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In Gebieten mit sehr hohem Malariarisiko und häufiger Chloroquin-Resistenz bietet eine Prophylaxe mit Mefloquin (Lariam ®) derzeit den besten Schutz. Mefloquin kann auch zur notfallmäßigen Selbstbehandlung bei Malariaverdacht eingesetzt werden.
Nebenwirkungen treten in unterschiedlichen Häufigkeiten auf. Eine Rolle spielt hier eine genetische Bereitschaft. Bei Mitteleuropäern treten Nebenwirkungen in etwa 7 bis 10 Prozent Häufigkeit auf. Die Nebenwirkungen sind und reversibel, das bedeutet nach Absetzen des Medikamentes gehen die Nebenwirkungen zurück.
Wegen sehr seltener und gelegentlich schwer verlaufender neuropsychiatrischer Nebenwirkungen sollten weder Personen mit psychischen Erkrankungen oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte noch Personen mit verantwortungsvoller Tätigkeit und besonderen Anforderungen an die räumliche Orientierung (wie Piloten, Gerätetaucher, Bergsteiger) Mefloquin zur Prophylaxe einsetzen. Wenn Sie herz-, leber- oder nierenkrankt sind oder Herzmedikamente einnehmen, sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt vor der Einnahme von Mefloquin um Rat fragen.
Da Nebenwirkungen möglich sind, sollte bei der ersten Durchführung einer Malariaprophylaxe mit Mefloquin diese schon 2-3 Wochern vor der Reise begonnen werden. Die Nebenwirkungen treten meißt schon nach der Ersten, praktisch stets nach der Zweiten Medikaenteneinnahme auf. So können sie erkannt werden udn die Prophylaxe vor Reiseantritt auf andere Medikamente umgestellt werden.
Dosierung: 250 mg (1 Tablette) pro Woche werden eingenommen Bei Kindern ab 3. Lebensmonat über 5 kg Körpergewicht kann Mefloquin (Lariam ®) eingesetzt werden. Es wird genau nach dem Körpergewicht dosiert: pro kg Körpergewicht werden 5mg/kg in der Wochegegeben.
Schwangere im ersten Drittel der Schwangerschaft (erstes Trimenon) und Kleinkinder bis 5 Kilogramm Körpergewicht sollten Mefloquin nicht einnehmen. Während der Einnahme und nach der letzten Einnahme von Mefloquin ist noch für drei Monate eine Schwangerschaft zu verhüten!
Grundsätzlich muss man feststellen, dass keine Malariprophylaxe einen 100%tigen Schutz bieten kann. Bei unklarem Fieber und Verdacht auf eine Malariaerkrankung sollte man sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben oder, falls dies nicht möglich ist eine Stand-by-Medikation beginnen.
Über eine Rückmeldung würde ich
mich sehr freuen. |
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| by Andreas Kaunzner, Arzt -
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