back to the english version
Last update 11.02.2006
- Letzte Neuigkeiten (damit man auf dem Laufenden bleibt ....)
Diese Webseite enthält Photos und Hintergrundinformationen über historische Flugzeuge und Familienangehörige, die damit zu tun hatten.
Es handelt sich um Aufnahmen aus der Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges bis hin in die heutige Zeit. Diese Bilder stammen fast alle aus meiner privaten Sammlung und wurden damals von meinem Grossvater und später von meinem Vater aufgenommen.
Nach dem Fund einiger höchst aufschlußreicher Dokumente über seinen militärischen Werdegang im Keller meines väterlichen Hauses, war es an der Zeit diese nun auch hier zu dokumentieren.
Mein Grossvater Adolf Genth, wurde am 27.07.1894 in Südafrika (Braamfontain,Transvaal in der Nähe von Johannesburg) geboren.
Mein Urgrossvater hatte Deutschland verlassen um in Südafrika eine Farm mit schnellwachsenden tropischen Hölzern zu betreiben. Diese Farm ' Frankenwald ' hatte wohl sehr großen Erfolg und so lief alles bestens, bis Anfang des 20 Jahrhunderts der Burenkrieg im damaligen Südafrika von den Engländern siegreich beendet wurde - offenbar ein Grund für meinen Urgroßvater das Land wieder zu verlassen und im Jahre 1902 nach Deutschland zurück zu gehen.
Adolf Genth wurde dann 1905 ( mit 11 Jahren !!!) in das Kadettenkorps Oranienstein gebracht um Soldat zu werden. Am 10.08.1914 wurde er zum Leutnant im 4.Magdeburger Inf.Reg.Nr 67 ernannt und kam wenig später an die Front, wo er dreimal verwundet wurde.(Einer seiner Brüder fiel 1914 bei Verdun).
Nach seiner dritten Verwundung, wurde er zur Ausbildung bei der Fea (Flieger-Ersatz-Abteilung) 9 in Darmstadt als Beobachtungsoffizier eingesetzt.Die nächste Station war die Fea 6 (Grossenhain), bis er schließlich am 10.10.16 zum Halbgeschwader 1 zum Fronteinsatz an die Somme (Frankreich) kam. Ende 1916 wurde er vom neugegründeten Bombengeschwader III (Englandflieger) übernommen, machte 13 Englandeinsätze mit und schoß 3 feindliche Flugzeuge ab (darunter eine Handley Page 0/100, Englands Gegenstück zum Gotha GIV Bomber).
Er erhielt 1918 das Ritterkreuz des Kgl. Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und war vom 7.6.18 - Dezember 1918 Adjutant des Bombengeschwaders III.
Noch im Jahre 1919, nach Ende des ersten Weltkrieges, hat er beim Grenzschutz Ost (Artilleriefliegerstaffel 120) in Lyck /Ostpreussen weiter gedient bis der Versailler Vertrag die deutschen Grenzen neu festlegte und aller Widerstand dagegen sinnlos wurde.
Die folgenden Aufnahmen sind zu einem Grossteil im besetzten Belgien und Frankreich entstanden, wo die damaligen Westfront - Flugplätze lagen.
Falls es jemanden gibt, der auch noch Informationen oder Fotos zu diesem Thema hat - bitte melden ! (besonders interessieren würde mich jemand, der mir etwas über den damaligen Kameraden und Piloten meines Großvaters Radke erzählen könnte).
Nach dem Ende des ersten Weltkrieges, trat er nach einigen erfolgreichen Versuchen zivile Berufe auszuüben am 01.08.1934 wieder in die neue Deutsche Luftwaffe ein und wurde Staffelkapitän des II Kampgeschwader 153 in Finsterwalde (nach Erinnerung meines Vaters flog diese Einheit Ju86 mit Dieselmotoren).
Schließlich kam er in den Generalstab und wurde am 12.12.1939 Chef des IV Flieger-Korps.
Nach einem mißglückten Kurierflug einer ihm unterstehenden Besatzung mit den Angriffsplänen für Luftlandeoperationen im Westen und deren Notlandung in Belgien - wobei diese brisanten Dokumente unversehrt den Belgiern in die Hände fielen , wurde er an die Westfront versetzt und übernahm dort am 06.06.1940 als Kommandeur die I KG 76 und später die III KG 76. Diese waren für Bomben- und Aufklärungseinsätze über England zuständig und mit Do17 z ausgerüstet.
Am 29 Juli 1940 wurde er bei einem Einsatz über der Strasse von Dover von englischen Hurricane schwer verwundet und starb am selben Tage.
Inzwischen habe ich via e-mail (C.Kirsch, Berlin - nochmals Dank dafür !) erfahren, daß der englische Pilot der Hurricane F/O Patrick Woods-Scawen (85 Sqdr.) gewesen ist. Er fiel nur wenige Wochen später (1.September 1940), als er nach einem Luftkampf mit Me109 aussteigen musste und sein Fallschirm sich nicht öffnete.
