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- 09190-998825
MULTIPLE SKLEROSE
- MEDIKAMENTE UND DIÄTEN
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- Anm. der Redaktion: Diese Listung stellt
eine Auswahl von Medikamenten dar.
- Teilweise erhalten Sie gleiche Präparate von
anderen Herstellern unter anderem Namen.
- Bitte beachten Sie auch:
- Diese Informationen stellen keine medizinische
Beratung dar und ersetzen keinesfalls die
- individuelle Betreuung und Therapieeinstellung
durch einen Mediziner.
- Phase
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- Indik.
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- Bezeichnung
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- Hersteller
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- Typ
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- Wirkung
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- Wirkstoff
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- freigegeben
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- RR/CP
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- Dekortin
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- Merck
|
- anti-
- phlogistisch
|
- beschleunigt Remission (i.v.)
|
- Methyl-
- prednisolon
|
- freigegeben
|
- RR
|
- Fortecortin
|
- Merck
|
- anti-
- phlogistisch
|
- beschleunigt Remission
|
- Dexamethason
|
- freigegeben
|
- CP/RR
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- Volon A
|
- Bristol-Myers Squibb
|
- anti-
- phlogistisch
|
- beschleunigt Remission (intraspinal)
|
- Triamphenolon-
- acetamid
|
- freigegeben
|
- -
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- Sirdalud
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- Novartis
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- antisympto-
- matisch
|
- Normalisierung eineserhöhten Muskeltonus
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- Tizanidin-
- hydrochlorid
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- freigegeben
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- -
|
- Lioresal
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- Ciba-Geigy
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- antisympto-
- matisch
|
- Absenkung des Muskeltonus
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- Baclofen
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- freigegeben
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- -
|
- Klonopin
|
- Roche
|
- antisympto-
- matisch
|
- gegen Muskelzucken,
- Tremor, Kräm pfe
|
- Clonazepam
|
- freigegeben
|
- RR
|
- Betaseron
|
- Schering
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- immun-
- modulierend
|
- reduziert Schub-
- häufigkeit und Auf-
- treten neuer Herde
|
- Interferon
- beta-1b
|
|
- RR
|
Rebif |
Serono |
- immun-
- modulierend
|
- reduziert Schub-
- häufigkeit und Auf-
- treten neuer Herde
|
- Interferon
- beta-1a
|
- freigegeben
|
- RR/sCP
|
- Imurek
|
- Wellcome
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- immun-
- suppressiv
|
- geringe Verzögerung der Progression
|
- Azathioprine
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- freigegeben
|
- CP
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- Endoxan
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- Asta Medica
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- immun-
- suppressiv
|
- geringere Wahr-
- scheinlichkeit einer
- Verschlechterung
|
- Cyclo-
- phosphamide
|
- freigegeben
|
- CP
|
- Sandimmune
|
- Sandoz
|
- immun-
- suppressiv
|
- geringe Verzögerung der Progression
|
- Cyclosporin
|
- erprobt
|
- -
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- 4-Aminopyridin
|
- -
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- antisympto-
- matisch
|
- verbessert Schwäche und Ausdauer
|
- 4-Amino-
- pyridin
|
- erprobt
|
- RR
|
- Roferon-A
|
- Roche
|
- immun-
- modulierend
|
- Reduktion der
- Schubhäufigkeit
|
- Interferon alpha-2a
|
- erprobt
|
- RR
|
- Copaxone
|
- Teva
|
- immun-
- modulierend
|
- Reduktion der
- Schubhäufigkeit
|
- Glatiramer-
- azetat
- (Copolymer 1)
|
- erprobt
|
- RR
|
- Venimmun
|
- Centeon Ph.
|
- immun-
- modulierend
|
- geringere Progression und Herdaktivität (i.v.)
|
- Immun-
- globuline
|
- erprobt
|
- sCP
|
- Novantron
|
- Lederle
|
- immun-
- suppressiv
|
- geringere Progression und Herdaktivität
|
- Mitoxantron
|
- PIII
- abgebrochen
|
- sCP
|
- Linomide
|
- Pharmacia
|
- immun-
- modulierend
|
- geringere Progression und Herdaktivität
- Achtung: Von 1382 Patienten erlitten 8
Herzanfälle!
|
- Roquinimex
|
- PIII
|
- CP
|
- Leustatin
|
- J&J Medical
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- immun-
- suppressiv
|
- geringere Progression und Herdaktivität
|
- Cladribine
|
- PIII
|
- CP
|
- Metex
|
- Medac
|
- immun-
- suppressiv
|
- geringere Progression für die oberen
Extremitäten
|
- Methotrexat
|
- PIII
- abge-
- schlossen
|
- RR
|
- Myloral
|
- AutoImmune
|
- oral toleranz-
- bildend
|
- Toleranzinduktion gegen Myelin-
- Proteine durch ständige Zuführung über den
Darm
- Achtung: Leider statistisch keine erhöhte
Wirksamkeit gegenüber Placebo!
|
- Bovines Myelin
|
| PII |
RR/sCP |
|
Icos |
- immun-
- modulie-
- rend
|
blockiert die Passage von
T-Zellen über die Blut-Hirn-Schranke |
- Adhäsions-
- antikörper
|
- PI/II
|
- RR/CP
|
- "TCR-AB"
|
- Connectics
|
- immuni-
- sierend
|
- Immunisierung gegen autoreaktive T-Zellen durch
T-Zellrezeptor(TCR)-
- Antikörper
|
- TCR-
- Antikörper
|
- PII
|
- CP
|
- TL-Irradiation
|
- -
|
- immun-
- suppressiv
|
- kurzzeitig stabilisierend
|
- Bestrahlung
|
- PI
|
- RR
|
- Zovirax
|
- Wellcome
|
- antiviral
|
- Reduktion der Schubhäufigkeit, Herpes
Virostatikum
|
- Acyclovir
|
- PI
|
- RR/CP
|
- "TCR-Peptid"
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- Neurocrine Biosciences
|
- immuni-
- sierend
|
- Immunisierung gegen autoreaktive T-Zellen durch
Stimulation der Bildung von TCR-Antikörpern
|
- TCR-Peptid
|
- PI
|
- CP
|
- "TGF-beta"
|
- Genzyme
|
- immun-
- modulie-
- rend
|
- Cytokin regelt autoaggressive T-Zellen herunter
|
- TGF-beta-2
|
- PI
|
- CP
|
|
- Georgetown
- Universität
|
? |
- ?
|
- Bienengift
|
- CP ...... chronisch progredienter Verlauf
- sCP .... sekundär chronisch progredienter Verlauf
- RR ...... schubförmig remittierender Verlauf
|
-
- PI .... Test mit einer kleinen Anzahl gesunder Freiwilliger auf
Verträglichkeit
- PII ... Test mit einer kleinen Anzahl MS-Kranker auf Wirksamkeit
und Toxizität
- PIII .. Test mit einer großen Gruppe MS-Kranker unter streng
kontrollierten klinischen
- Bedingungen
|
-
-
- Diese Checklisten haben wir für Sie zusammengestellt,
damit Ihre Hoffnung, Zuversicht und Ihr Optimismus nicht enttäuscht werden auf dem
schwierigen Weg, das für Sie aussichtsreichste Medikament zu finden. Wenn Sie sich bei
der Selbstbeantwortung unsicher fühlen sollten, so sprechen Sie diese Fragen zusammen mit
dem Arzt Ihres Vertrauens durch.
