Was ist überhaupt "Theologie"?
Philosophie (griech.: = Liebe zur Weisheit) und Theologie (griech.: = Rede von Gott) sind Wissenschaften, aber zugleich an der Grenze aller Wissenschaften angesiedelt. Sie stellen die Fragen, welche wir Menschen gerade noch beantworten können, aber auch beantworten müssen, wollen wir Menschen bleiben - grundsätzliche Fragen wie:
Warum lebe ich? Wozu lebe ich? Was soll das alles? Was ist Wahrheit? Gibt es Freiheit - oder ist alles vorherbestimmt? Existiert Gott? Was können wir von ihm wissen? Dürfen wir alles, was wir können? ...
Alle Wissenschaften stellen Fragen. Solche grundsätzlichen Fragen liegen aber außerhalb ihres Horizonts. Aber wenn Menschen ins Staunen oder "ins Grübeln" kommen, drängen sie sich auf. Wir wollen eine Antwort. Wenn die Einzelwissenschaften sie verweigern müssen, weil sie von ihrem Ansatz her nicht kompetent sind, besteht die Gefahr, daß Unsinn aller Art produziert wird: Aberglaube, Esoterik, ... Andererseits sind diese grundsätzlichen Fragen zu wichtig, um sie einfach "aus dem Bauch heraus" zu beantworten
Philosophie und Theologie haben die Aufgabe...
...grundsätzliche Fragen wach zu halten, wenn andere Wissenschaften oder auch die Praktiker aller Art sie vergessen;
...Antworten auf diese Fragen, die hier und da gegeben werden, zu diskutieren (denn selbst in unklaren Antworten kann das berühmte Körnchen Wahrheit stecken);
...zum Thema zu machen, was unser Menschsein "eigentlich" und schon immer ausmacht...
...und das auf wissenschaftlichem Niveau.
Philosophie und Theologie müssen dazu nicht bei Null anfangen, sondern können an jahrhundertelange Bemühungen anknüpfen. Während die Suche z.B. nach Schwarzen Löchern im Weltall relativ neu ist, sind die Fragen der Philosophie und Theologie so alt wie die Menschheit selbst, weil sie jedem Menschen, ob er sie zum Thema macht oder nicht, ständig nachgehen - und deshalb bleiben sie aktuell bis heute. Beide Wissenschaften verfügen also im wahrsten Sinne über langjährige Erfahrungen im Umgang mit hochaktuellen Fragen.
Die Grenze, an der Philosophie und Theologie angesiedelt sind, ist die Grenze zwischen Wissen und Glauben. Die Philosophie nähert sich diesem Grenzbereich von der Seite des Wissens her. Für sie gilt allein, was die Vernunft des Menschen aus sich heraus leisten kann und ist deshalb Vernunft-Wissenschaft. - Für die Theologie dagegen ist wichtig, was viele Menschen glauben und worin sich die meisten Religionen einig sind: Wir müssen die Antworten nicht allein suchen, wir haben Antworten gehört. Gott hat sich geäußert, er hat sich "offenbart". Theologie ist Glaubens-Wissenschaft.
"Glaubens-Wissenschaft" scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Sind Glauben und Wissen nicht grundverschieden: Was ich glaube, weiß ich (noch) nicht - was ist weiß, brauche ich nicht (mehr) zu glauben?
Theologie ist Wissenschaft und produziert wie jede Wissenschaft Sätze (Aussagen, Theorien ...). Glauben dagegen drückt sich in sehr verschiedenen Formen aus: Gebet, Liturgie, sozialer Einsatz ... So gesehen kann Theologie Glauben nicht ersetzen (wie Reiseliteratur das Reisen nicht ersetzt), aber sie ist hilfreich, denn:
Obwohl sie verschieden sind - Glaube braucht Wissenschaft. Dazu drei Argumente:
1. Glauben ist ein Gemeinschafts-"Unternehmen" ("Religion" oder "Kirche" genannt). Ähnlich wie Radioteleskope, die zusammengeschaltet wirksamer ins Weltall horchen, müssen sich Menschen auch in den grundsätzlichen Fragen gegenseitig weiterhelfen. Wenn aber verschiedene Menschen Verschiedenes verstanden haben - was wohl der "Normalfall" ist -, können die Dinge nicht einfach auf sich beruhen gelassen werden. Dazu sind die Fragen zu wichtig.
