Die Macht des Gebetes
(mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Schriften-Mission, D-56599 Leutesdorf)
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Wir glauben nicht genug an die Macht des Gebetes! Wir glauben nicht genug an das Wort der ewigen Wahrheit: "Wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr um nichts in meinem Namen gebeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, und eure Freude wird vollkommen sein!" (Joh 16, 23 f.)

Es ist eine zuverlässige und unfehlbare Wahrheit, daß Gott einen jeden erhört, der ihn mit Vertrauen bittet. Das ist ebenso gewiß wie die Treue, mit der Gott seine Verheißungen erfüllt. (Heiliger Alfons)

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beten Nicht der Würdigkeit des Betenden hat der göttliche Heiland die Erhörung versprochen, sondern dem Glauben an sein Wort, dem Vertrauen. Nicht auf die Verdienste des Bittenden gründet sich die Wirksamkeit des Gebetes, sondern auf die Güte und die Barmherzigkeit Gottes.

Durch das Gebet erhält der Mensch Macht über Gott, wird der betende Mensch, wie die heiligen Väter sich ausdrücken, zur bittenden Allmacht. (Weihbischof Schmitz)

Der Christ steht nicht allein. Die göttliche Allmacht steht sofort an seiner Seite, wenn er sie kindlich herbeibittet. (A. Laub)

Durch Gebet wird alles erreicht, was natürlicherweise unmöglich ist. (Kardinal Newman)

Ach, warum haben wir nicht mehr Glauben an die Macht des Gebetes! Nie würden wir dann besiegt werden! Eine Seele betet nie, ohne daß Gott auf eine neue, wirksame Weise in ihr tätig ist. (Bischof K. Gay)

Wie groß ist doch die Macht des Gebetes! Es gleicht einer Königin, die allzeit freien Zutritt zum König hat und alles erlangt, um was sie bittet. (Heilige Theresia vom Kinde Jesus)

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beten Ich bin überzeugt, wenn wir den Glauben hätten, wären wir Herr aller Ratschlüsse Gottes. Wir würden sie alle fesseln und lenken können nach Belieben, und er würde uns nichts abschlagen. (Heiliger Johannes Maria Vianney von Ars)

Gott vermag einem andächtigen Vaterunser nicht zu widerstehen. (Alban Stolz)

In allen Nöten gibt es kein besseres und sichereres Mittel als das Gebet. (Heiliger Johannes vom Kreuz)

Wer verlangt, der verlange noch reichlicher. Denn soviel er verlangen kann, soviel wird er erhalten. Ja, er wird nicht nur nach dem Maße seines unvollkommenen Verlangens empfangen, sondern ein gutes und volles, gerütteltes und überfließendes Maß. (Heiliger Bernhard)

Daß Gott mehr gibt, als wir von ihm erbitten, daß er des öfteren schenkt, was kein Auge gesehen, kein Ohr gehört, keines Menschen Herz erfahren hat, war mir bereits aus den heiligen und geheimnisvollen Schriften bekannt. Nun aber habe ich es an mir selbst erlebt. (Heiliger Hieronymus)

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beten Gott hat ein solches Gefallen an der Inbrunst des Gebetes, daß er die Gewährung der Bitte nicht selten etwas hinausschiebt, um den Eifer des Bittenden noch mehr zu beleben und ihm dann um so größere Segnungen zuzuwenden. (Heiliger Laurentius Justiniani)

Jedesmal, wenn man ein eifriges Gebet an den Herrn richtet, gewinnt man Güter, die kostbarer sind als die ganze Welt. (Heiliger Bonaventura)

Unsere Gebete werden um so schneller zu den Ohren der göttlichen Güte emporgetragen, je größer die Glut der Liebe ist, mit der wir gegenseitig füreinander beten. (Heiliger Gregor der Große)

Das Gebet ist der größte Trost des Lebens. Die Welt kann mir alles nehmen, es bleibt mir noch das Gebet. (P. Raphael vom heiligen Joseph OCD)

Beten heißt die Gnade des Heiligen Geistes aus der überschwenglich süßen Quelle der Heiligsten Dreifaltigkeit schöpfen. (Heiliger Bonaventura)

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beten Durch ein einziges Vaterunser, aus Herzensgrund gesprochen, kann man alle läßlichen Sünden eines ganzen Tages abbüßen. (Heiliger Augustinus)

Wahrhaft, wer gut zu beten weiß, der weiß auch gut zu leben. (Heiliger Augustinus)

Wie du betest, so bist du. (Heiliger Philipp Neri)

Wie einer betet, so ist er: gut oder schlecht. (Bischof H. J. Schmitz)

Das Gebet verwandelt die Menschen; denn es macht aus Blinden Erleuchtete, aus Schwachen Starke, aus Sündern Heilige. (Heiliger Laurentius Justiniani)

Im Gebet werden wir ganz Gottes und wird Gott ganz unser. (P. D. Feuling OSB)

Bis ans Ende blieb es Jesu größter Schmerz, daß ihm die Menschen zu wenig Vertrauen schenkten und nicht genug von ihm verlangten. (Erzbischof Goodier)

Eines der wirksamsten Gebete ist die Anrufung der heiligsten Namen Jesus und Maria. Dadurch überwand der selige Heinrich Suso alle Versuchungen.

Pater Diego Soria, Dominikaner, Bischof von Neu-Segovia in Indien, schrieb es der Kraft seines Lieblingsgebetchens "Jesus, sei mir Jesus!" zu, vielen und großen Gefahren glücklich entronnen zu sein.

Die heilige Theresia von Avila sagte: "Ich wollte, ich stände auf einem hohen Berge, von wo aus ich auf der ganzen Welt gehört werden könnte; ich würde rufen mit solcher Stimme, daß alle es hörten:
O ihr Menschenkinder, betet, betet, betet!"

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