- Immer wieder geistern Sensationsmeldungen über neue
Wundermittel durch die Presse und einzelne Betroffene erklären sich für geheilt. Auch
tauchen aus Medizinerkreisen immer wieder Meldungen über große Erfolge auf - bisher
konnten alle nicht das halten, was sie versprechen. Natürlich ist nicht auszuschließen,
daß einer Außenseitermethode der entscheidende Durchbruch zur Verhinderung der Krankheit
gelingt - deshalb ist es wichtig möglichst alle diese Erfolgsgeschichten zu überprüfen.
Dabei sollen die folgenden Checklisten Hilfestellung geben.
-
- A Kritische Situationen für die Beurteilung der
Wirksamkeit aufgrund von einzelnen Erfahrungsberichten
-
- o der Patient nimmt mehrere Medikamente mit gleichem Wirkungsspektrum
gleichzeitig
- Von welchem Bestandteil kommt die Besserung ?
- Kompensieren sich die Wirkungen der Bestandteile teilweise ?
-
- o das Medikament ist nur schwach oder schleichend wirksam
- Kommen schwache Besserungen vom Medikament oder wären sie auch ohne
Einnahme eingetreten ?
-
- o der Patient hat einen schwach progredienten Verlauf oder vollständig
remittierende Schübe
- Kommt ein Stillstand/ die Remission vom Medikament oder wäre dies ohnehin
eingetreten? (Ca . 4 Prozent aller MS-Erkrankungen sind gutartig, d.h. sie führen nicht
zu bleibenden Schäden!)
-
- o der Krankheitsverlauf war in den 12 Monaten vor Behandlungsbeginn stark
schwankend (z.B. Schübe in unregelmässigen Abständen, Teil- oder Komplettremissionen
nach Schüben)
- Sind die Erholungen im Befinden durch das Medikament bedingt oder durch das
Abflauen der Entzündung und natürliche Regeneration?
-
- o der Patient/ Arzt kann die Ursache der Symptomveränderung nicht genau
trennen:
- Kommt die Verbesserung/ der Stillstand durch
- o ganz oder teilweise natürliche Regeneration?
- o ein natürliches Nachlassen der Krankheitsaktivität?
- o sonstige Änderungen der Lebenshaltung wie Ernährung, Umwelt oder Klimazone?
- o hormonellen Veränderungen (z.B. Schwangerschaft, Postklimakterium etc.)
- Kommt eine nicht feststellbare Abschwächung im Krankheitsverlauf oder
"Unwirksamkeit" von
- o einer sich überlagernden Verstärkung des Krankheitsprozesses, der die
Wirkung des Medikamentes kompensiert?
- Kommt eine Verschlechterung nach anfänglichen Erfolgen von
- o einer Immunisierung des Körpers gegen den Wirkstoff?
- o einem Placeboeffekt d.h. weil der Patient vom Wirkstoff eine Besserung
erwartet tritt diese zunächst auch ein?
-
- Wie man sieht sind die Einflüsse auf den Krankheitsverlauf zahlreich und
entspringen vielen Quellen. Hinzu kommt der bei der Multiplen Sklerose häufig stark
schwankende Verlauf. Aus diesen Gründen ist die Bewertung eines neuen Wirkstoffs aufgrund
der Aussage weniger Personen für eine breite Wirksamkeitsbeurteilung nicht
aussagekräftig genug, es sei denn die neue Substanz würde bei mehreren Patienten sehr
stark bessernde Wirkungen erzielen. So eine Substanz wurde leider bisher noch nicht
entdeckt. Deshalb werden Substanzen, die eine breite Wirksamkeit erzielen wollen, vor
ihrer Freigabe in einer sog. Doppel-Blind-Studien geprüft. Eine Hälfte der
Patienten erhält ein sog. Placebo d.h. eine nachweislich unwirksame Substanz, während
die andere gleichzeitig den Testwirkstoff erhält - und danach umgekehrt. Weder der
Patient noch der Kontrollarzt wissen, welcher Patient gerade den Wirkstoff erhält. Damit
wird eine subjektive Erwartungshaltung des Arztes und der Patienten ausgeschlossen und
damit eine objektivere Beurteilung bei der Verlaufskontrolle erreicht. Außerdem müssen
an aussagekräftigen Studien (sog. Phase III - Studien) viele Patienten
teilnehmen (100 oder mehr sind üblich), die auch noch einheitliche Auswahlkriterien
erfüllen.
-
- B Zum Entwickler/ Anbieter des neuen Medikaments
-
- o Wird die Wirkstoffzusammensetzung geheimgehalten?
- Ja: Schlecht, da offenbar nicht lizenziert oder lizenzierfähig oder
Schlimmeres: (Selbst)Betrug mit nachgewiesenermaßen unwirksamen Substanzen!
- Nein: gut
-
- o Ist der Entwickler/ Forscher auch am Vertrieb/ Verkauf des Wirkstoffs direkt
oder verdeckt beteiligt?
- Ja: Schlecht, da hier eine sog. wirtschaftliche Verquickung die
Objektivität zumindest in Zweifel ziehen läßt.
- Nein: gut
-
- o Veröffentlicht der Entwickler/ Therapeut medizinisch vergleichbare
Statistiken über die Wirksamkeit der Substanz?
- Nein: Schlecht, entweder er hat nichts Förderliches vorzuweisen oder er ist
nicht interessiert, daß die Ergebnisse vergleichbar werden.
- Ja: Gut
-
- o Kann der Anbieter/ Entwickler bei der Erstveröffentlichung mindestens 10
Referenzen von Patienten nachweisen, die während der Einnahmedauer unter fachärztlicher
Kontrolle standen und einheitlich bei persönlicher Befragung behaupten, daß sie mit dem
Medikament eine positive Wendung erfuhren?
