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Der europäische SPS-Markt: Umsatzanstieg auf 2,8 Mrd. Dollar bis 2004
Gute Zukunftsaussichten und eine weitere Konsolidierung werden den europäischen SPS-Markt in den nächsten Jahren prägen, prognostiziert das internationale Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan in seiner neuesten Studie 3528. Die Jahresumsätze sollen demnach von heute 1,7 Mrd. Dollar (1997) bis zum Jahr 2004 auf 2,8 Mrd. Dollar ansteigen. Das derzeitige Wachstum speist sich aus verstärkten Investitionen in Automatisierung und Regeltechnik, Produktinnovationen, neuen Sicherheitstechniken und dem Trend zu verteilten Netzwerken.
Die Studie nennt als wichtigsten technischen Trend den vermehrten Einsatz von Netzwerken kleiner, dezentraler, vernetzter SPSen. Folglich bilden diese kleinen Steuerungen zwischen 129 und 1024 E/As gemessen an den Umsätzen derzeit den größten Einzelsektor mit mehr als 60 Prozent Marktanteil. An zweiter Stelle rangieren die großen SPSen, gefolgt von den Segmenten SPS mit Fehlertoleranz und Mikro-SPS.
Neben Deutschland sind Italien und Frankreich die führenden europäischen SPS-Märkte. Mit ihren hochentwickelten Strukturen in der verarbeitenden Industrie und im Maschinenbau kommen diese Länder zusammen auf 64,7 Prozent des Gesamtumsatzes.
In den kommenden Jahren wird sich der Wettbewerb aufgrund der zunehmenden Saturierung weiter verschärfen, so daß man mit einer Konsolidierung des Marktes rechnet. Die Anbieter werden offensivere Marketing-Strategien einsetzen müssen, um dem vielfältigen Endverbraucherspektrum durch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen entgegenzukommen.
Diese Tendenzen stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen: Fusionen und Übernahmen, der Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie eine attraktive Preisgestaltung sind maßgebliche Überlebensstrategien. Gegen Asien und den pazifischen Raum wird sich der europäische SPS-Markt allerdings auch langfristig behaupten können, so die Marktforscher. Die Größe des Markts, das Wachstumspotential und immer neue technologische Herausforderungen seien wichtige Garanten für den Standort Europa.
Unter den führenden Herstellern gab es in den vergangenen Jahren bereits einige Übernahmen und Fusionen. Wichtigste Ziele waren dabei die Vergrößerung der Angebotspalette, die Verstärkung des Know-hows und die Verbesserung der Reichweite und Bandbreite von After-Sales-Diensten. Diese Entwicklungen werden den europäischen SPS-Markt laut Frost & Sullivan auch weiterhin bestimmen. (ps, Markt & Technik)
Verschiedene Analysten sagen ab 2001 ein Rückgang des Wachstumes bei SPS Hardware um 1,5% pro Jahr vorraus. Das bedeutet dass ab dem Jahr 2005 die Umsätze mit SPS Hardware weltweit zurück gehen werden. Achtung: Obiges Diagramm und die Aussage gilt für alle SPS Typen. Kleinsteuerungen ( Klein-SPS) wird aber ein stärkeres Wachstum vorrausgesagt, sodaß das Wachstum der größeren SPS kleiner ausfällt.
Eine neuere Erhebung ( Stand März 99 ) sagt ein geringeres Wachstum bei SPS in Deutschland vorraus:
Nach Stückzahlen soll sich der Weltmarkt für SPS bis 2003 um 2,8% steigern.
Abschätzung des Marktes für Klein- und Kleinststeuerungen in Deutschland
Es entsteht ein ganz neues Anwendungssegment: Kleinsteuerungen vernetzbar ( = dezentrale Geräte mit Intelligenz). Dieses Segment wird der SPS und den dezentralen E/A Anteile wegnehmen ( Kanibalisierung). Es gibt noch keine verlässlichen Zahlen darüber. Derzeit wird dieses Segment innerhalb der Klein- und Kleinststeuerungen berücksichtigt. Vorsichtige Schätzungen für dezentrale Steuerungssysteme in Europa gehen in 1999 von ca. 2,5 Mrd. US Dollar aus, diese sollen wachsen bis 2004 auf ca. 2,63 Mrd. Us. Dollar. (frost&Sullivan). Bei Siemens schätzt man dass dieses Segment ca. 20% aller gebauten SPS entspricht.
Die Marktaufteilung Einige finanzkräftige Großkonzerne haben den größten Marktanteil in Europa. Diese können durch ihre weltweiten Resourchen bei Forschung und Entwicklung und Fertigung den Markt dominieren. Die Meisten SPS Anbieter ( ca. 100 Anbieter ) sind mittelständisch geprägt mit europäischer Forschung, Entwicklung und Fertigung. Das hohe Innovationstempo in der SPS Technik zwingt diese zu sehr hohen FuE Ausgaben.
Die Prognosen zeigen , dass bis ca. 2003 aus den großen Zehn Anbietern durch Fusionen oder strategische Allianzen nur noch 5 ganz Große werden. Marktanteile werden ganz einfach zusammengelegt.
