1464 |
Oberwambach wird zum erstenmal schriftlich erwähnt. In einem Vertrag zwischen den Grafen von Sayn und den Grafen von Wied werden Hörige ausgetauscht. Damals wird Oberwambach Ouerwanenbach genannt. Erst seit Ende des17. Jahrhunderts bürgert sich langsam der Name Oberwambach ein. 1565 wird es z.B. Offerwanbach und 1576 Oberwainbach genannt. |
|
1542 |
Obw. hat Streit mit den wiedischen Nachbardörfern wegen Wald und Weidegerechtigkeiten. Dito 1545 danach mehrfach so werden 1559 den Oberwambachern Schweine gepfändet weil sie angeblich auf wiedschen Gebiet waren Auch 1680 werden ihnen 25 Schweine abgenommen, darüber wird dann 3 Jahre verhandelt. Später dasselbe1784 / 85 |
|
1557 |
Müssen die Oberwambacher Abgaben und Leistungen für das Freigericht in Schöneberg und das Vogtgericht in Altenkirchen leisten. Obw. wird damals schon als Gemeine bezeichnet. |
|
1560 |
Die Grafen von Wied haben noch Anspruch von Freifutterhafer von 3 Höfen. Die Kirche Almersbach bekommt 1565 von einem Hof den den Zehnten. 1640 verpfändet Wied Runkel seinen Anteil an Adam Brender zu Neuenhof bei Kircheib. 1746 hat der Kanzleidirektor den Zehnten für 20 Jahre gekauft. 1764 sind mehrere Familien im Besitz des Zehnten Dormann von Widderstein,1/6 Cramer von Weyerbusch 1/6 u.a. Den Rottzehnten hatte 1640 Jost Ersfeld in Altenkirchen. |
|
1565 |
Die Kapelle von Oberwambach wird mit Gütern ausgestattet. Sie ist damals zuständig für die Dörfer Amteroth, Herpteroroth, Gieleroth und Oberwambach. Der Gottesdienst wird vom Almersbacher Pastor gehalten und es wird wechselweise reformierter und Lutherischer Gottesdienst gehalten. So ist es 1722 und 1745 bestätigt. 1847 wird sie abgebrochen und 1870/71 eine neue gebaut. |
|
1573 |
Schreiner, Schmied, Krämer , Schneider?, Meiner (Bergmann) 1709 Krämer, 1738 Schneider, 1814 Schmied und Ölmühle privat 1745 1791 eine herrschaftliche Ölmühle geplant. |
|
1576 |
1576 23 Feuerstätten (9 Communikanten) um 1600 25 Feuerstätten (1606) 1671 20 Feurstätten, / 18 Feuerst. ---- 1682 31 Feuerst. 1745 36 Räuche, 39 Inwohner, 35 ref. 4 luth. 1756 39 Untertanen, 1781 38 Haushalte, 1801 38 Feuerst., 1817 199 Ew.1843 43 Häuser, 1885 68 Häuser, 1930 73 1971 88, 1987 107 Häuser |
|
1600 |
Obw. hat schon einen eigenen Bürgermeister |
|
1601 |
150 Morgen stehen noch unter wiedischer Hoheit |
|
1687 |
Gibt es in Oberwambach eine Kirmes Brautrocknen. Akten darüber 1687 – 1788 |
|
1695 |
Markt als Viehmarkt zwischen Berod und Oberwambach angelegt, auch noch 1766 |
|
1721 |
In Obw. gibt es bereits eine Schule Schuldiener Adam Wunderlich sie ist lutherisch 1814 ist Görg Schmidt Lehrer. Er bleibt bis 1843 von der Schule heißt es damals Oberwambach mit 47 Schülern, wo der pensionierte Lehrer Schmidt stand, sieht in einem besseren Lehrer auch einem besseren Schulzustand entgegen. Und stand bis jetzt in alle Kinder in allen Unterrichtsgegenständen sehr weit zurück. Leher Georg Schmidt Das Schullokal ist 16 Fuß lang, 18 Fuß breit 7 Fuß hoch 5 x 5 (ca 25 qm ) und etwa 2,20m hoch. Der Lehrer wurde gut besoldet er bekam 102 Gulden (Herpteroth bekam 26 Gl)
|
|
1749 |
