- Diskussionsbeiträge zum Thema Forschung an die Redaktion:
sind
willkommen
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NEUE HOFFNUNG BEI MULTIPLER SKLEROSE
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- In diesem Kapitel berichten wir über wichtige
erscheinende Forschungsergebnisse,
- klinische Studien und Hypothesen zur Multiplen
Sklerose
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- Immunität gegen
Multiple Sklerose
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- 28.04.1997 Das National
Institute of Health gibt die Wirksamkeit des MS-Medikaments von Alexion Pharmaceutical
Inc. bei einem Primatenmodell bekannt
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- 29.09.1997 Die Celgene Corporation startet
klinische Tests mit einer neuen Klasse von TNF-alpha-Inhibitoren
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- Autorin: Lisa Dress
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- Mehrere Produkte in einem frühen Erprobungsstadium zielen darauf ab, die
Angriffe des Immunsystems auf die schützende Myelinhülle der Nervenfasern zu stoppen.
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- Die Forscher hoffen diejenigen Immunzellen zerstören zu können, welche ihre
Angriffe gegen das Myelin richten. Mehrere innovative experimentelle Versuche laufen
derzeit mit diesem Ziel.
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- Allen diesen Forschungsprojekten gemeinsam ist, daß sie die speziellen T-Zellen
angehen, welche die schützende Myelinschicht angreifen. T-Zellen sind kleine im Blut
zirkulierende Lymphozyten, welche die spezifische Immunantwort gegen Viren und Bakterien
einleiten und regeln. Sie reifen in der Thymusdrüse.
- Einige Wissenschaftler versuchen, diese pathogenen T-Lymphozyten zu inaktivieren
oder ihre Vermehrung zu verhindern, einige wollen eine Immunantwort gegen diese
körpereigenen Zellen stimulieren und wieder andere versuchen eine Toleranz des
Immunsystems gegen die Bestandteile der Markscheiden zu erreichen. Bei der Multiplen
Sklerose - einer Erkrankung der myelinumhüllten d.h. weißen Nerven des Gerhirn und
Spinalkanals - zerstört ja das eigene Immunsystem allmählich deren Myelinhüllen.
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- Es gibt eine zunehmende Evidenz, daß T-Zellen, die gegen Bestandteile des
Myelins sensiblilisiert wurden (näheres siehe Autoimmunität und Multiple
Sklerose), in den Krankheitsfortschritt verwickelt sind. Mit einem Prozeß, der dem
Konzept der traditionellen Impfung ählich ist, wollen einige Forscher Teile der
autoreaktiven T-Zellen benutzen, um den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen diese
T-Lymphozyten anzuregen, um sie auf diese Weise zu eliminieren. Im Falle der Multiplen
Sklerose sind also die autoreaktiven T-Zellen das Pathogen, nicht fremde Mikroorganismen.
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- Wenigstens sechs Biotechnologieunternehmen entwickeln therapeutische Impfstoffe,
um die autoreaktiven T-Zellen auszuschalten, die außer Kontrolle sind. Im Gegensatz zu
Therapeutika die heute verfügbar sind, sollen diese Impstoffe den Prozeß frühzeitig
unterbinden, der in einer Reaktionskette schließlich zum Abbau des Myelins und zur
Vernarbung der entzündeten Bereiche führt:
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- Entwickler
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- Substanz
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- Stadium
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- Erhofftes Potential
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- Alexion Pharmaceuticals Inc
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- MP4
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- vorklinisch
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- stoppt den Krankheitsverlauf
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- Anergen Inc
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- MS-AnergiX
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- Phase I
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- inaktiviert spezifisch autoreaktive T-Lymphozyten
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- Connectics Inc
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- TCR-Peptid
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- Phase I/II
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- leitet eine erhöhte Immunantwort gegen autoreaktive T-Zellen ein
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- The Immune Response Corp
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- Synthetisches Peptid
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- Phase I
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- verhindert autoreaktive T-Zellen
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- ImmuLogic Pharmaceutical Corp
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- Peptide
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- Phase I
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- führt zur Toleranz gegen eine Hauptkomonente des Myelins
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- Neurocrine Biosciences Inc
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- NBI-5788
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- Phase I
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- verhindert die zerstörende Wirkung von T-Lymphozyten
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- Es gibt einen enormen Bedarf für MS-Therapien. In den Vereinigten Staaten
leiden schätzungsweise 350000 Menschen an ihr, ebensoviele in Europa. Ungefähr 40000 neu
Erkrankte kommen jährlich hinzu.
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- Bisher gibt es nur drei Produkte, die speziell für die Behandlung des
schubförmigen Verlaufs der Multiplen Sklerose geeignet sind: Beta-Interferon 1a (Avonex
von Biogen oder Rebif von Serono), Beta-Interferon 1b (Betaseron von Schering) und
Copaxon, eine Mischung von Polypeptiden (Teva) (siehe MS-Medikamente).
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- Diese Produkte sollten durch die neuen Entwicklungen in 5 bis 10 Jahren obsolet
sein, wenn es die Impfstoffe tatsächlich schaffen, den Krankheitsverlauf aufzuhalten.
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- 28.04.1997, New Haven,
Conneticut
- Das National Institute of Health gibt die Wirksamkeit des
MS-Medikaments von Alexion Pharmaceutical Inc. bei einem Primatenmodell bekannt
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- Auf der Biomedizinischen Konferenz 97 vorgestellte Ergebnisse:
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- Quelle: Alexion Pharm.
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- Die Alexion Pharmaceuticals Inc. veröffentlichte, dass am Sa.,
dem 26. April, Wissenschaftler des National Institute of Health (NIH) bei der
Biomedizinischen Konferenz, dem jährlichen Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für
klinische Untersuchungen, die Ergebnisse einer Studie bekanntgaben, die die Wirksamkeit
der von Alexion Pharm. eigenentwickelten Verbindung MP4 bei der Behandlung von Multipler
Sklerose (MS) bei einem Primatenmodell belegen. Im Vergleich zu nicht behandelten Tieren
reduzierte in der betreffenden Studie die Behandlung mit MP4 die Schwere der MS-artigen
Symptome ebenso wie sie den Zeitraum bis zum Ausbruch von Schädigungen verlängerte;
diese wurden durch Kernspinaufnahmen festgestellt. Die Ergebnisse wurden von Dr. Michael
Lenardo präsentiert, dem Leiter der Untersuchung und einem langjährigen Forscher im
Laboratory of Immunology des National Institute of Allergy and Infectious Diseases.
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- "Im Verlauf der viermonatigen Studie zeigte sich eine klare,
von der verabreichten Dosis abhängige Reduzierung bei der Schwere der Symptome, wobei
sich bei Tieren, deren Gruppe mit einer höheren Dosis behandelt wurde, keine sichtbaren
klinischen Anzeichen einer Krankheit zeigten", so Dr. Lenardo. "Auch bei der
hohen Wirksamkeit von MP4 konnten wir keine offensichtliche Giftigkeit bei der Behandlung
feststellen, was auf die Sicherheit einer Gabe von MP4 bei diesen nichtmenschlichen
Primaten hinweist."
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- Die Studie wurde mit gewöhnlichen Krallenaffen durchgeführt,
einer ausgezüchteten Primatenart mit gut charakterisierter Empfänglichkeit für
autoimmune demyelinisierende Krankheiten. Wenn die Krallenaffen mit von menschlichem
Myelin (der isolierenden Schutzschicht der Nerven im Gehirn) abgeleiteten Proteinen
immunisiert wurden, zeigte sich bei nicht behandelten Krallenaffen ein schubförmiges
remittierendes Auftreten neurologischer Krankheitssymptome, die durch eine signifikante
Ähnlichkeit zur menschlichen MS gekennzeichnet sind.
- Es gibt nachhaltige Beweise dafür, dass die Schädigung des
Zentralen Nervensystems bei MS durch T-Lymphozyten bewirkt wird, die im Gehirn
Myelinprotein-Antigene erkennen. MP4 ist ein rekombinant erzeugtes Molekül, das mit dem
Ziel entworden wurde, die krankheitsverursachenden T-Lympozyten zu eliminieren, die im
Myelinbasis-Protein und Proteolipid-Protein die Epitope (antikörperspezifische
Determinante) markieren. Diese zwei Proteine machen zusammen 80% der Myelinscheide aus. In
früheren am NIH durchgeführten Studien wurde gezeigt, dass intravenös verabreichtes
Antigen selektiv die krankheitsverursachenden, autoreaktiven T-Zellen in vivo eliminieren
konnte. In einer letztes Jahr im Journal of Clinical Investigation veröffentlichten
vorklinischen Studie wurde in einem weiteren Standardmodell gezeigt, dass intravenöses
MP4 das Fortschreiten der Krankheit umkehrte.
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- "Diese vorläufigen Ergebnisse sind eine wichtige Ausweitung
unserer laufenden Studien, die demonstrieren, dass nicht-orale 3/4 Antigentherapie die
Äusserungen ernster Autoimmunkrankheit unterdrücken kann", sagte Dr. Louis Matis,
der Vizepräsident der immunbiologischen Forschung bei Alexion. "Uns ist derzeit
keine andere Behandlung bekannt, die sich in einem Primatenmodel der MS sowohl sicher als
auch effektiv erwiesen hat. Wir beabsichtigen, dieses Jahr einen Indikationsantrag (IND)
einzureichen, um klinische Versuche mit MP4 an MS-Patienten zu initiieren."
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- Alexion Pharmaceuticals Inc., gegründet 1992, entwickelt
hochspezifisch wirksame Immuntherapeutika, welche darauf abzielen, die
krankheitsverursachenden Komponenten des Immunsystems auszuschalten ohne dieses generell
zu schwächen. Das Unternehmen entwickelt drei Felder: C5-Komplementhemmer und
T-Zell-Apogenerika, die gegen schwere Herzgefäss- bzw. autoimmune Krankheiten zielen und
Mischgewebe zur Organtransplantation.
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- Celgene Corporation startet klinische Tests mit einer neuen Klasse von
TNF-Alpha-Inhibitoren
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- Quelle: Celgene Corp.
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- Die Studie markiert eine beträchtliche Ausweitung des
Entwicklungsprogramms der pharmazeutischen Immunologie:
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- Die Celgene Corporation gab heute bekannt, dass sie in
Grossbritannien klinische Studien über SelCID, der ersten Verbindung aus ihrer Klasse von
neuen entzündungshemmenden Wirkstoffen begonnen hat. SelCIDs sind potente,
kleinmolekulare Inhibitoren der TNF-Alpha-Überproduktion (TNF = Tumor-Nekrose-Faktor).
Sie sollen die Fähigkeit besitzen, viele Autoimmun- und Entzündungskrankheiten
beeinflussen zu können, wie rheumatische Arthritis, entzündliche Darmkrankheiten,
Diabetes, Multiple Sklerose, Lupus und andere. Dieser Phase I -Versuch ist eine Studie bei
gleichbleibender Medikamentengabe mit Placebokontrolle. 18 gesunde männliche Freiwillige
wurden aufgenommen, um die Studie zu vervollständigen. Sicherheit und Verträglichkeit
werden bewertet.
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- "Diese Studien sind für Celgene ein bedeutender Schritt
nach vorn, da es um das erste Medikament aus unserem Immunologieprogramm geht, das Eingang
in Kliniken gefunden hat. Bei erfolgreichem Abschluss des klinischen Programms könnten
die neuen, auf SelCids basierenden Therapien weltweit sehr interessante Möglichkeiten in
medizinischer und wirtschaftlicher Hinsicht eröffnen", sagte John Jackson,
Vorsitzender und Hauptgeschäftsführer von Celgene.
