Jobfallen
 

Fettnäpfchen und Stolpersteine im täglichen Bürolltag
 

Einen neuen Job bekommen, ist eine Sache. Ihn auch zu behalten, eine andere. Von der Bewerbung zum Vorstellungsgespräch und zum Vertrag ist es ein weiter Weg, aber damit ist die Arbeit ja nicht getan - im Gegenteil, nun geht sie erst los. Dazu hat man Dich ja schließlich angestellt. In einer idealen Welt würde es ausreichen, nun einen guten Job zu machen. In der Realität kommen noch viele andere Faktoren hinzu.

Die besten Absichten und größten Talente nützen überhaupt nichts, wenn der Chef Deine gute Arbeit nicht wahrnimmt oder schlimmer, nicht wahrnehmen will. Ebenso hilft die beste Arbeit wenig, wenn die Firma aus anderen Gründen in Konkurs geht. Dagegen kann man nichts machen Aber sei auf der Hut vor Fettnäpfchen und Stolperfallen. Den Satz „Das habe ich nicht gewollt" kann sich der Chef durchaus erlauben, sogar, wenn er höchstpersönlich den Personalmensch beauftragt hat, Dich zu feuern. Du als Angestellter kommst damit dagegen nicht weit – es interessiert nicht, was eigentlich beabsichtigt war, sondern nur, was dabei herausgekommen ist.

Selbst gute Manager machen mindestens 50% falsche Entscheidungen und man kann nur aus Fehlern lernen. Doch im Berufsleben spielt oft nicht die Vernunft eine Rolle, sondern persönliche Egos. Willst Du etwas über die Strukturen von Firmen lernen, so ist ein Zoobesuch sehr lehrreich. Unsere Verwandten, die Affen, sind für uns etwas leichter zu durchschauen als Exemplare unserer eigenen Gattung. Doch solltest Du im Leitaffen Ähnlichkeiten mit Deinem Vorgesetzten erkennen, so behalte diese Weisheit unbedingt für Dich!

In etlichen Firmen geht 30% der Arbeitszeit dafür drauf, am Stuhl des Vorgesetzten zu sägen, weitere 30% dafür, nicht selbst abgesägt zu werden. In Firmen, die für so etwas bekannt sind, sind es sogar 40 oder 45%. Die eigentliche Arbeitsleistung ist für die Karriere kaum relevant. Natürlich sollte man solche Firmen vermeiden (Ausnahme: man kann nichts außer Intrigieren), aber manchmal stellt man das Malheur halt erst fest, wenn man bereits angeheuert hat. Und dann sollte man wenigstens ein, zwei Jahre damit leben können, ohne selbst zum Zyniker, Intrigant oder Pessimist zu werden. Nachfolgend ein paar Beispiele, wie es in der Praxis laufen kann. Die sollen Dich allerdings nicht in Depressionen stürzen, sondern helfen, solche Pannen zu vermeiden. Deshalb haben wir diese Seiten auch so grün angemalt - Grün ist ja die Farbe der Hoffnung...

Wenn Du eine eigene Geschichte beizutragen hast, so schicke die doch an jobfallen@aol.com. Firmennamen kannst Du dabei gerne nennen, wir werden sie aber vor der Veröffentlichung entfernen, damit es keinen Ärger gibt. Es reicht ja, daß in der Vergangenheit was schief gelaufen ist.