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Leserbrief NSP11/98

Veröffentlicht / Released: 05Nov98

(NSP 9811 #8)


Leserbrief

 

Hallo, Redaktion der NSP.

Mit großem Interesse habe ich in der Ausgabe Nr. 149 vom Oktober 98 den Bericht "Schwache Leistung" gelesen. Ich will ja nicht gleich von Schwulenhetze schreiben, aber auch mir und meinen Begleitern ist das Verhalten unserer Ordnungshüter am 5. September aufgefallen.

Als wir zu dritt am besagten Abend (eher schon der Sonntagmorgen 3.30 Uhr) die Kellerparty des NLC verließen, bemerkten wir bereits den ersten Streifenwagen mit Blick auf den Eingang zum Keller. Um zum Auto zu gelangen, mußten wir an dieser Streife vorbei. Da mir selbst bei einem Besuch im Oktober 97 an gleicher Stelle die Kennzeichen meines Fahrzeuges gestohlen wurden, war ich durchaus angenehm überrascht, wie wachsam sich der Polizeiblick auf mein Fahrzeug richtet. Wir sind nun an dieser Streife vorbei, steigen ein und fahren an; da die Streife aber eher mäßig, besser gesagt saumäßig in der Straße parkte, nahm ich eine Seitenstraße hinter der Streife, und machte mich auf den Heimweg. Nun hatten es sich wohl die drei Polizisten überlegt, wie es weitergehen sollte und haben sich an uns gehängt. Wenige Meter weiter bemerke ich hinter mir das Haltezeichen, und als ordentlicher Bürger folge ich natürlich der Aufforderung. Nachdem wir geantwortet hatten, ob wir die ganze Zeit zusammen gewesen seien, woher wir gekommen sind, oder noch etwas Auffälliges bemerkt hätten, durften wir weiter. Keine 500 Meter weiter hatte uns der nächste Streifenwagen entdeckt, wendete auf der Straße und verfolgte uns diesmal mit Blaulicht und forderte ebenfalls eine Parkpause. Wieder die gleichen Fragen wie von den ersten Kollegen, nur wurde diesmal eine Halterabfrage durchgeführt, zum Glück hatte ich weder Alkohol noch Poppers genossen, und konnte einen der Polizisten noch anhauchen. Meine Bedenken, bei diesem Durchschnittstempo nicht vor Montag daheim zu sein, haben sich zerstreut, da kein weiterer Halt notwendig war.

Ich weiß nicht, was in Nürnberg an diesem Abend passiert war, daß alles, was in irgendeiner Form Uniform trug, die besondere Aufmerksamkeit der Staatsmacht auslöste, doch mit dem Vorfall, welchen Sie in der NSP beschrieben haben, nimmt das doch ein Ausmaß an, welches man im Auge behalten sollte.

Mit freundlichem Gruß

Rolf