Odysseus



Der Nachrichtendienst zu Themen der Antike








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[Karthago-Ausstellung in Karlsruhe eröffnet]
[Neue Ausgabe der Zeitschrift „Gymnasium“ verfügbar]
[Speerspitze aus der Altsteinzeit bei Freiburg gefunden]
[Sonderausstellung „Die Dame von Kirchheim im Alamannenmuseum Ellwangen“]
[Hannibal ad portas: Karthago-Ausstellung in Karlsruhe]
[Schwerer Schlag für Altertumswissenschaften in Greifswald]
[Neue Ausgabe der Pegasus-Onlinezeitschrift steht im Netz]
[Römische Sarkophage in der Adria gefunden]
[Brand im Forum Romanum]
[Universität Heidelberg führt Latinum für Germanistik wieder ein]
[Porta Nigra erstrahlt in neuem Licht]
[Neue Ausgabe(n) der Zeitschrift „Gymnasium“ verfügbar]
[Plünderer richten unermeßliche Schäden im Nationalmuseum von Bagdad an]
[Gestohlene Pompeji-Fresken wiederentdeckt]
[Große Pompeji-Austellung in Neapel eröffnet]
[Höhle von Lasceaux erneut vom Schimmel bedroht]



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Karthago-Ausstellung in Karlsruhe eröffnet


Im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe ist am heutigen Samstag (25. September 2004) die große Sonderausstellung „Hannibal ad portas – Macht und Reichtum Karthagos“ eröffnet worden. Es handelt sich um die weltweit erste Ausstellung, die sich intensiv mit der Darstellung der karthagischen Kultur bis zur Zerstörung der Stadt im Jahr 146 v. Chr. beschäftigt. Das Landesmuseum mit seiner berühmten Antikenabteilung zeigt – voraussichtlich bis zum 30. Januar 2005 – zahlreiche wertvolle Exponate, von denen viele noch nie in Europa zu sehen waren. Von den rund 500 äußerst wertvollen und wissenschaftlich bedeutenden Exponaten kommen viele direkt aus Tunesien bzw. den bedeutendsten europäischen Museen.

Dazu gehören beispielsweise zwei Büsten des Feldherrn Hannibal, ein einzigartiger römischer Brustpanzer, ein Teller mit der Darstellung von Elefanten und der Marmorsarkophag einer Priesterin, der vermutlich aus dem vierten oder dritten Jahrhundert vor Christus stammt. Von größter Bedeutung ist auch das Modell der runden Hafenanlage von Karthago, die zumindest inoffiziell zu den Weltwundern der Antike gerechnet wird.

Eine weitere Abteilung beschäftigt sich mit Hannibal und den Auseinandersetzungen zwischen Karthago und Rom. Ein Teil der Ausstellung geht auf das Thema Kinderopfer ein, die, wie verschiedene Wissenschaftler meinen, in Karthago eine bedeutende Rolle gespielt haben. Diese Opfer hat es nach neuestem Kenntnisstand tatsächlich gegeben; wie das Opfer ablief, ist jedoch weitgehend unbekannt. Zahlreiche Modelle und Nachbauten von Schiffen und Gebäuden sind in der Ausstellung zu sehen und geben ein sehr anschauliches Bild der antiken Metropole ab.

Die Ausstellung ist nicht nur unter archäologischem Blickwinkel entstanden. So gibt es auch Informationen zum Mythos Karthago, der viele Jahrhunderte die Menschen faszinierte, so zum Beispiel Gustave Flaubert und den Komponisten Hector Berlioz.

Speziell zur Ausstellung sind ein ausführlicher Katalog (Preis der Museumsausgabe: 27,90 Euro) und eine sehr empfehlenswerte CD-ROM erschienen (Theiss Verlag, 19,90 Euro).

Wichtiger Hinweis für Lehrkräfte: Falls Sie mit Ihrer Klasse die Ausstellung besuchen wollen, melden Sie sich sofort an ! Die Erfahrung mit ähnlichen Ausstellungen (Troja-Ausstellung 2000 in Stuttgart / Kreta-Ausstellung 2001 in Karlsruhe u.a.) zeigt, daß die Termine für Schulklassen fast immer schon nach kürzester Zeit bis zum Ende der Ausstellung ausgebucht sind.


Nähere Informationen:

http://www.hannibal2004.de/

http://www.landesmuseum.de/


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(Alle Angaben ohne Gewähr).

(cip-w/IID-Zentralredaktion Medicamina dlmp-a 5142 25.09.2004)

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Neue Ausgabe der Zeitschrift „Gymnasium“ verfügbar



Neue Ausgaben der Zeitschrift „Gymnasium“ (111/4 (2004)) ist verfügbar.


Die nachfolgende Zusammenstellung basiert auf dem „Gymnasium-Newsletter“ von Ulrich Schmitzer (© 2004). (Der Text wurde redaktionell leicht gearbeitet – falls erforderlich, wurden ae, oe, ue durch ä,ö,ü ersetzt). Vgl. auch die Gymnasium -Homepage.