Wer recht haben könnte, ist nur durch Argumente zu klären. (Glaubenskriege sind wohl kein zweckdienliches Verfahren.) Dazu braucht es eine entsprechende Schulung und besondere wissenschaftliche Erfahrung, über welche die Theologie verfügt. Für eine Glaubensgemeinschaft wie die Kirche kann diese Kompetenz sehr wichtig sein - und nötigenfalls auch für mich selbst, wenn die Fragen kommen.
2. In unserer pluralen Gesellschaft müssen sehr verschiedene Meinungen und Lebenseinstellungen miteinander auskommen. Zuweilen verstehen wir nicht einmal, was das Gegenüber überhaupt für ein Problem hat. Kirchlicher Glauben ist nichts Absurdes oder Exotisches, er muß sich verständlich machen.
Theologie hilft, den eigenen Standpunkt zu klären und den anderen Standpunkt zu verstehen, also: die Glaubens- und Meinungswelten so gut wie möglich miteinander "kompatibel" zu machen. Auch dazu braucht es wissenschaftliche Erfahrung und Übersicht. Aus diesem Grund arbeitet auch die Theologie mit der Philosophie zusammen - und mit vielen anderen Wissenschaften. Für eine plurale und multikulturelle Gesellschaft kann das überlebenswichtig sein - und vielleicht sogar schon für einen Freundeskreis oder ein Wirtschaftsunternehmen.
3. Für viele liegt das, was mit Religion überhaupt zusammenhängt, außerhalb ihres Verständnishorizonts. Sie haben nicht nur eine andere, sondern so gut wie gar keine Meinung in diesen Fragen. Besonders der Osten Deutschlands hat in den letzten 50 Jahren einen "religiösen Super-GAU" erlebt. Das ist ein Extremfall einer Entwicklung, die sich vielleicht ähnlich in ganz Europa findet. Denn Europa verliert zunehmend an Kontakt zu seinen christlichen Wurzeln - wird es dann noch Europa bleiben? Für die Kirchen und die einzelnen Gläubigen liegt hier eine enorme Herausforderung - und für die Theologie.
Heute gerade in Deutschland Ost Theologie zu studieren heißt: sich neuen, in der jahrtausendelangen Kirchengeschichte so noch nie dagewesenen Problemen und Herausforderungen zu stellen - und dabei an Glaubensprofil und Orientierungsfähigkeit zu gewinnen.
(Bei offenen Fragen findet sich in unserer Hochschule sicher jemand, der weiterhilft. Eine eingehende Antwort auf das Verhältnis von Glauben und Wissenschaft bietet die Enzyklika Johannes Paul II. "Fides et ratio".)
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Theologie studieren - was bringt das?
Wer in der katholischen Kirche Priester werden will, muß einen Diplom-Abschluß in Theologie vorweisen.
Aber nicht alle wollen (und können) Priester werden.
Ein Diplom-Abschluß in katholischer Theologie ist eine gute Voraussetzung für viele Aufgaben im Bereich der katholischen Kirche.
Aber nicht alle wollen in den "kirchlichen Dienst".
Lehrer und Lehrerinnen für "Katholische Religionslehre" brauchen für ihre Tätigkeit an der Schule eine staatliche und eine kirchliche Erlaubnis. Dafür ist ein Lehramts- oder Ergänzungsstudium an einer katholisch-theologischen Hochschule oder Fakultät Voraussetzung.
Aber nicht alle wollen in die Schule.
Theologie gehört zu den Geistes- oder Kulturwissenschaften wie Philosophie, Geschichtswissenschaft, Germanistik, Kunstwissenschaft. Im 19. Jahrhundert begann der Siegeszug der Technik und damit der Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Die scheinen der Menschheit etwas zu bringen, während die Geistes- und Kulturwissenschaften eher eine Art "gehobener Freizeitbeschäftigung" darstellen.
Also: Was bringt es, Theologie zu studieren?
In einer pluralen Gesellschaft werden zunehmend "Querdenker" benötigt,
die fähig sind, unterschiedliche Fachgebiete und Lebensbereiche miteinander zu verknüpfen;
die ungewöhnliche Fragen zulassen und auch einmal die Selbstverständlichkeiten, die kaum zum Thema gemacht werden, auf den Prüfstand stellen.
Solche Menschen müssen
über ein solides Grundwissen in möglichst vielen Bereichen verfügen,
gute Spezialisten in ihrem Gebiet sein,
wenn nötig sich schnell in neue Wissensfelder einarbeiten können.
