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St.-Louis-Encephalitis
Die St.-Louis-Encephalitis wird durch den St-Louis-Encephalitis-Virus aus der Gruppe der Flaviviren hervorgerufen. Sie wird durch Vektoren (Insekten) übertragen. Stechmücken, die hauptsächlich in der Dämmerung und Nachts stechen, übertragen die Krankheit. Als Reservoir sind Vögel, besonders Wildvögel aber auch Hühner von Bedeutung. Auch andere Wirbeltiere (und der Mensch) können betroffen sein. Die St.-Louis-Encephalitis ist in USA und Jamaika immer wieder in kleinen Epidemien aufgetreten. Als Jahreszeit ist das Ende des Sommers bevorzugt. Die Inkubationzeit beträgt 4 bis 14 Tage. Nach einer Infektion tritt nur bei jedem zwanzigsten Infizierten eine Erkrankung auf. Die klassische Symptomatik ist durch neurologische (auch gehirnbezogene) Krankheitszeichen gekennzeichnet. Zu nennen sind: Lichtempfindlichkeit, Schwindel auch psychische Veränderungen und Vergeßlichkeit bis hin zum Koma. Als Allgemeinsymptome werden Fieber, Brechreiz und Gelenkbeschwerden genannt. Von den tatsächlich Erkrankten versterben ca. 5 %. Hier sind insbesonders ältere Menschen gefährdet . In der weit überwiegenden Zahl der Fälle verläuft die Erkrankung aber fast unbemerkt und harmlos. Die Erkrankung zählt, auch im Endemiegebiet, zu den sehr seltenen Ereignissen. Eine medikamentöse ("kausale") Therapie der Erkrankung gibt es nicht, die St.-Louis-Encephalitis wird rein symtomatisch behandelt. Als Differentialdiagnose ist unter anderem an die Borreliose und andere neurologische Erkrankungen zu denken. Vorbeugend sollte man sich gegen Insektenstiche schützen. Hierzu dienen bes. Repellents, durch Moskitonetze ist kein ausreichender Schutz gegeben. Eine Schutzimpfung ist nicht verfügbar.
Gesetzliche Regelungen: Information zum Auftreten von Encephalitis-Fällen in Florida
Laut offizieller Pressemitteilung des Gouverneurs von Florida vom 25. August
1997 hat das Gesundheitsamt des Orange County für dieses County eine
Warnung vor der "St. Louis-Encephalitis" ausgesprochen. Auf dem Internet-Server
des CDC waren noch keine Informationen zu finden (Stand 30.08.97). Mittlerweile ist bekannt, dass 1997 einzelne Erkrankungsfälle auch bei Menschen aufgetreten sind. In Zweifelsfällen (vor Ort) wird empfohlen, sich direkt an die örtlichen Gesundheitsbehörden zu wenden:
Letzte Änderung am 4.01.1998 |
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