| Home | Allgemeines | Länder | Impfungen | Krankheiten | Autor |
Die Dengue-Erkrankung (gesprochen Dengi) wird durch den Denguevirus ausgelöst. Dieser ist mit dem Gelbfiebervirus verwandt und gehört zur Gruppe der Flaviviren (RNA-Virus).Es gibt 4 unterschiedliche Subtypen (1-4).
Dengue Fieber ist besonders in tropischen und subtropischen Gebieten in
Südost-Asiens, Südpazifik, Afrika, Mittel- und Südamerika,
Karibik.
Siehe hierzu auch die Web-Seiten der
WHO:
http://www.who.int/ctd/html/denguegeo.html
Die schwere Verlaufsvorm, das sog. Hämorrhagische Dengue-Fieber (DHF) ist besonders im südostasiatischen Raum verbreitet. In den letzten Jahren wurden auch Ausbrüche von DHF in Kuba, Puerto Rico, Venezuela und Brasilien beobachtet.
Es wird durch verschiedene Stechmücken der Aedes-Gruppe übertragen, die auch tagaktiv sind.
Die Inkubationszeit beträgt 5-8 Tage (3-15 Tage sind möglich).
Es gibt drei Verlaufsformen mit unterschiedlichen Symptomen:
Das klassische Dengue-Fieber: Es kann ein Vorstadium mit Einer
Bindehautentzündung und Koryza auftreten, dies muss aber nicht sein.
Die Erkrankung beginnt mit einem raschen Fieberanstieg auf oft über
40°C. Schüttelfrost und starke, für die Erkrankung
charakteristische, Muskel- und Gelenkschmerzen treten auf. Daher stammt auch
der Name "Knochenbrecher-Fieber". Kopfschmerzen und Schmerzen
hinter den Augäpfeln kommen hinzu. Das Fieber bleibt für 2 bis
4 Tage anhaltend hoch.Niedriger Blutdruck und eine Verlangsamung des Herzschlages
treten auf.
Ein leichter Hautausschlag, Lymphknotenvergrößerungen und eine
Milzschwellung sind häufig. Nach einem schnellen Fieberabfall mit deutlichem
Schwitzen kommt es typischerweise zu einem erneuten Fieberanstieg nach 1-2
Tagen. Zu deisem Zeitpunkt trit ein sehr deutlicher, an Scharlach erinnernder,
Hautausschlag am gesamten Körper außer dem Gesichtauf.
Tpyische drei Symptome (Dengue-Trias): Fieber - Hautausschlag und
Starke Schmerzen der Muskeln und Gelenke.
Oft dauert es bis zur vollen Geundung wochenlang.
Milde atypische Verlaufsform: Dabei treten ähnliche Beschwerden wie beim klassischen Dengue-Fieber auf. der Verlauf ist jedoch milder. Die Beschwerden halten höchstens 72 Stunden an.
Das Dengue Hämorrhagisches Fieber (DHF) oder Dengue
Schocksyndrom (DSS) ist die schwerste Verlaufsform. Sie tritt
hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen auf die in den
Verbreitungsgebieten leben. Hellhäutige männliche Kinder sind besonders
betroffen.
Nach einem raschen Fieberanstieg kommt es zu Kopf- und Gliederschmerzen,
Erbrechen und Atemnot durch eine Lungen- oder Herzbeteiligung
(Herzmuskelentzündung).
Etwa 2-6 Tage nach Krankheitsbeginn kommt es zu schweren Komplikationen und
zur Schocksymptomatik mit Blutungsneigung und Gerinnungsstörungen.
Punktförmige und flächige Einblutungen in die Haut und
Schleimhäute, Nasenbluten, Bluterbrechen und Hirnblutungen (subarachnoidale
Blutungen) treten auf. Durch die Organeinblutungen kommt es zu einem
Organversagen. Die Letalität zwischen 6 und 30%.
Bei der klassischen Verlaufsform ist die Prognose günstiger. Bei Kindern ist der Verlauf häufig milder als bei Erwachsenen.
Eine durchgemachte Infektion sorgt für eine langanhaltende, typenspezifische Immunität, kein Schutz vor Infektion mit den anderen Dengue-Subtypen. Im Gegenteil, niedrige Antikörpertiter gegen einen der vier Subtypen können einen foudroyanten Krankheitsverlauf -Enhancement - bei Infektion mit einem anderen Subtyp hervorrufen.
Eine heilende Therapie ist nicht möglich, so daß die Therapie rein symptomatisch ist.
Als Differentialdiagnose sind alle viral bedingten hämorrhagischen Fieber wie z.B. Gelbfieber und andere Arbovirusinfektionen sowie weitere Krankheiten: Rickettsiosen, Virushepatitiden, Leptospirose, Malaria, Typhus, Masern und Röteln zu nennen.
Zur Vorbeugung empfiehlt sich ein
Schutz vor Mückenstichen.
Eine Schutzimpfung ist nicht möglich.
In den letzten Monaten haben die Zahlen an Dengue Erkrankter weltweit, besonders auch in Südostasien deutlich zugenommen.
Gesetzliche Regelungen sind zu beachten. Quarantäne (6 Tage), Meldepflicht besteht nach dem Bundesseuchengesetz bei Erkrankung und Tod.
Über eine Rückmeldung würde ich
mich sehr freuen. |
| Home | Allgemeines | Länder | Impfungen | Krankheiten | Autor |
| by Andreas Kaunzner, Arzt,
(AOL: AKaunzner) Für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr. |
Letzte Änderung am 17.07.1999