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Neben dem allgemein Schutz gegen Insekten spielt die medikamentöse Malariaprophylaxe eine sehr wichtige Rolle. Die WHO unterteilt die Risikozonen für eine Malariaerkrankung nach der Resistentlage. Dies heitßt nach der Wirksamkeit und Unwirksamkeit der Medikamente. In der Zone B sind Resistenzen gegen Chloroquin verbreitet, so daß zusätzlich das Medikament Progunanil (Paludrine ®) gegeben werden muß, um eine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen und damit zu schüten.
Die medikamentöse Prophylaxe wird eine Woche vor Einreise in die Risikoregion begonnen. Sie wird die gesamte Reisedauer fortgesetzt und muß 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes weiter durchgeführt werden. Nur dann ist ein guter Schutz möglich.
Nebenwirkungen von Chloroquin sind sehr selten. Gelegentliche kurzfristige Magen-beschwerden, Augenflimmern und Schwindel sind möglich. Chloroquin ist auch bei Schwangeren und Kleinkindern einsetzbar. Chloroquin darf nicht eingenommen werden, wenn Sie an Psoriasis und Porphyrie erkrankt sind. Wenn Sie an Epilepsie leiden, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt oder einen Tropenmediziner vor der Einnahme von Chloroquin fragen.
Proguanil wird zusätzlich zur Gabe von Chloroquin eingenommen. Dadurch lässt sich die Schutzwirkung verstärken. Proguanil muss, anders als Chloroquin, täglich eingenommen werden. Es ist sehr gut verträglich und kann, wie auch Chloroquin in Schwangerschaft und Stillzeit sowie von Kleinkindern eingenommen werden. Als seltene Nebenwirkungen kann es zu vorübergehendem Haarausfall oder Magenbeschwerden kommen, sehr selten treten Probleme mit der Mundschleimhaut auf. Wenn Sie nierenkrank sind, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt fragen, da evtl. die Dosis angepasst werden muss. Proguanil eignet sich nicht zur Therapie!
Dosierung: 300mg Chloroquin-Base (meisst 2 Tabletten, z.B. Resochin ®) werden pro Woche eingenommen; bei über 75 kg Körpergewicht erhöht sich die Dosis auf 450 mg (3 Tabletten) pro Woche. Bei Kindern wird genau nach dem Körpergewicht dosiert: 5mg/kg Körpergewicht pro Woche.
Paludrine muss täglich eingenommen werden. Die Dosierung beträgt 200 mg pro Tag (möglichst eine Tabl. Morgens und eine Abends, auch mit einer Dosis pro Tag möglich). Bei Kindern wird genau nach dem Körpergewicht dosiert: mg/kg Körpergewicht pro Tag.
Grundsätzlich muss man feststellen, dass keine Malariprophylaxe einen 100%tigen Schutz bieten kann. Bei unklarem Fieber sollte man sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben oder, falls dies nicht möglich ist eine Stand-by-Medikation beginnen.
Über eine Rückmeldung würde ich
mich sehr freuen. |
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| by Andreas Kaunzner, Arzt -
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