Beiträge:
H. Scholten:
Die Schildbeschreibung Homers als Spiegel der frühgriechischen 
Staatswerdung
335-357
Abstract:
Politisches Handeln und Denken als Reaktion auf einen Diskurs 
innerhalb der Gesellschaft, als gezielter Umgang mit gewandelten 
Lebensbedingungen führen zur Ausbildung eines frühgriechischen 
Staates, der Rat und Volksversammlung aufwies, sich jedoch regional 
unterschiedlich weiterentwickelte. Auf diese Anfänge, auf die 
frühgriechische Staatswerdung verweist Homer in der 
Schildbeschreibung und fügt sie an einer zentralen Stelle der Ilias 
ein. Mit der Ekphrasis des Schildes stellt er der dramatischen 
Kriegshandlung kurz vor ihrer entscheidenden Wende das geordnete 
Leben in der Polis entgegen. Indem der Dichter das Augenmerk seiner 
Hörer auf das geregelte Polisleben lenkt, inmitten eines scheinbar 
ausweglosen Konflikts, bietet er damit gleichermaßen eine Antwort 
auf drängende Fragen seiner Zeit: Nur eine gute innere Ordnung, ihre 
Verteidigung gegen den Feind, die Sicherung der ökonomischen 
Grundlage und die Pflege des Kultes gewährleisten den Erhalt der 
Polis.

H. Steinthal: 
Sieben Erwägungen zur Ungeschriebenen Lehre Platons
359-379
Abstract:
Über die Ungeschriebene Lehre herrscht Streit. Der folgende Beitrag 
versucht aus der Distanz einige (hoffentlich klärende, vielleicht 
auch ausgleichende, verbindende) Erwägungen zu bringen: (1) über 
Problematisches in Platons Lehre, (2) über Aristoteles' Verhältnis 
zu Platons Person und Lehre, (3 und 4) über die „esoteristische“
Platondeutung, (5) über die nicht-esoteristische Deutung, (6) über 
Deutungen, die zu keiner der beiden Richtungen gehören, (7) über die 
ausdrücklich mit Platons Namen gekennzeichneten Testimonien des 
Aristoteles.

J. Malitz:
„O puer qui omnia nomini debes“. Zur Biographie Oktavians bis zum 
Antritt seines Erbes
381-409
Abstract:
Als Octavian Ende März 44 mit achtzehn Jahren das Erbe Caesars 
annahm, war er ungewöhnlich jung. Seine politische „Frühreife“ wird 
durch einen Vergleich mit anderen adulescentes der republikanischen 
Zeit nur noch deutlicher; selbst Pompeius war als Helfer Sullas 
älter. Der brennende Ehrgeiz und das Sendungsbewußtsein Octavians 
sind auch durch die Förderung zu erkennen, die Caesar ihm trotz 
seiner schwachen Gesundheit hatte zuteil werden lassen. Fast alle 
nachprüfbaren Auszeichnungen Caesars für den Großneffen sind für die 
Zeit der Republik außergewöhnlich und werden später Auszeichnungen 
für die Prinzen des Kaiserhauses. Von April bis September 45 hielt 
sich Octavian in Spanien in der unmittelbaren Umgebung des Dictators 
auf; damals lernten ihn fast alle wichtigen Gefolgsleute Caesars 
kennen. Das von Sueton ausdrücklich überlieferte Datum des letzten 
Testaments läßt erkennen, daß Caesar sich erst ziemlich spät und 
nach den Erfahrungen in Spanien entschieden hat, den Großneffen zum 
Haupterben zu machen. Er hatte, wie sich zeigen sollte, das 
Potential seines Großneffen besser als alle anderen erkannt. Da ein 
junger Mann von sechzehn oder siebzehn Jahren für Männer wie Cicero 
politisch irrelevant war, gibt es nur wenige Zeugnisse über die 
Wahrnehmung Octavians vor den Iden des März.

Besprechungen:
S. Freund:
M. Wallraff: Christus Verus Sol. Sonnenverehrung und Christentum in 
der Spätantike
411-413

H. R. Drobner:
Roma Patristica. Festgabe für Erwin Gatz
413-414

C.J. Classen:
J. M. May (ed.): Brill's Companion to Cicero
414-416

K. Zaus:
N. Holzberg: Catull
416-417

F. F. Grewing:
W. A. Krenkel (ed.): Marcus Terentius Varro. Saturae Menippeae
418-419

Chr. Schubert:
S. Mratschek: Der Briefwechsel des Paulinus von Nola
419-421

K.-W. Welwei:
A. Dössel: Die Beilegung innerstaatlicher Konflikte in den 
griechischen Poleis vom 5. bis zum 3. Jh. v. Chr.
421-423