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- "Kürzliche wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass
viele der SelCID -Verbindungen potente selektive Hemmstoffe für die TNF-Alpha-Synthese
sind", bemerkte Sol Barrer, Dr. pharm., Präsident und COO. Durch die selektive
Kontrolle der TNF-Alpha-Überproduktion mittels oral verabreichter kleinmolekularer
Medikamente, haben wir möglicherweise ein hochwirksames Mittel gegen Autoimmun- und
Entzündungskrankheiten, ohne das gesamte Immunsystem zu unterdrücken -- ein mögliches
Risiko bei anderen TNF-alpha-suppressiven Wirkstoffen, die gegenwärtig entwickelt werden,
wie z. B. Antikörper oder Rezeptoren".
- Schon früher in diesen Jahr gab Celgene bekannt, dass es Patente
erhalten hat, die verschiedene Strukturklassen der SelCID-Familie abdecken. Weltweit hat
Celgene mehr als 20 Patente erhalten, die sich auf SelCID beziehen.
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- Die Celgene Corp. verwendet eigenes Expertenwissen in der
Kleinmolekularchemie, um neue therapeutische Wirkstoffe zu entwickeln und liefert
hochwertige chemische Stoffe für pharmazeutische, agrochemische und verwandte
Anwendungen.
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- Quelle: T-Cell Sciences Bulletin
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- T-Cell Sciences wendet sein Expertenwissen bei Forschung und Entwicklung in der
Molekular- und Zellbiologie an, um bedeutenden, noch nicht gedeckten medizinischen
Bedürfnissen nachzukommen. Seit ihrem Bestehen hat die Fa. eine führende Position auf
dem Gebiet der Komplement-Biologie und T-Zell-Regulation aufgebaut. Da T-Cell Sciences die
Signale dieser fundamentalen biologischen Mechanismen versteht, ist sie in der Lage,
therapeutische Mittel zu identifizieren und zu entwickeln, die nützlich bei der
Behandlung vieler häufiger, den Körper schwächender Zustände sind. Diese Zustände
werden durch die körpereigenen Abwehrmechanismen angestossen. Sie betreffen weltweit
Millionen von Menschen und stellen einen milliardenschweren Markt dar. Sie schliessen
Repersionsverletzungen (die oft in Folge einer Herzattacke oder eines ärztlichen
Eingriffs entstehenden Blutgefäßschäden, bei denen die Blutversorgung des Patienten
unterbrochen und an anderer Stelle wieder eingeleitet wird), akute oder chronische
Organabstossung nach Transplantationen, akute Lungenentzündung, Autoimmunkrankheiten wie
Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis oder Lupus, Alzheimer und Herzkrankheiten oder
Schlaganfall (durch Artheriosklerose) ein.
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- Die Gesellschaft bleibt weiterhin führend in der klinischen Entwicklung von
therapeutischen Mitteln, welche die Aktivierung der Komplement-Kaskade hemmen. Komplement
besteht aus einer Reihe von Proteinen im Blutkreislauf. Komplement bewirkt, wenn es durch
die körpereigene Abwehr aktiviert wurde, eine Leckbildung bei den Blutgefässen und eine
Häufung der weissen Blutkörperchen. Eine unangemessene Aktivierung von Komplement kann
zu ernstem Schaden an Herz oder Lungen führen. Die Aktivierung von Komplement ist auch
mit der Alzheimer Krankheit in Verbindung gebracht worden.
- TP10 ist das erste Produkt von T-Cell Sciences, das schon im klinischen Einsatz ist.
Es ist eine lösliche Form des Komplement-Rezeptors 1 (CR1), eines Proteins, das
natürlicherweise auf roten Blutkörperchen vorkommt. Lösliches CR1 (sCR1) bindet sich an
sein Ziel und verhindert den Aufbau von zwei Schlüsselkomponenten in der sog.
Komplement-Kaskade. Solange sCR1 im Blutkreisslauf vorhanden ist, wird die
Komplementbildung unterdrückt.
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- 1995 testeten zwei Studien der Phase I die Sicherheit von TP10 bei Menschen. Bei zwei
Indikationen wurde die Unbedenklichkeit bestätigt. SCR1 erreichte als erster
Komplement-Inhibitor ein solches Testniveau beim Menschen. Ein Test auf die Wirksamkeit
des Medikamentes begann 1996. Im Januar 1996 startete eine klinische Studie der Phase IIa
bei Patienten mit ARDS (Akute Respiratorische Insuffizienz). Im August begann die
Registrierung von TP10 in einem Phase I/II Versuch bei Patienten mit
Blutgefässverletzungen nach einer Lungentransplantation. Im Verlauf von 1997 erwartet die
Gesellschaft wertvolle Daten aus diesen Versuchen bezüglich der Fähigkeit von TP10,
Schaden von Patienten abzuhalten, der andernfalls durch die Aktivierung des
Komplementsystems entstünde.
- Es besteht ein umfangreicher Patentschutz für CR1-basierende Verbindungen. Die
Gesellschaft hält unter anderem Patente oder Lizenzrechte an Patenten für CR1 (incl.
sCR1), die ihre Zusammensetzung, ihre Verwendung bei der Behandlung von Krankheiten, ihre
Verwendung in Kombination mit anderen Medikamenten und Massnahmen zur Reinigung und
Produktion umfassen. Die Gesellschaft hält auch ein Patent bezüglich Verbindungen, die
sCR1 enthalten und ein adhäsionshemmendes Molekül. Solche Verbindungen können unter
bestimmten klinischen Umständen eine zusätzliche Fähigkeit zur Anbindung an durch
Entzündung beschädigte Blutgefässe bekommen. Ein CR1-Derivat (sCR1sLex), das
zusätzliche Carbonhydratstrukturen für verbesserte Bindung enthält, ist jetzt in der
vorklinischen Entwicklung bei der Gesellschaft und könnte sich vielleicht als besonders
nützlich bei der Behandlung von Herzanfall und Schlaganfall erweisen.
- 1996 gewährte T-Cell Sciences der im Medikamentenvertrieb tätigen Gesellschaft CytoTherapeutics eine nicht exclusive Lizenz
zu bestimmten Patentrechten an CR1, und zwar zum Gebrauch in ihren gekapselten
Zellprodukten für die Lieferung von Medikamenten in das zentrale Nervensystem. T-Cell
Sciences erhielt eine Zahlung mit Vertragsabschluss und erhält künftig Etappenzahlungen
und Lizenzgebühren.
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- Juni 1997 Zur Phase II der Studie über
genetische Disposition bei Multipler Sklerose
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- 02.07.1997 Alexion
erhält das Patent für retrovirale Vektoren, die entwickelt wurden, um die menschliche
immunologische Schranke zu überwinden
02.09.1997 Alexion
und Novartis schließen ein Abkommen über 10 Mio. US$ ab
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- Juni 1997, Kanada
- Zur Phase II der Studie über genetische Disposition bei Multipler
Sklerose
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- Quelle: IMSSF
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- Zusammenfassung:
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- Die Multiple Sclerosis Scientific Research Foundation hat angekündigt, daß sie
weiterhin das wegweisende kanadische Gemeinschaftsprojekt zur genetischen Disposition bei
Multipler Sklerose finanziell unterstützen will. Die zweite Studie wird auf den
Ergebnissen des ersten Projekts aufbauen. Phase II wird mit einem Förderbetrag von 4,7
Mio. US$ drei Jahre lang unterstützt. Es ist der größte Förderbetrag, der jemals der
Multiplen Sklerose Forschung zugeflossen ist. George Ebers, Dr. med., Professor für
Neurologische Wissenschaft am Health Sciences Centre der Universität London, leitet den
die molekulare Genetik betreffenden Teil der Studie und A. Dessa Sadovnick, Dr. pharm.,
Professor für Medizinische Genetik an der University of British Columbia, leitet den die
genetische Epidemiologie betreffenden Teil. Neil Risch, Dr. pharm. an der Stanford
University, nimmt ebenfalls als für die statistische Analyse veranwortlicher Forscher am
Projekt teil. Wie schon die erste so schließt auch die zweite Studie die Zusammenarbeit
aller kanadischen MS-Kliniken ein. Die MS Scientific Research Foundation ist verwandt mit
der Multiple Sclerosis Society Kanada, ihrer hauptsächlichen Finanzquelle.
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- Ergebnisse aus der Studie I:
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- Die erste genetische Dispositionsstudie bestand aus zwei Teilen: Der von Dr.
Sadovnick geleiteten genetischen Studie zur Epidemiologie und der von Dr. Ebers geleiteten
Studie zur molekularen Genetik.
- Genetische Studie zur Epidemiologie:
- Im genetisch-epidemiologischen Teil der Studie verwendeten die Forscher
genetisch-epidemiologische Methoden, um aus mehr als 18000 Menschen, die mit MS an 14
MS-Kliniken registriert sind, mehr als 2000 multiplexe Familien (mehr als ein Mitglied der
Familie hat MS) herauszufinden.
- Die Forscher identifizierten eine Anzahl von spezifischen Familienpopulationen:
Halbgeschwister, Zwillinge, Adoptivkinder und Ehepaare.
- Zwei definitive Studien belegten, daß das verstärke Auftreten von MS in Familien
auf Gene zurückzuführen ist. Die Studie mit Adoptivkindern, die im scientific journal
Nature, (14. Sept. 1995) publiziert wurde, ergab, daß die von den Eltern ererbten Gene an
der Entwicklung von MS beteiligt sind. Die Adoptivstudie untersuchte 238 MS-kranke
Menschen , die noch im ersten Lebensjahr adoptiert wurden. Sie belegte, daß ihre
Adoptiveltern, Adoptivgeschwister oder Adoptivkinder keine gesteigerte MS-Rate aufwiesen,
obwohl sie mit jemanden zusammenlebten, der später an MS erkrankte. Die Prozentrate von
MS bei den Adoptierten/Adoptierenden entsprach dem der allgemeinen Bevölkerung.
- Bei der Studie mit Halbgeschwistern identifizierten die Forscher 939 Menschen mit MS,
die Halbgeschwister hatten. Anders als die adoptierten/adoptierenden Verwandten von
Menschen mit MS , die keine ererbten gemeinsamen Gene hatten, teilen Halbgeschwister 25%
des genetischen Erbgutes im Vergleich zu 50% bei Vollgeschwistern. Die Forscher fanden
heraus, daß das Risiko MS zu bekommen, bei Halbgeschwistern weniger als halb so groß wie
bei Vollgeschwistern war. Jedoch war das Risiko bei Halbgeschwistern grösser als bei der
allgemeinen Bevölkerung. Sie untersuchten auch, ob das Risiko bei Halbgeschwistern, die
in einem gemeinsamen Haushalt mit einer später an MS erkrankten Person aufgezogen wurden,
größer war als bei Halbgeschwistern, die getrennt aufwuchsen. Bei den gemeinsam
Aufgezogenen bestand kein größeres Risiko. Die Ergebnisse wurden in The Lancet (22. Juni
1996) veröffentlicht.
- Die Studien an Adoptivkindern und Halbgeschwistern waren die ersten, die jemals über
eine Autoimmunkrankheit mit diesen besonderen Familien durchgeführt wurden. Sie gaben Dr.
Ebers, Sadovnick, Risch und ihren Mitarbeitern die Gelegenheit, die Auswirkungen der Natur
(Genetik) von den Auswirkungen der Umwelt (der Familienumgebung) zu trennen. Beide Studien
bestätigen, daß viele genetische Faktoren an der Entwicklung von MS beteiligt sind.
Unbestreitbar spielt auch die Umgebung eine Rolle; doch im wesentlichen ist die
Makroumgebung der Bevölkerung als Ganzes, nicht die Mikroumgebung der Familie
ausschlaggebend.
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- Molekulare Genetik:
- Die Ergebnisse des molekulargenetischen Teils des Projekts wurden in Nature Genetics
(August 1996) veröffentlicht. Die Forscher berichteten über die Ergebnisse von
genetischen Untersuchungen an 222 Geschwisterpaaren aus 175 multiplexen Familien. Durch
Untersuchung der DNA von Geschwisterpaaren (beide hatten MS), fanden die Forscher einen
Abschnitt auf dem Chromosom 5, der signifikant die genetische Anfälligkeit für MS zu
beeinflussen scheint. Andere weniger signifikante Abschitte, die vielleicht noch zur
allgemeinen genetischen Anfälligkeit beitragen, wurden auf den Chromosomen 2, 3, 6, 11
und X identifiziert.
