die freie Hansestadt Bremen

Die Bremer Stadtmusikanten

"'nen Eimer Wasser, 'nen Eimer Sand und fertig ist das Fischkopf-Land!"


Ganz so einfach ist es nicht Bremen zu beschreiben. Und auch wenn viele Menschen sagen, das Beste an Bremen sei die Autobahn nach Hamburg, wage ich zu behaupten, daß auch Bremen eine schöne Stadt ist. Und diese Stadt möchte ich Euch hier ein wenig näher bringen. Am besten Ihr speichert diese Seite und schaut sie Euch offline an, denn sie ist sehr umfangreich, dafür aber auch - hoffe ich - recht interessant.


die Freie Hansestadt Bremen

Im Jahre 782 wurde Bremen zum ersten Mal schriftlich erwähnt, aber das soll es schon zur Geschichte gewesen sein. Die ganze Geschichte Bremens niederzuschreiben würde zu viel Platz und Zeit in Anspruch nehmen. Wenden wir uns daher der Gegenwart zu.

Der Marktplatz

(Haltestelle Domsheide / Linien 2, 3, 4, 5, 6, 24, 25, 30S)

Die "Gute Stube" Bremens ist wohl der Marktplatz in der Fußgängerzone. Der Marktplatz repräsentiert die Geschichte Bremens. Allerdings ist nicht mehr alles im Original erhalten. Die Bomben des 2.Weltkrieges haben Bremen doch sehr zugesetzt. Um den Marktplatz herum gruppieren sich das Rathaus, der Dom, der Schütting, die Giebelhäuser am Markt und das Parlament.

Das Rathaus wurde um 1405 gebaut. Das gotische Bauwerk ist ein typisches Werk des Mittelalters. Es lohnt sich auf jeden Fall sich die Arkaden genauer anzusehen. Berühmt ist die Henne über der zweiten Arkade von links. Um sie rankt sich die Legende der Gründung Bremens. Seefahrer, die die Weser herauffuhren, sahen die Henne und dachten sich, wo eine Henne ihre Kücken ernähren kann, dort können auch Menschen leben. Sie landeten an und ließen sich nieder. Unter dieser zweiten Arkade des Rathauses tagte im Mittelalter das Gericht. Davor wurden Tribünen für die Auspeitschungen, Hinrichtungen und Hexenverbrennungen aufgestellt. An der Ostseite befand sich der Pranger. Heute bietet das Rathaus wesentlich erfreulichere Sehenswürdigkeiten, nämlich die Güldenkammer (leider nicht immer für "Normalsterbliche" zugänglich) und den Ratskeller, ein weit über Bremen hinaus bekanntes Lokal mit einer riesigen und guten Weinauswahl. Nicht umsonst spricht man vom Ratskeller als "Heiligtum der Weinfreunde". (Bremer Ratskeller, Am Markt 1, Tel.:0421 / 32 16 76, Mo-Do 11.00-0.00, Fa-Sa 11.00-1.00, So 10.00-0.00) Neben dem Eingang zum Ratskeller steht die Skulptur der Bremer Stadtmusikanten. Dieses Bronzedenkmal wurde im Jahre 1953 von Gerhard Marcks geschaffen. Die Legende sagt, daß Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man dem Esel mit beiden Händen um die Vorderbeine faßt. Auf keinen Fall sollte man mit nur einer Hand ein Bein des Esels umfassen, denn dann "gibt ein Esel dem anderen die Hand". Viele Touristen sind enttäuscht von der geringen Größe des Denkmals, aber gesehen haben sollte man es.

Das Rathaus wird auf seiner rechten Seite flankiert vom Bremer St.-Petri-Dom, der ältesten Bremer Kirche. Der Dom steht auf dem höhesten Punkt der Düne, auf der Bremens Geschichte begann. Vom Domturm aus hat man einen tollen Blick über die Bremer Altstadt. Da lohnt es sich, die knapp 100 m hohen Türme zu Fuß zu erklimmen. Eine besondere Sehenswürdigkeit des Doms ist das Dom-Museum, und dort besonders der sogenannte Bleikeller. Der Bleikeller ist nicht unbedingt etwas für zarte Nerven, eher das "Grusel-Kabinett von Bremen". Denn dort in den Kellergewölben erwarten den Besucher acht seit mehreren Jahrhunderten konservierte Mumien in ihren Särgen. (Dom-Museum, Tel.: 0421 / 36 50 475, Mo-Fr 10.00-17.00 (Nov.-Apr. nur 13.00-16.30), Sa 10.00-12.00, So 14.00-17.00) Ein alter Brauch in Bremen ist, daß Männer, die mit 30 Jahren noch Junggesellen sind, die Dom-Treppen fegen müssen. Also seid nicht überrascht, wenn ein Mann im Smoking den Besen schwingt und dazu Drehorgelmusik ertönt. Stellt Euch dazu und feiert einfach mit. Fegen muß er übrigens so lange, bis ihn eine Jungfrau freiküßt. Für Frauen gibt es diesen Brauch auch. Allerdings fegen sie nicht, sondern polieren die Türgriffe des Eingangsportals.
Zwischen Rathaus und Dom (ein wenig in Richtung Domshof versetzt) ist der sogenannte "Spuckstein" in das Pflaster eingelassen. An dieser Stelle wurde die Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried enthauptet. Danach wurde es Brauch, daß die Menschen als Zeichen der Verachtung für Gesche's Morde auf den Stein spuckten.

