Rat & Tat

Tips

für einen Hunde Kauf

Hundekauf ist Vertrauenssache


Wenn Du noch kein Hundebesitzer bist, solltest Du die fünf Stufen der Willensbildung durchlaufen, um Hundebesitzer zu werden.


1. Soll ich mir einen Hund kaufen?

2. Welche Rasse?

  • In unserem Fall einen Ridgeback, und warum?

3. Welche Pläne und Ziele verfolge ich?

  • a. Spielgefährte,
  • b. spätere Zucht,
  • c. Wachhund
  • d. anderes

4. Rassenunterschiede:

  • Wo liegen die Unterschiede von einem Ridgeback zu anderen Hunderassen.

5. Aufzucht:

  • Was muß ich über die ersten zehn Monate unbedingt beachten.


Du und Deine Familie müssen sich im klaren sein, was es bedeutet ein Hund oder gar einen Ridgeback ins Haus zu holen. Hierzu sollten sich alle beraten und überdenken welche große Verantwortung hier übernommen wird.
Mache einfach eine Liste mit all den Vor- und Nachteile die ein Hundkauf mit sich bringen.
Es ist auch kein guter Entschluß, einen Welpen als Weihnachtsgeschenk für ein Kind zu kaufen. Obwohl ein Ridgeback sehr Kinderfreundlich ist und ein hervorragender Kamerad werden kann, der Haus und Hof auch ohne große Ausbildung bewacht.  

Überlege auch Deine persönliche Lebensumstände.

Wo wohne ich:

  • In nähe von einigen größeren Grünfläche?
  • Auf dem Land?
  • In der Stadt?
  • Wie groß ist meine Wohnung oder Haus in dem ich lebe?
  • Wie alt sind meine Kinder und wieviel sind es?
  • Gibt es jemanden der sich in den ersten Monaten intensiv um den Welpen kümmert?


    ( Ein Welpe kann und darf nicht über längere Zeit alleine gelassen werden, dies gilt auch für die ganze Frühperiode des Aufwachsen.)

Welche Rasse?

  • Denke daran jeder noch so süße Welpe wird einmal groß und Erwachsen. Dann sieht die Sache anders aus. Schaue Dir die Elterntiere genau an ( Bei einem guten Züchter wird man Ihnen dies gerne gestatten oder so gar begrüßen ) und lasse Dich über Ihre Eigenschaften genau Aufklären. Bei einem Ridgeback sei Dir im klaren, daß es sich hier um eine energiegeladene Jagd- und Laufhunde-rasse handelt. Die Welpen brauchen eine spezielle Ernährung und je älter sie werden sehr viel Auslauf.

Geschlecht?

  • Wie steht es mit der Frage : Rüde oder Hündin, auch hier gibt es Vor- und Nachteile.
  • So z.B. bei Rhodesian Ridgeback:
    • Rüden sind im allgemeinen im Wesen etwas stabiler, aber brauchen sehr viel mehr Auslauf.
    • Hündinnen sind von Natur aus Jägerinnen und Mütter. Sie bedürfen deshalb sehr viel Einfühlsamkeit von ihrem Besitzer. Denn sie neigen zu einem sehr großen Ideereichtum was den Schabernack angeht. Bedenke auch die Regelmäßige Läufigkeit (Hitze ).
    • Aber egal ob Rüde oder Hündin beide sind Wesenstark und herrliche Hunde. Ihr werdet Euch bestimmt schon einig.


Wenn Sie nun einig geworden sind, was für ein Hund, vieleicht ein Ridgeback, so informieren Sie sich über die Rasse. Dies wäre der erste Schritt.

Nun können Sie einen seriösen Züchter suchen Fachzeitschriften ( am Kiosk ), oder Sie wenden sich an den VDH er wird Ihnen dann die Welpenvermittlungs- und Geschäftsstellen der jeweiligen Rassehundevereine nennen.

Dies war der zweite Schritt.

Nun kennen Sie schon mal einige Adressen von Züchter, aber ob sie hundertprozentig seriös sind ( es gibt überall die sogenannten schwarze Schafe ) können Sie nur herraus finden wenn Sie ein persönliches Gespräch mit den Züchter haben. Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Züchter, gute Züchter verwehren Ihnen dies nicht, im gegenteil sie begrüßen es sogar. Bei einem Besuch der Zuchtstätte fragen Sie alles was Ihnen so einfällt, egal ob es Ihnen für wichtig erschein oder nicht. Ein guter Züchter stellt sich darauf ein und wird es Ihnen verständlicherweise erklären und groß kein Fachchinesisch herunterbeten. Gute Züchter bilden sich jährlich in Kursen, Fortbildungstagungen und Büchern weiter. Lassen Sie sich die Zuchthündin zeigen und erkundigen Sie sich über Ihre Abstammung. Achten Sie ganz besonderst darauf das es kein Registrierhund ist ohne Ahnennachweis , dies beteutet immer einige Probleme mit der Abstammung ( nicht im VDH/FCI gezüchtete Hunde im normal Fall). Lassen Sie sich auch den Rüden zeigen, wenn er schon für eine Paarung festgelegt ist. Zumindestens Bilder und Ahnentafel. Dies war der dritte Schritt.