B. Kremer:
K. Bringmann: Geschichte der römischen Republik. Von den Anfängen 
bis Augustus
423-425

R. Klein:
H. Bellen: Grundzüge der römischen Geschichte. Dritter Teil: Die 
Spätantike von Constantin bis Justinian
425-427

W. Kierdorf:
H. Sonnabend: Geschichte der antiken Biographie
427-429

S. Freund:
H. G. Snyder: Teachers and Texts in the Ancient World
429-431

M. Hesse:
R. Sallares: Malaria and Rome
431-432

U. Lambrecht:
S. Rebenich: Theodor Mommsen
433-434

Angezeigte Literatur:

435-447
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Homepage der Zeitschrift „Gymnasium“:

http://www.gymnasium.hu-berlin.de/

Homepage des Winter-Verlages:

http://www.winter-verlag-hd.de/

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(Alle Angaben ohne Gewähr).

(cip-w/IID-Zentralredaktion Medicamina dlkj 5110 25.08.2004)

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Speerspitze aus der Altsteinzeit bei Freiburg gefunden



Mitarbeiter des Freiburger Amtes für für Flurneuordnung haben nahe bei Ihringen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald/Baden-Württemberg/Deutschland) mit großer Wahrscheinlichkeit eine altsteinzeitliche Speerspitze aus Kreidefeuerstein gefunden. Dies wurde vom zuständigen Landesdenkmalamt bestätigt.

Der Fund ist einmalig in Deutschland. Archäologen kennen ähnliche Speerspitzen bisher nur aus Südfrankreich und Spanien. Angegeben wird das Alter der Speerspitze mit etwa 20.000 Jahren. Damit gehört es in den Bereich der Altsteinzeit.

cip-w/IID-Bereichsgruppe Freiburg 19.08.2004

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Sonderausstellung „Die Dame von Kirchheim“ im Alamannenmuseum Ellwangen



Das Alamannenmuseum Ellwangen präsentiert nach den „Reiterkriegern von Pfahlheim“ nunmehr unter dem Titel „Die 'Dame von Kirchheim/Ries' - Gewand und Schmuck der alamannischen Frau“ eine neue Sonderausstellung.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das reiche Frauengrab 326,
das Grab der so genannten „Dame von Kirchheim“ aus der Zeit um 680 n. Chr., ergänzt durch weitere wertvolle Grabbeigaben aus Kirchheimer Frauengräbern. Beim Bau der Alemannenschule in Kirchheim am Ries war 1961 der bis dahin größte alamannische Reihengräberfriedhof im nördlichen Württemberg entdeckt und von 1962 bis 1964 vollständig ausgegraben worden. Insgesamt wurden 518 Gräber mit 570 Bestatteten freigelegt. Der Friedhof besteht aus einem großen Haupt- und einem kleineren Nebenfriedhof sowie einem deutlich abgesetzten Adelsbestattungsplatz. Die Ausstellung vermittelt anhand von Kleidung und Schmuck eine gute Vorstellung vom Reichtum der alamannischen Adligen im Westteil des Nördlinger Rieses.

(Dieser Text entspricht weitgehend der entsprechenden Pressemeldung des Alamannenmuseums).

Weitere Informationen:

http://www.alamannenmuseum-ellwangen.de/

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(cip-w/IID-Medicamina-Zentralredaktion HD39037 KPskld9-1 16.08.2004)

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Hannibal ad portas: Karthago-Ausstellung in Karlsruhe



Im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe laufen die letzten Vorbereitungen für die große Sonderausstellung „Hannibal ad portas – Macht und Reichtum Karthagos“, die am 25. September 2004 ihre Pforten öffnen wird.

Zitat der Website des Badischen Landesmuseums:

Die legendäre Metropole Karthago beherrschte in der Antike lange Zeit mit ihrer Kriegs- und Handelsflotte als unangefochtene Seemacht das Mittelmeer. Über Jahrhunderte übte sie wirtschaftlichen, politischen und vor allem kulturellen Einfluss auf die Nachbarregionen aus. Durch den blühenden Austausch mit orientalischen, ägyptischen und griechischen Kulturen war Karthago ein multikulturelles Zentrum an der Schnittstelle von Orient und Okzident.“

Und weiter:

Etwa 450 einzigartige Exponate aus Tunesien, Spanien, Italien, England und
Frankreich, die zum Großteil erstmals in Deu
tschland zu sehen sind, lassen nicht nur die unheilvolle Geschichte der Punischen Kriege, sondern auch die kulturelle Hochblüte einer der bedeutendsten Städte der Antike lebendig werden. Inszenierungen, Modelle von Bauten und Schiffen und eine originalgetreu nachgebildete Grabkammer gestalten ein anschauliches Bild der faszinierenden Handelsmetropole.“ (Zitat Ende)

Wir werden Sie über die Aussstellung auf dem laufenden halten !