Weiter im Uhrzeigersinn sich umschauend sieht man ein Gebäude, das eigentlich so gar nicht auf den Marktplatz paßt. Über das in den 60er Jahren gebaute Parlamentsgebäude (Haus der Bürgerschaft) regt man sich heute aber kaum noch auf, wohl aber über das, was dort besprochen und entschlossen wird. Das Parlament wurde an der Stelle errichtet, an der bis 1943 die Neue Börse stand, bevor sie von Bomben zerstört wurde. Hinter dem Parlament findet sich noch ein Rest des Börsenbaus.

Direkt gegenüber dem Rathaus befindet sich der Schütting. Dieses Gebäude wurde 1537/38 im Auftrag der Kaufmannschaft erbaut. Heute befindet sich hier der Sitz der Handleskammer und der Club zu Bremen, der feinste und vornehmste Club, den Bremen zu bieten hat. Die Mitglieder selbst (u.a. aus der Wirtschaft, Rechtsanwälte, Geistliche, Hochschulprofessoren...) sehen es nicht so gerne, wenn dies so gesagt wird, da dadurch leicht ein elitäres Bild entsteht. Sie halten sich also eher ans Understatement. Besonderheit dieses Clubs: Es waren bis zum Jahre 2000 keine Frauen zugelassen; nur ganz selten wurden Ausnahmen gemacht und Frauen als Gäste geduldet. Seit 2000 allerdings können auch Frauen Mitglied im Club zu Bremen werden.Der Schütting befindet sich nicht zufällig genau gegenüber dem Rathaus, den in der Zeit als er gebaut wurde herrschte eine große Rivalität zwischen Kaufleuten und Stadtrat. Über dem Eingang des Schüttings steht ein Spruch, der besonders durch den früheren Bürgermeister Otto Gildemeister geprägt wurde: "Buten un Binnen, Wagen un Winnen" (Draußen und drinnen, wagen und gewinnen), der aber auch die Einstellung der Bremer Kaufleute widerspiegelt.

Und wieder drehen wir uns nach rechts und sehen dort die Giebelhäuser am Markt. Diese Häuser sind - auch wenn man es kaum glauben mag - größtenteils Nachkriegsbauten. Sehr angemehm ist es, in dem kleinen Cafe einen Kaffee zu trinken und dabei das Treiben auf dem Marktplatz zu beobachten.

Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus steht "Roland, der Ries' am Rathaus zu Bremen". Der Roland ist seit etwa 600 Jahre das Wahrzeichen der Bremer. Er symbolisiert städtische Bürgerfreiheit und wehrhafte Wachsamkeit. Schon vor weitaus mehr als 600 Jahren hatten Bremer Bürger einen hölzernen Roland als Provokation der Erzbischöfe errichtet. Diese ließen das Holzdenkmal 1366 niederbrennen. 40 Jahre später wurde das heutige Denkmal errichtet, das seitdem mit einem geheimnisvollen Lächeln auf den Dom blickt. Im Volksmund heißt es: Bremen bliebe so lange eine freie Stadt wie der Roland steht. Sollte er einmal zerstört werden, so blieben 24 Stunden, um ihn wieder aufzubauen. Im 2.Weltkrieg wurde er deshalb zugemauert und überstand so die Bombenangriffe unbeschadet. Ein weiterer interessanter Fakt ist, daß der Abstand zwischen den Knie-Spitzen des Rolands 55 cm beträgt. Dieses Maß entsprach einer Bremer Elle und so wurden die Knie des Rolands von Bürgern und Händlern zum abmessen von Waren verwendet.

Um die Figur, die zu Füßen des Rolands liegt, gibt es verschiedene Legenden. Die am häufigsten gehörte ist diese: Die Bremer Bürger baten eine Grundbesitzerin um Land, auf dem sie einen Park errichten könnten. Die Besitzerin sagte zu, ihnen soviel Land zu schenken, wie ein Bürger an einem Tag umrunden könne. Allerdings bestand sie darauf sich diesen Bürger selbst aussuchen zu dürfen. Da diese Frau extrem geizig und gemein war, fiel ihre Wahl auf einen beinlosen Krüppel. Dieser zog sich dann auf seinen Armen um das Areal, daß heute der Bügerpark umfaßt. Als der Tag zu Ende ging, brach der Krüppel tot zusammen. Um ihn zu ehren, legt man ihn dem Roland zu Füßen. Aber wie gesagt, dies ist eine Legende.

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Die Böttcherstraße

(Haltestelle Domsheide / Linien 2, 3, 4, 5, 6, 24, 25, 30S)

Die Böttcherstraße geht neben dem Schütting vom Marktplatz ab. Hier waren früher die Bottichmacher (Böttcher) zu Hause. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Handwerkergasse in einem erbärmlichen Zustand. 1902 erwarb der Kaufmann Ludwig Roselius das Haus Nummer 6, das seitdem seinen Namen trägt. Mit diesem Kauf begann die Böttcherstraße wieder aufzuleben. Nach und nach kaufte Roselius alle Häuser auf. Bis auf Nummer 6 wurden alle Häuser abgerissen. In den Jahren 1924 - 1931 entstand die Böttcherstraße als "Gesamtkunstwerk" total neu. Später wollten die Nazis die Straße vernichten, aber "zum Glück" befahl Hitler, die Straße als "Mahnmal entarteter Kunst" zu erhalten.