Auch hier wieder die Bitte, falls noch jemand Informationen oder Ähnliches hat - bitte melden !
Abschließend sei noch gesagt, daß es hier für mich darum geht zu zeigen, was damals passiert ist, ohne irgendwelche moralischen oder politischen Ansichten zu vertreten. Manchmal frage ich mich allerdings selber, ob es nicht auch eine andere Möglichkeit gegeben hätte, derartige Interessenskonflikte (denn darum ging und geht es doch eigentlich) anders zu lösen ...
Mein Vater Karl - Georg Genth flog im zweiten Weltkrieg in der Zeit von 1944 - 45 u.a. die Me109 und FW190 für die Deutsche Luftwaffe und war damals gerade mal 20 Jahre alt.
Er war bei der III JG 26 und bezwang sogar noch zwei englische Flugzeuge, bevor er am 07.03.1945 selber von einer britischen Hawker Tempest bei Enschede abgeschossen und dabei schwer verwundet wurde.
Sein Flugzeug damals war eine FW190 D-9 Gelbe 15 - Werknummer : 500118 wir haben sogar den Abschussbericht des englischen Piloten (F/O Vassiliades - eines griechischen Piloten im englischen Dienst - 3 Squadron) und waren auf den Tag genau 40 Jahre danach mit den damaligen Zeitzeugen am Absturzort und haben uns die Reste des Flugzeuges angesehen (siehe dazu den Zeitungsbericht v. 1985 ).
Falls noch jemand Unterlagen aus dieser Zeit hat, die im Zusammenhang mit dem JG 26 stehen, bitte melden !
Beim o. erwähnten Abschussbericht fiel mir auf, daß die englischen Piloten ihre deutschen Gegner als ' Hunnen ' bezeichneten, klingt nicht besonders schmeichelhaft meine ich , allerdings kenne ich auch keinen ' Hunnen' und vielleicht sind sie auch ganz o.k.
Nach dem zweiten Weltkrieg war es Deutschland bis 1955 untersagt eigene Flugzeuge zu betreiben und deutsche Piloten auszubilden (im Westen - wie es im Osten war weiss ich nicht ), daher fing mein Vater erst dann wieder mit der Fliegerei an (zunächst als Fluglehrer in Braunschweig und Mönchen Gladbach, dann als Zieldarsteller in Lübeck).
Ironischerweise flog er in Lübeck die Hawker Seafury, den Nachfolger der Tempest, die ihn 1945 abschoss.
Heute geht es in Europa Gott sei Dank etwas ruhiger zu, aber wie man sehen kann (Jugoslawien), wird die militärische Fliegerei wohl nicht so schnell aussterben.
Viel Spaß beim Betrachten der Bilder aus den letzten 84 Jahren Fliegerei.
T. Genth
Münster (
Los geht's
Originalzeichnung aus dem Album ' Kriegserinnerungen 1917 ' von Adolf Genth
|
Albatros B/C, Friedrichshafen GIII, Schütte Lanz DIII, Rumpler CI u.a. sowie div .Luftaufnahmen |
|
|
Fotos der kaiserlichen Fliegertruppe aus der Sammlung M. Pleyer |
|
|
Gothas des BOGOHL 3 im Einsatz in Belgien |
Fotoalbum WWII
|
Do17z III KG76 |
|
|
Do17z,Arado96B,Dewoitine520,Fw 58 (Weihe) ,Bücker 133 |
|
|
Dewoitine520 des JG101 in Pau, Me109 G12, Potez 63, He177 |
|
|
Me109F/G des JG101 und JG26 |
|
|
FW190 A/D des JG26 |
|
|
Arado 234 - der Zeit voraus |
|
|
Me 262 - der erste einsatzfähige Turbinenjäger der Welt |
|
|
Erbeutete alliierte Flugzeuge - hier der ' Flak Dancer ' B 17 F |
|
|
Erbeutete alliierte Flugzeuge - hier die ' Double S ' P 47 Thunderbolt |
|
|
Erbeutete alliierte Flugzeuge - hier zwei englische Spitfire ..... |
Moderne Zeiten ........
|
Einsatz der Hawker Seafury als Zieldarsteller in Deutschland |
|
|
- Überlebende WW1 Deutsches Technikmuseum Berlin IWM London - Neu ! |
Überlebende deutsche Flugzeuge des ersten und zweiten Weltkrieges Ein Besuch in der neu entstandenen Luftfahrtsammlung des Deutschen Technikmuseums in Berlin (27.04.2005) Das RAF Museum im Norden Londons am 15.06.2005 Das Imperial War Museum London Juni 2005 |
(einfach auf den gewünschten Text klicken)
All copyrights of the pictures will stay with me
- requests for using will be given if possible - don't 'webnapp' ... or you will be napped !!!!!.