Weitere Informationen:

http://www.hannibal2004.de/

http://www.landesmuseum.de/

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(cip-w/IID-Bereichsgruppe Heidelberg 09.08.2004

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Greifswald-Schliessung-Altertum

Schwerer Schlag für die Altertumswissenschaften in Greifswald



Ein schwerer Schlag droht den Altertumswissenschaften an der Universität Greifswald: Zum Wintersemester 2005 soll das Institut für Altertumswissenschaften geschlossen werden. Dies gilt für Alte Geschichte, Archäologie und Griechische Philologie, lediglich die Latinistik soll rudimentär erhalten bleiben. Ebenfalls zerschlagen wird die Romanistik in Greifwald; bereits im Jahr 2003 war das große Greifwalder Sportinstitut geschlossen worden.

Offiziell ist von finanziellen Schwierigkeiten die Rede; inoffiziell war jedoch zu hören, daß in den Gremien sich Hardliner durchgesetzt hätten, die mit Kulturwissenschaften nicht viel im Sinn hätten. Betroffen sind etwa 20 Mitarbeiter, die nun allesamt ihren Arbeitsplatz verlieren; dazu Studierende, die ihr Studium nicht fortführen können.

(cip-w/IID-Bereichsgruppe Rostock 27.07.2004

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Neue Ausgabe der Pegasus-Onlinezeitschrift steht im Netz



Eine neue Ausgabe der PEGASUS-Onlinezeitschrift ist verfügbar. Der folgende Text beruht weitgehend auf dem entsprechenden Newsletter von Dr. Stefan Kipf, FU Berlin, Didaktik der Alten Sprachen.

Folgende Beiträge gibt es in der Rubrik ERGA:

Karl Bayer, Nestor der Didaktik des altsprachlichen Unterrichts in Deutschland, stellt in seinem Artikel „Bestimmung des Schwierigkeitsgrades von lateinischen Klassenarbeiten“ nicht nur grundsätzliche didaktische und methodische Überlegungen zu dieser zentralen Frage des Latein- und Griechischunterrichts an, sondern präsentiert eine Methode, die auf der Grundlage einer systematischen Analyse eine realistische Schwierigkeitsbestimmung unterschiedlichster Textarten erlaubt. Zusätzliche Bedeutung für die Unterrichtspraxis gewinnt der Artikel durch zwei anschauliche Anwendungsbeispiele.

Manfred Fuhrmann bietet mit seinem Artikel „Bildungsziele im Wandel der Zeiten – und worauf soll es jetzt hinaus? Eine nüchterne Standortbestimmung, auch für Latein und Griechisch“ einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte, in der nicht mehr nur „auf Fortschritt durch Traditionsverzicht“ gedrängt wird, sondern sich auch wieder Stimmen erheben, die eine Hinwendung zu geistigen Orientierungspunkten fordern.

Urte Dally stellt in ihrem originellen Artikel „Archäologie im altsprachlichen Unterricht am Beispiel von Ciceros zweiter Rede gegen Gaius Verres“ Möglichkeiten vor, archäologische Befunde sinnvoll in den lateinischen Lektüreunterricht zu integrieren. Dally zeigt deutlich, wie das Verständnis von Ciceros Reden gegen Verres durch Einbeziehung der Archäologie erleichtert werden kann. Hierfür entwirft sie einen Spaziergang durch die Stadt Agrigent, die Cicero mehrmals erwähnt. Wir spazieren durch die Straßen und treffen Hyposthenes, einen wohlhabenden Bürger, der unter Verres zu leiden hatte. Er zeigt uns sein Zuhause und einige Gegenstände, die Verres‘ Plünderung unbeschadet überstanden haben.




Und in der Abteilung AGORA finden sich die folgende interessante Beiträge:

• Bernd Linke (unter Mitarbeit von Jakov Lozar) berichtet über ein schon traditionelles „Lateinfest an der Paulsen-Oberschule Berlin“.

Carola Hummel/ Joseph Braun stellen mit „Acta diurna – Sonderausgabe einer römischen Tageszeitung zum Brand Roms“ das bemerkenswerte Ergebnis einer Facharbeit vor.




http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de/


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(cip-w/IID-Medicamina-Zentralredaktion HD1425KPskld7-1 07.10.2003)

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Römische Sarkophage in Adria gefunden



Eine kroatische Forschergruppe hat auf dem Grund der Adria mehrere Sarkophage aus römischer Zeit entdeckt. Die Sarkophage, die vermutlich aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus stammen, sind zwischen 2,00 und 2,20 Meter lang.

Der Fundort in der Nähe von Dubrovnik wird jetzt besonders von Einheiten des Küstenschutzes bewacht. Weitere Tauchgänge sollen folgen, da die Archäologen an dieser Stelle noch andere archäologische Fundstücke auf dem Meeresgrund vermuten.

(cip-w/IID-Bereichsgruppe Wien 22.08.2003)


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Brand im Forum Romanum



Auf dem Gelände des Forum Romanum ist heute am frühen Morgen ein Brand ausgebrochen. Nach Mitteilung der römischen Behörden wurde niemand verletzt.

