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Die Namensvettern

Die Namensvorgänger!

Das Torpedoschul - und Versuchsschiff S.M.S. "Blücher !

S.M.S. "Blücher" um die Jahrhundertwende
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Das Torpedoschul - und Versuchsschiff "Blücher" gehörte zur Bismarck-Klasse. Es wurde nach dem damaligen Prinzip als Schiff III.Ranges eingestuft und stellte eine gedeckte Korvette dar, die ursprünglich - wie die anderen Schiffe seiner Klasse - als Auslandskreuzer Dienst tun sollte. Die revolutionäre Entwicklung der Torpedowaffe veranlaßte die Marineleitung jedoch, daß Schiff in ein Torpedoschul - und Versuchsschiff umzubauen. Es besaß eine Expansionsdampfmaschine und wurde zunächst mit einer Vollschiffstakelage versehen, welche jeoch später reduziert und dann völlig entfernt wurde, da das Schiff hauptsächlich in Nord - und Ostsee Dienst tat und daher keine Probleme mit der Kohleversorgung hatte. Die gedeckte Korvette "Blücher" wurde am 30.01.1879 einsatzbereit gemeldet. Sie wurde - wie aus dem Titel ersichtlich - hauptsächlich zu Torpedoversuchen eingesetzt. Dabei variierte die Bewaffnung mehrmals. Ein großer Teil der Offiziere der kaiserlichen Marine erhielt auf diesem Schiff seine Torpedoausbildung. Geschult wurde hauptsächlich in der Kieler Förde, später wurde wegen der Zunahme des zivilen Schiffsverkehrs in den Raum Flensburg verlegt. Für den Kriegsfall war "Blücher" als Werkstattschiff für Torpedoboote vorgesehen. Während mehrerer Flottenmanöver stellte "Blücher" die Wirksamkeit des Torpedos unter Beweis. Das Schiff nahm auch an der Flottenparade anläßlich der Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nord-Ostsee-Kanal) teil. Am 25.06.1906 wurde "Blücher" außer Dienst gestellt und diente danach nur noch als Lehr -und Wohnhulk bei der Marineschule Flensburg. Bei einer Kesselexplosion am 06.11.1907, durch unsachgemäße Bedienung hervorgerufen, wurden 10 Mann durch ausströmenden Dampf an Bord der "Blücher" getötet. Nach der Explosion wurde "Blücher" aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und nach den Niederlanden verkauft. In Vigo wurde das Schiff schließlich als Kohlenhulk aufgebraucht.

technische Daten:
Besatzung:                                     301 bis 528 Mann
Antrieb:                                         Vollschiffstakelage, später Expansionsdampfmaschinen
Geschwindigkeit:                             13,8 Knoten

Gewicht:                                        3.386 Tonnen
Länge:                                            82,5 m
Breite:                                            13,7 m
Tiefgang:                                         6,18 m
Bewaffnung:                                   16 Ringkanonen (Kaliber 15cm) bis 1880, danach:
                                             2 bis 8 Bootskanonen (Kaliber 8cm), 13 Revolverkanonen (Kaliber unbekannt) und
                                             4x 35cm Torpedorohre sowie 3x 45cm Torpedorohre.
Kommandanten:                             auf Anfrage an den Webmaster erhältlich
                                                    (16 verschiedene Kommandanten u.a. Korv.Kpt. Tirpitz)

 

S.M.S. Großer Kreuzer "Blücher"

Großer Kreuzer "Blücher" vor dem Kriege
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Der große Kreuzer "Blücher" stellte Deutschlands Antwort auf die britische "Invincible"-Klasse dar und markierte den Übergang vom leichteren Panzerkreuzer zum Schlachtkreuzer. "Blücher" war jedoch von Anfang an mit Geschützen des Kalibers 21 cm geplant worden und als in Deutschland bekannt wurde, daß die gleichwertigen britischen Kreuzer ein größeres Kaliber ( 30 cm) hatten, war der Bau der "Blücher" schon zu weit fortgeschritten. Der Kreuzer wurde daher zu Ende gebaut und am 01.10.1909 in Dienst gestellt. Nach nur knapp 2 jähriger Dienstzeit sollte das Schiff ausschließlich zu Versuchszwecken verwendet werden, da Tirpitz inzwischen die klare Unterlegenheit der "Blücher" gegenüber den britischen Schiffen gleicher Klasse erkannt hatte. Als der damals neueste deutsche Schlachtkreuzer "Von der Tann" einsatzbereit war, wurde "Blücher" zunächst als Artillerie-Versuchsschiff verwendet. Von gelegentlichen kurzen Reisen abgesehen blieb es bis zum Kriegsausbruch in dieser Rolle. Bei Kriegsbeginn diente "Blücher" zunächst bei der Ostseeflotte.

"Blücher" kentert. (von einem Origianalphoto!!)
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Dabei kam es Anfang September 1914 zur ersten Feindberührung mit russischen Kriegsschiffen vor dem Finnischen Meerbusen. Nach kurzem Gefecht zogen sich die Russen jedoch zurück. Bereits Mitte September 1914 kehrte "Blücher" wieder zur Nordsee zurück. Hier war das Schiff an der Beschießung von Great Yarmouth am 02.11.1914 beteiligt. Am 15.12.1914 wurde "Blücher" bei einem Gefecht mit einer englischen Landbatterie getroffen, wobei 9 Mann der Besatzung ums Leben kamen. Am 24.01.1915 kam es zur ersten britisch-deutschen Seeschlacht des 1.Weltkrieges auf der Doggerbank in der Nordsee. Dabei kämpften u.a. das deutsche 1.Aufklärungsgeschwader (die Schlachtkreuzer "Seydlitz", "Derfflinger", "Moltke" und "Blücher") und das britische 1. Schlachtkreuzergeschwader ("Lion", "Tiger", "Princess Royal", "New Zealand" und "Indomitable") gegeneinander. Um 13.13 Uhr des 24.01.1915 kenterte "Blücher" nach etwa 70 - 100 schweren Treffern und sank. 792 Mann Besatzung fanden dabei den Tod. 260 wurden gerettet, darunter auch der Kommandant der "Blücher", Fregattenkapitän Erdmann, welcher jedoch in britischer Gefangenschaft am 15.02.1915 an einer Lungenentzündung starb, die er sich beim Schwimmen im eiskalten Nordseewasser zugezogen hatte. 

Der sinkende Große Kreuzer "Blücher"
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technische Daten:
Besatzung:                             893 Mann im Kriege (als Artillerieschulschiff 761 Mann)
Antrieb:                                 Expansionsdampfmaschinen
Geschwindigkeit:                    24,8 Knoten
Gewicht:                                 17.500 Tonnen
Länge:                                    161,8 m
Breite:                                     24,5 m
Tiefgang:                                 8,84 m
Bewaffnung:                            12 Schiffskanonen (Kaliber 21 cm), 8 Schiffskanonen (Kaliber 15 cm),
                                             16 Schiffskanonen (Kaliber 8,8 cm), 4x 45cm Torpedorohre
Kommandanten:                     Kapitän zur See Freiherr von Rössing                 Oktober 1909 bis September 1910
                                             Kapitän zur See Scheidt                                     September 1909 bis April 1911
                                             Kapitän zur See Trendtel                                    April 1911 bis September 1911
                                             Kapitän zur See Pieper                                       September 1911 bis September 1913
                                             Fregattenkapitän Erdmann                                  September 1913 bis Januar 1915

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