Den Eingang zur Böttcherstraße ziert das Relief "Der Lichtbringer" von B. Hoetger. Es zeigt den Kampf Gut gegen Böse (Erzengel Michael gegen den Höllendrachen).

Heute finden sich in der Böttcherstraße das Ludwig-Roselius-Haus, das Paula-Becker-Modersohn-Haus, das Haus des Glockenspiels, das Haus Atlantis, der Hoetgerhof sowie die Bremer Spielbank. Warum das Haus des Glockenspiels so heißt, wird jeder erkennen, der seinen Blick auf den Giebel richtet. Dort hängen 30 Glocken aus Meißner Porzellan, die dreimal am Tag (12, 15 und 18 Uhr) die Melodien von zehn verschiedenen Liedern spielen. Gleichzeitig beginnt am Nachbargiebel ein Tafelzyklus, der in chronologischer Reihenfolge bedeutende Seefahrer und Luftfahrt-Pioniere zeigt.

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Der Schnoor

(Haltestelle Domsheide / Linien 2, 3, 4, 5, 6, 24, 25 ,30S)

Der Schnoor ist die eigentliche Altstadt Bremens. Wer sich in den Schnoor begibt, der weiß sofort, woher der Name Schnoor (Schnur) rührt. Ganz schmale, enge Gassen mit kleinen, aneinander "gepressten" Häusern geben diesem Viertel ein einzigartiges Flair. Im Mittelalter muß es hier lautstark zugegangen sein. Einen Einblick in das Alltagsleben des alten Schnnors kann man sich am besten im Museum im Schifferhaus verschaffen. (Museum im Schifferhaus, Anmeldung im Schnoor-Archiv, Am Landherrnamt 3, Tel: 0421 / 32 42 74). Wo sich heute Antiquitäten-Händler, Kunsthandwerker und Gastronomiebetriebe finden, war im 13. Jahrhundert ein Viertel für Fischer und Fahrensleute, deren Leben mit der Romantik, die der Schnoor ausstrahlt, nichts zu tun hatte. Früher floß durch den Schnoor noch ein Nebenarm der Weser, die Balge. Später wurde die Balge in einen Kanal umgewandelt und überbrückt. Die Häuser wurden auf diese Überbrückung verlängert. Später gab der aufgeschüttete Untergrund nach und die Häuser sackten ein und stehen noch heute schief und krumm. Den 2.Weltkrieg überstand der Schnoor nahezu unbeschadet. Später kamen Stimmen auf, die den Abriß des Viertels forderten. Erst auf einen massiven Bügerprotest hin entschloß sich die Stadt zu einer Instandsetzung und Neugestaltung. Zum Glück, wie man heute sagen muß.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Denkmal an der Ecke "Hinter der Holzpforte". Es zeigt den wohl berühmtesten Bewohner des Schnnors, Heini Holtenbeen. Heini Holtenbeen (1835 - 1909) hieß eigentlich Jürgen Heinrich Keberle, wurde aber wegen seines Holzbeines nur Heini Holtenbeen genannt. Er war ein berühmtes und skurriles Stadtoriginal. Berühmt berüchtig war nicht nur seine Art spazierenzugehen - immer mit abgewetztem Mantel, zerbeulten Hut und Stock - sondern besonders seine Schlagfertigkeit, die so manches plattdeutsche Schlagwort in die Welt setzte. Heini lebte hauptsächlich von kleinen Dienstleistungen und Almosen, die er allerdings als Darlehen betrachtete, die er eines Tages zurückzahlen würde. In ganz Bremen berühmt war Heini dafür, daß er den Kaufleuten in der Mittagszeit am Eingang der Börse die angerauchten Zigarren abnahm, da dort das Rauchen verboten war. Zuhause war der liebenswerte und beliebte Schnorrer im Haus "Schnoor 7", wo sich heute der Heini-Holtenbeen-Verein befindet, der sich um die bauliche Erhaltung des Schnoors kümmert.

Außerdem befindet sich im Schnoor eine der schönsten Kirchen Bremens, die St-Johannis-Kirche. Sie war ursrünglich Bestandteil des Franziskaner-Klosters St-Johannis. Sie ist die einzige rein gothische Kirche in Bremen, da sie von Umbauten verschont blieb.

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Die bremischen Häfen

(Rundfahrt ab Martinianleger / Haltestelle Domsheide / Linien 2, 3, 4, 5, 6, 24, 25, 30S)

"Navigare necesse est" (Seefahrt tut not) - dieses altrömische Sprichwort galt und gilt auch für Bremen. Im Mittelalter befand sich ein erster Hafen in der Balge, die durch den Schnoor floß. Später wurde dieser Hafen an die Schlachte am Weser-Ufer verlegt. Da die Weser immer mehr versandete, entstanden schon bald große Probleme. Und so wurde ein neuer Hafen in Vegesack angelegt. Die Weser versandete aber weiter und so waren diese Probleme noch nicht gelöst. So wurde der Hafen in Bremerhaven gegründet, um die Bremer Häfen zu entlasten. Aber es wurden weiter neue Hafenbecken im Bremer Stadtgebiet gebaut. Und auch wenn die Seefahrt nicht mehr das ist, was sie einmal war, laufen heute noch etwa 10.000 Schiffe pro Jahr die bremischen Häfen (Bremen und Bremerhaven) an.