- Dieselbe Ausgabe von Nature Genetics beinhaltete die Ergebnisse von drei anderen
Studien zur genetischen Anfälligkeit. Von den vier Studien war die kanadische bei weitem
die größte (für weitere Details über die vier Studien siehe das Memo vom 6. August
1996: Genetic Susceptibility in Multiple Sclerosis: Four studies featured in Nature
Genetics)
- Die molekulargenetische Untersuchung hat die Adoptiv- und Halbgeschwisterstudien
darin bestätigt, daß ein genetisches Risiko bei Familien besteht, und daß eine noch
unbestimmte Anzahl von Genen an diesem Risiko beteiligt ist. Zusammen haben die
genetisch-epidemiologischen und molekularen Studien die Suche nach spezifischen Genen, die
möglicherweise Menschen anfällig für MS machen, einengen können.
- Die Forscher betonen jedoch, daß - obwohl diese Ergebnisse sehr wichtig für weitere
Forschungen sind - das Risiko einer MS-Erkrankung für jemanden, der aus einer Familie
kommt, wo schon ein Verwandter an MS erkrankt ist, immer noch ziemlich moderat ist.
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- Phase II:
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- Während der Phase II des Projektes werden Dr. Sadovnick, Ebers, Risch und ihre ueber
Kanada verteilten Mitarbeiter versuchen, die für die MS-Anfälligkeit verantwortlichen
Gene herauszufinden - ebenso die beteiligten Umweltfaktoren.
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- Molekulargenetik:
- Forscher, die auf dem Feld der Molekulargenetik an der Studie teilgenommen haben,
werden weiterhin nach Genen auf den wahrscheinlich kritischen Abschnitten der Chromosomen
suchen, die schon in der ersten Studie identifiziert wurden. Die Arbeit schließt sowohl
die Analyse von DNA-Mustern, die von identifizierten Familien zusammengetragen wurden, als
auch die Sammlung weiterer Muster mit ein. Die Sammlung von DNA durch Blutproben findet an
Kliniken statt, während die Analyse an Dr. Ebers Laboratorium am Universitätskrankenhaus
geschieht.
- Die Identifizierung auch nur eines Gens, das an der Anfälligkeit für MS beteiligt
ist, wird kritische Informationen darüber liefern, wie und warum MS entsteht. Weiterhin
betonte Dr. Ebers, daß theoretisch, wenn die Gene für die MS-Anfälligkeit einmal
identifiziert sind, es möglicherweise leichter ist, eine Methode zur Unterdrückung der
Krankheit zu entwickeln als wenn nur ein defektes Gen beteiligt wäre, da man an mehreren
Punkten eingreifen könnte.
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- Genetische Epidemiologie:
- Die University of British Columbia unter der Leitung von Dr. Sadovnick wird das
Zentrum der extensiven genetisch-epidemiologischen Komponente sein. Dieser Teil der Studie
wird um die Suche nach möglichen Umweltauslösern erweitert. Besonders die Studie an
Halbgeschwistern zeigte von individuellen Familienumgebungen abhängige Faktoren auf. Die
Forscher werden eine breite Vielfalt von Umwelteinflüssen und deren Zeitraum untersuchen.
Andere Forscher haben spekulativ vermutet, daß der Zeitraum, da man einem
MS-Erwerbsrisiko ausgesetzt ist, möglicherweise vor der Pubertät liegt.
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- Die kanadischen MS-Kliniken - ein einzigartiger Fundus:
- Sowohl Dr. Ebers als auch Dr. Sadovnick betonten, daß eine Studie dieser Größe und
Komplexität wegen seines einzigartigen Netzes von MS-Kliniken nur in Kanada durchgeführt
werden konnte. Die Kliniken haben mehr als 18000 Erkrankte als Basis, die alle Typen von
MS repräsentieren. Sie haben auch auf MS spezialisierte Neurologen, die die Krankheit in
gleicher Weise diagnostizieren und einstufen. Die Phase II der Studie wird eine Zahl von
15 MS-Kliniken in Kanada umfassen.
- Die teilnehmenden MS-Kliniken sind: Health Sciences Centre, St. John's, Nfld.;
Dalhousie MS Research Unit, Halifax, N.S.; Centre Francois-Charon, Quebec City, Que.;
Montreal Neurological Institute, Montreal, Que.;
- Hospital Notre-Dame, Montreal, Que.; Ottawa General Hospital, Ottawa, Ont.; Kingston
General Hospital, Kingston, Ont.; St. Michael's Hospital, Toronto, Ont.; Chedoke-McMaster
Hospital, Hamilton, Ont.; London Health Sciences Centre, University Campus; Health
Sciences Centre, Winnipeg, Man.; Saskatoon City Hospital, Saskatoon, Sask.; University of
Alberta, Edmonton, Alta.; Calgary General Hospital, Calgary, Alta.; Vancouver Hospital,
Vancouver, B.C. MS
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- Scientific Research Foundation:
- Die Geldmittel sowohl für die erste als auch die zweite Studie werden von der MS
Scientific Research Foundation zur Verfügung gestellt. Die 1973 gegründete Stiftung
unterstützt die wissenschaftliche Forschung zur Ursache, Behandlung und Heilung von MS.
Die Stiftung ist verwandt mit der Multiple Sclerosis Society of Canada, die ihr
hauptsächlicher Geldgeber ist.
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- 02.07.1997, New
HAVEN, Connecticut
- Alexion erhält das Patent für retrovirale Vektoren, die
entwickelt wurden, um die menschliche immunologische Schranke zu überwinden
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- Quelle: Alexion Pharm. Pressemitteilung
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- Alexion Pharmaceuticals Inc. gab heute bekannt, daß sie das US-Patent Nr.
5643770 erhalten hat. Es wurde am 1. Juli mit dem Titel "Retrovirale Vektoren, die
sich hemmend auf das Komplement auswirken" vergeben. Das an Alexion vergebene Patent
enthält Anspüche bezüglich retroviraler Vektoren (zielgerichteter Überträger), die
mit dem Ziel entwickelt wurden, der Zerstörung durch das menschliche Komplementsystem zu
widerstehen. Das Patent stellt auch eine der Kerntechnologien dar, welche die Basis der
Zusammenarbeit von Alexion mit Novartis auf dem Gebiet der menschlichen Gentherapeutik
bilden.
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- "Dieses Patent ist für uns ein weiterer Schritt zu effektiveren
Gentherapien bei in vivo Anwendungen." Durch Verschmelzung von das Komplementsystem
hemmenden Proteinen mit viralen Hüllproteinen haben die Wissenschaftler von Alexion eine
eigene Technologie entwickelt. Diese Technologie soll die Entwicklung retroviraler
Vektoren ermöglichen, welche die vom Komplementsystem gebildete immunologische Schranke
überwinden können.
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- Alexion Pharmaceuticals Inc. wurde 1992 gegründet und ist in der Entwicklung
von selektiven immuntherapeutischen Medikamenten tätig, die im allgemeinen dazu
entwickelt werden, die krankheitserregenden Teile des Immunsystems bei gleichzeitiger
Erhaltung seiner krankheitsverhindernden Faktoren zu unterdrücken. Zusätzlich zu ihrer
Zusammenarbeit mit Novartis auf dem Gebiet der menschlichen Gentherapie entwickelt Alexion
drei technologische Plattformen: C5 Komplement-Inhibitoren und apogene
T-Zell-Therapeutika, die im Zusammenwirken eine Heilwirkung bei schweren Herzgefäß- und
Autoimmunerkrankungen ausüben sollen, sowie Xenotransplantate für Organverpflanzungen.
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- 02.09.1997, New
HAVEN, Connecticut
- Alexion und Novartis schließen ein Abkommen über 10 Mio. US$ ab
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- Quelle: Alexion/GTI Pressemitteilung
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- Alexion Pharmaceuticals Inc. und Genetic Therapy (GTI), ein vollständiges
Tochterunternehmen von Novartis, haben ein Abkommen geschlossen, nach dem Alexion GTI
weltweit die Exklusivrechte zugesteht, ihre Technologie zur Entwicklung und Vermarktung
immungeschützter viraler Gentherapieprodukte für direkte in vivo-Gentherapie zu nutzen.
Die Bestimmungen des Abkommens legen fest, daß Alexion im voraus Lizenzgebühren,
Forschungsgelder und Terminzahlungen im Gesamtwert von 10 Mio US$ erhält. Alexion erhält
auch Tantiemen aus dem Nettoverkauf dieser Produkte.
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- "Diese neue Technologie wird unseren Anstrengungen zur Überwindung der
technischen Schwierigkeiten, die mit der Injizierbarkeit von retroviralen Trägern
verbunden sind, einen großen Schub verleihen und außerdem unsere Führungsposition bei
echter in vivo Gentherapie stärken", sagte Dr. Paul Herrling, der Chef der
Pharmaforschung bei Novartis. "Ein Grossteil der Forschung von GTI fokusiert sich auf
eingrenzbare, injizierbare und regulierbare Träger, die eine beträchtliche Synergie mit
den Aktivitäten unseres Hauses aufweist und das Potential hat, den Fortschritt der
Forschung der Novartis AG bei vielversprechenden Technologien zu beschleunigen."
Daniel Vasella Dr. med., Präsident und Vorsitzender des Aufsichtsrats bei Novartis,
kommentierte das Abkommen mit folgenden Worten: "Die Zusammenarbeit mit Alexion hat
beträchtliche Synergien mit den Aktivitäten unseres Hauses und hat das Potential, die
Geschwindigkeit der Forschung von Novartis bei vielversprechenden Technologien zu
erhöhen."
- Die besondere Technologie von Alexion hat das Potential, im Körper von
Patienten ( in vivo) gentherapeutische Substanzen durch ein Verfahren einzubringen, das
nicht vom Immunsystem angegriffen wird. Bei Erfolg werden diese therapeutischen Substanzen
wirksam in einer neuen Klasse gentherapeutischer Produkte verabreicht. "Alexion hat
einen wichtigen Beitrag auf dem Gebiet der menschlichen Gentherapie geleistet. Einmal
durch die Entdeckung des molekularen Mechanimus, durch den das menschliche Immunsystem
Gentransferprodukte, die auf Retroviren basieren, schnell eliminiert und dann natürlich
durch eine neue Technologie, die dieses Problem umgeht", bemerkte W. French Anderson,
Pionier der Gentherapie und GTI-Gründer, der exklusiv als Berater für GTI tätig ist.
"Alexion und GTI arbeiten jetzt zusammen, um gangbare Methoden zu entwickeln, die es
erlauben, retrovirale Gentransferträger direkt in vivo abzusetzen."
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- "Diese Zusammenarbeit ermutigt uns, unsere immunregulativen Technologien um
das vielversprechende Gebiet der Gentherapie zu erweitern und so den Wert unserer
Kerntechnologien außerhalb der Haupttätigkeitsfelder der Gesellschaft zu erhöhen",
sagte Leonard Bell, Dr. med., Präsident und Hauptgeschäftsführer bei Alexion.
Durch die Wahl von Novartis als Partner wird Alexion zusätzlich an der Forschung
auf dem Gebiet der menschlichen Gentherapeutik partizipieren. GTI ist anerkannter Führer
auf diesem Feld, was sowohl auf ihre wegweisenden Entdeckungen als auch extensiven
klinischen Programmen bei der in vivo Gentherapie beruht."
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ST. PAUL, MN23. März 1998
- Über das Risiko, als Geschwisterteil
MS zu bekommen
- Quelle: IMSSF
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- Eine neue Studie ist hilfreich bei der
Bestimmung des Risikos für Geschwister von MS-Kranken, selbst MS zu bekommen. Die Studie
wird in der diesmonatigen Ausgabe von NEUROLOGY veröffentlicht.