- Nein: Schlecht, vergessen Sie es!
- Ja: Gut
- o Gibt es 6 Monate nach der Erstveröffentlichung mindestens 100 Patienten, die
alle während der 6 Monate unter fachärztlicher Kontrolle standen und alle bei
persönlicher Befragung behaupten (oder deren Kontrollärzte einheitlich), daß sie mit
dem Medikament eine immer noch anhaltende positive Wendung erfuhren?
- Nein: Schlecht, scheint nicht viel dran zu sein!
- Ja: Gut
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- C Zum Medikament
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- o Wurde der Wirkstoff bereits früher oder unter anderen Bedingungen ohne Erfolg
getestet?
- Ja: Schlecht
- Nein: Gut
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- o Bei Medikamenten, die bereits für eine andere Krankheit freigegeben sind:
- Ist das Medikament nebenwirkungsarm und für eine Dauertherapie von mindestens
einem Jahr geeignet?
- Nein: Schlecht
- Ja: Gut
-
- o Ist der Wirkstoff in reiner Form und konstanter Dosis verfügbar oder nur als
Gemisch mit anderen Substanzen deren Wirkungen nicht genau bekannt sind bzw. deren
Wirkungen gegenläufig sind?
- Nein: Schlecht
- Ja: Gut
-
- o Verliert oder verlor das Medikament seine Wirksamkeit nach wenigen Wochen
wieder (Placebo-Effekt oder Immunisierung etc.)?
- Ja: Schlecht
- Nein: Gut
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-
-
-
-
-
-
- von
- Roy Laver Swank, Barbara Brewer Dugan, Department
of Neurology,
- Oregon Health Scienes University, Portland, Oregon,
USA
-
- Anm. der Red.: Es wurde inzwischen
epidemiologisch ein Zusammenhang zwischen MS-Häufigkeit und dem Verbrauch an gesättigten
Fetten in einer internationalen Studie mit 30 Nationen nachgewiesen. Schon nach Kriege
führte der amerikanische Neurologe Roy Oliver Swank eine Ernährungsstudie durch, die zum
gleichen Ergebnis kam. Methodische Mängel gaben jedoch dem neurologischen Establishment
Anlaß, solche Anstrengungen schlichtweg zu ignorieren. Dies ist um so bedauerlicher, da
man es mit der Fixierung auf eine immunsuppressive Therapie über ein halbes Jahrhundert
nicht geschafft hat, die Erkrankung einzudämmen.
-
- Zusammenfassung
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- 144 Patienten mit multipler Sklerose nahmen 34 Jahre lang eine fettarme Diät
ein. Sowohl bei geringem, mittlerem als auch schwerem Grad der neurologischen Behinderung
war bei den Patienten, die die verordnete Diät (< 20g Fett/Tag) einhielten, die
Krankheitsprogredienz signifikant verlangsamt und die Sterberate weit geringer als bei
denjenigen, die mehr Fett verzehrten (> 20 g/Tag) als vorgeschrieben. Den größten
Nutzen hatten Patienten mit nur geringer neurologischer Behinderung zum Zeitpunkt des
Versuchsbeginns. In dieser Gruppe blieben 95% der Patienten am Leben und physisch aktiv,
wenn man von denjenigen absieht, die an anderen Ursachen als der Multiplen Sklerose
starben.
...................................... (Kapitelauslassungen)
...................................
- Diskussion
-
- Unsere Befunde zeigen, daß eine Diät mit < 20 g gesättigten Fetten pro Tag
am besten dazu geeignet war, die MS-Patienten gehfähig und arbeitsfähig zu erhalten,
sofern sie zu einem Zeitpunkt begann, als die Behinderung noch gering war [7]. Unter
diesen Bedingungen blieben etwa 95% der Patienten über annähernd 30 Jahre nur leicht
behindert. Wichtig ist dabei eine strikte Einhaltung der Diät. Bei Diätverstößen,
selbst noch nach 5-10 Jahren, kam es in fast allen Fällen zu einer Reaktivierung der MS.
Nur 7% der Patienten, die täglich mehr als 20 g Fett verzehrten, blieben ohne negative
Folgeerscheinungen [7]. In dieser kleinen Gruppe könnte es sich um benigne Fälle von MS
[10-12] gehandelt haben, die etwa 4% aller MS-Erkrankungen ausmachen sollen [12]. In den
letzten Jahren konnten wir beobachten, daß eine weitere Verminderung der Fettaufnahme auf
10-15 g/Tag sich noch günstiger auf den Aktivitätszustand der Patienten auswirkte. Diese
sehr fettarme Diät ließ sich durch völligen Verzicht auf dunkles Fleisch und eine
Reduzierung des dunklen Geflügelfleischanteils erreichen.
- Die Patienten neigen irrtümlich dazu einen Rückgang der Anzahl der Schübe als
Hinweis darauf zu betrachten, daß ihre Erkrankung unter Kontrolle sei. Die meisten
fettreich ernährten Patienten, deren Fettverzehr während der Studie niedriger lag als
vorher, wiesen zwar einen Rückgang der Exazerbationsrate [7], aber abgesehen von den
wenigen obengenannten Ausnahmen eine erhebliche Zunahme der Behinderung und eine erhöhte
Sterberate auf.
- Ein Zusatz von essentiellen ungesättigten Fettsäuren bis zu 30 g/Tag (zum
Beispiel etwa 60 g Lebertran [17]) ohne Kontrolle des täglichen Fettverzehrs führte zu
einem Rückgang der MS-Rückfallrate [13-17]. Eine Steigerung des Ölanteils bedingt eine
Reduzierung des Anteils gesättigter Fette um bis zu 2 g je Gramm Öl. (Abb. 1 und 2 der
früheren Veröffentlichung [7]). In diesem Falle kann eine Ölzufuhr von 20-30 g/Tag die
Fettaufnahme um 40-60 g/Tag senken, was zwar die Rückfallrate bei vielen Patienten senkt,
Verfall und Tod aber nicht verzögert.
- Fitzgerald, Harbige, Forti und Crawford [8] berichteten über einen Rückgang
der Exazerbationsrate, verbunden mit einer Besserung des neurologischen Status bei
Patienten, die die empfohlene fettarme, mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren
angereicherte Diät einhielten, während bei den entsprechenden Kontrollen ohne Diät der
neurologische Status sich fortlaufend verschlechterte und Anzahl und Schwere der
Exazerbationen zunahmen.
