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Cape Arcona Lighthouses
Built: 1902 Height: 35 m Meters above the sea: 75 m Character: Flashing group(3) 17,1 s Color: white Range: 22,5 NM Position: 53° 41´N 13° 26´E |
Cape Arconathe northernmost point on the greatest german Isle of Ruegen gives animpression about the northern landscape. |
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Die alte Tempelburg aus der Zeit der Slavenansiedlung unter der Herrschaft des Slavenkönigs Swantevit, deren Reste noch heute zu sehen sind, ist der Standort des ältesten erhaltenen Leuchtturms an der deutschen Ostseeküste.
Im Norden der Insel Rügen erhebt sich Kap Arkona als 45 m hoher steiler Kreidefels.
Ende des 18. Jahrhunderts war von einer `Feuerbake´aus Holz die Rede. Seit wann es sie gab, konnte bisher nicht ermittelt werden. In einer Rügenkarte von 1532 gibt es noch keinen Hinweis darauf. Eine Akte vom 27. August 1819 zeigt, daß die Planung eines massiven Leuchtturms zu diesem Zeitpunkt schon konkrete Formen angenommen hatte. Der berühmte Baumeister Karl Friedrich Schinkel entwarf bereits bis 1825 erste Bauskizzen für den geplanten Turm. Die endgültigen Pläne wurden 1826 durch die Königlich Preußische Oberbaudeputation angefertigt. Im gleichen Jahr begann der Bau unter der Leitung des Oberbauinspektors Michaelis und des Baukonstrukteurs Lübke.
Baujahr: 1827 Turmhöhe: 19 m Feuerhöhe: 60 m Kennung: Festfeuer Farbe: weiß Tragweite: ca. 6 sm
Die 17 kreisförmig angeordneten Scheinwerfer hatten im Brennpunkt ihrer kupfernen Parabolspiegel ( Durchmesser 65 cm ) je einen Ölbrenner, dessen Glaszylinder oben durch ein Loch im Spiegel hindurchreichte, von wo die Abgase in den Rauchabzug geleitet wurden. Jeder Brenner besaß ein eigenes Ölgefäß hinter dem Spiegel.
75 Jahre lang diente dieser Leuchtturm-Vetran der Ostseeschiffahrt als Tagesmarke und Nachtorientierung, bis er 1902 durch einen 35 m hohen Bau abgelöst wurde. Die technische Einrichtung der Laterne ist leider nicht mehr vorhanden. Das Gemäuer jedoch wurde mehrmals instand gesetzt, um es als Kunstdenkmal zu erhalten.
Schon seit dem Beginn des systematischen Baus zeitgemäßer Leuttürme an der deutschen Ostseeküste in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts paßte der alte Leuchtturm Arkona nicht mehr in das vorgesehene System der Leuchtfeuer- Kennzeichnung. Eine Veränderung des Festfeuers auf Arkona war unumgänglich, denn nur Hafen- und Einsegelungsfeuer sollten fest brennen. Für alle Vorgebirge und zu vermeidenden Küstenpunkte waren Blinkfeuer, unterbrochene Feuer usw. vorgesehen, so daß die Häfen schon durch ihre Feuer als solche erkannt werden konnten.
Auf achteckigem Granitsockel wurde ein runder Turm aus gelben Ziegeln und mit einer Galerie aus Granit errichtet, den eine braune, eiserne Kuppel krönte. Sechs Vogelschutzlampen komplettierten die Einrichtung.
Interessant ist, daß um die gleiche Zeit nach gleichen Plänen auf der Nordseeinsel Helgoland ein ebensolcher Leuchtturm gebaut wurde. Nur die Schnellblitzfeuer waren verschieden konstruiert. Den Helgoländer Leuchtturm zerstörten aber 1945 britische Bomber, das Ebenbild auf Arkona blieb dagegen erhalten und zeigt sich in Größe und Form wie zur Fertigstellung.
Zur besseren Erkennbarkeit bei Tage trug der Leuchtturm von 1980 bis 1992 schwarz-rote waagerechte Streifen.
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