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- Einflußfaktoren für das Risiko der
Geschwister sind: Das Alter der Patienten bei Beginn der Symptome, das Geschlecht der
Patienten und der Umstand, ob ein Elternteil MS hatte.
- Die Studie belegt, daß je jünger ein
Patient bei Beginn der Symptome ist, desto wahrscheinlicher ist es, daß ein
Geschwisterteil auch MS bekommt. Geschwister von Kranken, die bis oder vor dem 20
Lebensjahr MS bekamen, entwickelten mit 5facher Wahrscheinlichkeit die Krankheit im
Vergleich zu solchen, deren Gewchwister erst mit über 40 Jahren die Krankheit bekamen.
Trotz des erhöhten Risikos sind die tatsächlichen Zahlen für das Lebenszeitrisiko
dieser Geschwister niedrig, gut unter 5%," laut der Autorin der Studie, Dessa
Sadovnick, PhD, Professor für Medizinische Genetik an der University of British Columbia.
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- Die Studie ergab weiterhin, daß im
Vergleich zu Brüdern Schwestern MS-Kranker mit 2,5 facher Wahrscheinlichkeit die
Krankheit entwickelten. Geschwister von MS-Patienten, die auch ein Elternteil mit MS
hatten, tragen das 4fache Risiko im Vergleich zu Geschwistern aus Familien, wo kein
Elternteil erkrankt ist. Jedoch sind laut Sadovnick auch in diesen beiden Gruppen die
tatsächlichen Zahlen für das Lebenszeitrisiko niedrig.
- Die Studie untersuchte 1896
MS-Patienten in Vancouver, British Columbia, und 8878 ihrer Eltern und Geschwister.
Diese Ergebnisse sind wichtig für genetische Beratungen", sagte Sadovnick.
"Das ermöglicht genauere Antworten, wenn Patienten und Familienmitglieder nach den
Risiken fragen", sagte sie. "Es ist wichtig, Informationen über die
Familienstruktur zu haben, da sie eine Auswirkung auf das tatsächliche Risiko eines
Individuums haben kann."
- Nach der Studie hat das Geschlecht der
MS-Patienten keinen Einfluss darauf, ob Geschwister mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
die Krankheit bekommen.
- Die Wissenschaftler glauben, daß eine
Kombination von genetischen und umweltbedingten Faktoren zur Krankheit beitragen. Die
Studie vermutet, daß diejenigen mit größerer genetischer Empfänglichkeit für die
Krankheit Symptome schon in jüngerem Alter zeigen.
- Die Wissenschaftler arbeiten daran, das
genaue genetische Material zu identifizieren, das die Empfänglichkeit für MS bewirkt.
Dazu müßten sie noch eine lange Wegstrecke zurücklegen, sagte Sadovnick. "Wenn wir
diesen Weg gegangen sind, werden wir Menschen mit höherem MS-Risiko identifizieren und
frühzeitig Maßnahmen zur Verzögerung des Ausbruchs oder gar zur Verhinderung treffen
können."
- Etwa 300000 Menschen in den USA leiden
an MS.
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- Januar 1997 Neueste
Erfolge bei der Transplantation von Oligodendrozyten
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- 08.10.1997 CytoTherapeutics wurde mit 4
Millionen US$ Fördermitteln belohnt, um zellbasierte Therapien für ZNS-Erkrankungen
voranzutreiben
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- Januar 1997, Madison,
Wisconsin
- Neueste Erfolge bei der Transplantation von Oligodendrozyten
Ein international führender Neuro-Transplanteur
ist Dr. Ian Duncan. Er arbeitet in Madison, Wisconsin, USA, am Lehrstuhl für
Veterinärmedizin der Universität schon seit über zwei Jahrzehnten an der Verpflanzung
von Oligodendrozyten in "shaking pubs", Hunde mit angeborenem
Myelindefizit. Außerdem leitet er die Zellkultureinheit des internationalen Myelin Projekts, die dort im Mai 1996
aufgebaut wurde. Diese sowie eine zweite Zellkutureinheit des Myelin Projekts in Lund,
Schweden, haben die Aufgabe menschliche Oligodendrozyten zu selektieren und zu
kultivieren, die für zukünftige Transplantationen in entmarkte Regionen beim Menschen
geeignet sind.
Ein Tierversuch von Dr. Duncan konnte jetzt
eindrucksvoll bestätigen, daß transplantierte tierische Oligodendrozyten in der Lage
sind, Bezirke in einer Länge von Zentimetern im Rückenmark von Hunden (shaking pubs) zu
besiedeln und dort auch zu überleben. Diese Ausdehnung entspricht geschädigten Bereichen
im Zentralnervensystem Multiple Sklerose Kranker.
Aufnahme a:
- Zu sehen ist der Querschnitt durch das Rückenmark eines shaking
pubs in Brusthöhe, der im Alter von 2 Wochen mit einer Gliazellsuspension transplantiert
wurde, die von Zellen eines normalen neugeborenen Hundes abgeleitet wurden. Das
Transplantationsergebnis wurde 11 Wochen später untersucht. Das dunkelfarbige Segment
wurde durch das Transplantat gut remyelinisiert.
Aufnahme b:
- Eine stärkere Vergrößerung aus dem Zentrum des Segmentes
zeigt, daß alle größeren Axone mit Myelin dick eingescheidet wurden (schwarze Ringe um
die weißen Axone).
Aufnahme c:
- Hingegen sind in dem Gebiet rechts des dunklen Segment aus
Aufnahme a
- viele nackte oder nur dünn umwickelte Axone des orginalen
Gewebes zu sehen.
Quelle: Myelination of the canine
central nervous system by glial cell transplantation: A model for repair of human myelin
disease, D.R. Archer,P.A. Cuddon,D. Lipsitz & I.D. Duncan, Nature Medicine o Volume 3
o Number 1 o Jan 1997
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- 04.03.1997 Forschungsergebnisse zu Guilfords
neuroimmunophilinen Liganden GPI-1046
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- 21.08.1997 AMGEN erhält die Lizenzrechte an
neurotrophen Substanzen von Guilford Pharmaceuticals Inc.
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- 08.10.1997 CytoTherapeutics wurde mit 4
Millionen US$ Fördermitteln belohnt, um zellbasierte Therapien für ZNS-Erkrankungen
voranzutreiben
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- Guilford Pharmaceuticals erhält das Patentrecht für Verbindungen,
die das Nervenwachstum fördern
- Quelle: Guillford Pharm. Pressemitteilung
- Guilford Pharmaceuticals Inc. gab heute bekannt, dass sie vom
U.S. Patentamt das Patent Nr. 5614547 erhalten hat. Das Patent bezieht sich auf die
Zusammensetzung und den Gebrauch einer Reihe von chemischenVerbindungen, die das
Nervenwachstum fördern und die Behandlung neurogenerativer Störungen unterstützen.
-
- Diese Verbindungen sind neuroimmonophiline Liganden, die oral
eingenommen werden und in Tiermodellen die Blut-Hirn-Barriere überwinden. Die Ergebnisse
einiger dieser Feldversuche von Guilford mit GPI 1046, das jetzt durch Patent geschützt
ist, wurden anfangs diesen Monats in Proceedings of the National Academy of Sciences
(U.S.A.), Band 94, Nr. 5, Seiten 2019-2024, 1997, veröffentlicht.
-
- "Wir freuen uns sehr, die Eintragung unseres ersten U.S.
Patentes für unser neuroimmunophilines Programm bekanntzugeben. Bis heute haben wir
sowohl zahlreiche US-Patente als auch ausländische Patente , die sich auf
neuroimmunophiline Verbindungen und ihren Gebrauch beziehen, gesammelt." Die
Wissenschaftler von Guilford haben durch die Anwendung von molekularstruktur-basierendem
Medikamentenentwurf und kombinierten chemischen Techniken hunderte von kleinmolekularen
neuroimmunophilen Verbindungen in mehreren verschiedenen chemischen Serien synthetisch
hergestellt. Diese können bei Tieren die Nerven zum Wachstum oder zur Regeneration
anregen.
-
- "Wir untersuchen mit großer Energie die Wirkung unserer
neuroimmunophilen Liganden in Tiermodellen. Die Versuche beziehen sich auf eine Reihe von
chronischen und akuten neurogenerativen Störungen wie Parkinsonsche Krankheit,
Alzheimersche Krankheit, Multiple Sklerose, traumatische Wirbelsäulenverletzungen,
periphere Neuropathien und Schlaganfall", kommentierte der Präsident und
Hauptgeschäftsführer von Guilford, Dr. Craig. R. Smith.
-
- Guilford Pharmaceuticals Inc. ist eine biopharmazeutische
Gesellschaft, die sich mit der Entwicklung von auf Polymeren basierenden therapeutischen
Mittel gegen Krebs befasst. Darüber hinaus entwickelt sie aber auch neue Produkte zur
Diagnose und Behandlung von neurologischen Krankheiten einschließlich Parkinsonscher
Krankheit, Alzheimerscher Krankheit, Schlaganfall, schweren Kopfverletzungen,
Wirbelsäulenverletzungen, Multipler Sklerose, peripheren Neuropathien und Kokainsucht.
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- 04.03.1997
- Forschungsergebnisse zu Guilfords neuroimmunophilinen Liganden
GPI-1046
-
- Quelle: Proceedings of the National Academy of
Sciences
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- Guilford Pharmaceuticals Inc. kündigte heute die
Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zu GPI-1046, eine der wichtigsten Verbindungen
in Guilfords Programm zur Entwicklung von nervenwachstumfördernden Medikamenten in der
heutigen Ausgabe von Proceedings of the National Academy of Sciences (U.S.A.), Band
94, Nr. 5, Seiten 2019-2024, 1997, an. Die Ergebnisse dieser Forschungen zeigen, dass
GPI-1046 Nerven vor Schädigungen schützen und Gehirnzellen zur Regeneration in
Tiermodellen stimulieren kann.
-
- Das von Dr. Solomon Snyder ( Johns Hopkins University School of
Medicine) vorgestellte Papier präsentiert die Ergebnisse von Experimenten mit GPI-1046,
ein auf oralem Wege verabreichter immunophiliner Ligand, der die Blut-Hirn-Schranke
überwindet. Die Studien zeigen, dass GPI-1046 sowohl die morphologische als auch
funktionale Genesung in Tiermodellen bei peripheren Nervenverletzungen und der
Parkinsonschen Krankheit fördert.
-
- Es ist bekannt, dass immunsuppressive Medikamente wie Cyclosporin
A und FK- 506 intrazellulare Proteine, die Immunophiline, binden. Vorher hatten
Wissenschaftler der Johns Hopkins Universität schon entdeckt, daß Immunophiline sich im
Gehirn 10 bis 40mal stärker anreichern, als im Immungewebe und dass Medikamente wie
FK-506, die sich an Immunophilin binden, das Nervenwachstum in vitro und in vivo fördern,
d.h. dass sie neurotroph sind. Durch molekularstruktur-basierende Medikamentenentwürfe
und Kombination chemischer Techniken haben die Wissenschaftler von Guilford eine Reihe von
neuen kleinmolekularen neuroimmunophilinen Liganden synthetisiert, die die neurotrophe
Aktivität von FK-506 besitzen, aber keine immunsuppressiven Eigenschaften haben.
-
- In einem Maus-Modell der Parkinsonschen Krankheit zeigte GPI-1046
einen sehr wirksamen neuroprotektiven Effekt auf das nigral-striatale dopamine System,
eine Region des Gehirns, die von der Parkinsonschen Krankheit geschädigt wird. In diesen
Studien wurde das Neurotoxin MPTP gleichzeitig mit GPI-1046 verabreicht, um einen
ernsthaften Schaden an nigral-striatalen dopaminen Neuronen zu verursachen und um den von
der Parkinsonschen Krankheit verursachten Schaden nachzubilden. Im Vergleich mit der
MPTP-Kontrollgruppe schützte GPI-1046 mehr als 80% der nigral-striatalen dopaminen
Neuronen.