Johann Jakob Hommer wandert mit seiner Frau Frau Veronika Katherina geb. Haamann nach Amerika aus. |
|
1783 |
Acta betr. die von Hochfürstl: gnädigster Sayn.: Landes Herrschaft genehmigte und in fünf Punkten be-stehende Verordnung und darin festgesetzte Strafen wegen des bey Gelegenheit eines Hochzeits Gelags zu Oberwambach mit einem gefährlichen Stich verwundeten und kurz darauf zur Erde gesunkenen hiesigen beurlaubt gewesenen Mousquetier Theis Schmitts von da, über die durch das eingerissene raster der Völlerei und Trunkenheit bisher entstandene unmenschliche Schlägereien und sonstige Ausschweifungen, dann deren anbefohlene Publication. 1783 |
|
1793 |
Einquartieung von am 10. April waren 320 östereichische Scharfschützen mit 15 Pferden und 11. Juni 281 Soldaten vom Grenadierbat. von Walisch hier. Weitere Einquartierungen sind bis 1814 immer wieder vorgekommen. |
|
1867 |
Bergwerksfelder Herkules II auf Eisen 1866 an Carl Winter in Altenkirchen, Carlsglück verliehen auf Eisen 23.11.1867, Adamsglück Eisen an Carl Winter in Altenkirchen Abendstern auf Blei und Alte Schmelze auf Blei 1873 Gustav Brockhaus aus der Freusburger Mühle. 1880 Blücher I – IV auf Blei an Bierbrauer Gustav Kullmann aus Villmar 1573 Bergmann Mainer |
|
1945 |
Der Bomenangriff auf Oberwambach ist zu finden bei |
Mehr darüber dieso@t-online.de
Zur Gemeinde Oberwambach
von Ortsbürgermeister Gerd Hasselbach zusammengestellt für ein Ortslexikon 1991
Der Ortsname ist Oberwambach, wie oben schon erwähnt, erst seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlich.
Lage:
Oberwambach liegt 30 m über NN.
Verkehrsmäßig ist der Ort an das überörtliche Straßennetz (Landes- und Bundesstraßen) angebunden mit der
K32 Almersbach (L267) - Oberwambach - Gieleroth - B8
K33 Oberwambach - Rodenbach - L265
K34 Oberwambach - Amteroth - B8
K142 Oberwambach - Lautzert - L265
Der nächst größere Ort ist die 5 km entfernte Kreisstadt Altenkirchen.
Siedlung:
Das "Dorf Oberwambach" ist eine typische Haufensiedlung (= geschlossene Siedlung) gewesen. Zur jetzigen Gemarkung Oberwambach gehörte auch eine Einzelsiedlung (= Streusiedlung), der sogenannte "Hof Lingertsbach", der jedoch nicht mehr existiert.
Es ist ein Aussiedlerhof "Hof Weller" an der Lautzerter Straße vorhanden.
Bauliche Gestaltung und Anlagen:
Oberwambach war ehemals ein Fachwerkdorf. Darauf deuten die heute vereinzelt noch vorhandenen alten Fachwerkbauten hin. Bedingt durch die Zerstörungen gegen Ende des 2. Weltkrieges sowie die vielen Umgestaltungen und Neubauten hat die Fachwerkbauweise allerdings heute im Ortsbild keine allzugroße Bedeutung mehr.
Auffallend sind die an vielen Stellen noch vorhandenen Basaltmauern, deren Material in früheren Jahren aus dem Oberwambacher Steinbruch stammt.
Die Ortsgemeinde Oberwambach besitzt seit etwa 70 Jahren einen eigenen Friedhof. Seiner Bestimmung übergeben wurde er am 3. Mai 1920. Bis dahin erfolgte die Beisetzung der in Oberwambach Verstorbenen auf dem Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde in Almersbach. Nur ein Jahr später wurde auf dem Friedhof ein Kriegerehrenmal errichtet, dessen Einweihung am 4. September 1921 stattfand.