Die einfachste, bequemste, informativste und damit die von mir empfohlene Art die Bremer Häfen kennenzulernen ist die Hafenrundfahrt. Die Schiffe starten am Martinianleger und legen auch dort wieder an. Über die Abfahrtszeiten und Kosten informiert man sich am besten bei der Schreiber-Reederei, die diese Fahrten anbietet. (Schreiber-Reederei, Tel: 0421 / 32 12 29).

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Die Wall-Anlagen mit Mühle

(Haltestelle Schüsselkorb / Linien 4, 5, 6, 24, 25, 30S oder Haltestelle Hauptbahnhof / zusätzlich auch Linien 1, 8, 10, 26)

Die Wallanlagen sind ein Park, der auf der frühzeitlichen Stadtgrenze von Bremen liegt. Hier stand, wie schon der Name sagt, der Wall von Bremen. Nach dem Abriß der Befestigungsanlagen entstand hier dieser Park im englischen Stil. Der Wallgraben hat immer noch den Verlauf früherer Zeiten. Die Wall-Anlagen ziehen sich von der Schnellstraße nach Oldenburg entlang der Innenstadt bis an den Osterdeich zur Weser. Im Frühjahr sind die Wall-Anlagen ein einziges Blütenmeer. Das Wahrzeichen der Wall-Anlagen ist die holländische Galleriemühle zwischen der Bgm.-Smidt-Str. und dem Herdentorsteinweg. Sie ist die einzige von ehemals 12 Mühlen, die heute noch existiert. Leider ist sie nicht zur Besichtigung freigegeben, es befindet sich dort aber die "Kaffeemühle", ein Café mit Außenterrasse.

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Die Brauerei Beck und Co.

(Haltestelle Am Brill / Linien 1, 2, 3, 8, 25, 26)

Die Brauerei Beck und Co. ist durch das dort gebraute Becks Bier wohl weltbekannt. Es werden Führungen durch die Brauerei mit anschließendem Probe-Schluck angeboten. Informationen erhält man im Kundenzentrum der Brauerei. (Brauerei Beck und Co., Am Deich 18/19, Tel: 0421 / 50 94 0).

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Bremen Vegesack und Schulschiff Deutschland

(Haltestelle Bahnhof Vegesack / Linien 70, 71, 74, 75, 76, 78, 79)

Vegesack, das einstige Dorf vor den Toren Bremens, betrachtet sich auch heute gerne noch als eigenständiges Dorf. In früheren Zeiten machte es die Wirren der Politik mit. Es war abwechselnd schwedisch, dänisch, bremisch und kurhannoversch, bevor es im Jahre 1804 endgültig bremisch wurde.

Heute ist die Vegesacker Weserpromenade eine gepflegte und gemütliche Gastromeile, in der jeder etwas nach seinem Geschmack finden dürfte. Die Kneipen, Bistros und Restaurants sind in alten Speichergebäuden der Alten Hafenstraße untergebracht. Außerdem findet man hier kleine Geschäfte, die interessante Bremensien verkaufen. Auch die Füßgängerzone Vegesacks lädt zum Bummeln ein.

Wahrzeichen von Vegesack sind die über 7m hohen Stoßzähne eines Blauwals, die in Bronze gegossen an der Weser-Promenade stehen. Außerdem wurde das Schulschiff Deutschland, das früher in der Nähe der Innenstadt etwas abseits lag, in Vegesack vertäut. Viele Bremer waren traurig, daß die Deutschland nach Vegesack umgelegt wurde, meiner Meinung nach ist der jetzige Platz allerdings wesentlich besser gewählt.

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Erholung in Bremen und umzu

Wenn man einen Bremer fragt, wo man sich am besten innerhalb der Stadt erholen könne, so wird fast jeder antworten: Im Bürgerpark.

Der Bürgerpark

(Haltestelle Findorff-Allee oder Bürgerpark / Linie 26 oder Haltestelle Am Stern / Linien 5, 6, 8, 24)

Der Bügerpark ist eine ehemalige Viehweide, die lange Zeit brach lag. Im 19. Jahrhundert fand hier das 2. Bundesschießen statt. Und dort wurde die Idee geboren, die Weide in eine Parkanlage umzuwandeln. Es wurde ein Komitee gegründet, das sich der Umwandlung widmen sollte. 1877 wurde diese Komitee in den "Bürgerparkverein" umgewandelt. Dieser Verein ist auch heute noch für die Unterhaltung des Parks zuständig.