- "Die Ergebnisse lassen vermuten, dass neuroimmuniphiline
Liganden wie GPI-1046 vielleicht einen neuen Weg für die Behandlung von
neurogedenerativen Krankheiten eröffnen," so Dr. Peter Suzdak, Vizepräsident der
Forschung, bei Guilford Pharmaceuticals Inc. und einer der Autoren des Artikels.
- Die Studien gingen noch einen Schritt weiter im Bemühen, die
menschliche Parkinsonsche Krankheit noch genauer nachzubilden. Dies erreichte man durch
die Gabe von GPI-1046, nachdem die Schädigung der nigral-striatalen dopaminen Neuronen
durch die Verabreichung zweier verschiedener Neurotoxine stattgefunden hatte, entweder
MPTP oder 6-Hydroxydopamin: Bei diesen Experimenten wurde GPI-1046 bis zu einem Monat nach
der Zerstörung der striatalen dopaminen Neuronen verabreicht. Schon bei Dosen von nur 4
mg/kg erhöhte GPI-1046 die Anzahl von funktionalen dopaminen Synapsen im Striatum
signifikant. Auch zeigte sich, dass die Gabe von GPI-1046 sowohl den neuronalen
Dopaminlevel als auch den Transfer verbesserte, was die physiologische Erholung anzeigte.
Darüberhinaus verbesserte es signifikant das funktionale Verhalten bei Ratten. Dies wurde
anhand des Drehverhaltens, das durch Apomorphin oder Amphetamin hervorgerufen wurde,
gemessen.
-
- "Eines der beeindruckendsten Merkmale der neurotrophen
Aktivität dieser neuroimmunophilinen Liganden ist deren Effizienz und Potential", so
kommentierte Dr. Joseph Steiner, Seniorwisscnschaftler und Chef der Biologischen Abteilung
für das neuroimmunophiline Programm bei Guilford Pharmaceuticals und einer der Autoren
dieses Papiers. GPI-1046 hat eine deutliche Verbesserung des neuriten Auswachsens in der
sensorischen Ganglia schon bei Konzentrationen von nur 1 Pikomolar bewirkt. D. h., dass
sein neurotrophes Potential größer ist als das des Nervenwachstumsfaktors (NGF)
selbst!"
-
- "Ein weiterer potentieller Vorteil von GPI-1046 ist, dass es
oral eingenommen wird und die Blut-Gehirn-Schranke überwindet. Deshalb ist es
wahrscheinlich nicht eingeschränkt von Transferproblemen ins zentrale Nervensystem, wie
bei Wachstumsfaktoren aus Proteinen oder Peptiden," sagte Dr. Greg Hamilton, der
Leitende Wissenschaftler und Chef der chemischen Abteilung des neuroimmophilinen Programms
bei Guilford Pharmaceuticals, ebenfalls Autor dieses Papiers.
-
- "Auf der Basis unserer bisherigen Experimente untersuchen
wir mit Nachdruck unsere neuroimmunophilen Liganden als mögliche Behandlungswege für
eine Reihe neurogenerativen Störungen wie Parkinsonsche Krankheit, Alzheimer Krankheit,
Multiple Sklerose, traumatischen Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen , Schlaganfall und
peripheren Neuropathien , wie z.B. die diabetische Neuropathie. Wenn die fortgesetzte
vorklinische Entwicklung erfolgreich fortschreitet, hoffen wir baldmöglichst klinische
Versuche beginnen zu können", sagte der Präsident und Hauptgeschäftsführer von
Guilford, Dr. Craig R. Smith.
-
-
- 21.08.1997
- AMGEN erhält die Lizenzrechte an neurotrophen Substanzen von
Guilford Pharmaceuticals Inc.
-
- Quelle: AMGEN Pressemitteilung
-
-
- Die Guilford Pharmaceuticals Inc. (GLFD) und die AMGEN Inc.
(AMGN) gaben bekannt, dass sie eine Vereinbarung unterzeichnet haben, die AMGEN weltweite
Rechte an den FKBP-neuroimmunophilinen Liganden von Guilford Pharm. gewährt. Diese
Liganden sind eine neue Klasse von kleinmolekularen neurotrophischen Wirkstoffen.
-
- Entsprechend den getroffenen Vereinbarungen erhält AMGN weltweit
Rechte an FKBP-neuroimmunophilinen Verbindungen für alle therapeutischen und
diagnostischen Anwendungen am Menschen; AMGEN wird klinische Entwicklungen und die
Herstellung von Produkten begleiten und bezahlen und ihre weltweite Vermarktung
übernehmen.
-
- ........................................................................
(Auslassung)
-
- Die Vereinbarung sieht Terminzahlungen für bis zu 10 genau
spezifizierte Indikationen vor, wobei 7 Indikationen neurologischer und 3 Indikationen
nicht neurologischer Art sind. GLFD erhält von der Entwicklung abhängige Terminzahlungen
für jede Indikation und könnte bis zu 392 Mio. US$ an Terminzahlungen bekommen , falls
alle 10 Indikationen erfolgreich entwickelt und gebilligt werden.
- Weiterhin erhält GLFD Tantiemen aus dem Produktverkauf, und hat
künftig eine Option, Phase I und Phase II der klinischen Entwicklung eines Produkts für
eine Indikation zu begleiten; für ein Produkt kann GLFD in den USA auch als Co-Vermarkter
auftreten. Für diese Promotion würden gewisse Kosten von AMGN übernommen. Wenn AMGN
sich entscheidet, seine Optionen wahrzunehmen, dann repräsentiert diese Option ein
zusätzliches Aktieninvestment von etwa 25 Mio. US$ in Wertpapiere von GLFD.
-
-
- 23.09.1997, Baltimore
- Guilford Pharmaceuticals gibt positive Ergebnisse aus einer
Studie an Primaten mit neuen neuroimmunophilinen neurotrophischen Wirkstoffen bekannt
-
- Quelle: Guilford Pharm. Pressemitteilung
-
- Erstmals belegen oral verabreichte neurotrophe Wirkstoffe ein Nachwachsen der
Nerven und verbessertes Verhalten in einem Primatenmodell der Parkinsonschen Krankheit:
-
- Guilford Pharmaceuticals gab heute Zwischenergebnisse einer laufenden Studie in
einem Primatenmodell der Parkinsonschen Krankheit bekannt. Die Ergebnisse dieser Forschung
zeigen, dass einer von Guilfords kleinmolekularen, FKBP-neuroimmunophilinen neurotrophen
Wirkstoffen, GPI-1046, Gehirnzellen regenerieren und das motorische Verhalten bei diesem
Primatenmodel der Parkinsonschen Krankheit verbessern kann.
-
- Die Ergebnisse sind aus einer Studie, bei der in einem Rhesus-Affenmodell der
Parkinsonschen Kranheitheit die verabreichten Dosen in Phasen erhöht wurden. Es sind die
ersten aus einer 3 Phasen umfassenden Studie, die von einem akademischen Mitarbeiter
durchgeführt werden. MPTP ist ein Neurotoxin, das bei der Verabreichung an Tiere
ernstlich und selektiv nigral-striatale dopamine Neuronen im Gehirn schädigt, ähnlich
einem von der Parkinsonschen Krankheit verursachten Schaden.
-
- ...........................................................
(Auslassung)
-
- "Die Ergebnisse der Studie sind beeindruckend. Diese Ergebnisse und die
Bedeutsamkeit der Effekte, die wir beobachtet haben, sind konsistent zu den Ergebnissen,
die wir schon früher an Mäusen und Ratten beobachtet hatten. Unsere Substanz hatte
durchschlagende Effekte bei verschiedenen Affen, deren Fähigkeit zum selbständigen
Fressen wiederhergestellt wurde, nachdem sie vor der Behandlung vollkommen unfähig waren,
die betroffenen Gliedmassen zu bewegen. Durch eine mikroskopische Untersuchung der Gehirne
haben wir auch offensichtlich korrespondierende Zunahmen bei der stratialen Nervenbildung
, d.h. Wiederwachstum der beschädigten Nervenenden, festgestellt. Wir glauben, dass der
Umfang der Genesung eine Funktion der Grösse der Schädigungen war. Bei einzelnen Affen
gab es eine beträchtliche Wirkungsbreite; die Ergebnisse waren jedoch statistisch
signifikant, mit Verbesserungen bei allen Messungen der lokomotorischen Aktivität,
neurologischem Erscheinungsbild und der Feinmotorikkontrolle. Die Ergebnisse bei den
Rhesusaffen betrachten wir als besonders signifikant, und basierend auf diesen sehr
ermutigenden Ergebnissen haben wir jetzt die 2. und 3. Phase der Studie eingeleitet",
sagte Dr. Peter Suzdak, Vizepräsident der Forschungsabteilung bei Guilford.
-
- ............................................................ (Auslassung)
-
- Am 20. August 1997 traf Guilford Pharm. mit AMGEN eine Lizenzvereinbarung, die
AMGEN weltweite Exklusivrechte an den FKBP-neuroimmunophilinen Verbindungen von Guilford
verlieh.
-
- ............................................................ (Auslassung)
-
- Diese Pilotstudie war eine offene, unkontrollierte Studie an sechs Rhesusaffen,
die nach dem MPTP-Modell hemisphärisch in einen parkinsonartigen Zustand versetzt wurden.
Die Tiere wurden bezüglich ihrer lokomotorischen Aktivität , ihres neurologischen
Verhalten und ihrer Feinmotorik beobachtet (gemessen am Greif- und Fressverhalten). Es ist
schon vorher gezeigt worden, dass die Verabreichung von MPTP an Rhesusaffen eine
signifikante Abnahme der lokomotorischen Aktivität bewirkte, das neurologische Verhalten
störte und den Verlust der Feinmotorik bewirkte. Diese Defizite im Verhalten beginnen
sofort nach der Gabe von MPTP und erreichen ihre maximale Schadenshöhe sechs bis acht
Wochen später. Auf Grund früherer Arbeiten gilt es als allgemein anerkannt, dass der in
diesem Modell durch MPTP verursachte Schaden permanent ist - ohne spontane Besserungen.
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- In dieser ersten Phase der Studie wurde MPTP zuerst an Affen verabreicht, dann
folgte 10 Wochen später die Gabe von GPI-1046. Man wollte beobachten, ob die Substanz
eine Umkehr der durch MPTP bewirkten motorischen Verhaltendefizite bewirken könne und ob
sie die dopaminergenen Nervenenden im Gehirn regenerieren konnte. Aufgrund der
ermutigenden Ergebnisse dieser vorläufigen Studie, werden die nächsten zwei Phasen der
Studie durchgeführt, um die schützenden und regenerativen Effekte von GPI-1046 beim
Rhesusaffenmodell noch extensiver zu prüfen.
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- GPI-1046 wurde einmal täglich auf oralem Weg verabreicht. Die Studie sah
steigernde Dosen von 0,3, 1,0, 3,0, und 10,0mg/kg vor. Alle zwei Wochen wurde die Dosis
erhöht. Schon bei Dosen von nur 1 mg/kg wurden positive Wirkungen beobachtet. Die Tiere
wurden nach ihrem Verhalten bei den jeweiligen Dosierungen eingeschätzt und nach dem Ende
der Studie wurden ihre Gehirne mikroskopisch auf Nervenwachstum untersucht.