Nun kennen Sie einen Züchter und er kennt Sie. Jetzt ist der beste Zeitpunkt gekommen wo Sie sich die Aufzuchtstätte in Augenschein nehmen können. Wenn dies nicht schon vom Züchter aus angeboten wurde. Aber erwarten Sie nicht zuviel, Hobbyzüchter (Liebhaberei mit einer Zuchthündin) gibt es nicht all zuviel zusehen. Da wäre als erstes das Aufzuchtzimmer (Welpenzimmer), dies kann ein seperates Zimmer im Haus,Untergeschoss, Wohnung sein. Aber es kann durchaus die Küche oder auch das Wohnzimmer sein. Gartenhäuser kommt auch schon mal vor. Meine Meinung je näher die Welpen bei der Familie, bezw. dem Züchter sind, desto besser werden sie geprägt als Familienhund. Man wird Ihnen auch gerne die Wurfkiste, Spielsachen zeigen. Über Fütterung, Aufzucht, Prägung, Impfungen, Vereine, Austellungen reden. Lassen Sie sich auch den Welpenauslauf zeigen, dort wo die Welpen ab der 4-5 Woche im Freien spielen können. Lassen Sie sich auch erklären wie und auf was die Welpen geprägt werden. Machen Sie doch einfach einen Spaziergang mit der Hündin und dem Züchter auch dort lernt man sich kennen Mensch und Hund. Man sieht dann auch gleich was auf einen zukommt, wenn der Hund mal ausgewachsen ist. Dies war der vierte Schritt.

Jetzt haben Sie schon sehr viele Eindrücke sammel und die Sie auf der Heimfahrt und den nächsten Tagen überdenken können. Jetzt haben Sie immer noch die Möglichkeit einige andere Züchter aufzusuchen, es ist immer gut mehrere Meinungen zu hören. Es kann aber auch der Fall sein das Sie sofort Überzeugt waren vom ersten Besuch bei einem Züchter. Dies heißt aber noch lange nicht das Sie dort einen Hund kaufen oder einen bekommen. Ein guter Züchter bildet sich seine Meinung über die neuen Besitzer nicht sofort erbittet sich eine Bedenkzeit aus. Er wird auch einige Notizen zu Ihrer Person und Interessen machen, die er nach Ihrem Besuch dann auswertet. Dies war der fünfte Schritt.

Der Züchter wird Sie anrufen, wenn die Welpen da sind und nach fragen ob noch Interesse vorliegt. Natürlich können Sie auch zwischenzeitlich mal Rückfragen wie es denn Aussieht mit der Welpen- abgabe. Wenn der Züchter dann sich für Sie entschieden hat, wird er Sie, wenn die Welpen vier Wochen alt sind anrufen, daß Sie sich die Hunde mal anschauen können. Auch hier ist Vorsicht geboten, wenn man sich in einen Welpen verliebt. Denn es kann sein das der Züchter einen unabhänigen Wesenstester bestellt hat ( nur zum Vorteil für Sie ). An Hand seiner Ausage wird der Züchter seine Welpen vergeben. Keine Angst, wenn Sie einen Rüden wollen werden Sie wenns irgend wie geht auch einen erhalten. Sie müßen denn keine Hündin nehmen. Im schlimsten Fall wird er Ihnen einen guten Kontakt über seinen Rassehundeverein einen guten Züchter weiterempfehlen, dies kommt aber in den seltesten Fällen vor. Das es solche Ausmaße an nimmt. Ein guter Züchter kennt seine Hunde und auch sein Nachwuchs, er wird dies im vorne rein abstimmen. Dafür machte er sich die Notizen beim ersten Besuch von Ihnen. Dies war der sechste Schritt.

Sie können jetzt die Welpen regelmäßig nach kurzer Absprache besuchen. In der 8 - 9 Woche können Sie Ihren kleinen Wonnepropen mit nach Hause nehmen. Der Züchter händigt Ihnen den Impfpass, Kaufvertrag, einige Unterlagen zur Fütterung, Aufzucht und Erziehung aus. Die Abstammungspapiere wird er Ihnen etwas später zusenden, weil die Hunde zuerst ins Zuchtbuch eingetragen werden müßen, oder er gibt sie Ihnen beim ersten Welpentreffen mit, wenn sie schon da sind. Er wird Ihnen nochmals alles Erklären und Ihre Fragen bezüglich der Eingewöhnung des Welpens im der neuen Umgebung beantworten und Hilfestellung bieten. Er wird Sie auf Nachzuchtkontrollen ( HD/OCD- Röngen, Schilddrüsenuntersuchung) hinweisen. Erschrecken Sie nicht wenn er dafür eine Kaution einbehält, die Sie, aber nach Zusendung der Untersuchungsergebnisse in voller Höhe zurück erhalten. Scheuen Sie sich nicht den Kontakt zu Ihrem Züchter zuhalten in allen Fällen , wenn es um den Hund geht, er ist Ihr Lebenslanger und erster Ansprechpartner. Dies war der siebte Schritt.

Zusammenfassung:

Gute seriöse Züchter:

Nie mehr als drei Zucht Hündinen, Hobbyzüchter haben meistens nur eine, Nie zwei Würfe gleichzeitig, verfügen über sehr viel fundiertes Wissen über Hundzucht, sauber und geruchfreie Aufzuchtsstätte,

Schlecht unseriöse Züchter:

Fast nie Zeit, viele Rassen auf einmal, zu jeder Zeit ein Wurf Welpen auf Lager, egal welcher Rasse, schlecht Haltungsbedingungen: unsauber, verwaiste Welpen, wenig Auskunft über Abstammung - Prägung der Welpen, Überschwengliche Anpreisung der Hunde.

Fazit:

Dies sind nur mal einige grobe Punkte zum Thema Hundekauf. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind und Ihre Zweifel haben, wenden Sie sich an den zuständigen Rassehundeclub oder VDH und kaufen Sie Ihren Hund bei einem andern Züchter Ihrer Wahl.

Dies sind schon mal ein paar Anregungen und Tips. Wenn Ihr Ratschläge habt oder Verbesserungsvorschläge dann meldet Euch wir setzen sie dann gegebenenfalls ins Netz.


13.10.2001