Malaria

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Die Malaria ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten in den Tropen und nimmt wieder zu. Experten haben ausgerechnet, dass in der Geschichte der Menschheit mehr Menschen an Malaria starben, als an jeder anderen Krankheit.
Erschreckend sind auch die aktuellen Zahlen. Weltweit erkranken jedes Jahr zwischen 1,5 und 2,7 Millionen Menschen neu an Malaria; Zigtausende sterben jedes Jahr. Die Erkrankungszahlen steigen seit Jahren an, auch in Deutschland. Im Jahre 1996 wurden erstmals über 1.000 Malaria-Erkrankungen (genau 1.027) in Deutschland gemeldet. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland etwa 10 bis 20 Menschen an Malaria. Ohne eine konsequente Behandlung kann eine Malaria immer wieder auftreten. Dadurch und wegen des in Schüben auftretenden Fiebers erklärt sich auch der deutsche Name „Rückfallfieber".

Die Übertragung der Malaria-Erkrankungen erfolgt durch den Stich von Insekten. Die Anopheles-Mücken tragen den Krankheitserreger, sogenannte Plasmodien in sich. Die Anopheles-Mücke ist in praktisch allen tropischen und subtropischen Regionen der Welt verbreitet. Sie sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv.

Insbesondere bei der schwersten Form der Malaria, der Malaria tropica, können lebensbedrohliche Organschäden auftreten. Daher sollte bei Reisen in Malaria-Endemiegebiete die Vorbeugung streng beachtet werden. Es stehen wirksame Prophylaxemaßnahmen zur Verfügung. Am wichtigsten sind die Vermeidung von Mückenstichen, die sog. Expositionsprophylaxe und die Abtötung von bereits eingedrungenen Plasmodien, die Chemoprophylaxe. Eine Impfung ist derzeit noch nicht verfügbar.

Durch die richtige Malariaprophylaxe lässt sich eine Malaria mit großer Wahrscheinlichkeit verhindern.

Die Entscheidung über die Art der Malariaprophylaxe muss anhand des konkreten Reisezieles sowie der Reisezeit, der Reisedauer und des Reisestils vom Arzt individuell getroffen werden. Dabei sind auch die persönlichen Umstände des Reisenden (wie Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten, Medikamenteneinnahme) zu berücksichtigen.

Malariasymptome sind Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und anderes mehr. Die Inkubationszeit beträgt zwischen sieben Tagen und mehreren Monaten.

Durch die Krankheitserscheinungen kann die Diagnose „Malaria" weder sichergestellt noch ausgeschlossen werden. Dies ist nur durch den Nachweis von Parasiten im Blut möglich.

Seit einigen Wochen gibt es die Möglichkeit, mit einem einfach anzuwendenden Schnelltest die Diagnostik einer Malaria schneller und einfacher zu ermöglichen. Dieser Test: MalaQuick ist für Reisende gedacht, bei denen unklare Krankheitssymptome auftreten und die eine schnelle Untersuchung durchführen müssen. Einen Arztbesuch und eine gründliche Untersuchung kann und will dieser Test nicht ersetzen. Die Mitführung des Schnelltests (Doppelpack für ca. 70,- DM über Apotheken) kann für Reisende in Malariaendemiegebiete eine wertvolle Entscheidungshilfe beim Auftreten von Fieber sein. Die Entscheidung, ob eine Stand-by-Medikation zu beginnen ist, kann erleichtert werden. Der Test ist mit einer Empfindlichkeit und Zuverlässigkeit von über 90% ausreichend sicher.  Ein Nachteil des Schnelltests ist leider, daß er nur die Erreger der Malaria tropica nachweisen kann - andere Formen werden nicht nachgewiesen. Bei einem ersten negativen Test sollte dieser wiederholt werden. Sie müssen sich unbedingt baldmöglichst an einen Arzt wenden. Entscheidend für die Diagnose bleibt immer der Blutausstrich. Weitere Informationen zum Test erhalten Sie hier.

Eine Impfung als Schutz gegen die Malaria gibt es nicht. Die Bestrebungen der letzten Jahre hatten leider keine grossen Erfolge. Einen Impfstoff wird es auch in absehbarer Zukunft nicht geben.

Um so wichtiger sind die anderen Schutzmöglichkeiten:

Die meisten Infektionen stammen aus Zentralafrika, insbes. Kenia! Aber auch aus Ghana und Gambia wird vermehrt Malaria eingeschleppt. Südostasien spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, aber auch aus anderen Ländern wird Malaria importiert.

Weitere Informationen  zu Malaria im Web:

Bei langfristigen Aufenthalten kann es auch sinnvoll sein, die die Brutstätten der Anophelesmücken als den Überträgern der Malariaerregern, in der Wohnumgebung zu bekämpfen. Hierzu einige historische Anmerkungen.

Grundsätzlich gilt:
Schwangere und Kleinkinder sollten unbedingt Reisen in Malariaendemiegebiete vermeiden!

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Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
Auch für Anregungen und weitere Informationen bin ich dankbar.

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© by Andreas Kaunzner, Arzt, (AOL: AKaunzner)
Für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr.

Letzte Änderung am 3.12.1998