Der Bügerpark ist eine Oase der Ruhe und Erholung. Er bietet Möglichkeiten zum spazierengehen, sonnen, kaffeetrinken, rudern und vieles mehr. In der Nähe des Hollersees mit dem exclusiven Parkhotel steht der Marcus-Brunnen, dessen reichhaltige Verzierungen im Weltkrieg zum Kriegszwecken eingeschmolzen wurden, so daß er heute nicht mehr im Originalzustand erhalten ist. Nicht weit davon entfernt bietet sich am Schwanensee ausgiebig Gelegenheit Enten und sonstige Wasservögel zu füttern. Ganz in der Nähe liegt das Schweizerhaus, in dem die Parkverwaltung residiert. Im Weitergehen passiert man den Niemitz-Brunnen und das Franz-Schütte-Denkmal.

Der Rundgang führt weiter zum Emmasee. Wer keine Lust hat im Cafe am Emmasee einen Kaffee zu trinken, der kann eine Runde Minigolf spielen oder sich ein Ruderboot mieten, um den Park von den zahlreichen Wasserwegen zu erkunden. Gegenüber dem Emmasee liegt der sogenannte Eichenhain, eine der stillsten Ecken im Bürgerpark. Hier steht der Gedenkstein für den Parkerbauer Wilhelm Benque.

Vom Emmasee über die Melchersbrücke führt der Weg weiter in das Tiergehege, das der Park seit 1871 beheimatet. Früher lag es neben dem Schweizerhaus und wurde 1880 hierher verlegt. Es wäre vermessen zu sagen, daß es sich hierbei um einen Zoo handelt. Aber es lohnt sich dennoch das Tiergehege zu besuchen, zumal es keinen Eintritt kostet.

Neben den bisher erwähnten Sehenswürdigkeiten und Cafes finden sich im Bürgerpark auch noch die Meierei und die Waldbühne. Die Meierei ist eine ehemalige Milchwirtschaft, die später in ein Restaurant umgewandelt wurde. Während in der Meierei eher die "gehobene" Küche angesagt ist, geht es in der Waldbühne eher volkstümlich zu. Die Waldbühne ist eines der beliebtesten Gartenlokale in Bremen. An Sommerabenden wird es zum Glücksspiel einen Sitzplatz zu ergattern. Das gleiche Spiel wiederholt sich am Sonntag, wenn eine Jazz-Matinee auf dem Programm steht.

An den Bürgerpark schließt sich der Stadtwald an, in dem sich die sogenannte Finn-Bahn - ein beliebter Jogging-Parcours - befindet. An den Stadtwald grenzt der Stadtwald-See, der jedem Bremer besser als Uni-See bekannt ist. Auch hier kann man sich wunderbar erholen und glatt vergessen, daß man sich fast in der Stadt befindet.

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Der Rhododendron-Park

(Haltestelle Bgm.-Spitta-Allee / Linien 4, 20, 21)

Ein weiterer sehr beliebter Park in Bremen ist der Rhododendron-Park im Bremer Stadtteil Horn-Lehe. Auf einer Fläche von über 35 ha mit Mischwald finden sich ausgedehnte Rhododendron-Anpflanzungen mit über 1600 Arten. Besonders sehenswert sind die alpinen Rhododendren, die eigentlich nur im Hochgebirge vorkommen, hier aber in einem Steingarten gedeihen. Am besten man besucht den Park während der Blütezeit Ende April bis Mitte Mai. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Azaleen-Museum, in dem Züchtungen zu sehen sind, die bis zum Jahre 1849 zurückreichen. Dieses Museum kann nur während der Blütezeit (Mitte März bis Ende April) besichtigt werden. Weitere Bestandteile des Parks sind der Botanische Garten und der Heidegarten. (Rhododendron-Park, Marcusallee 60,Tel: 0421 / 496 30 25, Öffnungszeiten: Freiland: 7.30 bis Sonnenuntergang, Gewächshäuser: Apr.-Sept. 10.00-16.00, Sa. 12.00-16.00, Azaleen-Häuser: 20.März-30.Apr. 10.00-16.00, Sa. 12.00-16.00)

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Knoops-Park mit Blindengarten

(Haltestelle Am Kapellenberg / Linien 74, 75)

Auch Knoops-Park ist ein sehr schöner Park um sich zu erholen. Bekannt wurde der Park durch den "Sommer in Lesmona". Lesmona ist als Garten ein Bestandteil von Knoops-Park. In Lesmona spielt die Liebesgeschichte zwischen einem Bremer Mädchen und einem Engländer. Diese Geschichte wurde später verfilmt. Neben dem Garten Lesmona gibt es den ebenso historischen Garten Schotteck in Knoops-Park zu sehen.

Eine weitere "Sehenswürdigkeit" in Knoops-Park ist der Blindengarten. Auf etwa 1500 qm können hier über 500 Pflanzen mit Händen und Nase erlebt werden.

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Die Wümmeniederungen / Blockland

(keine Bus-/Bahnverbindung / Am besten per Fahrrad zu erreichen ab Parkplatz am Unisee)

Früher war hier ein Sumpfgebiet, das durch Wassergräben in Acker- und Weideland umgewandelt wurde. Da die Gräben das Land blockartig aufteilen, entstand der Name Blockland. Entlang der Wümme gibt es schöne Radstrecken, die für den Autoverkehr weitestgehend gesperrt sind, so daß man als Radler, Fußgänger oder Skater unter seinesgleichen bleibt. Wer Geduld mitbringt und sich am Wegesrand niederläßt kann mit etwas Glück Graureiher und Falken beobachten. Lohnende Ausflugsziele sind die Gartenlokale Kuhsiel und Dammsiel, in denen man unter Bäumen am Wasser sitzen und ein gutes Stück Kuchen und einen Kaffee genießen kann.