Die Marktsegmentierung Der Einsatz von SPS geht durch alle Branchen. Nischen ( Funktionsnischen) sind nicht mehr gegeben. Der anhaltende Trend zu vernetzten Systemen führt zu kleinen intelligenten Einheiten ( siehe oben ). Der Markttrend Derzeit ist ein Trend zur intelligenten Gebäudeautomation zu sehen hier ist ein starkes Wachstum zu erwarten. Weiterhin wird die Sensorik immer intelligenter, das größte Wachstum verzeichnet die Industrielle Bildverarbeitung. Wohin geht die Automatisierung ?
Die Marktsituation für den SPS Anwender Der Anwender kann unter vielen Anbietern auswählen, das bedeutet Preisvorteile. Durch Standardisierungsbestrebungen innerhalb den Automatisierungsanbietern ( einheitliche Bustechnologien) und Softwarewerkzeuge ( z.B. IEC 1131-3) verbessert sich die Position des Anwenders.
Der neueste Trend: PC basierende Steuerungen. ( In der Hardware sind auch Slot-SPS enthalten ). Ein 2 stellig wachsendes Produktsegment. :
Die Marktaufteilung bei PC basierenden Steuerungen Die Marktaufteilung ist ganz anders als bei der klassischen SPS.Es gibt noch keine direkten Marktführer. ( neueste Schätzungen gehen aber davon aus , dass Siemens sich anschickt Marktführer zu werden angeblich hat man sich schon ca. 20 % Marktanteil einverleibt = weltweit 16% in Europa 24%). Die Firma hat nach Angaben in 99 ca. 20.000 IPC verkauft und will diese Zahl bie 2002 auf jährlich ca. 100.000 Stück erhöhen. Wegen des starken Preisverfalls herrscht ein sehr diffuses Anbieterfeld. Es tummeln sich hier junge Unternehmen mit wenig Angestellten. Durch diesen Vorteil können diese an der schnellebigen Technologiefront bestehen.
Die Marktsegmentierung Der Einsatz dieser Geräte geht durch alle Branchen. Nischen ( Funktionsnischen) sind nicht mehr gegeben. Allerdings müssen viele Systemresourchen gefordert sein ( einfache Anwendungen werden auch in Zukunft verstärkt mit Klein-SPS ausgeführt ). Die Situation bei der Software Im Bereich PC basierender Steuerungen nimmt die Software einen sehr hohen Stellenwert ein. ( hier ist die Soft-SPS enthalten )
Neueste Schätzungen bei Soft - SPS In 1997 waren es ca. 13.500 Softwarelizensen weltweit. Bis 2002 soll die Zahl auf 380.000 anwachsen. Man nimmt an, dass bis dahin der Anteil der Soft - SPS ca. 20% des SPS Marktes ausmacht. Die Marktsituation für den Anwender PC basierender Steuerungssysteme Der Anwender profitiert von dem starken Preisverfall bei der Hardware.. Allerdings ist das Risiko für den Anwender erheblich größer als bei der klassischen SPS. Diese neue Technik veraltet sehr schnell, bei langlebigen Industriegütern ist ein ständiges Nachbessern erforderlich. Das Verschwinden ganzer Hard- oder Softwareplatformen erfordert erhöhte Investitionen in das Engeneering . Um die höheren Kosten für den Service in den Griff zu bekommen ( die starke Abhängigkeit von komplexer Software erfordert speziell geschultes Personal ) wird der Einsatz von TELESERVICE zwingend erforderlich. Nach Prognosen soll ab dem Jahr 2004 die Marktsättigung bei Automatisierungssystemen einsetzen. Ab diesem Zeitpunkt wird wahrscheinlich die PC basierende Steuerungstechnik die klassische SPS stark zurückdrängen. Es bleibt abzuwarten welche Softwareplatform sich als langlebig und resistent gegen Hardwareänderungen erweist.
Hier die Zahlen des ZVEI zur Produktion der Automatisierung ( In den Zahlen sind Industriesteuerungen und Schaltgeraete enthalten )
Die roten Balken zeigen die direkten Exporte . In den blauen Balken versteckt sich ein hoher Prozentsatz an indirekten Exporten. Um die reale Situation richtig einschaetzen zu koennen muss man die direkten Importe in diesem Segment mit ca, 20 Mrd DM ( nach ZVEI in 2001) dazu betrachten. Diese kommen zu ca. 17% aus den USA und 32% aus Europa.
Die Situation in 2002( meine Einschätzung basiert auf Gesprächen mit Anwendern und Verlautbarungen von Herstellern ) . Die Klassische SPS teilt sich derzeit in 3 Bereiche auf : 1,) SPS standalone und vernetzt. ( Enthalten Klein- und Kleinst-SPS ) 2,) PC basierte Steuerung. Hier gehören die SLOT - SPS und die Soft-SPS dazu. 3,) Antriebsbasierte Steuerung ( = CNC und SPS in einem Gerät ).
Marktaufteilung der Bereiche (dazu habe ich die Quest Umfrage vom Februar 2002 teilweise herangezogen):
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