- Nach unserer Erfahrung wäre eine kontrollierte randomisierte Studie, die sich
über viele Jahre hätte erstrecken müssen, wenngleich wünschenswert kaum durchführbar,
wenn nicht unmöglich gewesen. Die Patienten neigten dazu, ihre Diät aufs Geratewohl
(wenn auch nicht ohne unser Wissen) zu ändern. Ein weiteres Problem einer solchen
Langzeitstudie wie der unseren bildeten die Folgen des Alterns und die damit verbundenen
krankhaften Veränderungen, die einer Behandlung bedürfen. In unserer Studie erhielten
die Patienten die jeweils erforderliche konventionelle Therapie, und Alterserscheinungen
wurden bei der Auswertung in jedem Einzelfall berücksichtigt.
-
-
- Literatur
-
- Erstveröffentlichung:
- Effect of low saturated fat diet on early and late cases of multiple
sclerosis. The Lancet, engl. Ausgabe (8706) 1990, 336: 37-39.
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dietary fat. Am J Med Sci 1950; 220: 421-30.
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- 2. Swank R.L., Lerstad O., Strom A., Barker J. Multiple Sclerosis in
rural Norway: its geographic and occupational incidence in relation to nutrition. N Engl J
Med 1952; 246: 721-28.
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- 3. Alter M., Yamoor M., Harshe M. Multiple Sclerosis and nutrition. Arch
Nerol 1974; 31: 267-72.
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Neurol Psych 1953; 69: 91-103.
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treatment with a mofified low fat diet. J Nerv Ment Dis 1960; 131: 468-88
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Neurol 1970; 23: 460-74.
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Am J Clin Nuit 1988; 48: 1387-93.
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- 8. Fitzgerald G., Harbige L.S., Forti A., Crawford M.A. The effect of
nutritional counselling on diet and plasma. EFA status in multiple sclerosis patients over
3 years. Hum Nutr: Appl Nutr 1987; 41 A 297-310.
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expanded disability status scale (SDSS). Neurology 1983; 33: 1444-52.
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NY: Doubleday, 1987.
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relapse rate through dietary supplementation with calcium, magnesium, and vitamin D. Med
Hypoth 1986; 21: 193-200.
-
-
-
- Sie sollten auf Wurstwaren ganz verzichten und ihren Fleischkonsum auf 2
Fleischmahlzeiten pro Woche reduzieren. Dabei sind die roten Fleischsorten ganz zu meiden;
besser ist Geflügelfleisch. Verzichten Sie auch auf Butter, Eier und Eiprodukte wie
Kuchen, Gebäck und deutsche Nudeln. Steigern Sie dagegen Ihren Konsum an Fisch und
verwenden Sie zum Zubereiten von Speisen nur kaltgepresste Öle (Oliven-, Soja-, Raps-
oder Leinöl), und keine gehärteten Margarinen oder Plattenfette. Ernähren Sie sich mit
reichlich Obst und Gemüsen zu jeder Mahlzeit mit wenig Zucker.
- Trinken Sie nur fettarme Milch- und essen Sie nur fettarmen Käse.
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- Zur ausführlichen Behandlung einer tierfettarmen und doch
ausgewogenen MS-Diät möchten wir auf die Erfahrungen des Ernährungswissenschaftlers
Prof. Olaf Adam, Rheumaeinheit der Ludwig-Maximilians-Universität, München, verweisen.
Die Broschüre "Ernährungsrichtlinien bei Multipler Sklerose" (ISBN-Nr.
3-926577-31-2) geht auf die Grundlagen einer entzündungshemmenden Ernährung ein und
bietet eine ausführliche Ernährungsemphehlung an.
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- von Ashton F. Embry
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- Anm. der Red.: Ashton F. Embry ist Wissenschaftler der
Geologie. Er konnte bei seinem Sohn die MS durch eine diätetische Ernährung eindämmen
und stellte in der Folge diese Theorie auf. Hier ist nur eine Zusammenfassung
wiedergegeben. Die gesamte Theorie, die auf der Auswertung wesentlicher epidemiologischer
und geographischer Erhebungen basiert siehe: "Multiple Sklerose: Wahrscheinlichste Ursache und
aussichtsreichste Behandlung"
- Einige epidemiologische Beobachtungen weisen darauf hin, daß
Nahrungsmittel der angeführten Klassen allein nicht verantwortlich sein können. Hier
steckt noch ein tieferes Geheimnis verborgen.
- Möglicherweise sind die aufgeführten Nahrungsmittelklassen
auch zu meiden, weil sie Stoffe enthalten, die aus noch nicht erkannter Ursache das
Endothelium der Blut-Hirn-Schranke schädigen.
- Spekuliert wird hierbei über die ungünstige Wirkung
sexualhormonähnlicher Substanzen in diesen Nahrungsmittelklassen (siehe "Zum Altersfaktor").
-
- Bislang wurden schon viele alternative Therapien wie beispielsweise Diätplanung
vorgeschlagen, um das Fortschreiten von MS zu verlangsamen und verschiedene schwächende
Symptome der Krankheit auszugleichen. Bei vielen dieser vorgeschlagenen
Behandlungsmöglichkeiten ist es sehr schwierig, die Nützlichkeit einzuschätzen, da sie
dazu tendieren, Beweise nur vom Hören-Sagen zu liefern.
-
- Man muß wissen, daß anders als bei anderen Therapien, die Diät-Planung sowohl
von nachhaltigen wissenschaftlichen Beweisen und Theorien als auch von zahlreichen
Referenzen gestützt wird. Dieser Text soll kurz das wissenschaftliche Grundprinzip
umreißen, das für die Anwendung der Diät-Planung spricht. Sie ist nicht nur sicher und
mit keinen wesentlichen zusätzlichen Kosten verbunden, sondern auch direkt mit einem
wissenschaftlich plausiblen Grund für MS verbunden. Aus diesem Grund wäre jeder mit MS
gut beraten, ihre Anwendung ernsthaft zu erwägen.
-
- Zuallererst ist es nützlich den Blick zu weiten und MS innerhalb des großen
Rahmens der menschlichen Krankheiten zu betrachten. Es gibt zwei Haupttypen von
Krankheiten. Uns allen sind die Infektionskrankheiten bekannt, die durch das Eindringen
mikroskopischer Lebensformen in unseren Körper verursacht werden und dort Probleme
schaffen. Vor 150 Jahren revolutionierte Pasteurs Theorie der Krankheitserreger die
Medizin und führte zu einer erheblich längeren menschlichen Lebenserwartung, da wir die
Infektionen zu kontrollieren lernten.