In den Jahren 1982/83 hat die Ortsgemeinde an der Lautzerter Straße auf eigenem Gelände für die Jugendlichen einen Spiel- und Bolzplatz angelegt, der gleichzeitig auch als Festplatz bei Veranstaltungen der örtlichen Vereine genutzt wird.
Seit 1983 unterhält die Evangelische Kirchengemeinde Almersbach am Standort der ehemaligen Schule, in unmittelbarer Nähe der Kirche, ein Gemeindehaus, daß bei Bedarf auch der Ortsgemeinde zur Verfügung steht.
Siedlungsentwicklung:
Seit der Zusammenlegung (Konsolidation) im Jahre 1884 ist die Gemarkungsgrenze unverändert.
Eine Flurbereinigung hat bisher in Oberwambach nicht stattgefunden.
Das erste Telefon kam Anfang der 30er Jahre nach Oberwambach. Mit Elektrizität wird Oberwambach seit dem 13. August 1924 versorgt. Zunächst hatte diese Aufgabe eine Anfang 1924 gegründete Lichtgenossenschaft übernommen. Sie bezog den Strom als Großabnehmer vom EWS. Die Lichtgenossenschaft hat im Jahre 1949 das Ortsnetz an das EWS verkauft. Ab 1. Januar 1950 erfolgt die Versorgung der Abnehmer mit elektrischer Energie direkt durch das EWS. mit dem die Ortsgemeinde erstmalig am 8. Februar/3. März 1950 einen Lichtlieferungsvertrag, vorerst auf die Dauer von 50 Jahren, abgeschlossen ha, der am 19. Juni /27. Juli 1961 mit Wirkung ab 1. Oktober 1961 entsprechend verlängert wurde.
In Oberwambach ist erstmalig im Jahre 1890 eine zentrale Wasserleitung errichtet worden. Träger war damals eine Interessentenschaft, der 42 Mitglieder angehörten. Die Versorgung der restlichen Haushalte erfolgte aus dem Dorfbrunnen und eigenen Brunnenanlagen. Da die Interessentenschaft nicht in der Lage war, die Kosten für eine notwendige Erneuerung und Erweiterung aufzubringen, beschloß der Oberwambacher Gemeinderat am 13. Mai 1947, die bisherige Interessentenleitung zu erwerben. Der Übergang erfolgte unentgeltlich. Ab 1. Januar 1975 ist die Wasserversorgung Aufgabe der Verbandsgemeinde.
Die Ortsgemeinde Oberwambach besitzt weder eine eigene Kläranlage noch ist sie an eine örtliche zentrale Kläranlage angeschlossen. Vorgesehen ist der Anschluß an die Gruppenkläranlage "Uderts Mühle" - Gruppe AK 4 -, zusammen mit der Ortsgemeinde Stürzelbach aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Altenkirchen und sieben Ortsgemeinden aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Puderbach. Bei den Verbandsgemeindewerken Puderbach liegt die Planung dieser Anlage.
Gebäude:
Die jetzige Kirche in Oberwambach der Evangelischen Kirchengemeinde Almersbach wurde in den Jahren 1870/71 erbaut. Mit dem Bau wurde im Frühjahr 1870 begonnen. Die Grundsteinlegung fand am 18.Mai 1870 statt. Trotz der Verzögerungen durch die Kriegsereignisse 1870/71 konnte sie bereits am 25. Oktober 1871 eingeweiht werden.
Oberwambach hatte aber auch schon vorher eine Kirche. Es war eine Waldkapelle, deren Bauzeit auf das 10. Jahrhundert zurückgeführt wird. Hierbei soll es sich um eine aus Holz errichtete Wallfahrtskirche gehandelt haben, die wegen Baufälligkeit im Jahre 1847 abgebrochen wurde.
Gemarkung:
Die Gemarkung ist 398,8879 ha groß. Nach den Unterlagen des Katasteramtes Altenkirchen (Stichtag; 31. Dezember 1985) setze sie sich aus folgenden Flächen zusammen:
Ackerland 114,6212 ha,
Grünland 139,8833 ha,
Waldflächen 94,6842 ha,
Wegeflächen 25,6916 ha,
Hofraum 13,4358 ha,
Wasserflächen 4,5767 ha,
Unland 0,1683 ha,
sonstige Nutzungsarten 5,8068 ha.
zusammen 398,8879 ha.