Theologie ist vom Ansatz her universal. Zu ihrem Bereich gehört alles, was das "Heil" des Menschen betrifft.
Theologie studiert zu haben, hat selten jemand bereut. Auch falls jemand nicht "im Fach" oder im kirchlichen Dienst bleibt: Ein Theologiestudium ist eine Grundlage, auf der in verschiedener Richtung "weitergebaut" werden kann (siehe unten einige Beispiele). Ein Blick auf die Fachbereiche und das aktuelle Lehrangebot illustriert diese Vielfalt.
Alle Studierenden lernen, "wissenschaftlich" zu arbeiten. Dabei werden Studierende der Theologie mit ganz verschiedenen Methoden vertraut:
sie lernen, mit Texten unterschiedlicher Art umzugehen;
sie lernen, historisch zu denken;
sie üben, angesichts einer großen Informationsflut prinzipiell zu fragen und systematisch zu denken;
sie lernen, ethische und juristische Probleme zu lösen.
Sie entwickeln durch theoretische und praktische Übung psychologische, pädagogische und rhetorische Fähigkeiten im Umgang mit Menschen verschiedener Altersgruppen und Bevölkerungsschichten - einzeln und in Gruppen.
Studierende der Theologie haben ihren eigenen Glauben "reflektiert" (= gespiegelt), d.h. hinterfragt (vielleicht auch angezweifelt) und geklärt. Diese Art "Supervision" hilft ihnen nicht nur selbst, ihr Leben zu gestalten; sie sind auch befähigt, andere in Glaubens- und Lebensfragen zu beraten.
Das Studium der Theologie umfaßt sehr unterschiedliche Bereiche. Absolventen und Absolventinnen verfügen über (in Auswahl!)
Kenntnisse in drei grundlegenden Sprachen:
Latein und Griechisch eröffnen einen Zugang zu den europäischen Hauptsprachen und zu vielen Fachsprachen (Fremdwörter!);
Hebräisch ist der Einstieg in den Sprachraum der semitischen Sprachen, zu denen auch das Arabische gehört;
Kenntnisse der Geschichte - insbesondere der Europas - von den Anfängen bis zur Gegenwart; vor allem:
Kenntnisse der Religionsgeschichte (besonders des Mittelmeer-Raumes),
Kenntnisse der Kirchengeschichte und ihrer Lehrentwicklungen,
Kenntnisse der Philosophiegeschichte;
Kenntnisse der Glaubensinhalte und der Praxis der christlichen Kirchen (besonders der katholischen); das betrifft:
die Bibel,
die kirchliche Lehre und die Ordnungen der Kirche,
die Liturgie,
den gesamten Bereich des kirchlichen Wirkens nach innen und außen (Kirchgemeinden, Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, Privatbereich);
Kenntnisse im Bereich der Anthropologie (= Wissenschaft vom Menschen), besonders der Ethik, der Psychologie, der Soziologie und der Pädagogik.
Theologie studieren - wie geht das?
Die Theologische Fakultät Erfurt bietet folgende Studiengänge an:
Diplomstudium
Lehramtsstudium
Aufbaustudium
Ausführliche Informationen, Studien- und Prüfungsordnungen finden Sie hier.
Gasthörer
Wer sich für katholische Theologie, für einzelne ihrer Fachbereiche oder für ausgewählte Lehrveranstaltungen interessiert oder einfach mal "hineinschnuppern" will, ist herzlich willkommen. Zertifikate ("Scheine") über absolvierte Lehrveranstaltungen können nach Bedarf ausgestellt werden. Unsere Hochschule ist darauf geübt, unbürokratisch Wege zu finden. Das Rektorat hilft gern weiter.
Ausländer
Die Theologische Fakultät Erfurt hat traditionell gute Beziehungen vor allem nach Tschechien (viele Priester der Untergrundkirche vor 1989 haben in Erfurt heimlich studiert und sind teilweise auch hier geweiht worden) und seit 1989 besonders auch nach Lettland und Litauen (u.a. ist der Rektor des Vilniusser Priesterseminars Absolvent unserer Hochschule).
Ständig studieren sowohl Laien als auch Priesteramtskandidaten aus diesen Ländern Theologie in Erfurt. Deutschkenntnisse (die sich hier erweitern lassen) sind Voraussetzung. Die Hochschule ist auf individuelle Betreuung und "maßgeschneiderte" Studienordnungen für Studierende aus anderen Hochschulen eingestellt. Für die Priesteramtskandidaten gibt es selbstverständlich die Möglichkeit, im Priesterseminar zu wohnen, für alle anderen verfügt die Hochschule im sogenannten Marienstift über eigene Wohnungen. Stipendien vermittelt das Werk der katholischen Kirche "Renovabis".