-
- Jedoch bin ich mir ziemlich sicher, daß jedermann erkennt, daß unsere
Gesellschaft derzeit von einer zweiten allgemeinen Krankheitsgruppe heimgesucht wird, die
sich nicht ohne weiteres mit infektiösen Erregern verbinden läßt. Dieser zweite Typus
schließt Herzkrankheiten, Schlaganfall, viele Krebsarten und die meisten
Autoimmunkrankeiten ein, die alle viel Leiden und Sterben in unsere Gesellschaft bringen.
Anders als die Infektionskrankheiten haben diese Krankheiten eine stärkere genetische
Komponente und brechen oft in Familien aus. MS paßt ganz klar in diese zweite
Krankheitsgruppe, die von der Schulmedizin als "Krankheiten mit unbekannter
Ursache" bezeichnet werden.
-
- Die beste Erklärung für diese Krankheiten ist die Theorie der genetischen
Störung, die im New England Journal of Medicine 1985 veröffentlicht wurde. Diese Theorie
liefert eine rationale Erklärung dieser Krankheiten in einfacher, aber dennoch eleganter
Art. Sie behauptet, daß sie von biochemischen Fehlfunktionen verursacht werden, die von
nicht-lebenden Substanzen in unserem Körper erzeugt werden, mit denen die Gene eines
Individuums nicht kompatibel sind. Es ist gut belegt, daß unsere Gene im wesentlichen die
selben sind wie die unserer Vorfahren vor 40000 Jahren; diese Gene waren gut angepaßt und
kompatibel an die damalige Umgebung. Infolgedessen sind die hauptsächlichen
krankheitsverursachenden Substanzen diejenigen, die seit damals in unsere Umwelt
eingeführt wurden oder stark zugenommen haben. Bemerkenswert viele dieser neuen
Substanzen sind erst innerhalb der letzten 150 Jahre hinzugekommen.
-
- Wie schon oben bemerkt, entstehen diese Krankheiten infolge biochemischer
Störungen. Bei MS drückt sich diese Strörung durch einen Angriff des eigenen
Immunsystems auf das zentrale Nervensystem aus. Offensichtlich richtet sich ein
hauptsächlicher Verdacht für das Auftreten solcher Störungen auf unsere Nahrung, die
fast alle biochemischen Substanzen liefert, die unseren Körper durchlaufen ( wir sind,
was wir essen). Die Schlüsselfrage lautet. "Welche sind die neuen und
unterschiedlichen Lebensmittel, die wir in den letzten paar tausend Jahren unserem
Speiseplan hinzugefügt haben?" Die von unseren Vorfahren verzehrten Lebensmittel
beinhalteten hauptsächlich Früchte, Gemüse und mageres Wildfleisch ( fettarm, wenig
gesättigtes Fett).
-
- Heute verzehren wir hauptsächlich Milchprodukte, stärkehaltiges Getreide,
Zucker, chemisch veränderte Öle und fettreiche Fleischsorten, die überwiegend
gesättigte Fette enthalten. Diese sind alle "neue" Lebensmittel, an die unsere
Gene nicht gut angepaßt sind. Insofern ist es ganz klar, daß wir versuchen, einen für
Dieseltreibstoff entwickelten Wagen mit hochoktanem Benzin zu fahren.
- (Anm. der Redaktion: Hinzu kommen
Pestizidrückstände aus dem Pflanzenschutz und Chemikalienrückstände aus der
Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln.)
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- Die Theorie, daß MS hauptsächlich durch den Verzehr von Lebensmitteln
verursacht wird, die nicht verträglich mit unseren alten Genen sind, wird von
verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsstudien gestützt. Detaillierte statistische
Studien haben klar belegt, daß das Auftreten von MS sehr gut mit dem Verbrauch von
Milchprodukten, stärkehaltigem Getreide und gesättigten Fetten korreliert.
Beispielsweise tritt MS fünfmal häufiger in der kanadischen Prärie auf als in den
Gebieten Neufundlands, wo überwiegend Fisch gegessen wird.
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- Natürlich ist die letztendliche Frage, wie diese neuen, schädigenden
Lebensmittel MS verursachen? Wieder liefert eine neue Theorie die Antwort. Die
gegenwärtig favorisierte Erklärung für Autoimmunkrankheiten ist, daß gewisse fremde
Proteine eine genügend ähnliche Struktur zu Eigenproteinen haben, sodaß das Immunsystem
genetisch empfänglicher Personen die Eigenproteine mit fremden verwechselt. Bei MS greift
das Immunsystem Gewebe des zentralen Nervensystems an, weil es, nachdem es von fremden
Proteinen aktiviert wurde, die ZNS-Eigenproteine mit fremden verwechselt. Diese Theorie
ist unter dem Begriff "Molekulare Nachahmung" bekannt und wird in der Medizin
weithin akzeptiert.
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- Forscher der Medizin berufen sich auf Viren und Bakterien, die angeblich die
fremden Proteine liefern, die die molekulare Nachahmung verursachen und das Immunsystem
gegen sich selbst aktivieren. Kürzlich wurde die wichtige Feststellung getroffen, daß
auch verschiedene Proteine aus Lebensmitteln Eigenproteinen sehr ähneln und das Potential
haben, molekulare Nachahmung zu bewirken. Wenn man unterstellt, daß unsere Zellen aus von
Lebensmitteln abgeleiteten Molekülen aufgebaut werden, dann überrascht das gar nicht.
Mit all den anderen verfügbaren Daten ergibt sich infolgedessen, daß die vernünftigste
Erklärung für MS ist, daß sie von erst vor kurzen in unseren Speiseplan aufgenommenen
Lebensmitteln verursacht wird, die Proteine enthalten, die stark denjenigen unseres
zentralen Nervensystems ähneln. Natürlich bekommen nur solche Personen MS, die eine
genetische Veranlagung derart haben, daß ihr Immunsystem ZNS-Eigenproteine nicht von
fremden Proteinen unterscheiden kann.
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- Die gesättigten Fette, deren Anteil in unseren Lebensmitteln stark zugenommen
hat, spielen bei MS eine größere Rolle, indem sie die von Lebensmittelproteinen
aktivierten entzündlichen und Immunreaktionen fördern und verstärken. Gesättigte Fette
begünstigen die Produktion von Serie-2-Prostaglandinen (Hormonen), die entzündlich
wirken. Dies steht im Gegensatz zu mehrfach ungesättigten Fetten, die die Produktion von
Serie-1- und Serie-3-Prostaglandinen fördern, die entzündungshemmend wirken.