Am Stichtag bestand die Gemarkung aus 2.166 Flurstücken (Parzellen).
Die Waldflächen gehören, abgesehen von einigen wenigen Privatgrundstücken, der Waldinteressentenschaft und werden auch von dieser bewirtschaftet. Sie hat gemeinsam 35 Anteile.
Bevölkerung:
Von 1921 bis 1949 hat in Oberwambach der weit über die Kreisgrenze hinaus bekannte Heimatdichter Karl Ramseger-Mühle gelebt.
1815/23 199 Einwohner,
1835/46 275 Einwohner,
1871 326 Einwohner,
1905 336 Einwohner,
1939 370 Einwohner,
1950 391 Einwohner,
1961 414 Einwohner,
1970 442 Einwohner,
1980 452 Einwohner,
1988 370 Einwohner.
Verwaltung:
1. Oberwambach gehört seit 1816 zum Bereich der Verbandsgemeinde (früher Bürgermeisterei bzw. Amt) Altenkirchen.
2. Ortsbürgermeister (früher Ortsvorsteher bzw. Bürgermeister) waren von :
1816-1845 nicht mehr feststellbar,
1845-1874 Adam Schumann,
1874-18884 Peter Hommer,
1884-1903 Heinrich Schumann,
1903-1906 Wilhelm Brauer,
1906-1911 Karl Müller,
1911-1919 Johann Adam Schmidt,
1919-1924 Heinrich Fuchs,
1924-1933 Heinrich Anton Klein,
1933-1946 Heinrich Hommer,
1946-1956 Fritz Hasselbach,
1956-1974 Erwin Hasselbach,
1974-1986 Emil Pfeifer.
Seit 1989 ist Hans-Gerd Hasselbach Ortsbürgermeister.
Behörden:
Behörden waren in Oberwambach zu keiner Zeit ansässig.
Verkehrsverbindungen:
Der nächstgelegene Bahnhof (Bahnstation) ist Altenkirchen. Oberwambach gehört zum Bereich des Postamtes Altenkirchen. Seit 1931 ist eine Poststelle im Ort.
Busverbindung besteht in die benachbarte Kreisstadt Altenkirchen. Sie wurde am 1. Oktober 1930 mit der Rundfahrt Altenkirchen - Steimel -Altenkirchen eingeführt.
Handel, Gewerbe, Industrie:
Die Ortsgemeinde Oberwambach ist auch heute noch landwirtschaftlich geprägt. Allerdings hat der Strukturwandel in der Landwirtschaft auch sie entscheidend verändert. Von den 1973 noch vorhandenen 32 mittleren, kleineren und kleinsten landwirtschaftlichen Betrieben existieren heute noch:
1 landwirtschaftlicher Betrieb im Haupterwerb,
4 landwirtschaftliche Betriebe im Nebenerwerb.
Neben den wenigen noch in der Landwirtschaft tätigen Personen, sind viele Auspendler in Betrieben verschiedenster Art, in erster Linie im benachbarten Altenkirchen, beschäftigt.
In Oberwambach selbst sind noch folgende Betriebe vorhanden:
1 Betrieb für die Herstellung von Polsterartikel,
1 Betrieb für Automatenaufstellung, Vermittlung von Versicherungen und Bausparverträgen,
2 Gaststättenbetriebe,
1 Malergeschäft und Betrieb für die Verlegung von Kunststoffböden,
1 Bäckerei mit Einzelhandelsgeschäft,
1 Betrieb für die Aufstellung von Münzautomaten aller Art und Reparatur von Geldspielautomaten.
Eine Mühle existierte in Oberwambach bis 1945. Sie wurde durch Kriegseinwirkung total zerstört. Hier lebte auch der verstorbene Heimatdichter Karl Ramseger. Schließlich waren noch eine Schmiede und Schlosserei sowie zwei Schreinereien vorhanden, die ihren Betrieb eingestellt haben bzw. deren Besitzer verstorben sind.
