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St.-Louis-Enzephalitis - Reisemedizin Info - Andreas Kaunzner

St.-Louis-Encephalitis

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Die St.-Louis-Encephalitis wird durch den St-Louis-Encephalitis-Virus aus der Gruppe der Flaviviren hervorgerufen. Sie wird durch Vektoren (Insekten) übertragen. Stechmücken, die hauptsächlich in der Dämmerung und Nachts stechen, übertragen die Krankheit. Als Reservoir sind Vögel, besonders Wildvögel aber auch Hühner von Bedeutung. Auch andere Wirbeltiere (und der Mensch) können betroffen sein.

Die St.-Louis-Encephalitis ist in USA und Jamaika immer wieder in kleinen Epidemien aufgetreten. Als Jahreszeit ist das Ende des Sommers bevorzugt.

Die Inkubationzeit beträgt 4 bis 14 Tage.

Nach einer Infektion tritt nur bei jedem zwanzigsten Infizierten eine Erkrankung auf. Die klassische Symptomatik ist durch neurologische (auch gehirnbezogene) Krankheitszeichen gekennzeichnet. Zu nennen sind: Lichtempfindlichkeit, Schwindel auch psychische Veränderungen und Vergeßlichkeit bis hin zum Koma. Als Allgemeinsymptome werden Fieber, Brechreiz und Gelenkbeschwerden genannt.

Von den tatsächlich Erkrankten versterben ca. 5 %. Hier sind insbesonders ältere Menschen gefährdet . In der weit überwiegenden Zahl der Fälle verläuft die Erkrankung aber fast unbemerkt und harmlos.

Die Erkrankung zählt, auch im Endemiegebiet, zu den sehr seltenen Ereignissen.

Eine medikamentöse ("kausale") Therapie der Erkrankung gibt es nicht, die St.-Louis-Encephalitis wird rein symtomatisch behandelt.

Als Differentialdiagnose ist unter anderem an die Borreliose und andere neurologische Erkrankungen zu denken.

Vorbeugend sollte man sich gegen Insektenstiche schützen.  Hierzu dienen bes. Repellents, durch Moskitonetze ist kein ausreichender Schutz gegeben. Eine Schutzimpfung ist nicht verfügbar.

Gesetzliche Regelungen:
Eine Enzephalitis und eine seröse Meningitis sind nach dem Bundesseuchengestz meldepflichtig.

Information zum Auftreten von Encephalitis-Fällen in Florida

Laut offizieller Pressemitteilung des Gouverneurs von Florida vom 25. August 1997 hat das Gesundheitsamt des Orange County für dieses County eine Warnung vor der "St. Louis-Encephalitis" ausgesprochen. Auf dem Internet-Server des CDC waren noch keine Informationen zu finden (Stand 30.08.97).
Es ist in diesem Jahr (Stand 12.09.1997) noch kein Fall von St.-Louis-Enzephalitis bei Menschen nachgewiesen worden. Da es jedoch im Jahre 1990 eine Epidemie gegeben hat (230 Fälle, 11 davon mit tödlichem Ausgang), ist man besonders vorsichtig. Die lokalen Gesundheitsbehörden haben eine große Aktion der Vernichtung von Moskitolarven eingeleitet.
In den einschlägigen Touristengebieten (auch in den Disney-Vergnügungsstätten) haben die Behörden Schutzmaßnahmen ergriffen. So werden zur Zeit Wasserparks, Schwimmmbäder und Golfplätze vor Einbrechen der Dunkelheit geschlossen.

Mittlerweile ist bekannt, dass 1997 einzelne Erkrankungsfälle auch bei Menschen aufgetreten sind.

In Zweifelsfällen (vor Ort) wird empfohlen, sich direkt an die örtlichen Gesundheitsbehörden zu wenden:

  1. Orange County Health Department: Telefon: 001-407-836 2664 oder

  2. State of  Florida Health (Epidemiology): Telefon: 001-904 488 2905
    State of  Florida Health (Airborne Diseases): Telefon: 001-904 7276575

  3. National Center for Disease Control in Atlanta: 001-404 639 2888

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Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
Auch für Anregungen und weitere Informationen bin ich dankbar.

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© by Andreas Kaunzner, Arzt, (AOL: AKaunzner)
Für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr.

Letzte Änderung am 4.01.1998