Die Feuerwehr hatte den Brand innerhalb von 30 Minuten unter Kontrolle. An den Ausgrabungen soll nach ersten Meldungen kein Schaden entstanden sein.

(cip-w/IID-Bereichsgruppe Rom 05.05.2003)

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Universität Heidelberg: Latinum für Germanistik künftig wieder vorgeschrieben



An verschiedenen Stellen unseres Latinum-Ratgebers wird darauf hingewiesen, daß eine ganze Reihe von Universitäten mit Nachdruck Pläne zur Wiedereinführung bzw. Verschärfung des Latinums verfolgt.

Vor kurzem wurde bekannt, daß die Universität Heidelberg beabsichtigt, das Latinum für den Studiengang „Germanistik“ (Lehramt an Gymnasien) wieder einzuführen.

Auf der entsprechenden Internetseite heißt es:

(Zitat:
Das Rektorat plant eine Initiative beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zur Wiedereinführung der Zulassungsvoraussetzung "Latinum" für den Lehramtsstudiengang Deutsch“. (Zitat Ende / Datenstand: 22.04.2003)

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(cip-w/IID-Bereichsgruppe Heidelberg 22.04.2003)

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Porta Nigra erstrahlt in neuem Licht



Immer wieder hatte es Beschwerden über die „unnatürliche“ nächtliche Beleuchtung der Porta Nigra zu Trier gegeben. Jetzt wurde Abhilfe geschaffen: Für mehr als 100.000 Euro wurde eine neue (aus Farbstrahlern bestehende) Illumination des zum Weltkulturerbe der Unesco gehörenden Bauwerkes aus der Römerzeit (Bauzeit vermutlich: 160-180 n. Chr.) geschaffen.

Doch bereits vor der Inbetriebnahme wurde vor allem in Archäologenkreisen scharfe Kritik laut: Die neue Beleuchtung sei schlichtweg Kitch und erinnere an einen Vergnügungspark. Tatsächlich ist geplant, die zu verschiedenen Epochen gehörenden Bauten mit verschiedenen Farben anzustrahlen (die Bauwerksteile aus dem Mittelalter sollen künftig grün erscheinen).

Außerdem wird sich die Helligkeit kontinuierlich veränden, was zweifellos an die (sommerlichen) Lichtspiele auf der Athener Akropolis erinnert, die man zu bestimmten nächtlichen Zeiten einmal gelb, manchmal rot, zuweilen blau und gelegentlich gar nicht zu sehen bekommt.


(cip-w/IID-Bereichsgruppe Trier 16.04.2003)

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Neue Ausgabe(n) der Zeitschrift „Gymnasium“ verfügbar



Neue Ausgaben der Zeitschrift „Gymnasium“ (110/1 und 110/2 (2003)) ist verfügbar.

(Update vom 22.04.2003)

Die nachfolgende Zusammenstellung basiert auf dem „Gymnasium-Newsletter“ von Ulrich Schmitzer (© 2003). (Der Text wurde redaktionell leicht gearbeitet – falls erforderlich wurden ae, oe, ue durch ä,ö,ü ersetzt). Vgl. auch die Gymnasium -Homepage.




Beiträge 110/2: (Datenstand: 16.04.2003)


Beiträge:
E. Heitsch:
Hat Sokrates Dialoge Platons noch lesen können?
109-119
Abstract:
Der Beitrag versucht, die Annahme plausibel zu machen, daß wir von
Platon zwei kleine Dialoge haben, die Sokrates, wenn er gewollt
hätte, noch hätte lesen können. Lange Zeit wurde die Frage, ob es
solche Texte gibt, positiv, heute wird sie in der Regel negativ
beantwortet. Für meine Argumentation stütze ich mich im wesentlichen
auf drei Pfeiler: Eine Stelle aus Platons 'Theaetet', die Art der
Argumentation im 'Ion' und 'Kleineren Hippias' und Bemerkungen, die
Platon in der 'Apologie' Sokrates in den Mund legt.

H. Seng:
Troja-Motive bei Lucan.
121-145
Abstract:
Der Trojamythos und seine Gestaltung in Vergils Aeneis bieten eine
ideologische Grundlage der Kaiserherrschaft, die Augustus und seine
Nachfolger mit einer Art genealogischer Legitimation versieht. Lucan
untergräbt diese Begründung des Herrschaftsanspruchs, ohne dabei das
genealogische Konstrukt selbst anzugreifen. Vielmehr bedient er sich
mythologischer Anspielungen, intertextueller Bezüge und gelegentlich
aktueller Andeutungen, um darzustellen, dass die Berufung auf die
Troja-Tradition sachlich inadäquat ist und somit keine Legitimation
caesarischer Herrschaft leisten kann. Vielmehr ist Caesar in den
Farben eines Troja-Feindes gezeichnet und erweist sich dadurch als
Feind Roms. Dem korrespondiert die Zeichnung von Kleopatra als
Helena, von Pompeius als Priamos und Hektor und von seiner Frau
Cornelia als Andromache.

