| Zwar ist es kein gravierendes Problem wenn ein Hund sich vor einem
Regenschirm erschreckt wenn dieser geöffnet oder ausgeschüttelt wird, man sollte jedoch
dem Hund zuliebe etwas dagegen unternehmen. Mit dem Regenschirm zu üben ist für jeden Hundeführer etwas leichtes,
da an sich jeder einen Regenschirm zuhause hat und somit eine permanente
Übungsmöglichkeit vorhanden ist. Man sollte auch bedenken, daß es auf den ersten Blick
vielleicht lustig aussieht wenn der Hund zurückschreckt, passiert dies jedoch an einer
stark befahrenen Straße, kann dies für den Hund durchaus gefährlich werden. Es ist nur
eine Frage der Zeit, wann es dem Hund draußen passieren wird.
Schreckt der Hund vor dem sich öffenenden
Regenschirm zurück, gibt es mehrere Möglichkeiten dem Hund zu zeigen, daß ihm vom
Regenschirm keinerlei Gefahr droht. Als erstes müssen wir als Hundeführer dem Hund
wieder vermitteln, daß es keinen Grund gibt sich zu fürchten. Wir müssen uns also so
verhalten, als ob überhaupt nichts passiert, unser Verhalten darf sich weder vor dem
Üben noch während dem Übend ändern.
Am einfachsten läßt sich die Angst über
das systematische Desensibilisieren oder über das Überfluten beseitigen. Dazu wird ganz
einfach der Regenschirm immer und immer wieder geöffnet. Je nach Stärke der Angst
geschieht dies vom ganz langsamen Öffnen bis hin zum Aufschnappen des Schirms. Je
häufiger dies wiederholt wird und wir selber keinerlei Verhaltensänderungen zeigen,
desto eher wird der Hund auf die schnelle Bewegung des Schirmes nicht mehr reagieren, bzw.
sogar Interesse an dem Schirm zeigen. Versucht er sich dem Schirm zu nähern, bleibt man
ebenfalls ganz ruhig und läßt den Hund selbständig den Schirm untersuchen. Zur
Verstärkung kann man ein Spielzeug in den geöffneten Schirm oder unter bzw. neben den
Schirm legen. Wie nah das Spielzeug an den Schirm gelegt wird, liegt wiederum am gezeigten
Meideverhalten des Hundes. Die Entfernung sollte immer so gewählt sein, daß der Hund
noch den Mut hat sich das Spielzeug zu nehmen.
Zusätzlich wird der Hund mit dem
geschlossenen Schirm "gestreichelt", also eine körperliche Nähe und Berührung
hergestellt. Auch dies wieder mit soviel Gefühl, daß die Situation für den Hund
erträglich ist.
Letztendlich kann sogar dazu übergegangen
werden, den geschlossenen Schirm vom Hund apportieren zu lassen, bzw. ihn als
Stöckchenersatz zu verwenden. Traut der Hund sich den Schirm ins Maul zu nehmen, ist die
Angst vor dem Schirm in der Regel nicht mehr vorhanden. Man sollte jedoch beim Spielen mit
dem Schirm immer darauf achten, daß die Speichen des Schirmes für den Hund eine
Verletzungsgefahr darstellen.
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