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Die Nächte in Bremen

In dieser Rubrik möchte ich Euch ein paar Kneipen, Bistros und Discotheken vorstellen, die das Bremer Nachtleben bereichern.


Kneipen

Dicker Engel: Eine etwas abseits in Findorff gelegene Studentenkneipe, in der weder der Durst, noch der kleine Hunger, noch der Spieltrieb zu kurz kommen. Für die Wartezeit zwischen den Bieren steht eine recht große Spielesammlung zur Verfügung. Eine Kneipe, in der man einen Abend verbringen kann, ohne daß es langweilig wird. (Dicker Engel, Münchener Str. 9-13, Tel: 0421 / 37 17 97, tgl. 19.00-2.00 / Haltestelle Nürnberger Str. / Linie 28)

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Donnerschlag: Der Donnerschlag ist Bremens größtes Abschlepp-Unternehmen, wenn Ihr wißt, was ich meine. Soll Erlebnis-Gastronomie sein. Stimmt, hier kann man immer was erleben. Nur ob das so klasse ist sei jedem selbst überlassen. Als er noch für Werder Bremen kickte wurde des Öfteren "Super"-Mario Basler hier gesichtet. (Donnerschlag, Hillmannstr. 4, Tel: 0421 / 17 17 20, Di-Sa ab 19.00 / Haltestelle Hauptbahnhof / Linien 1, 4, 5, 6, 8, 10, 24, 25, 26, 30S)

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Hegarty's: Ein Irish-Pub, der leider fast immer zu voll ist. Der Laden ist stickig, dunkel, verraucht, aber dennoch gemütlich. Wer hierher kommt sollte Englisch sprechen und verstehen. Fast immer laufen Sportübertragungen auf einer großen Leinwand. Und häufig gibt es Live-Musik auf einer kleinen Bühne. Dann wird Eintritt verlangt (3,-- bis 7,-- DM). Es lohnt sich aber auf jeden Fall. Ausprobieren: Irish Flag. (Hegarty's, Ostertorsteinweg 80, Tel: 0421 / 70 12 97, Mo-Fr ab 17.00, Sa, So ab 15.00 / Haltestelle Wulwesstr. / Linien 2, 3)

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Murphy's Corner: Ein weiterer Irish-Pub, der mir besser gefällt als das Hegarty's. Das Murphy's ist zwar nicht allzu typisch irisch, dafür ist aber die Luft um Längen besser und man kann sich bewegen, ohne gleich jemandem das Bier aus der Hand zu stoßen. Außerdem gehört ein Biergarten zum Murphy's dazu. Auch hier sollte man Englisch sprechen und verstehen. Am Wochenende gibt es Live-Musik. Besonderheit im Murphy's: Hier gibt es Mix-Getränke aus verschiedenen Biersorten. Probiert es mal aus. Es schmeckt (besonders das Snakebite). Aber auch verhungern muß man im Murphy's nicht. Frühstück, Mittagessen, Abendkarte und Sonntags ein Irish-Brunch sorgen für einen gefüllten Magen. (Murphy's Corner, Buntentorsteinweg 217, Tel: 0421 / 55 77 402, täglich ab 10.00 / Haltestelle Kirchweg / Linien 4, 5)


Bistros

El Mundo: Wohl der Treffpunkt in Walle. Ein recht spartanisch eingerichtetes Bistro mit einer sehr guten Küche und netter Bedienung. Wer nach 20.00 Uhr hierher kommt sollte ein wenig Zeit mitbringen, denn um sofort einen Platz zu ergattern muß man schon Glück haben. Tip: Tortellini dello Chef. (El Mundo, Vegesackerstr. 16-18, Tel: 0421 / 38 40 10, tgl. ab 17.00 / Haltestelle Wartburgstr. oder Utbremer Str. / Linien 2, 10)

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Renaissance: Ebenso wie das El Mundo in Walle gelegen, aber bei weitem nicht immer so überfüllt. Eigentlich verwunderlich, denn die Küche ist sehr gut und der Chef, der hier selbst bedient ist immer für ein nettes Wort zu haben. Große Auswahl an Pizzen und anderen leckeren Gerichten. Tip: die gegrillten Champignons aus der Vorspeisenkarte und der Straßburger Bäckertopf. (Renaissance, Waller Heerstr. 41, Tel: 0421 / 39 57 67, Mo-Sa 12.00-15.00 und 17.30-0.00, So 12.00-0.00 / Haltestelle Gustavstr. / Linien 2, 10)

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Sonata: Noch weiter aus der Innenstadt - nämlich nach Gröpelingen - heraus muß, wer es sich im Sonata schmecken lassen will. Ein recht großes Bistro mit feiner Küche und guten Bieren. Auch hier bedient der Chef noch teilweise selbst. Beliebt bei vielen Leuten, die sich hier beim Bier zum Kartenspielen treffen. (Sonata, Gröpelinger Heerstr. 347, Tel: 0421 / 61 66 430, tgl. ab 16.00 / Haltestelle Gröpelingen / Linien 2, 3, 10)