Berichte und Diskussionen:
U. Schmitzer: Neue Forschungen zu Ovid - Teil II
147-181
L. Landolfi: Scribentis Imago. Eroine Ovidiane e lamento epistolare. Bologna 2000; Sonja Fielitz: Wit, Passion and Tenderness. Ovids Metamorphosen im Wandel der Diskurse in England zwischen 1660 und 1800. Frankfurt 2000; Udo Reinhardt, Ovids Metamorphosen in der modernen Kunst. Eine visuelle Ergänzung für die Schullektüre. Bamberg 2001 (Auxilia 48); Ovidio: Fasti. A cura di Fabio Stok, Torino 1999; Ovidio: Metamorfosi. A cura di Nino Scivoletto, Torino 2000; Ovidio: Opere. Vol. I (Amores, Heroides, Medicamina faciei, Ars amatoria, Remedia amoris). A cura di A. Della Casa, Torino 1982 (1997); Vol. II (Tristia, Ibis, Ex Ponto, Halieuticon liber). A cura di F. Della Corte e S. Fasce, ebd. 1986 (1997) - (UTET Classici); Ovidio: Opere I. Dalla poesia d'amore alla poesia dell'esilio. Edizione con testo a fronte a cura di P. Fedeli, Torino 1999; II: Metamorfosi. Torino 2000 (Biblioteca della Pléiade); Alessandro Barchiesi: Speaking volumes. Narrative and Intertext in Ovid and other Latin Poets. London 2001; Konrad Heldmann: Dichtkunst oder Liebeskunst? Die mythologischen Erzählungen in Ovids Ars amatoria. Göttingen 2001; Stephen M. Wheeler: Narrative Dynamics in Ovid's Metamorphoses. Tübingen 2000 (Classica Monacensia 20) - et al.

Besprechungen:
Chr. Berns:
B. Andreae: Skulptur des Hellenismus.
183-184

M. Meier:
R. Förtsch: Kunstverwendung und Kunstlegitimation im archaischen und
frühklassischen Sparta.
184-187

H.-Chr. Günther:
B. Georg: Exegetische und schmückende Eindichtungen im ersten
Properzbuch.
187-191

G. Schwertlob Korzeniowski:
D. Russell (ed.): Quintilian.
191-193

H.-U. Berner:
Francesco Petrarca: Aufrufe zur Errettung Italiens und des Erdkreises.
193

K. Fetkenheuer:
W. Ax (Hrsg.): Von Eleganz und Barbarei.
194-195

M. von Albrecht:
M. Minkova: An Introduction to Latin Prose Composition.
195-198

U. Lambrecht:
R. Günther: Einführung in das Studium der Alten Geschichte.
198-199

R. Klein:
J. Seibert (Hrsg.): 100 Jahre Alte Geschichte an der Ludwig-
Maximilians-Universität München (1901-2001).
199-202

E. Keller: Ergänzung.
202

Angezeigte Literatur:
203-213

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Beiträge 110/1: (Datenstand: 15.04.2003)

H. Steinthal:
Dionysos - seine Feste, sein Gefolge, seine Mysterien.
3-22
Abstract:
Dionysos ist eine facettenreiche Gestalt. Nicht nur kommen in der
Überlieferung alte mit neuen Zügen zusammen: Dionysos verkörpert,
mehr als andere griechische Götter, in sich selbst Ambivalenz. - Es
werden hieraus einige Grundlinien abgelesen: D. als Spender des
Weines wird (in gewissem Gegensatz zu Demeter) als jäh über die
Menschen hereinbrechend erlebt. An den athenischen Anthesterien zeigt
sich ein Nebeneinander von Heiterkeit und Düsternis. Aus der
Schiffsprozession des D. ist nicht zu folgern, daß der D.-Kult „spät“
nach Griechenland kam, wohl aber, daß er wie alles Griechische von
östlichen Kulturen beeinflußt wurde. Am Gefolge des Gottes wird das
ambivalente Wesen der Ekstase sowie die besondere Affinität der
Frauen zu D. herausgestellt. In den schon aus klassischer Zeit
belegten Mysterien war D. der Sterbende und Auferstehende, an den
sich die Hoffnung der Eingeweihten auf personale Auferstehung knüpfte.

U. Schmitzer:
Die Bändigung der schönen Helena in Homers Odyssee.
23-40
Abstract:
Der Aufenthalt des Telemachos in Sparta, bei Menelaos und Helena, gibt Homer die Gelegenheit, mit Helena eine facettenreiche Frauengestalt zu entwefen, die immer wieder zu eigenständigem Handeln neigt (wie sich etwa in den rückblickenden Erzählungen über Troia zeigt) und von ihrem Gatten niemals ganz in den Griff zu bekommen ist.