-
-
- 08.10.1997, Lincoln
- CytoTherapeutics wurde mit 4 Millionen US$ Fördermitteln belohnt, um
zellbasierte Therapien für ZNS-Erkrankungen voranzutreiben
-
- Quelle: CytoTherapeutics Pressemitteilung
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- CytoTherapeutics Inc. wurde mit insgesamt 4 Millionen US$ durch das Programm für
fortschrittliche Technologien (ATP) des National Institiute of Standards and Technologie
(NIST) belohnt, um die Forschung über Behandlungsmöglichkeiten neurodegenerativer
Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS) zu fördern. Die Anerkennungen - in Höhe von
jeweils 2 Millionen US$ und über einen Zeitraum von 3 Jahren laufend - werden die
Forschung über zwei Zelltherapieprodukte fördern, die gekapselte Zellimplantate nutzbar
machen sollen, um zellwachstumsstimulierende Stoffe (sog. Wuchsfaktoren) freizusetzen und
neuronale Vorläuferzellen nutzbar machen sollen, um durch Krankheit oder Unfall
geschädigtes neuronales Gewebe ersetzen zu können. Das Unternehmen wird die
Fördergelder für diese Programme aufwenden.
-
- "Wir sind angenehm überrascht und zufrieden, daß die medizinischen und
kommerziellen Perspektiven unserer zellbasierten Technologie mit diesen Preisen von der
Bundesregierung bedacht wurden," äußerte sich M. Rose, Dr. med., Präsident und
Hauptgeschäftsführer. Wir fühlen uns verpflichtet, zellbasierte Therapien in die
forderste Front neurologischer Behandlung zu bringen und die Auszeichnungen verstärken
unsere Möglichkeiten, diese Technologie zum Patientennutzen voranzubringen."
-
- Die beiden Programme des Unternehmens wurden unter 565 Bewerbungen und 64
Finalteilnehmern in 7 Kategorien ausgewählt. Dies ist das erste Jahr, in dem die ATP
Projekte der Kategorie Gewebeenginiering fördert. Lars Wahlberg, Dr. med., Dr. ph.,
Direktor für Kerntechnologien und Joseph P. Hammang, Dr. ph., Direktor der Zell- und
Molekularbiologie werden die NIST-Programme des Unternehmens für das Wuchsfaktoren
liefernde bzw. das Vorläuferzellen implantierende Programm leiten.
-
- Das Ziel des "Transfusionsprogrammes" ist es, Methoden zu entwickeln, die
ein schnelles Verfolgen und Managen solcher Zellinien ermöglichen, die nach Verpflanzung
ins Zentralnervensystem überleben und spezielle Wirkstoffe produzieren können, mit denen
man für eine Reihe von Erkrankungen, die derzeit nicht heilbar sind wie z.B. Parkinson
und Zuckerblindheit, effiziente Therapien entwickeln kann.
-
- Das Ziel des "Neuronalen-Vorläuferzellen-Programms" ist es, Zellinien
menschlicher Vorläuferzellen zu generieren und die Faktoren für deren Wuchs und
Differenzierung als Basis für eine Reparatur des ZNS zu identifizieren. Damit könnte man
die restaurative Behandlung unterschiedlichster ZNS-Erkrankungen ermöglichen.
-
- ............................................. ( Auslassung )
-
- CytoTherapeutics ist ein führendes Unternehmen bei der Entwicklung zellbasierter
Therapien. Die "Transfusionstechnologie" des Unternehmens ist dazu ausgelegt,
eine Reihe schwerer Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS) wie z.B. posttraumatische
chronische Schmerzen behandeln zu können, indem therapeutisch wirksame Substanzen direkt
im ZNS von speziellen implantierten Zellen erzeugt und dosisgerecht abgegeben werden. Das
"Neuronale-Vorläuferzellen-Programm" des Unternehmens möchte neuronales
Gewebe, das infolge von Krankheit oder Unfall geschädigt oder abgebaut wurde reparieren
bzw. wiederaufbauen. Mit seiner schweizerischen Tochterfirma Modex Therapeutiques SA
entwickelt das Unternehmen auch Transfusionsbehandlungen für Diabetes, Fettsucht und
Blutkrankheiten.
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- Der
Liquor von Multiple Sklerose Patienten inaktiviert den neuronalen Na+-Ionenstrom
-
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- Quelle: Ergebnisse der Studie dreier Arbeitsgruppen
veröffentlicht in Brain Pathology 6: 259-274 (1996)
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- Autoren: Claudia F. Lucchinetti, Moses Rodriguez von
der Neurologischen Abt. der Mayo Clinic Rochester, Minnesota, Wolfgang Brück vom Institut
für Neuropathologie der Universität Göttingen und Hans Lassmann vom Institut für
Neurologie der Universität Wien
-
- Die Autoren berichten über die Untersuchungsergebnisse an Läsionsgewebe von
MS-Patienten:
-
- "Die Multiple Sklerose ist eine entzündliche demyelinisierende Erkrankung
des zentralen Nervensystems. Das Kennzeichen des Krankheitsgeschehens sind demyelinisierte
Läsionen mit reaktiver Formation gliösen Gewebes. Jedoch läßt eine detaillierte
Analyse der Demyelinisierungsmuster, des Oligodendrozytenabbaus und die Reaktion anderer
Gewebekomponenten vermuten, daß die Pathologie der Myelinzerstörung verschiedenartig
verläuft. In dieser Aufarbeitung präsentieren wir ein neues Klassifikationsschema der
Läsionsaktivität auf der Basis der molekularen Zusammensetzung der Myelinabbauprodukte
in den Makrophagen. Wenn diese Kriterien benutzt werden, können unterschiedliche Arten
von Läsionen gebildet werden, z.B. Demyelinisierung mit relativ starker Erhaltung der
Oligodendrozyten, Myelinzerstörung mit begleitendem und vollständigem Abbau der
Oligodendrozyten oder primärer Zerstörung bzw. Störung der Zelle und darauf folgendem
Myelinabbau.
- Weiterhin kann in einigen Fällen auf eine primäre selektive Demyelinisierung
ein Oligodendrozytenverlust in der etablierten Läsion folgen. Schließlich resultieren
einige außerordentlich schwere Bedingungen in destruktiven Läsionen mit Verlust von
Myelin, Oligodendrozyten, Axonen und Astrozyten. Diese Verschiedenartigkeit der
Plaquetypen wird im Verhältnis zu jüngsten Tiermodellen entzündlicher Demyelinisierung
diskutiert, die zeigen, daß unterschiedliche immunologische Wege zur Formation
demyelinisierter Läsionen führen können, welche die oben geschilderten
unterschiedlichen strukturellen Aspekte enthüllen. Unsere Ergebnisse weisen darauf hin,
daß die demyelinisierten Läsionen der Multiplen Sklerose einen gemeinsamen
pathologischen Endpunkt einer Reihe unterschiedlicher immunologischer Mechanismen der
Myelinzerstörung bei dieser Krankheit widerspiegeln."
-
- Kommentar der Redaktion:
-
- Die Ergebnisse der Studie lassen sich gut in Einklang mit
der Beobachtung bringen, daß bei der Multiplen Sklerose im Frühverlauf drei
unterschiedliche Arten des klinischen Bildes auftreten:
- Typ A: vollständige Remission der Verschlechterung
- Typ B: teilweise Remission der Verschlechterung
- Typ C: keine Remission der Verschlechterung
- Nach entsprechend langer Krankheitseinwirkung tendieren
die meisten Verläufe zum Typ C.
-
- Nutzen der Studie:
- Durch Vergleich der in Tiermodellen bereits bekannten
Arten von Krankheitsverursachung und des Krankheitsprozesses der Demyelinisierung (z.B.
neurotrophe Viren oder zytotoxische Substanzen) versuchen die Forscher auf den
entsprechenden krankheitsbildenden Prozess beim Menschen zu schließen.
- Wenn es gelingt, den Läsionstyp durch neuroradiologische
Verfahren festzustellen, läßt sich damit eine Interventionsstrategie für den Kliniker
ableiten, d.h. relativ genau einschätzen, welche immunmodulierenden oder regenerierenden
Medikamente Aussicht auf Wirkung haben. Dies bedeutet letztlich in Zukunft die bessere und
schnellere Einstellung auf den Krankheitsverlauf.
- Quelle: Brain 1996 Apr; (Pt2): 457-463
-
- Autoren: Koller H., Buchholz J., Siebler M.
- Abteilung für Neurologie der Heinrich-Heine
Universität Düsseldorf
-
- Die Multiple Sklerose ist eine häufige entzündliche Erkrankung des
Zentralnervensystems. Man findet eine große Anzahl an immunologisch aktiven Molekülen im
Nervenwasser (Liquor) dieser Patienten, jedoch ist ihre Rolle, speziell als Verursacher
transienter (vorübergehender) Symptome unklar. Deshalb untersuchten wir den Einfluß des
Liquors von 13 MS-Patienten auf die Membranströme kultivierter kortikaler Neurone
embryonaler Ratten und verglichen diesen mit dem Effekt des Liquors von 12 Patienten mit
nicht entzündlichen neurologischen Erkrankungen. Wir fanden einen Anstieg der Na+
Ionenstrominaktivierung durch eine Verschiebung der HOO-Kurve zu hyperpolarisierenden
Potentialen mit 9.3 mV. Dieser Effekt konnte durch Liquorreinigung zurückgebildet und
durch die MS-Liquorerhitzung inaktiviert werden.
- Der Grad der Verschiebung reichte von 4.3mV bis zu 17.6mV und korrelierte mit
dem IgG-Index, aber nicht mit dem Grad an Pleozytose (Zellvermehrung), sowie nicht mit dem
Protein- oder Albumingehalt. Die maximale Amplitude des Na-Stromes war unverändert. Wir
schlossen daraus, daß diffusionsfähige Stoffe in den Liquor entlassen werden, die die
neuronale Erregbarkeit und damit die Funktion des neuronalen Netzwerks stören. Diese
Faktoren mögen sehr wohl zu den vorübergehenden neurologischen Symptomen beitragen, die
bei "aktiver" Multipler Sklerose beobachtet werden.
Kommentar der Redaktion: siehe auch die Hypothese Zur Pathologie der Astrozyten
-
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- Forschungsergebnisse
zur Blut-Hirn-Schranke (BHS)
- Forschungsergebnisse
zu Umwelteinflüssen
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- 17.01.1997 ICOS beginnt eine Phase
II-Studie mit Hu23F2G
-
- Die
Auswirkung von Steroiden auf Liquor-Matrix-Metalloproteinasen bei Multipler Sklerose:
Zusammenhang mit Verletzungen der Blut-Hirn-Schranke
-
- Zytokininduzierte
Meningitis wird bei Mäusen mit endothelialer Selektindefizienz dramatisch abgeschwächt
-
- Die
protektive Wirkung von Tirilazad-Mesylat und des Metaboliten U-89678 bei
Blut-Hirn-Schranken-Schaden nach subarachnoidaler Hämorrhagie und lipidperoxidativer
neuronaler Verletzung
-
- Der
Einfluß von Zytokinen auf die Integrität der Blut-Hirn-Schranke in vitro
-
- Lymphozytär-endotheliale
Zellinteraktionen bei Multipler Sklerose
-
- Lösliches E-selekin bei
Multipler Sklerose
-
- Stickstoffoxid
abhängige Veränderung der BHS-Permeabilität im Gehirn
-
-
- Hier einige neuere Forschungsergebnisse bezüglich der
Blut-Hirn-Schranke.
- Ein Zusammenbruch
der Blut-Hirn-Schranke (BHS) scheint Teil des grösseren Rätsels MS zu sein.
-
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- 17.01.1997, Seattle
- ICOS beginnt eine Phase II-Studie mit Hu23F2G
-
- Quelle: ICOS Pressemitteilung
-
- Das Pharmaunternehmen ICOS kündigte den Beginn einer klinischen Studie der
Phase 2 mit Hu23F2G bei schubförmiger Multipler Sklerose an.
-
- Es ist eine placebokontrollierte, multizentrische Doppelblindstudie mit 200
Patienten.
-
- Die Feststellung neurologischer Besserung ist der erste gemeinsame Anspruch
dieser klinischen Studie. Dies wird durch Serienmessungen neurologischer Funktionen
während einer der Behandlung folgenden dreimonatigen Periode erreicht. Die Verringerung
von Läsionen, die mit Kernspinaufnahmen aufgezeichnet werden, sind das zweite Ziel der
Studie.