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Use Akschen: Das Use Akschen ist ein Bistro auf dem Gelände der ehemaligen AG Weser Werft. Es ist dem Pier 2 angeschlossen - einer zur Veranstaltungshalle umgebauten alten Werfthalle . Das Use Akschen selbst ist ein alter Werft-Imbiss, umgebaut und recht nett eingerichtet; was mich als Bremer besonders begeistert ist der Biergarten, in dem man fast direkt am Wasser und am Hafenbecken sitzt. Es gibt eine kleine Karte, auf der sich nicht viele, dafür aber wirklich gute Gerichte finden lassen. Aber auch "nur so" zum Biertrinken ist das Use Akschen wirklich nett. (Use Akschen am Pier 2, Gröpelinger Fährweg, Tel: 0421 / 691 81 82, Di. - Fr. ab 16.00, Sa. 15.00 - 22.00, So. 14.00 - 22.00 / Haltestelle Use Akschen / Linie 3 - siehe auch Pier 2 Homepage)

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Casablanca: Wohl das Szene-Bistro in Bremen. Wenn man die Einrichtung betrachtet, könnte jederzeit Humphrey Bogart mit einem neuen Film beginnen. Durch seine Lage nahe der Innenstadt, direkt neben dem Goethe-Theater triff man hier auf ein vielgesichtiges Publikum. Geschäftsleute, Theaterbesucher und Jugendliche auf dem Zug durchs Viertel sorgen für rege Betriebsamkeit. (Casablanca, Ostertosteinweg 59, Tel: 0421 / 32 64 30, Mo-Do 8.30-2.00, Fr, Sa 8.30-4.00, So 10.00-2.00 / Haltestelle Theater am Goetheplatz / Linien 2, 3)

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Discotheken

Stubu: Wenn das Casablanca das Bistro in Bremen ist, so ist das Stubu die Disco in Bremen. Seit 1972 gibt es jetzt schon die ehemalige Studentenkneipe. Mittlerweile schon in den dritten Räumlichkeiten, aber immer noch beliebt beim "normalen" Volk. Im Keller wird hier wird für jeden Musikgeschmack etwas geboten, auf ebener Erde gibt es Black Music - für einmal Eintritt kann man zwischen den Discos hin- und herspringen sooft man will und auch die Getränkepreise sind moderat.  (Stubu, Rembertiring 21, Tel: 0421 / 32 63 98 , Mo-Do ab 21.30, Fr-So ab 22.00 / Haltestelle Hauptbahnhof / Linien 1, 4, 5, 6, 8, 10, 24, 25, 26, 30S)

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Woody's: Das Woody's liegt fast direkt neben dem Stubu. Auch hier tummeln sich normale Menschen, allerdings ist das Woody's ein kleines bißchen beliebter bei - naja, sagen wir mal Alternativen. Es kann also vorkommen, daß Euch hier jemand mit Jesuslatschen und Vollbart über den Weg läuft. Auch hier ist das Preisniveau erfreulich gering. Allerdings hat das Woody's musikalisch leider ein wenig nachgelassen. Samstags wird z.B. nur Hard-Pop gespielt. Und das soll ja nicht jedermanns Geschmack sein. (Woody's, Rembertiring 19, Tel: 0421 / 32 68 37 , Di-So ab 22.00 / Haltestelle Hauptbahnhof / Linien 1, 4, 5, 6, 8, 10, 24, 25, 26, 30S)

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Chagall: Das Chagall macht das "Bermuda-Dreieck" am Rembertiring komplett. Eine recht dunkle Kellerdisco (wie übrigens auch das Stubu und Woody's) mit zwei langen Theken und einer recht kleinen Tanzfläche. Hier wird die Musik gespielt, die auch auf Parties für gute Laune sorgt. Nur manchmal hat man das Gefühl, der Diskjockey möchte das Publikum vergraulen, um Feierabend zu machen. Denn dann greift er in die Plattenkiste mit der schlechten Musik. (Chagall, Rembertiring 4, Tel: 0421 / 32 12 04, Mo-Sa ab 22.00 / Haltestelle Hauptbahnhof / Linien 1, 4, 5, 6, 8, 10, 24, 25, 26, 30S)

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Moments: Das Moments hat auch schon viele andere Namen gehabt. Nun ist der Laden aber wohl etabliert. In dem Raum, der durch seinen schlauchartigen Grundriß irgendwie gar nicht als Disco geeignet scheint, wird Black Music vom Feinsten gespielt. Das Preisniveau liegt etwas höher als in anderen Discos, ist aber noch erträglich. Hier trifft man auf ein etwas älteres Publikum. Häufig finden hier auch Konzerte statt, die in den Discoabend übergehen. (Moments, Vor dem Steintor 65, Tel: 0421 / 7 80 07, Mo-Do 20.00-3.00, Fr, Sa 20.00-5.00 / Haltestelle Brunnenstr. / Linien 2, 3, 10)

