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Allgemeine Informationen

Informationen zu englischen Wasserwegen

1. Allgemeines
2. Kanäle
3. Befahrbare Flüsse
4. Boote
5. Schleusen
5.1. Schleusentypen
6. Cuttings
7. Embankments
8. Der Bootslift
9. Brücken
10. Tunnel
11. Aquedukte


Allgemeines:

Das Netzwerk der Kanäle und Flüsse erstreckt sich über ganz England.
Die äußeren Grenzen bilden London, York, Bristol und Liverpool. Die Gesamtlänge der befahrbaren Wasserstrassen in England und Wales beträgt 5430 km, wovon 3000 km Kanäle sind.


Kanäle:

Es gibt zwei Arten von Kanälen, genannt Narrow und Broad Canals.
Die Unterschiede bestehen in der Breite der Schleusen (es passen ein bzw. zwei Boote gleichzeitg hinein) und in der Breite und der Tiefe der Fahrrinne (bei Broad Canals können sich zwei Gespanne aus seitlich zusammengebundenen Booten passieren).

Photo: South Midland Water Transport Ltd.


Befahrbare Flüsse:

Die Schleusen auf den Flüssen sind meistens automatisiert und werden von einem Schleusenwärter bedient.
Um manche Flüsse befahren zu dürfen, benötigt man eine Lizenz.
Die Befahrbarkeit der Flüsse wird im Mündungsbereich durch die Gezeiten eingeschränkt.


Boote:

Die Länge der Narrowboats vareiert zwischen 5 und 20 Meter. Alle Narrowboats sind 2 Meter breit. Sie dürfen alle Kanäle und die Meißten Flüsse befahren (Außnahmen sind Teile des River Trent, des River Thames und die meißten Flüsse nördlich der Penninnen).
Es gibt auch Cruiser, die aber nur auf Flüssen und Broard Canals fahren dürfen.
Die Boote werden über Charterfirmen oder bei den einzelnen Boatyards direkt gebucht (siehe Charter - Seite).
Man braucht keinen speziellen Führerschein für ein Narrowboat oder einen Cruiser. Nach einer Einweisung durch den Vermieter ist es nicht schwer, das Boot zu steuern.
Im Winter ist kaum Betrieb auf den Kanälen. Eis macht ein Durchkommen sowieso unmöglich. Die einzige Ausnahme bilden Transportboote, die speziell für den Einsatz bei Eis ausgerüstet wurden.

Photo: South Midland Water Transport Ltd.


Schleusen (Locks):

Schleusen werden zur Überwindung von Höhenunterschieden benutzt.

Photo: Martin Clark (http://penninewaterways.co.uk)

Auf den meißten Kanälen werden sie von Hand bedient. Dazu benötigt man einen speziellen "Schlüssel" (Windlass; ist auf jedem Narrowboat vorhanden). Damit werden die "Paddels" (siehe Foto unten) bedient.

Photo: Martin Clark (http://penninewaterways.co.uk)

Über ein Zahnradgestänge wird ein unterirdisches Schott geöffnet und Wasser in bzw. aus der Schleusenkammer gelassen. An jeder Schleuse gibt es meißtens vier "Paddels" - entweder neben oder auf dem Schleusentor.

Photo: http://www.british-waterways.org

Die Schleusentore können eine oder mehr Tonnen wiegen, sind aber wegen der Tragfähigkeit des Wassers mit ein wenig Mühe zu bewegen.
Die Schleusenkammern sind gerade so breit, dass ein bzw. zwei Boote hineinpassen.
Damit die Kanäle bei starkem Regen nicht wegen Wasserstaus vor den Schleusen über die Ufer treten, hat man Überläufe angelegt. Diese sind von Schleuse zu Schleuse anders. Sie können unterirdisch, klein und schmal wie ein Bach oder breit wie der Kanal selber direkt neben dem Kanal verlaufen, um das Wasser über ein Wehr direkt eine Kanalebene tiefer stürzen zu lassen.


Es gibt verschiedene Arten von Schleusen:

Stoplocks - Schleusen, die nur einen Hub von ein paar Zentimetern haben und meißtens an Treffpunkten zweier Kanäle stehen. Falls ein Kanal weniger Wasser führt als ein anderer, hilft das Stoplock den Wasserstand des Kanals aufrecht zu erhalten.

Staircase (Treppenschleuse) - Ein Staircase sind mehrere Schleusen in einer. Es besitzt 2 bis 4 Kammern und 3 bis 5 Tore. Sie werden genau so bedient wie andere Schleusen auch. Nur muss man beachten, dass man, um von oben nach unten zu gelangen, nur ein mal die obere Kammer zu füllen braucht. Wird die obere Kammer geleert, läuft die untere Kammer voll und man kann wie bei einer normalen Schleuse weitermachen. Kommt man allerdings von unten und alle Kammern sind leer, muss man erst alle oberen Kammern füllen, um weiter nach oben zu gelangen.

Photo: http://www.british-waterways.org

Flights - Schleusen in kurzen Abständen hintereinander. Der längste Flight ist der auf dem Caen Hill (Kennet & Avon Canal) mit 51(!) Schleusen hintereinander. Bei einem Schleusenabstand von ca. 200 Metern ist das ein Laufweg von über 10 Kilometern! Ein weiterer bemerkenswerter Flight sind die Bratch - Locks.

Die Bratch - Locks sind - wie es vielleicht auf den ersten Blick aussehen mag - kein Staircaise. Die einzelnen Schleusen liegen nur 2 Meter auseinander. Das Wasser, welches aus der oberen Schleuse herauskommt wird seitlich in ein Becken geleitet. So kann es nicht zu einer Überflutung kommen.