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- .......................................... (Auslassung)
.............................................................................
-
- Das Unternehmen glaubt, daß Hu23F2G die Schwere und Dauer der MS-Schübe
verringern kann. Die Substanz soll die Potenz der T-Lymphozyten beeinträchtigen, sich an
die Endothelien der Gefäßwände des Zentralnervensystems (ZNS) zu binden und dadurch
ihre Invasionsfähigkeit ins ZNS begrenzen. Dieser Effekt könnte ein schnelleres
Entzündungsabklingen ermöglichen und den neurologischen Zellschaden reduzieren.
-
- Im März 1996 startete das Unternehmen eine Phase-2-Studie bei Patienten mit
traumatisch hämorragischem Schock (verletzungsbedingter Blutungsschock). Eine dritte
Phase-2-Studie mit Hu23F2G soll bei Herzmuskelinfarkt in diesem Jahr beginnen. Obwohl die
Entstehungsursachen dieser drei Erkrankungen ziemlich unterschiedlich sind, ist der durch
die weißen Blutkörperchen verursachte Schaden allen in diesem Stadium gemeinsam.
-
- ICOS erfindet und entwickelt neue Pharmazeutika durch die Exploration von
Stellen im Entzündungsgeschehen, die zur Einführung spezifisch und effizienter wirksamer
Medikamente führen können. Die Forschungs- und Entwicklungsprogramme der Firma
schließen akute und chronische Bedingungen ein, wie sie bei ARDS,
Bauchspeicheldrüsenentzündung, Asthma, hämorragischem Schock, männlichen
Errektionsstörungen, Multipler Sklerose, Herzmuskelinfarkt und Schuppenflechte vorkommen.
-
-
- Quelle: IMSSF
-
-
- Authoren: oRosenberg GA oDencoff JE oCorrea N Jr
oReiners M oFord CC Adresse: Department of Neurology, University of New Mexico, School of
Medicine Albuquerque, USA. Abgek. Journal- Titel: Neurology, Datum der Veröffentlichung:
Juni 1996, Journal Band 46, S. 1626-1632
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- Ergebnis: Kontrastverstärkte Kernspinaufnahmen bei Patienten mit MS
zeigen, daß eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke (BHS) allgemein
vorkommt. Die Veränderungen der kapillaren Permeabilität gehen oft einem T2-gewichteten
Kernspinnachweis von Gewebeschaden voraus. Bei Tierversuchen öffnet eine intrazerebrale
Injektion der Matrix-Metalloproteinase (MMP) 72-kDa Typ IV Kollagenase (Gelatinase A) die
BHS durch Störung der basalen Lamina um die Kapillaren (Metalloproteinasen sind
eiweißspaltende Enzyme). Steroide bewirken die Produktion von endogenem MM und
Gewebeinhibitoren für Metalloproteinasen (TIMPs). Um die Rolle der MMP-Aktivität bei
einem BHS-Schaden während einer akuten Verschlimmerung der MS zu bestimmen, maßen wir
MMP im Liquor von Patienten mit MS. Patienten (n =7), die Steroide zur Behandlung einer
akuten Episode von MS erhalten hatten, wurde eine Liquorprobe vor und 3 Tage nach der Gabe
von Methylprednisolon (1 g/Tag) entnommen. Die Patienten wurden einer abgestuften
neurologischen Untersuchung (Gadolinium-verstärkte Kernspinaufnahmen) vor der Behandlung
unterzogen. Liquorstudien schloßen eine vollständige Protein-Zellzählung und ein
demyelinierendes Profil ein. Wir maßen die Pegel von MMPs, vom Plasminogenaktivator des
Typs Urokinase(uPA), und von TIMPs durch Zonenelektrophorese, umgekehrte
Zonenelektrophorese und Western-Plots.
- Die MMP, 92-kDa Typ IV Kollagenase (Gelatinase B) fiel von 216 +/-70 vor der
Steroidgabe auf 54 +/-26 relative Zonenlösungseinheiten.
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- Zytokininduzierte
Meningitis wird bei Mäusen mit endothelialer Selektindefizienz dramatisch abgeschwächt
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- Authoren: oTang T oFrenette PS oHynes RO oWagner
DD oMayadas TN, Adresse:
- Pathologische Abteilung, Brigham und
Frauenhospital, Boston, Massachusetts 02115, USA,Journal Titel: J Clin Invest D
Veröffentlichungsdatum: 1 Juni 1996, Journal Band: 97, S. 2485 ff.
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- Ergebnis: Die Leukozytenanhäufung in zerebrospinaler Flüssigkeit und
die Störung der Blut-Hirn-Schranke sind zentrale Komponenten der Meningitis
(Hirnhautentzündung) und mit einer schlechten Prognose verbunden. Genetisch bewirkte
Defizienzen oder funktionale Inhibition von endothelialen Leukozyten-Adhäsionrezeptoren
P- oder P- plus E-Selektinen führen zu Defiziten beim Leukozytendurchfluß und zum
Gefässaustritt. Jedoch wurde ihre Auswirkung auf die meningeale Entzündung vorher noch
nicht getestet. Deshalb wurde ein akutes zytokininduziertes Meningitismodell verbunden mit
signifikanter Leukozytenanhäufung in der zerebrospinalen Flüssigkeit (durchschnittlich
14,000 Leukozyten/microl) und Blut-Hirn-Schranken-Durchlässigkeit bei ausgewachsenen
Mäusen entwickelt. Dieses Modell wurde bei Mäusen mit P- Selektin-Mangel und Mäusen mit
P- und zusätzlichem E-Selektin-Mangel angewendet . Eine teilweise Inhibition des Zustroms
von Leukozyten in die zerebrospinale Flüssigkeit und Durchlässigkeit der BHS wurde bei
Mäusen mit P-Selektin-Mangel festgestellt. Mäuse mit P-Selektin-Mangel und zusätzlichem
E-Selektin-Mangel zeigten eine fast vollständige Inhibition dieser Parameter. Unsere
Ergebnisse lassen vermuten, daß P- und E-Selektine gemeinsam zur Meningitis beitragen und
daß möglicherweise die funktionale Blockade von beiden endothelialen Selektinen in
Verbindung mit Antibiotika einen therapeutischen Weg zur Behandlung von bakterialer
Meningitis eröffnet.
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- Autoren: Vora AJ; Kidd D; Miller DH; Perkin GD; Hughes RA; Ellis
BA; Dumonde DC; Brown KA
- Quelle: Multiple Sklerose, Juni 1997,3:3, S. 171-179
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- Die Studie sollte zwei Fragen klären: Erstens, ob die übernormal starke Haftfähigkeit
von Lymphozyten im Blut von MS-Patienten an endotheliale Zellmonolayer, die mit
Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha) behandelt worden waren, auch bei anderen
entzündlichen Erkrankungen auftraten; zweitens, ob die Hafteigenschaften sich mit der
Krankheitsaktivität und den Konzentrationen von zirkulierendem TNF-alpha und löslichen
Adhäsionsmolekülen ändern würden. Im ersten Teil der Untersuchung ergab sich, daß
Lymphozyten von 14 Patienten mit MS stärker an TNF-alpha behandelten endothelialen Zellen
(Blutgefäßzellen) hafteten (P<0,01) als die von gesunden Kontrollpersonen, wobei die
Hafteigenschaften der Lymphozyten von 12 Patienten mit rheumatoider Arthritis, 8 Patienten
mit Schuppenflechte und 10 Patienten mit anderen neurologischen Erkrankungen normal waren.
- In der zweiten Phase der Arbeiten fand man bei weiteren 6 MS-Patienten durch Messungen
der Haftfähigkeit von Lymphozyten, die in monatlichen Intervallen über einen Zeitraum
von 5-8 Monaten durchgeführt wurden, daß Änderungen in der Haftfähigkeit TNF alpha
behandelter endothelialer Zellen direkt mit der Änderung des Levels zirkulierenden
TNF-alphas (r=0,77; P=0,001) und von löslichem vaskulärem Zelladhäsionsmolekül-I
(sVCAM-1) (r=0,67; P=0,001) einhergingen. Eine Zunahme der Krankheitsaktivität, gemessen
durch T2-gewichtete und gadolinium verstärkte Kernspinaufnahmen des zentralen
Nervensystems (ZNS), trat bei 2 Patienten auf und war mit erhöhter lymphozytärer
Adhäsion und einem Anstieg des TNF-alpha im Blut verknüpft. Weitere Analysen mit 34
Blutproben der 6 MS-Patienten enthüllten eine direkte Beziehung der Konzentrationen von
löslichem L-Selektin (sL-selectin) und löslichem interzellulärem Zelladhäsionsmolekül
I (sICAM-I) (r=0,65; P<0,001) und zwischen sL-selektin und sTNF-alpha (r=0,42;
P<0,02).
Diese Befunde stützen die Sichtweise, daß die Krankheitsaktivität bei
Multipler Sklerose mit einer erhöhten adhäsiven Interaktion von Blutlymphozyten mit dem
vaskulären Endothelium an entzündeten Stellen innerhalb des ZNS einhergeht.
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- Authoren: Giovannoni G; Thorpe JW; Kidd D; Kendall BE; Moseley IF;
Thompson AJ; Keir G; Miller DH; Feldmann M; Thompson EP
- Quelle: J Neurol Neurosurg Psychiatry, Jan. 1996,
60:1, 20-26
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- Ziel:
- Bestimmung, ob die Konzentration von löslichem E-selektin (sE-selectin), einem
immunologischen Marker für endotheliale Aktivierung, mit dem Gadolinium-Enhancement (Gd-)
auf Kernspinaufnahmen bei Patienten mit Multipler Sklerose korrelliert ist.
- Methoden:
- Die sE-selektin Konzentrationen wurden bei 28 Patienten mit Multipler Sklerose und bei
10 Kontrollpersonen bei gleichzeitigen monatlichen gadoliniumverstärkter
Kernspinaufnahmen gemessen. Komplementreaktives Protein (CRP), von Willebrand Faktor
(vWF), und Tumor-Nekrose-Faktor-alpha wurden ebenfalls bestimmt.
- Resultate:
- Primär chronisch progressive Patienten (pCP) hatten signifikant erhöhte sE-selektin
Konzentrationen im Vergleich zu Patienten mit schubförmig remittierendem (RR) und
sekundär chronisch progredientem Verlauf (sCP), die normale Konzentrationen aufwiesen
(22,2 SD 6,1 ng/ml versus 9,8 SD 2,1 ng/ml und 7,7 SD 2,7 ng/ml; P=0,03). Dieser
Unterschied kam durch 5 der 10 pCP-Patienten zustande, die einen andauernd erhöhten
sE-selektin Level bei relativ inaktivem Kernspinbild aufwiesen. Es konnte keine
Korrelation zwischen sE-selektin Konzentrationen und Gd-Verstärkung im Kernspin
beobachtet werden; aber es existierte eine enge Korrelation zwischen den mittleren
Konzentrationen von sE-selektin und TNF-alpha (r=0,71; P<0,001). Trotz erhöhter
sE-selektin und TNF-alpha Konzentrationen hatten pCP-Patienten normale CRP-Konzentrationen
(1,03 SD 1,14 mg/l), die signifikant niedriger lagen als bei RR- und sCP-Patienten (3,16
SD 2,54 mg/l bzw. 2,28 SD 2,1 mg/l; P=0,03). Erhöhte CRP-Konzentrationen korrelierten
nicht mit infektiösen Episoden, Schüben und Gd-verstärktem Kontrast, und waren
signifikant erhöht, wenn keine Läsionsaktivität gefunden wurde.
- Konzentrationen des vWF waren bei allen Patientengruppen normal.