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Aladin: Das Aladin war früher als Rockerschuppen berühmt berüchtigt. Auch heute noch stehen oftmals schwere Maschinen vor der Tür, das Publikum ist aber sehr gemischt. Das Aladin ist bekannt für seine Light-Show und "gefürchtet" für seine Musikanlage. Es hat nicht umsonst den Spitznamen "Dröhn". Auch finden hier oftmals Konzerte oder Veranstaltungen wie z.B. Tattooconventions statt. (Aladin, Hannoversche Str. 11, Tel: 0421 / 41 23 04, Mi, Fr, Sa ab 21.30 / Haltestelle Hemelinger Bahnhofsstr. / Linien 40, 41, 42)

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Modernes: Das Modernes ist eigentlich mehr ein Veranstaltungszentrum als eine reine Disco. Schaut am besten in die Veranstaltungskalender vom BREMER, PRINZ oder Mix um zu sehen, was anliegt. Konzerte, Comedy, Veranstaltungen wie z.B. Heartbreakers Ball, Filmnacht oder Tanznacht, es gibt kaum etwas, was nicht im Modernes auf dem Programm steht. Der besondere Clou ist das auffahrbare Dach, das ab und zu geöffnet wird um für frische Luft zu sorgen. Früher war das Modernes mal ein Pornokino, was erklärt, warum der Boden schräg ansteigt. (Modernes, Neustadtswall 28, Tel: 0421 / 50 55 53, Öffnungszeiten verschieden / Haltestelle Hochschule Bremen / Linien 1, 8, 26 oder Haltestelle Leibnizplatz / Linien 4, 5, 6)

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Essen in Bremen

In dieser Rubrik möchte ich ein paar Highlights der Bremer Restaurant-Szene vorstellen. Die Restaurants sind weder nach Namen noch nach Nationalität geordnet, sondern in der Reihenfolge, in der sie besucht wurden.

Moto: "Moto bedeutet Ursprung" steht auf der Karte in diesem asiatischen Bistro direkt am der Weser. Und zum Ursprung der asiastischen Küche geht man hier auch zurück. Nicht Huhn und Hund in jeweils 2456 Variationen, sondern eine kleine, aber erlesene, Auswahl an Speisen zu zivilen Preisen findet sich in der Karte wider. Das Moto ist sehr spartanisch eingerichtet, aber wirkt keineswegs kalt und unfreundlich. Das nette und aufmerksame Personal zeigt gerne den Umgang mit den Stäbchen. Aber zur Not kann man auch Besteck ordern, so daß man das Moto auf keinen Fall hungrig verlassen muß. (Moto, Schlachte 22, Tel: 0421 / 30 21 13, tgl. 12.00-0.00 / Haltestelle Am Brill / Linien 2, 3, 6, 25, 26 oder Haltestelle Martinistr. / Linie 25)

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Tendüre: Das Tendüre ist eines der besten türkischen Restaurants in Bremen. Wobei türkisch eigentlich nicht genau richtig ist. Im Tendüre wird nämlich anatolische Küche serviert. Clou dieses Restaurants ist der riesige Lehmofen (Tendüre), der mitten im Lokal steht. In diesem Lehmofen werden die bestellten Speisen zubereitet. Diese Speisen sind gut - aber nicht übertrieben - gewürzt, was am nächsten Tag eine beträchtliche Knoblauch-Fahne mit sich bringt. Ein echtes Highlight der Bremer Restaurants. Gewöhnungsbedürftig sind nur die Salate, die nicht mit Dressings, sondern mit Öl serviert werden. (Tendüre, Bgm.-Smidt-Str. 82, Tel: 0421 / 1 21 50, Mo-Fr 11.00-15.00 und 18.00-1.00, Sa/So 12.00-1.00 / Haltestelle Am Wall / Linien 1, 8, 26)

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Tangente: Die Tangente ist ein recht kleines, aber gutes Restaurant, das mitten im Viertel liegt und sich dadurch auch für eine Stärkung vor dem Disco-Bummel anbietet. Die Tangente besticht durch günstige Preise und eine teilweise recht ausgefallene Küche, was aber nicht heißen soll, daß diese schlecht ist. So gibt es z.B. einige Pizzen mit rohem Schinken und einige Aufläufe, die - entgegen der biederen Gewohnheit bei vielen anderen Italienern - mit Schafskäse überbacken sind. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall. Da die Tangente recht klein ist, sollte man lieber einen Tisch reservieren. (Tangente, Berliner Str. 41, Tel: 0421 / 7 52 22, täglich ab 17.00 / Haltestelle Brunnenstr. / Linien 2, 3, 10)

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Farid: Ein persisches Restaurant, in dem nicht nur persische Spezialitäten sondern auch Gerichte aus dem Mittelmeerraum angeboten werden. Sehr nettes Ambiente - schön eingerichtet, dezente persische Musik im Hintergrund etc. Sehr freundliches Personal, das auch gerne erklärt, was sich hinter den exotisch klingenden Speisen verbirgt. Teilweise recht abenteurlich anmutende Variationen aber sehr schmackhaft - so z.B. die Vorspeise Mastomuzir - Gurken mit Joghurt, Walnüssen und ... Pfefferminze. (Farid, St.Pauli Deich 1, Tel: 0421 / 55 76 969, tgl. 12.00-15.00 und 18.00-23.30, So. 13.00-23.00/ Haltestelle Wilhelm-Kaisen-Brücke/ Linien 4, 5, 6, 24)

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