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- Das obige Beweismaterial ist im wesentlichen auf Indizien aufgebaut. Eine
Schlüsselfrage lautet: "Haben wir irgendeinen handfesten Beweis, daß Lebensmittel
Autoimmunität bewirken können (auf frischer Tat-Beweis)?" Die Antwort lautet:
"Ja". Wissenschaftlich unangreifbare Studien über diätetische Faktoren und das
Auftreten von Typ-1-Diabetes bei Ratten haben jenseits allen Zweifels gezeigt, daß von
Weizen, Soja und Milchprodukten abgeleitete Proteine Typ-1-Diabetes verursachen. Also
können Lebensmittel zu von T-Zellen vermittelter, organspezifischer Autoimmunität
führen.
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- Falls verschiedene Lebensmittel auch
eine der wichtigsten Ursachen von MS sind, wäre es eindeutig vernünftig, die potentiell
problematischen Lebensmittel zu vermeiden. Offensichtlich zu vermeidende Lebensmittel sind
Milchprodukte, stärkehaltiges Getreide, Bohnen, Eier, rote Fleischsorten, gehärtete
Margarine, raffinierte Öle und Hefe. All das enthält Proteine, gesättigte Fette
und/oder veränderte Fette, die möglicherweise sehr schädlich sind. Es ist auch zu
empfehlen, den Verzehr von Zucker und gesättigten Fetten beträchtlich zu vermindern.
Weitere spezifische Lebensmittel können für den Einzelnen problematisch sein und
verschiedene Blutallergietests und diätetische Ausschließungstechniken sind nützlich,
um diese zu entdecken.
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- Die Kernaussage ist, daß es reichlich wissenschaftliche Indizienbeweise dafür
gibt, daß verschiedene Lebensmittel eine der Hauptursachen von MS sind und daß
infolgedessen Diät-Planung eine exzellente Strategie sein kann, den Verlauf von MS stark
zu verlangsamen oder sogar zum Stoppen zu bringen. Forschung bezüglich diätetischer
Faktoren und MS ist dringend nötig, da über jeden vernünftigen Zweifel hinaus bewiesen
werden muß, wie nutzvoll Diät-Planung ist, und ob sie die gegenwärtigen medikamentösen
Therapien ergänzen oder ersetzen kann, die viele unangenehme physische und finanzielle
Nebenwirkungen haben.
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- Ihre Wirkung auf den Entzündungsprozeß ist gut untersucht. Unbedingt zu meiden
ist die Aufnahme von viel Arachidonsäure. Sie ist der Vorläuferstoff, aus dem die
Entzündungsmediatoren Leukotriene und Prostaglandine gebildet werden. Erreichbar ist dies
nur durch eine starke Reduktion der Aufnahme von tierischen Fetten (s. auch ff. "Die tierfettarme Diät").
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- gamma-Linolensäure
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- Gamma-Linolensäure ist zwar die Vorläufersubstanz der Arachidonsäure, aber diese
mehrfach ungesättigte Fettsäure wird offenbar nicht wesentlich zu Arachidonsäure vom
Menschen umgewandelt, sondern nur zu dihomo-gamma-Linolensäure aufgebaut. Diese hat eine
eigene Wirkung auf das Entzündungsgeschehen Sie findet sich in größerer Menge nur im
Nachtkerzenöl, dem Kernöl der schwarze Johannisbeere und im Borretschöl. Aus dieser
mehrfach ungesättigten Fettsäure werden eigene Botenstoffe (Eicosanoide) gebildet, die
den Entzündungsprozeß hemmen. Eine zur Hemmung der Entzündung ausreichend hohe Zufuhr
ist nur mit Kapseln möglich, die im Handel erhältlich sind. Bisher konnte aber nicht
bewiesen werden, daß dihomo- gamma-Linolensäure eine bessere Wirkung als
Eicosapentaensäure hat.
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- alpha-Linolensäure hemmt die Bildung der Arachidonsäure und die Entzündung
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- (alpha-Linolensäure findet sich in allen grünen Pflanzen. Besonders reichlich ist sie
in bestimmten Pflanzenölen, wie dem Walnußöl, dem Soja- und Leinöl, enthalten. Sie
kann im Körper zu der sehr wirksamen Eicosapentaensäure aufgebaut werden und damit den
Entzündungsprozeß vermindern. Diese Umwandlung geht aber sehr langsam vor sich und eine
Wirkung ist erst etwa zwei Monate nach einer Zufuhr von alpha-Linolensäure zu erhoffen.
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- Fischöle wirken der Arachidonsäure entgegen
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- Für Forscher interessant und anfangs unerklärlich war die Tatsache, daß
Grönland-Eskimos kaum Krankheiten hatten, bei denen Entzündungsstoffe (Eicosanoide)
vermehrt gebildet werden. Diese Krankheiten - zu ihnen gehören die Multiple Sklerose wie
auch rheumatische Erkrankungen und die Arteriosklerose - treten bei Grönland-Eskimos kaum
auf. Den Zusammenhang mit der fischreichen Ernährung dieser Volksgruppe bewies erst die
Erkenntnis, daß Fischöle die Umwandlung der Arachidonsäure zu entzündungsauslösenden
Substanzen unterdrücken können. Die günstige Wirkung der Fischöle beruht auf einem
doppelten Effekt: Sie hemmen nicht nur die Bildung der Entzündungsstoffe, sondern sie
verdrängen auch die entzündungsauslösende Arachidonsäure aus dem Gewebe. Die dadurch
bewirkte Abnahme der Entzündungsstoffe und die günstige Wirkung auf diese Erkrankungen
konnten in zahlreichen Studien gezeigt werden (Adam 1994).
- Die wirksame Fettsäure in den Fischölen heißt Eicosapentaensäure
(EPA).
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Beim Entzündungsprozeß entstehen freie Sauerstoffradikale. Diese oxidieren
die Arachidonsäure in der Zellmembran zu Entzündungsmediatoren (Prostaglandine,
Leukotriene, etc.). Eine Kette von Sauerstoffradikalfängern kann die Bildung von
Entzündungsstoffen aus Arachidonsäure vermindern. Vitamin E bindet stärker an
Sauerstoffradikale als diese, wird aber dabei inaktiviert. Vitamin C kann oxidiertes und
damit inaktiviertes Vitamin E wiederherstellen. Vitamin C schließlich wird durch die
selenhaltige Glutathion-Peroxidase wieder in die aktive Form zurückgebracht. (näheres s.
"Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose", Olaf Adam, ISBN-Nr. 3-7750-0249-9)
- Vitamin C (Ascorbinsäure)
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- Bei Entzündungen, also auch bei Multipler Sklerose, besteht ein gesteigerter
Bedarf. Um die Körperspeicher völlig zu sättigen, sind 200 mg Vitamin C pro Tag
ausreichend, die auch fast vollständig resorbiert werden. Höhere Mengen werden nicht
vollständig vom Darm aufgenommen, überschüssig aufgenommenes Vitamin C wird zudem über
die Nieren ausgeschieden. Vitamin C findet sich in Obst, Gemüse und Kartoffeln vor allem
in der Schale und in den darunter liegenden Fruchtteilen. Große Verluste entstehen auch
bei Lagerung, Erhitzung, beim Kochen und Aufwärmen.