- Schlußfolgerungen:
- Die Ergebnisse unterstreichen weiterhin die Unterschiede zwischen Patienten mit
primär chronisch progredientem Verlauf gegenüber denen mit schubförmig remittieredem
oder sekundär chronisch progredientem Verlauf.
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- Authoren: oSmith SL oScherch HM oHall ED,
Adresse: Central Nervous System Dep.
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- Ergebnis: Es wurde kürzlich in einer großen multinationalen klinischen
Testserie der Phase III gezeigt, daß der 21-aminosteroide Lipid-Peroxidationsinhibitor
Tirilazad-Mesylat (U-74006F) die Sterblichkeitsrate mindert und die neurologische
Gesundung bei Patienten 3 Monate nach dem Ausbruch einer aneurismalen subarachnoidalen
Hämorrhagie (SAH) verbessert . Bei Mensch und Tier bildet sich ein
Tirilazad-Haupt-Metabolit, U-89678, wenn die 4-5er Doppelbindung im A-Ring reduziert wird,
und es wurde behauptet, daß dies signifikant zu Tirilazads neuroprotektiver Wirkung
beiträgt. Im ersten Experiment der gegenwärtigen Studie verglichen die Autoren die
Wirkungen von Tirilazad und U-89678 bei akutem Blut-Hirn-Schranken-Schaden (BHS-) bei
Ratten, denen eine SAH via Injektion von 300 Mikrolitern von autologem
nichtheparinisiertem Blut unter die Hirnhaut des linken Kortex verabreicht worden war. Bei
der Behandlung wurde den Ratten intravenös entweder 0.3 bzw. 1.0 mg/kg Tirilazad oder
U-89678 10 Minuten vor und 2 Stunden nach SAH verabreicht, und der BHS-Schaden wurde 3
Stunden nach SAH gemäß dem Gefäßaustritt des proteingebundenen blauen Evansfarbstoffes
in den verletzten Kortex quantifiziert. Die Ergebnisse zeigten, daß 0.3 und 1.0 mg/kg
Tirilazad signifikant den von SAH induzierten BHS-Schaden reduzierten (35.2%).
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- Author: ode Vries HE oBlom-Roosemalen MC ovan
Oosten M ode Boer AG ovan Berkel TJ oBreimer DD oKuiper J, Adresse: Division of
Pharmacology, Leiden/Amsterdam Center for Drug Research, University of Leiden, The
Netherlands, Journal Titel: Neuroimmunology, Datum der Veröff.: Jan. 1996
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- Ergebnis: Die Auswirkungen der Zytokine Tumor-Nekrosefaktor alpha
(TNF-alpha), Interleukin (IL)-1 beta und Interleukin (IL)-6 auf die Permeabilität von
Monolagen zerebral-endothelialer Zellen von Ratten (RCEC) wurden untersucht, um
potentielle Veränderungen bei der Integrität der Blut-Hirn-Schranke (BHS)
einzuschätzen. Diese RCEC-Zellen bildeten den Nährboden für feste Monolagen mit einem
transendothelialen elektrischen Widerstand (TEER) von 100-150 Ohm/cm2 auf
Polykarbonatfiltern. Setzte man die RCEC-Zellen dem TNF-alpha, IL-1 beta und IL-6 aus,
wurde eine Abnahme des TEER bewirkt, der sogar durch 1 muM von Indomethazin, einem
Zyklooxygenase-Inhibitor, ganz aufgehoben werden konnte. Zusätzlich konnte der Effekt von
IL-1 beta auf TEER über Monolagen von RCEC-Zellen durch IL-1 Rezeptorantagonisten
vollständig verhindert werden. Folglich induzieren Zytokine einen Durchbruch der BHS in
vitro. Bei diesem Prozeß scheint die Zyklooxygenase-Aktivierung innerhalb der
endothelialen Zellen eine Schlüsselrolle zu spielen.
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- Authoren: Shukla A oDikshit M oSrimal RC,
Adresse: Pharmacology Division, Central Drug Research Institute, Lucknow 226001, India,
Abgek. Journal Titel: Experientia, Veröff.: 15. Feb. 1996, Journal Band s. 136 -140
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- Ergebnis: Die Rolle von Stickstoffoxid (NO), einem sehr bekannten
Wirkstoff zur Gefäßerweiterung (Vasodilator), bei der Regulierung der
Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität (BHS-) ist unklar. Deshalb wurde die vorliegende Studie
geplant, um die Rolle von NO-freigebenden Verbindungen wie Sodium-Nitroprussid (SNP) und
der aktiven Metabolite von Molsidomin, SIN-1, als auch eines Vorgängers von NO,
L-Arginin, auf diese physiologische Barriere einzuschätzen. Die Permeabilität wurde
durch Benutzung mehrerer Kontrastmittel eingeschätzt. Alle drei Wirkstoffe verbesserten
die Permeabilität der BHS für die Kontraststoffe. Die Zunahme der von L-Arginin
bewirkten Permeabilität wurde nicht von N-nitro-L-Arginin- Methylester blockiert. Mit
L-Arginin behandelte Gehirne zeigten keine erhöhten Salpetersäurewerte und schlossen so
die Möglichkeit der NO-Erzeugung und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Änderung
der BHS-Permeabilität aus.
- Daraus schließt man, daß NO selbst eine Zunahme der Permeabilität der BHS
bewirkt. Jedoch wird eine arginininduzierte Öffnung nicht mittels NO bewirkt.
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- Okt. 1997
- Vitamin D und Multiple
Sklerose
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- Quelle: Proceedings of the Society for Experimental
Biology & Medicine
- Autoren: Hayes CE, Cantorna MT, DeLuca HF,
Institution Department of Biochemistry, University of Wisconsin, Madison 53706, USA
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- Kürzlich konnte klar demonstriert werden, daß exogenes
1,25-dihydroxyvitamin D3, die hormonelle Form des Vitamins D3, vollständig den Ausbruch
der experimentellen autoimmunen Enzephalitis (EAE), einem weithin akzeptierten Mausmodell
der menschlichen Multiplen Sklerose (MS), verhindern kann. Dieses Ergebnis hat die
Aufmerksamkeit auf einen möglichen Zusammenhang dieser Erkrankung mit Vitamin D
gerichtet. Obwohl genetische Merkmale gewiß zur Anfälligkeit für MS beitragen, ist
ebenfalls ganz klar ein Umweltfaktor beteiligt.
- Es ist gesichert, daß ein kritischer Umweltfaktor der Grad der
Sonnenstahlungseinwirkung und damit die Produktion von Vitamin D3 in der Haut ist;
weiterhin, daß die hormonelle Form von Vitamin D3 einen selektiven Immunsystemregulator
darstellt, der dieser Autoimmunerkrankung entgegenwirkt.
- So wird bei geringer Bestrahlung ungenügend Vitamin D3
produziert, was die Produktion von 1,25-dihydroxyvitamin D3 limitiert und das MS-Risiko
erhöht. Obwohl die Augenscheinlichkeit, daß Vitamin D3 einen schützenden Faktor gegen
MS bildet indirekt abgeleitet ist, ist sie ?stark. Diese Theorie kann die auffallende
geographische Verteilung der MS-Häufigkeit erklären, die am Äquatorgürtel nahezu null
ist und mit der geographischen Breite in beiden Hemisphären dramatisch ansteigt. Sie kann
auch zwei eigenartige geographische Anomalitäten erklären, eine in der Schweiz mit hohen
Erkrankungsraten im Flachland und niedrigen im Gebirge, und eine in Norwegen mit hoher
Erkrankungsrate im Inland und niedriger an der Küste. Die Intensität von UV-Licht ist
hoch über dem Meeresspiegel höher, was eine höhere Vitamin D3 Syntheserate und damit
geringeres Erkrankungsrisiko bedeutet. An der norwegischen Küste wird viel Fischöl
konsumiert. Fischöl ist reich an Vitamin D3. Weiterhin ergeben die EAE-Experimente starke
Unterstützung für die Wichtigkeit von Vitamin D3 zur Reduktion der Anfälligkeit für
MS. Wenn diese Hypothese richtig ist, dann haben 1,25-dihydroxyvitamin D3 oder seine
analogen Formen großes therapeutisches Potential für MS-Patienten. Noch wichtiger
erscheint, daß die laufende Forschung und die Kenntnisse über die Bedeutung der
Sonnenbestrahlung zusammen die Möglichkeit eröffnen, die MS bei anfälligen Personen
vielleicht durch frühe Interventionsstraegien verhüten zu können, die adequate Level
von 1,25-dihydroxyvitamin D3 oder seinen Analogen bereitstellen.
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- Nov. 1997
Quelle: NINDS
- Eine Belastung durch reaktivierte Herpesviren kann in Zusammenhang mit Multipler
Sklerose gebracht werden, einer Autoimmunkrankheit, bei der der Körper sein eigenes
Gewebe angreift. Die Ergebnisse einer von Wissenschaftlern am National Institute of
Neurological Disorders and Stroke in Bethesda, Maryland, durchgeführten Studie stützen
erheblich die Beweislage über die Rolle von Virenauslösern bei MS; sie können als
Grundstein für klinische Versuche über die Behandlung mit antiherpetischen Wirkstoffen
dienen. Dies ist die erste veröffentlichte Studie in größerem Umfang, die eine
Verbindung eines menschlichen Herpes-Virus zum Verlauf der Krankheit MS herstellt.
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- In der Studie zeigten mehr als 70% der Patienten, die an der
schubförmig-remittierenden Form von MS litten, eine erhöhte Immunreaktion auf den
menschlichen Herpesvirus 6 (HHV-6) und etwa 35% der untersuchten MS-Patienten hatte
meßbare Werte von aktivem HHV-6 in ihrem Serum. Wissenschaftler glauben, daß es unter
Umständen während des Verlaufs von MS einen Zeitpunkt gibt, wo sich das seit Jahren im
Körper ruhende Virus aktiviert und sich in einer Untermenge von MS-Patienten bemerkbar
macht. Die Studie erschien in der Dezemberausgabe 1997 von Nature Medicine.
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- "Wir erwarten, daß gegenwärtig verfügbare antivirale Mittel wie z.B.
Acyclovir, eines Tages erfolgreich bei MS angewandt werden können", sagte Steven
Jacobson, Dr. der Pharmazeutik und Chef der viral-immunologischen Abteilung bei NINDS und
einer der führenden Forscher der Studie. "Wir hegen schon eine zeitlang den
Verdacht, daß möglicherweise ein Virus bei MS eine Rolle spielt, und diese Ergebnisse
zeigen sicherlich auf dieses besondere Virus. Aber wir müssen mehr wissen, bevor wir zur
klinischen Versuchsphase übergehen.
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- "Wir glauben schon lange, daß Genetik, ein Autoimmunfaktor oder etwas
Virenähnliches in der Umwelt möglicherweise MS verursacht," sagte Dr. Jacobson.
"Man kann sicherlich von einer Kombination dieser Faktoren ausgehen, nämlich daß
eine kleine Gruppe von Individuen genetisch empfänglich für einen Virus ist. Wenn das
HHV-6 Virus wirklich hinter MS steckt, dann müssen wir auch in Erfahrung bringen, warum
eine Infektion mit so einem verbreiteten Virus bei so wenigen Menschen eine Krankheit
auslöst".
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- HHV-6 ist relativ neu für Wissenschaftler. Es ist bekannt, daß es eine
verbreitete Kinderkrankheit, Roseola, auslöst. Man weiß, daß HHV-6 bei 90% der
erwachsenen Amerikaner als Ergebnis einer Infektion während der ersten Lebensjahre
vorkommt.
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- Wissenschaftler glauben, daß die Reaktivierung des HHV-6-Virus möglicherweise
mit dem Zusammenbruch der Schutzschicht der Nerven, dem Myelin, zusammenhängt.
Reaktivierung ist charakteristisch für Herpesviren.
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- Bei der Studie untersuchten Forscher das Serum von 102 Individuen. 36 von ihnen
hatten MS. Von den 22 Personen mit der schubförmig-emittierenden F
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