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Bild: "einzelner Wolf"
Vom Wolf zum Haushund
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Der Hund - unser treuer und liebevoller Begleiter, Beschützer und manchmal sogar
Lebensretter - war einmal ein Wolf? Die Theorie der Trennung von Wolf und Hund
(Haustierwerdung) geht nach dem bisherigen Wissensstand auf einem Zeitraum
von vor 15.000 Jahren zurück. Gentechnisch betrachtet wird sogar eine Zeitspanne
von 135.000 Jahren vermutet.
Wahrscheinlich ist, daß die Wölfe auf der Suche nach Beute den steinzeitlichen
Nomaden folgten und deren Reste verwerteten. Später könnten die Wölfe in der Nähe
der menschlichen Siedlungen geblieben sein und kamen somit leicht an deren Nahrungs-
reste heran. Vielleicht brachte diese leichte Art der Beutesuche den Wolf dazu, sich
mehr und mehr an die Menschen anzupassen und diese wiederum lernten die be-
sonders gute Gruppen- und Jagdfähigkeit des Wolfes zu schätzen und nutzte diese
für sich. Durch Auswahl der fügsamsten und zutraulichsten Wölfe und die Paarung
unter deren Nachkommen könnten somit im Laufe der Zeit nützliche Hüte-, Jagd-
und Begleithunde... entstanden sein.
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Töne eines Wolfsrudels:
Töne eines einzelnen Wolfes:
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Seit ca. 5000 Jahren kann man von einer Spezifizierung der Hunderassen sprechen.
Großen Einfluß auf die Züchtung hätten wohl die
Ägypter vor 4000 Jahren genommen.Eine der häufigsten Darstellungen auf den altägyptischen Fresken und Gefäßen sind
Jagdhunde und Tesems-Windhunde. Die Ägypter liebten ihre Vierbeiner so sehr,
daß sie diese mumifizierten und selbst mit ins Grab nahmen, um dort nicht ohne
sie zu sein. (Jagd- und Windhunde)
Foto: "zwei Wölfe"
Schoßhund im Mittleren Reich:
Um ca. 2000 - 1600 v. Ch. sollen erstmals dackel-ähnliche Hunde mit kurzen Beinen aufgetaucht sein. Man vermutet, daß diese als
Schoßhunde gehalten wurden. (Haushunde)
Urtyp Basenji im Alten Reich (2600 - 2100 v. Ch.):
Dieser Urtyp schien ein in Afrika weitverbreiteter und beliebter Begleit- und Jagdhund gewesen zu sein. Erste Wandzeichnungen
wurden in den großen Cheops-Pyramiden gefunden. Aber auch auf vielen Stellen wurde er
abgebildet. (Jagd- und Begleithunde)
Kampf- und Kriegshunde im Alten und Mittleren Reich:
Kampfhunde, u.a. Mastiffs, waren bereits im alten ägyptischen Reich wertvolle
Kriegsbegleiter. Für die spärlich ausgerüsteten Krieger der damaligen Zeit stellten
diese Hunde mit Ihrer Kraft und Kampfeslust einen enormen Vorteil auf offener
Feldschlacht dar. Aber auch die
Römer schätzten Kampfhunde, die sie wahrscheinlichbeim Sieg über Britannien übernahmen und von da an für sich in Schlachten und
Arenen kämpfen ließen. Eine für Kämpfe besonders beliebte Rasse war die große
und schwere Dogge, die man einige Zeit hungern ließ, um sie dann wild vor Hunger
in den Kampf schickte. Als mit dem Verfall des Römischen Reiches auch zahlreiche
Hunderudel verwilderten, wurde dies zum Problem. Die hungrigen Tiere rissen
Haustiere, wüteten an Gräbern und sollen sogar Menschen angefallen haben.
Hunde im Chinesischen Reich:
Die Liebe zu den Hunden machte auch vor den Chinesen nicht halt. Ebenso klein
wie die Chinesen selbst, waren auch ihre Hunde. Vor ca. 2000 Jahren züchteten
sie den Pekinesen. Einen Hund, der in einen Kleiderärmel paßte und Ähnlichkeit mit
dem Gesicht eines Buddha-Löwen hatte. Das die Chinesen ihre Hunde aber auch
sprichwörtlich "zum Fressen gern hatten", sieht man am Beispiel des Chow-Chow.
Fabrikartige Hundefarmen in der Mandschurei züchteten diesen Hund, um ihn später
als Delikatesse zu verkaufen und sein Fell zu verarbeiten.
Die Nackthunde der Inkas
:Die reichen und vornehmen Inkas verfügten über einen ausgezeichneten Botendienst,
dieser soll von einem Nackthund begleitet worden sein. Diese kleinen und noblen Hunde
wurden nur nachts zum Auslaufen freigelassen, um einerseits ihre empfindliche Haut vor der
heißen Sonne zu schützen und andererseits Paarungen mit "gewöhnlichen Haushunden",
die nächtliches Ausgehverbot hatten, zu vermeiden. Aus verschiedenen Abbildungen läßt
sich schließen, daß Nackthunde bereits zur Vorinkazeit um 300 v. Chr. anzutreffen waren.
Im Reich der Azteken
galten die kleinen Techichi, vermutlich die Vorfahren unserer Chihuahuas, als heilige Tiere.
Laut einer indianischen Legende begleiteten sie als Opfertiere den verstorbenen Herrn ins Reich
des Todes und führten ihn über die Unterwelt ins Paradies. Aber auch als Delikatesse soll der
kleine Hund von den Indianern verspeist worden sein.
Im Laufe der Zeit gelang es - durch die Förderung erwünschter Eigenschaften und Ausschluß
negativer Eigenschaften - aus ehemals eher wolf-ähnlichen über 300 verschiedene
Hunderassen zu züchten. Der Beginn der offiziellen Rassezucht nach den Mendelschen
Gesetzen wird dem 19. Jahrhundert zugeschrieben und ist ein lukrativer Wirtschaftszweig
geworden. Beispiele für diese Vielfalt sind der kleinste Hund der Welt - der Chihuahua - mit
ca. 20 cm Schulterhöhe und rund 1 kg Körpergewicht und der große Mastin Espanols, der gute
100 cm Schulterhöhe mißt und ca. 120 kg Körpergewicht auf die Wage bringt. Allerdings
haben Züchtungen den Hunden oft nicht zum Vorteil gereicht und brachten bis heute rund
400 Erbkrankheiten zum Vorschein. Dieses Gebiet bietet neben einer vielschichtigen
Diskussionsgrundlage auch Spannungen zwischen Tierschutz und Hundezucht und
man sollte im Sinne des Tieres an die Vernunft appellieren.

Fotografie vom Wolf
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