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In Sichtweite, knapp 200 Meter von der Quelle der Sals (Bild
links) liegen die Gebäudereste Corp de Garde. Der vordere
Teil der Gebäude ist notdürftig saniert. In einer Ecke der
mittleren Gebäudestruktur befindet sich der Zugang einer
Grabung. Etwas weiter gelegen befinden sich die Überreste
eines angeblichen Klosters, das in jüngerer Vergangenheit
wieder aufgebaut wurde und heute die Vereinigung "les amis
de Sals" beherbergt. Ein weiteres Gebäude, dass sich in
unmittelbarer Nähe zur Quelle befand, wurde gegen 1900
abgerissen.
Das Tal mit den Gebäuden gehört zu Sougraigne und unterstand in
der Vergangenheit der Baronie von Bugarach. Das Dorf Sougraigne
wurde erstmalig 1231 im Zusammenhang mit Pierre de Voisins erwähnt.
1635 geht
der Grundbesitz von Sougraigne inklusive des Vallée Salinas an
Jean de Montesquieu.
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Um 1752 errichtet dann Francois Montesquieu die Gebäude der
Domaine de la Sals. An der südlichen Hangseite des Tals befinden sich die Überreste
eines Schmelzofens aus dem Mittelalter. In dem hinteren
Teil der Anlage sind deutliche Brandspuren sowie glasartige
Schmelzreste erhalten. Eine Gesteinsprobe zeigt
an der Stirnseite einen grünen glasartigen Überzug. Verschiedentlich
werden die Öfen in letzter Zeit auch als Grabanlagen der
Megalithkultur bezeichnet - eine Anlage die von innen
verglast wurde. Eine wilde Behauptung, die ich mit Udo Vits (Der
Muezzin von Rennes le Chateau) vor Ort sehr kontrovers diskutiert habe.
Die Schmelzöfen Im
Umfeld von den Quellen der Sals gelegen, befinden sich verschiedene hügelartige Aufschüttungen,
die die Öfen beherbergen. Im Sommer 2004 suchte ich mit
Udo Vits die Anlagen auf (Bild 1 - grobes Schema). Eine Begehung der größeren
Anlage ergab folgenden ersten Befund:
durch einen freigegrabenen
Einstieg erreicht man den vorderen Teil der Anlage, eine
stollenartige Konstruktion (Bild 2) -
etwa 1m breit, 3m lang und etwa 1,50 hoch - die
Innenwände sind nach oben geneigt und mit durchgehenden
Steinquadern abgedeckt.
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Dem schließt sich eine
kuppelartige etwa 1,20 durchmessende Konstruktion an,
die durch einen gemauerten Gewölbebogen erreicht wird.
Dieser Teil der Anlage besteht aus gebrannten Ziegeln. Direkt vor dem Gewölbebogen
sind starke Brandspuren zu erkennen (Bild 2). Im angrenzenden
Teil des Gewölbebogens sind verschiedene Ziegel mit grünem
Glas in unterschiedlicher Stärke überzogen. Der
Stollen selber weist diesen Überzug an keiner Stelle
auf. Auch in dem überwiegende Teil der
Kuppelkonstruktion ist keine Spur von Glas an den
Steinen zu erkennen. Oberhalb des Gewölbebogens zur
Kuppel (Bild 3+4 )befinden sich verschiedene grünliche
Glasschmelzen im angrenzenden Erdreich (vermutlich
Sublimate).
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| Mit einen dieser, an der
Frontseite mit Glas überzogenen Ziegel (Bild 5-7) sowie
umfangreichen Fotomaterial der Anlage, suchte ich die
Uni Göttingen (Archäologie) sowie die Uni
Kassel (Polytechnik) auf. Die Aussage der dortigen
Fachkräfte waren in beiden Fällen gleichlautend: es
handelt sich bei dem Objekt um einen Schmelzofen aus dem
Mittelalter - eine exakte zeitliche Datierung (Früh-
oder Spätmittelalter) war ohne weiter Informationen
leider nicht möglich. |
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Wie
auf dem Bild links zu erkennen ist, wurden die
Ziegeln mit Mörtel vermauert. Die Bilder
unten zeigen im direkten Vergleich ein Beispiel
für eine Anlage der Megalithkultur, d.h. aus dem
Neolithikum (Rügen/Lankengranitz). Hier
wurden verschiedentlich große Steine mit
kleineren übereinandergestapelten Steinen
aufgefüllt (Bild Mitte). Es wurde weder
gemauert, noch stand unseren Vorfahren zu dieser
Zeit Glas zu Verfügung! Ab wann es in Europa Glas
gab und eingesetzt wurde, kann man unter anderem
auf folgender Web-Site erforschen: http://www.polytechnik.uni-kassel.de/museen/ks-l/glas/ex02/Gegenst.htm |
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