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- Vitamin E (D-alpha-Tocopherol)
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- Ein erhöhter Bedarf besteht bei allen entzündlichen Erkrankungen. Vitamin E
ist in den Samen der Pflanzen und in den daraus gewonnenen Ölen und Fetten enthalten. Zur
Entzündungshemmung sind aber höhere Dosen nötig, als mit der Nahrung zugeführt werden
können. Deshalb ist meist eine Zufuhr mit Kapseln erforderlich. In den Kapseln sind
unterschiedliche Arten des Vitamin E enthalten, die auch unterschiedlich antioxidativ
wirksam sind, entsprechend der chemischen Struktur. Die höchste biologische Wertigkeit,
also die beste Wirkung, hat das D-alpha-Tocopherol aus natürlichen Quellen, wie es heute
auch als Arzneimittel in der Apotheke zu haben ist. Achten Sie beim Einkauf von
Vitamin-E-Kapseln auf die angegebenen Inhaltsstoffe, um minderwertige Produkte zu
vermeiden.
- Die Einnahme von Vitamin E in überhöhter Dosierung kann nachteilige Folgen
haben, da Vitamin E die Bildung von Immunglobulinen verstärkt. Immunglobuline werden bei
der Multiplen Sklerose vermehrt gebildet, genauso wie bei anderen Autoimmunerkrankungen.
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- Vitamin D3 (Colecalciferol)
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- Wirkt der Entkalkung des Knochens durch die Katalisation der Kalziumeinlagerung
entgegen. Ist deshalb besonders wichtig bei Belastungsmangel des Knochengerüsts und hohem
Kortisonverbrauch. Spekulativ antientzündlich (im EAE-Modell der Maus - EAE =
experimentelle allergische Enzephalitis - unterdrückt die hormonelle Form den Ausbruch
der EAE, s. "Vitamin D und
Multiple Sklerose").
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- Spurenelemente: Kupfer, Selen und Zink
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- Diese Spurenelemente sind wichtige Bestandteile antioxidativ wirksamer,
entzündungshemmender Enzyme, deren Funktion durch eine optimale Versorgung mit Kupfer,
Selen und Zink verbessert werden kann.
- Heute enthalten die intensiv genutzten landwirtschaftlichen Böden nur noch sehr
wenig Selen, deshalb können die darauf wachsenden Pflanzen das Spurenelement nicht
anreichern.
- Der Bedarf an Selen liegt bei entzündlichen Erkrankungen höher. Viele
Erkrankte weisen regelmäßig zu niedrige Blutspiegel auf. Dies läßt sich durch den
stärkeren Verbrauch der Glutathion-Peroxidase erklären. Klinische Untersuchungen weisen
darauf hin, daß die Anhebung der Versorgung mit Selen, Kupfer und Zink immunologische
Erkrankungen bessern kann. Selen scheint eine besondere Bedeutung zu haben, es verstärkt
auch die Wirkung des Vitamin E.
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- Wirkungsspektrum:
- - hoch wirksame Antioxidantien
- - entzündungshemmende Eigenschaften
- - verbessern die Elastizität und die Geschmeidigkeit der Haut
- - stärken die Blutgefäße (Kapillarwände)
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- Hintergrund:
- Im 16. Jahrhundert heilten Indianer in Amerika französische Forscher, die an
Skorbut erkrankt waren, mit einem Tee aus den Nadeln und der Rinde bestimmter Kiefemarten.
Heute wissen wir, daß Kiefemnadeln eine kleine Menge Vitamin C enthalten, und daß
Kiefemrinde sog. Biofiavonoide enthält, die, wie man inzwischen weiß, die Wirksamkeit
von Vitamin C steigern. In der Kiefemrinde und in der Schale und den Samen von
Grapefrüchten u.a. haben Wissenschaftler einen Biofiavonoidtyp isoliert, den sie
Proanthocyanidine nannten. Diese sind wasserlöslich, nicht toxisch, gut bioverfügbar und
bewirken eine Verbesserung der Wirksamkeit von Vitamin C. Jaques Masqualier, der Entdecker
und Erforscher benutzte den Namen Pycnogenole und ließ sich die Herstellung zu Pycnogenol
® in den USA patentieren. Pycnogenol ist aber kein Handelsname, sondern seine Bezeichnung
für eine biochemische Substanz und sagt im grunde nur aus, daß diese Substanz zu 85% bei
Gewinnung aus Pinienrinde und zu 95% bei Gewinnung aus Grapefruchtsamen Proanthocyanidine
enthält. Die Wirkung der Proanthocyanidine aus verschiedenen Quellen ist bei gleicher
Dosierung gleich.
- Ausgiebige Untersuchungen am Pasteur-Institut, Paris, befaßten sich mit der
Sicherheit von Proanthocyanidinen einschließlich etwaiger mutagener und cancerogener
Wirkungen. Sie erwiesen sich auch in sehr hoher Dosierung als atoxisch, nicht mutagen,
nicht cancerogen und als hypoallergen.
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- Antioxidative und antientzündliche Wirkung:
- Freie Radikale sind chemische Fragmente, die an einer Schädigung des Körpers
beteiligt sind (zum Beispiel beschleunigter Alterungprozeß der Zellen, Krebs,
Herzerkrankungen und Arthritis). Studien zeigen, daß Proanthocyanidine wirkungsvolle
Radikalfänger sind, d.h. ein Antioxidans. In Labortests bewiesen sie eine 20 fach höhere
antioxidative Wirksamkeit als Vitamin C und eine 50 fach höhere als Vitamin E!
- Proanthocyanidine vermindern Entzündungen, indem sie spezifische
proteinzerstörende Enzyme (Prostaglandine) hemmen, die während des Entzündungsprozesses
freigesetzt werden. Aufgrund ihrer superantioxidativen und entzündungshemmenden
Eigenschaften spielen sie in der Therapie von chronisch entzündlichen Erkrankungen wie
Arthritis und Multipler Sklerose, aber auch bei Sportverletzungen eine wertvolle Rolle.
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- Haut:
- Collagen, das Hauptprotein der Haut, ist verantwortlich für die Struktur und
die Elastizität der Haut. Proanthocyanidine reparieren geschädigtes Collagen und
schützen es vor weiterer Schädigung durch freie Radikale und collagenabbauende Enzyme
(Elastasen und Colagenasen). Sie wirken, indem sie sich an die Collagenfasern anlagern und
sie in einer weniger geschädigten Form wieder verbinden. Diese Schutzfunktion beugt
früher Faltenbildung vor, die durch Verlust der Hautelastizität entsteht.