K.-W. Welwei/M. Meier:
Charietto - ein germanischer Krieger des 4. Jahrhunderts n.Chr.
41-56
Abstract:
Zosimos (3,7) erzählt die phantastische Geschichte eines germanischen
Kriegers im Heer Julians, um aus heidnischer Perspektive im Anschluß
an Eunapios (fr. 18,3-5 Blockley) zu demonstrieren, daß nach dem
Versagen christlicher Kaiser erst Julian in der Lage gewesen sei, die
Außengrenzen des Imperium Romanum gegen germanische Raubscharen
wirkungsvoll abzuschirmen. Die Charietto-Gechichte wurde offenbar von
Anhängern der alten Kulte in ihrer Auseinandersetzung mit dem
Christentum als Paradigma einer erfolgreichen Einbindung barbarischer
Invasoren in die Ordnung des Römerreiches propagandistisch
instrumentalisiert. Es wird das Bild eines Räubers gezeichnet, der in
der Übergangszone zwischen dem Barbaricum und der römischen
Lebensweise gleichsam in die Zivilisation hineinwächst, sich
assimiliert und schließlich durch die ihm aus seinem Herkunftsgebiet
vertraute Formierung einer verläßlichen Gefolgschaft zum Beschützer
seiner neuen Heimat wird. Die Erzählung enthält älteres Traditions-
und Bildungsgut, das z. B. auch in den Berichten über den Räuber
Bulla Felix in der Severerzeit und über Maternus während der
Regierung des Commodus zur Kritik an Defiziten römischer
Herrschaftssicherung verwendet wird. Darüber hinaus bietet die
Geschichte Aufschlüsse über Rituale und Vorstellungswelt germanischer
Kriegergemeinschaften.

Besprechungen:
M. Horster:
V. Rosenberger: Griechische Orakel. Eine Kulturgeschichte.
57-58

D. Schmitz:
Ph. F. Esler (ed.): The Early Christian World.
58-59

J. Lehnen:
T.S.Scheer: Die Gottheit und ihr Bild. Untersuchungen zur Funktion
griechischer Kulturbilder in Religion und Politik.
60-61

M. Erler:
R. Brandt: Philosophie in Bildern. Von Giorgone bis Magritte.
61-63

J. Holzhausen:
U. Heuner: Tragisches Handeln in Raum und Zeit. Raum-zeitliche Tragik
und Ästhetik in der sophokleischen Tragödie und im griechischen
Theater.
64-66

H. Steinthal:
E. Heitsch: Platon, Apologie des Sokrates.
66-68

H. Flashar:
E. Voegelin: Aristoteles. Ordnung und Geschichte, Bd. 7.
69-71

U. Lambrecht:
U. Riemer: Das Caesarbild Ciceros.
72

F. Spoth:
M. Ruhl: Die Darstellung von Gefühlsentwicklungen in den Elegien des
Properz.
73-74

K.-W. Welwei:
G. Weiler: DOMOS THEIOU BASILEOS. Herrschaftsformen und
Herrschaftsarchitektur in den Siedlungen der Dark Ages.
74-75

K.-W. Welwei:
M. Dreher: Athen und Sparta.
76-77

G. Schörner:
K. Bringmann: Geben und Nehmen. Monarchische Wohltätigkeit und
Selbstdarstellung im Zeitalter des Hellenismus.
77-79

H.-U. Berner:
E. Erdmann, U. Uffelmann: Das Altertum.
79-80

U. Schmitzer:
A. Mehl: Römische Geschichtsschreibung.
80-83

K.-J. Hölkeskamp:
M. Coudry, Th. Späth (ed.): L'invention des grandes hommes de la Rome
antique.
83-86

R. Kath:
L. Canfora: Caesar. Der demokratische Diktator.
86-87

R. Pfeilschifter:
G. Zecchini: Cesare e il mos maiorum.
87-89

F. Wittchow:
A. Felmy: Die Römische Republik im Geschichtsbild der Spätantike.
89-91

G. Schörner:
B. Schmidt-Dounas: Geschenke erhalten die Freundschaft. Politik und
Selbstdarstellung im Spiegel der Monumente.
91-93

M. Donderer:
J. Rumscheid: Kranz und Krone. Zu Insignien, Siegespreisen und
Ehrenzeichen der römischen Kaiserzeit.
93-95

U. Schmitzer:
S. Ensoli, E. La Rocca (ed.): Aurea Roma. Dalla città pagana alla
città cristiana.
95-96

Angezeigte Literatur:
97-108



Homepage der Zeitschrift „Gymnasium“:

http://www.gymnasium.hu-berlin.de/

Homepage des Winter-Verlages:

http://www.winter-verlag-hd.de/

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(cip-w/IID-Zentralredaktion Medicamina xz67-1P – 15.04.2003 und 22.04.2003)

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Plünderer richten unermeßliche Schäden
im Nationalmuseum von Bagdad an



Plünderer haben in den letzten Tagen in Bagdad offensichtlich das Nationalmuseum ausgraubt und dabei unvorstellbaren Schaden angerichtet. Dies berichteten übereinstimmend Journalisten vor Ort sowie örtliche Archäologen, die teilweise über Satellitentelefon Kontakt zu ihren Kollegen in Deutschland halten.

