Diphtherie-Impfung

--------------------

Zurück
Home Allgemeines Länder Impfungen Krankheiten Autor Weiter
--------------------

Die Diphtherie-Impfung gehört zu den den allgemein empfohlenen Impfungen. Meißt wird sie mit der Tetanusimpfung kombiniert. Bei Kindern werden auch andere Kombnationen mit weiteren impfstoffen verwendet.

Die Impfung wird mit einem sog. Totimpfstoff durchgeführt. Sie ist im allgemeinen gut verträglich und bietet einen sehr sicheren Impfschutz. Der Impfschutz ist etwa 10 bis 14 Tage nach der zweiten Impfung aufgebaut. Nach einer Auffrischimpfung im Abstand von 6 bis 12 Monaten hält der Schutz für mindestens 10 Jahre an. Nach 10 Jahren sollte unbedingt eine Auffrischimpfung erfolgen.

Die Ansteckung mit Dihtherie erfolgt durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Gesunde Träger des Erregers, bei denen das Bakterium zwar die Eigenschaft der Toxinbildung wieder verloren hat, aber jederzeit durch das Virus erneut infiziert werden kann, haben in diesem unserem Lande einen Anteil von ca. 0,07%.

Impfstoffe: Für Kinder und Erwachsene (bzw. Kinder ab dem 6.Lebensjahr) existieren zwei unterschiedliche Totimpfstoffe, die sich in ihrer Stärke unterscheiden (der Impfstoff für Kinder ist stärker!). Außerdem werden Kombinationspräparate angeboten, wodurch eine sinnvolle Impfkombination gegen Diphtherie und Tetanus (DT) oder aber auch mit Diphtherie - Pertussis (Keuchhusten) - Tetanus (DPT) möglich ist. Der abgeschwächte Impfstoff (d) für Erwachsene steht seit 1984 in Deutschland zur Verfügung.

Obwohl Erkrankungen in Mitteleuropa recht selten geworden sind (1989 wurden in der BRD 4 Fälle gemeldet), ist die Sterblichkeitsrate sehr hoch (1989 in der BRD 50%). Durch eine Grundimmunisierung in der Kindheit und eine regelmäßige Auffrischung sollte daher ein Impfschutz gewährleistet werden. Außer den allgemeinen Risikogruppen dürfen Personen mit Blutgerinnungstörungen (Thrombozytopenie) nicht geimpft werden.

Mögliche Komplikationen sind wie bei allen "Spritzimpfungen" Lokalreaktionen an der Einstichstelle. Als sehr seltene Komplikationen sind sind vereinzelte Fälle von Nierenschädigung, Blutgerinnungsstörungen und Schädigung des Nervensystems im zeitlichem Zusammenhang mit der Impdung beschrieben worden.

Schutz: Da keine vorbeugenden Maßnahmen existieren, muß bei Auftreten der Krankheit durch ein Gegengift (Antitoxin) eine Neutralisierung des Diphtherietoxin erfolgen und durch ein Antibiotikum eine Vermehrung verhindert werden. Unverträglichkeitsreaktionen durch das Antitoxin (ein Pferdeserum) sind aufgetreten. Die vorbeugende impfung ist der wirksamste Schutz.

Empfehlung: Bei Kindern sollte eine Impfung gegen Diphtherie als Kombination gegen Tetanus, Keuchhusten, HIB und Polio (IPV) erfolgen. Erwachsene sollten eine Auffrischung in Zusammenhang mit der Tetanusauffrischung alle 10 Jahre erhalten

--------------------

e-mail     

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
Auch für Anregungen und weitere Informationen bin ich dankbar.

--------------------
Zurück
Home Allgemeines Länder Impfungen Krankheiten Autor Weiter
--------------------
©
by Andreas Kaunzner, Arzt, (AOL: AKaunzner)
Für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr.

Letzte Änderung am 25.11.1998