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- Blutgefäße:
- Proanthocyanidine verbessern die periphere Durchblutung, stärken schwache
Blutgefäße und stellen verlorene Kapillaraktivität wieder her. Sie verbessern die
Veneninsuffiziens und vermindern die Wasserretention in den Beinen. Durch die Stärkung
der Blutgefäße und Kapillaren beugen sie der Entstehung von Varicosen vor und mildern
bereits bestehende Venenerkrankungen. Durch die Steigerung der Wirksamkeit von Vitamin C
in den Kapillarwänden und durch die Stärkung des Collagens stellen sie verlorene oder
eingeschränkte Kapillaraktivität wieder her. Sie schützen das collagenreiche
Bindegewebe der Arterienwände und Gelenke und stimmulieren die Wiederherstellung
geschädigter Bindegewebestrukturen.
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- Synergistische Nährstoffe:
- Proanthocyanidine wirken synergistisch mit anderen Antioxidantien wie den
Vitaminen A, C, E und dem Spurennelement Selen.
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- Stoffklasse:
- Coenzym Q-10 gehört zur Stoffklasse der Ubichinone. Bei dieser Stoffklasse handelt es
sich um substituierte Benzochinonderivate. Die Struktur der Ubichinone ähnelt den
Vitaminen E und K. Ubichinon wird in den Mitochondrien aus Phenylanalin bzw. Thyrosin,
Methionin und Mevalonsäure synthetisiert. Bei mangelhafter Bereitstellung eines dieser
Stoffe (bei Stoffwechselstörungen wie Phenylketonurie, bei Protein- und Vitaminmangel)
wird die Synthese gehemmt. Die Vitaminstruktur der Ubichinone ist bislang noch umstritten,
sie zählen jedoch zweifelsfrei zur Gruppe der "bedingten" Vitamine. Ubichinone
mit anderer Kettenlänge als das Coenzym Q-10, werden in der Leber größtenteils in
letzteres umgewandelt.
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- Vorkommen:
- Die Ubichinone können von allen lebenden Zellen synthetisiert werden und sind so
universell vorhanden (Organe von Menschen und Säugetieren, sonstige Tiere,
Mikroorganismen). Folgende Lebensmittel haben einen hohen Gehalt an Ubichinon 50: Mais,
Sojabohnen, Nüsse, Fleisch (Geflügel, Schweine- und Rindfleisch), Fisch (Sardinen,
Makrelen), Spinat, Brokkoli, Soja-, Sesam- und Rapsöl.
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- Wirkung:
- Coenzym Q-10 ist wichtiger Elektronen- und ~Energieüberträger in der Atmungskette. Es
ist an der Bildung des Adenosintriphosphat (ATP) in der Mitochondrienmembran beteiligt.
Bei zu geringer Serumkonzentration kann es zu einem Rückgang der Leistungsfähigkeit
kommen. Eine wichtige Wirkung des Coenzyms Q-10 besteht in der Funktion als
Radikalfänger. So wird durch die Neutralisation freier Sauerstoffradikale die Zellmembran
und der Zellkern vor deren schädigenden Wirkung geschützt.
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- Anwendung:
- Der Bedarf an Coenzym Q-10 kann im Normalfall gedeckt werden durch: Ausgewogene
Ernährung, Bevorzugung von Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Coenzym Q-10 und durch
schonende Lebensmittelbehandlung. Die Nährstoffversorgung ist in den verschiedenen
Bevölkerungsgruppen sehr unterschiedlich. Besonders nährstoffanspruchsvolle Personen
sind: Schwangere, Stillende, Säuglinge, alte Menschen, unter besonderer körperlicher
Belastung stehende Personen (Leistungssportler, Schwerarbeiter), gestresste Personen,
strenge Vegetarier, diäthaltende Menschen, Genußmittelmißbrauchende, Kranke (wegen der
Krankheit als solche und/oder wegen der Einnahme von Medikamenten), mit
Sauerstoffradikalen belastete Menschen, Personen mit Phenylalaninmangel. Für diese
Personen kann die medikamentöse Ergänzung sinnvoll sein. In vielen europäischen
Ländern wird eine tägliche Einnahme von 10 bis 30 mg Coenzym Q-10 empfohlen.
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- Besondere Hinweise:
- Um die Bereitstellung der zur Synthese des Coenzyms Q-10 notwendigen
- Ausgangsmaterialien zu gewährleisten, ist auf ausreichende Vitaminzufuhr (speziell:
Niacin, Pyridoxin, Panthotensäure, Folsäure, Cobalamin) zu achten. Insbesondere gilt
dies für Risikogruppen wie z.B. strikte Vegetarier.
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- Risiko:
- Auch bei jahrelanger Anwendung in hoher Dosierung (täglich 100 mg) wurden keine
unerwünschten Wirkungen beobachtet.
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- Literatur:
- Dieter Hötzel, Deutsche Apotheker Zeitung, 135. Jahrg. - Nr. 27 - 1995
- Prof. Dr. H. K. Biesalski, u. a. AJ 9/93
- Prof. Dr. K. Klein, Vitamine, Schneider-Verlag Hohengehren, 1996
Die Angaben beziehen sich auf Tagesdosen bei 50 kg bzw. 75 kg Körpergewicht
und können linear umgerechnet werden. Die monatlichen Kosten der Supplementation belaufen
sich auf ca. 50 bis 100 DM. Dabei macht die Fischölsupplementation etwa die Hälfte der
Kosten aus. Empfehlenswerte und günstige Einkaufquellen nennt Ihnen die Redaktion auf
Anfrage.
| Substanz |
Tagesdosis/50kg |
Tagesdosis/75kg |
Anmerkungen |
| Fischöle (EPA-Anteil) |
1000 mg |
1500 mg |
bei täglichem Fischverzehr nur die Hälfte |
| Selen |
100 µg |
150 µg |
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| Magnesium |
100 mg |
150 mg |
nur bei Spasmusneigung |
| Vitamin C |
125 mg |
200 mg |
|
| Vitamin E |
250 I.E. |
400 I.E. |
|
| Vitamin D3 |
3000 I.E. |
4500 I.E. |
Kalziumspiegel regelmäßig messen lassen |
| Pycnogenole |
250 mg |
375 mg |
aus Weintraubenkernen oder Pinienrinde |
| Coenzym Q-10 |
60 mg |
90 mg |
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