Weitere Informationen erteilt das Rektorat, speziell der Referent für "Ostmittel- und osteuropäische Studienangelegenheiten".
Theologie studieren - warum in Erfurt?
Umfragen bestätigen immer wieder: Wer im Osten Deutschlands studiert, studiert effektiver. Das gilt auch für die Theologische Fakultät Erfurt.
Die Theologische Fakultät Erfurt ist die einzige katholisch-theologische Hochschule in Ostdeutschland mit einem vollen Diplom-Studiengang im Fach Katholische Theologie. Mit knapp 50 Jahren ist sie relativ jung. Das hat ihr die Dynamik und Flexibilität bewahrt, die besonders in der Zeit nach 1989 gefordert ist.
Fast alle Professoren sind, wie in Deutschland üblich, habilitiert, d.h. auf ihrem Gebiet ausgewiesene Fachleute mit teilweise internationaler Erfahrung - einige haben zeitweise im Ausland studiert oder dort Gastvorlesungen gehalten. Die meisten von ihnen sind Priester, die über die wissenschaftliche Qualifikation hinaus langjährige Erfahrung mit praktischer Seelsorge haben. Sie kennen die Situation in den Gemeinden und im Land gut.
Besonderer Augenmerk der Theologie in Erfurt gilt der ungewöhnlichen konfessionellen Lage im Osten Deutschlands. Eine Reihe von Forschungsvorhaben der Hochschule befassen sich mit dieser neuen Herausforderung, die für ganz Europa kennzeichnend werden kann. Wer diese Situation und damit die Zukunft näher kennenlernen und reflektieren will, ist in Erfurt richtig.
Die Anzahl der Studenten (etwa 150) - Priesteramtskandidaten, Ordensleute, Laientheologinnen und -theologen, Lehramtsstudierende, Aufbaustudenten, Gasthörer - ist überschaubar. Zunehmend studieren auch ausländische Studenten, vor allem aus den baltischen Staaten, in Erfurt.
Der Kontakt zu den Professoren und Dozenten ist rasch gefunden. Probleme und Fragen inhaltlicher oder organisatorischer Art sind so leicht zu klären. Das macht das Studium effektiv. Die Studierenden haben außerdem einen Studentenrat, der gemeinsam mit den Professoren den Fakultätsrat bildet (vormals "Erweiterte Konferenz" - historische Anmerkung: eines der wenigen demokratischen Hochschulgremien zur DDR-Zeit). Diese Konferenz ist ein demokratisch arbeitendes Gremien zur Klärung und Abstimmung wichtiger Fragen wie z.B. Lehrstuhlbesetzungen. Darüber hinaus organisieren der Studentenrat und die einzelnen Semester-Kurse das Studentenleben der Hochschule: Erstsemester-Aufnahme, Fasching, Hausmusikabend, Gottesdienste etc. (siehe die aktuellen Termine und Nachrichten).
Faszinierend für alle Besucher ist die Atmosphäre unserer Hochschule: Sie liegt nämlich mit ihren Vorlesungs- und Seminarräumen im Kreuzgang-Komplex des gotischen Domes, eine Insel für sich und doch mitten im Zentrum der Stadt. In den Vorlesungsräumen hat übrigens schon Luther gesessen. Im Sommersemester sind interessierte Erfurter - auch die Studierenden der Hochschule - zu den abendlichen Kreuzgang-Gesprächen eingeladen, um Vorträge zu hören und in romantischer Umgebung zu diskutieren.
Wer sich einfach einmal umschauen möchte und sich dazu rechtzeitig beim Rektorat anmeldet, ist herzlich willkommen.
Trotz des mittelalterlichen Ambiente ist die Hochschule mit modernsten technischen Geräten ausgestattet (Computer, Kopiergeräte, Projektoren, Mikrofonanlagen, seit Anfang 2000 auch Internetanschluß für Studierende etc.). Eine Ausleih-Bibliothek mit etwa 100.000 Bänden, die ständig ergänzt werden, erleichtert die Literaturbeschaffung. Inzwischen leiht auch die Universitätsbibliothek Erfurt aus. Sie verfügt inzwischen über mehr als 300.000 Bände und betreibt eine effektive Fernleihe. Was in der Hochschule an Literatur fehlen sollte, ist auf diesem Weg leicht erreichbar.