Im Nationalmuseum waren bis jetzt Funde der bedeutendsten archäologischen Stätten des Zweistromlandes zu sehen, das bekanntlich als Wiege der Menschheit gilt. Unter anderen sind (bzw. waren) dort große Mengen an Keilschrifttafeln ausgestellt, ebenso wie Steintiere, Schmuck aus der mesopotamischen Blütezeit, Statuen und vor allem der berühmte, etwa 3500 Jahre alte assyrische Bulle.

Ein großer Teil der Funde soll vollständig zerstört bzw. gestohlen worden sein. Der Leiter des Archäologischen Museums von Lyon berichtete in einem Interview, noch im vergangenen Jahr habe er im Nationalmuseum zu Bagdad in Europa völlig unbekannte mesopotamische Gesetzestafeln gesehen. Ebenso habe man ihm Elfenbeinstatuen gezeigt, die westliche Experten bisher nicht zu Gesicht bekommen hätten. Diese Gegenstände haben einen unvorstellbaren materiellen und wissenschaftlichen Wert.

Völlig unklar ist das Schicksal der weltbekannten assyrischen Wandreliefs. Europäischen Archäologen liegen Berichte über ihre völlige Zerstörung vor. Journalisten vor Ort berichteten allerdings, sie hätten (am vergangenen Donnerstag) die Reliefs noch unbeschädigt gesehen.

(cip-w/IID-Zentralredaktion Medicamina xz67-1P - 12.04.2003)

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Gestohlene Pompeji-Fresken wiederentdeckt



Spezialeinheiten der italienischen Polizei haben in einer spektakulären Suchaktion zwei Fresken gefunden, die am vergangenen Wochenende aus der Villa dei casti amanti in Pompeji gestohlen worden waren. Ein Sprecher der Polizei äußerte die Vermutung, daß die Kunstwerke im Auftrag ausländischer Liebhaber gestohlen worden seien, da sie aufgrund ihrer Bekanntheit unverkäuflich seien.

Verpackt, aber trotzdem mittelschwer beschädigt wurden die Fresken in der Nähe des Ausgrabungsgeländes auf einer Baustelle gefunden. Ihr Wert ist unschätzbar.


(cip-w/IID-Bereichsgruppe Rom 08.04.2003)

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Große Pompeji-Ausstellung in Neapel eröffnet



Am heutigen Freitag wurde in Neapel eine Ausstellung eröffnet, die bereits kurz nach dem offiziellen Festakt tausende Besucher in das archäologische Nationalmuseum zog.

Etwa 800 Fundgegenstände geben einen Einblick in das Alltagsleben der Bewohner von Pompeji vor etwa 2000 Jahren.
Geschichten eines Ausbruchs - Pompeji, Herculaneum, Oplontis“ so lautet die deutsche Übersetzung des italienischen Ausstellungstitels.

Beschrieben wird das Schicksal der Bewohner jener vom Vesuv zerstörte Stadt unter anderem anhand zahlreicher Einrichtungsgegenstände aus dem Privatleben der Pompejaner. Besonders beeindruckend sind zweifellos ein Kinderwagen und der möglicherweise zum Haus eines Bankiers gehörende Tresor aus Bronze. Aber auch die bekannten Gipsabgüsse der bei dem Vulkanausbruch umgekommenen Menschen werden gezeigt.


(cip-w/IID-Bereichsgruppe Rom 20.03.2003)

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Höhle von Lasceaux erneut vom Schimmel bedroht



Die im Jahre 1940 zufällig entdeckte Höhle von Lascaux (Südwestfrankreich) ist erneut von einem höchst aggressiven Schimmelpilz bedroht. Dies teilten am gestrigen Freitag französische Archäologen in einer Pressekonferenz mit.

Nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern ist eine spezielle Pilzart vermutlich bei Erhaltungsarbeiten zusammen mit einem Bakterium eingeschleppt worden. Beide Organismen gehen offenbar eine Symbiose ein und könnten in Zukunft verheerende Schäden an den bis zu 17.000 Jahre alten Wandbildern anrichten.

Französische Chemiker und Pharmazeuten haben zwar bereits vor Jahren ein spezielles Mittel gegen den Pilz- und Bakterienbefall entwickelt. Der gewünschte Erfolg stellt sich jedoch bis heute nicht ein.

Nach der Entdeckung der Grotte im Jahre 1940 stürmten zehntausende begeisterte Touristen die Höhle. Sie schleppten Mikroorganismen ein, die verheerende Folgen für die einmaligen urzeitlichen Kunstwerke hatten. Im Jahr 1964 schließlich wurde die Höhle für Besucher gesperrt.


(cip-w/IID-Bereichsgruppe Paris 15.03.2003)

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