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Lassa-Fieber
Das Lassa-Fieber wird durch einen Arena-Virus (RNA) verursacht. Es ist in
ganz Westafrika verbreitet. Die Inkubationzeit beträgt 6-21 Tage (meist 7-12 Tage). Symptome: Die Krankheit beginnt zumeist schleichend mit Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Husten und Bauch-Beschwerden. In schweren Krankheitsfällen treten Hypotension, Hämorrhagien und Enzephalitiden auf. Diese Patienten weisen typische faziale und nuchale Ödeme auf. Patienten, die keine letale "capillary leak"-Symptomatik entwickeln, können während der 2.-3. Krankheitswoche Komplikationen wie (zumeist bleibender) Hörverlust, Perikarditis, Uveitis oder Orchitis erleiden. Einer frühen Lymphopenie folgt meist eine Neutrophilie. Die Thrombozytenfunktion, weniger die Thrombozytenzahl, ist bei schweren Krankheitsverläufen zumeist stark gestört.
Die Letalität wird mit ca. 5-20%
aller Fälle die in einer Klinik behandelt werden angegeben. Man nimmt
an, daß die meißten Erkrankungsfälle (ca. 90-95% der
Infektionen) mild oder inapparent verlaufen. Die Therapie ist rein symptomatisch. Durch die Gabe von Ribaverin innerhalb der ersten Tage nach Erkrankungsbeginn kann die Letalität gesenkt werden. Die Möglichkeit einer Vorbeugung oder Impfung besteht nicht. Wichtig ist es engen Kontakt mit Nagetieren und erkrankten Personen zu vermeiden. Eine strikte Patientenisolierung und eine fachgerechte Entsorgung von kontaminiertem Patientenmaterial ist wichtig um weitere Infektionen zu vermeiden. Serologische Untersuchungen in den Verbreitungsgebieten der Krankheit deuten darauf hin, daß eine Neuinfektionen nach einer durchgemachten Erkrankung ohne erneute Kraakheitszeichen verläuft. Nach dem Bundesseuchengesetz sind viral bedingte hämorrhagische Fieber meldepflichtig schon bei Verdacht, bei Erkrankung und bei Tod.
Letzte Änderung am 4.01.1998 |
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