Zur Theologischen Fakultät Erfurt gehört ein eigenes Priesterseminar. Es ist in den 50er Jahren gebaut worden und wird inzwischen schrittweise modernisiert. Der Bischof von Erfurt wohnt gleich nebenan.
Erfurt ist Bischofssitz. Der Ort ist konfessionell gemischt, wobei die "Konfessionslosen" wie fast überall in Ostdeutschland die Mehrheit bilden. Die Stadt verfügt jedoch über ein vielfältiges katholisches und ökumenisches Leben. Verschiedene Wallfahrten und die traditionell ökumenische Martinsfeier am Vorabend des 11. November versammeln jährlich Tausende am und im Erfurter Dom - die "Gloriosa", die größte mittelalterliche Glocke der Welt ruft sie zusammen. Die meisten Erfurter Gemeinden haben ihre Pfarrkirchen im Stadtzentrum. Zwei Gymnasien in kirchlicher Trägerschaft - die katholische Edith-Stein-Schule und das evangelische Ratsgymnasium - prägen das kulturelle Leben der Stadt mit. Die Katholische Studentengemeinde ist nur wenige Minuten von der Hochschule entfernt.
Die Stadt Erfurt selbst ist mit etwa 200.000 Einwohnern eine Großstadt und doch überschaubar: mittelalterlicher Stadtkern, große Jugendstil-Areale, Parks entlang der Gera (so heißt der Fluß, der die Stadt Gera nie berührt), ein größeres Waldgebiet am Rand: der Steigerwald.
Die Hochschule verfügt über eigene Studentenunterkünfte, auch die Katholische Studentengemeinde bietet solche an. Außerdem gibt es in der Stadt Studentenwohnheime. Wohnungen sind wegen ständiger Sanierungen inzwischen mehr als genug vorhanden. Für Studierende gibt es bisher kaum Probleme, eine bezahlbare Unterkunft zu finden.
Das Studentenleben wird durch die Studenten der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule bereichert. Seit dem Wintersemester 1999 hat auch die Universität Erfurt mit ihren Lehrbetrieb begonnen, dann werden mehrere Tausend Studierende in der Stadt sein. Besonders eng ist der Kontakt zur Pädagogischen Hochschule. Dort sind die meisten Lehramtsstudenten der Theologischen Fakultät immatrikuliert und pendeln per Straßenbahn oder Fahrrad zwischen beiden Einrichtungen. Alle Studenten können dort die Mensa benutzen, in Studentenwohnheimen unterkommen, und auch die vorhandenen technischen Möglichkeiten (z.B. Computer-Zugang zum Internet mit E-mail) stehen ihnen zur Verfügung.
Die Stadt selbst und ihre Umgebung bieten ein reichhaltiges Angebot für Kultur und Freizeit: Thüringer Wald, Wartburg in Eisenach, Klassikerstadt Weimar, Saale-Unstrut-Tal (Weinanbaugebiet), Eichsfeld (einziges größeres katholisches Gebiet in Thüringen).
Ein Studienabschluß an der Theologischen Fakultät Erfurt ist eine gute Basis für die berufliche Zukunft.
Aus Erfurt ist zwar (noch) kein Papst hervorgegangen, aber zu den Absolventen gehören:
mehrere Kardinäle, mehrere Bischöfe (u.a. einer in Rußland), über 1000 Priester vorwiegend in Ostdeutschland (die inzwischen aber auch in Lateinamerika, Rußland und Litauen arbeiten; auch einige evangelische und altkatholische Pfarrer sind Erfurter Absolventen; hinzu kommen die tschechischen Priester, welche bis 1989 für die Untergrundkirche ausgebildet worden sind), Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in kirchlichen - aber auch staatlichen - Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, diakonischen, caritativen und politischen Organisationen, in der kirchlichen Verwaltung und besonders in den Kirchgemeinden ...
... aber auch:
Personalchefs, Ärzte, Redakteure bei Zeitung und Rundfunk, Verlagslektoren, Landes- und Kommunalpolitiker, ...
Nähere Informationen über Berufsmöglichkeiten außerhalb des kirchlichen Bereichs gibt unser Referent für Laienstudenten.
Herzlich willkommen an der Theologischen Fakultät Erfurt !