Weit über den Ort hinaus bekannt war jahrzehntelang der Oberwambacher Steinbruch, in dem viele Männer aus dem Dorf und der Umgebung Arbeit fanden. Der Betrieb wurde 1928 eingestellt.
Sozialeinrichtungen, Kirche, Schule:
Seit dem 1. August 1973 gibt es in Oberwambach keine Schule mehr. Die bis dahin vorhandene, einige Jahre auch zweiklassige Schule, wurde aus schulorganisatorischen Gründen mit dem 31. Juli 1973 aufgelöst. Heute besuchen die Oberwambacher Kinder die Schulen in Altenkirchen, wo ihnen alle Schularten zur Verfügung stehen. Dorthin werden sie mit Schulbussen befördert.
Das ehemalige Schulgrundstück wurde an die Ev. Kirchengemeinde Almersbach veräußert. Sie hat das Gebäude abreißen lassen und an dessen Standort ein Gemeindehaus errichtet.
Oberwambach gehört zum Bereich der Evangelischen Kirchengemeinde Almersbach bzw. Katholischen Kirchengemeinde Altenkirchen.
Die Ortsgemeinde gehört nach dem Kindergartenbedarfsplan der Verbandsgemeinde Altenkirchen zum Bereich des Kindergarten Fluterschen. Dorthin werden die Oberwambacher Kinder täglich mit einem Omnibus auf Kosten des Kreises befördert.
Kultur und Vereine:
Ältester Verein in Oberwambach ist der Männergesangverein "Eintracht". Er wurde 1903 gegründet. Über einige Jahre hinweg haben noch ein Gemischter Chor, ein Quartettverein als weiterer Männerchor, ein Kirchenchor sowie ein Mandolinenchlub bestanden. Bis 1981 war der Männergesangverein der alleinige kulturelle Mittelpunkt im Ort. Das änderte sich, als sich auch die Oberwambacher Frauen zu einem Chor zusammenschlossen. Der noch junge, aber sehr aktive Frauenchor stellt heute eine Bereicherung des kulturellen Lebens in Oberwambach dar.
Dem Frauenchor angeschlossen ist seit 1985 eine Kindertanzgruppe. Ferner hat sich vor einigen Jahren eine Frauengymastikgruppe etabliert.
Ein alle fünf Jahre wiederkehrendes Fest feiert der Männergesangverein. 1993 begeht der MGV sein 90-jähriges Bestehen.
Sprache:
Keine Besonderheiten. Die gesprochene Mundart gilt für den gesamten Bereich der Kirchengemeinde Almersbach.
Ereignisse:
In seiner langen Geschichte ist auch Oberwambach noch von Katastrophen verschont geblieben. So starben im Jahre 1869 in Oberwambach 23 Kinder, teils schulpflichtig, an Scharlachfieber. Auch Feuerkatastrophen in den verschiedensten Jahren waren keine Seltenheit. Dabei spielte öfters Brandstiftung eine Rolle.
Die größte Katastrophe ereignete sich allerdings während des 2. Weltkrieges, als am 25. März. 1945 allierte Flugzeuge drei Bombenteppiche in und um den Ort herum abwarfen. Dabei gab es 22 Todesopfer und viele Verletzte. Eine Anzahl von Häusern, darunter auch die alte Mühle wurden total zerstört, alle übrigen mehr oder weniger stark beschädigt.
Im ersten Weltkrieg sind 11 Oberwambacher Männer gefallen. 1 Mann wurde vermißt.
Im zweiten Weltkrieg waren 16 Gefallene und 10 Vermißte zu verzeichnen.
Überausstarke Sturmschäden verursachte der Orkan "Wiebke" im Frühjahr 1990 an den Waldflächen.
Die Ortsgemeinde hat bisher zweimal an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilgenommen. 1987 belegte sie auf Kreisebene in der Hauptklasse den 5. und 1988 den 7. Platz. 1998 erreichte Obw. Den 1. Platz in der Hauptklasse.
Literatur:
Geschichte meiner Heimat (Kirchspiel Almersbach) von Karl Ramseger, veröffentlicht in der Chronik und Heimatblatt - Sonderdruck der Heimatbeilage der Altenkirchener Zeitung - Jahrgang 1933.