Vorneweg einige wertvolle Seiten zum Thema Bambus:
Die deutsche Bambus Homepage von Herrn
W.Eberts:
http://www.bambus.de, 1001
Antworten auf 1000 Fragen nebst allem was es sonst noch rund um's Gräsle
gibt!
Mit deutschem Bambus-Forum
http://www.bambus.de/forum/index.html,
Anschauen! Wer Fragen hat, bekommt dort sicherlich eine Antwort...
Die American Bamboo Society:
http://www.bamboo.org/abs/
siehe auch, falls Interesse, die Mailingliste der American Bamboo
Society , die "Internet Bamboo Group":
hier ihr Archiv
http://home.ease.lsoft.com/archives/bamboo.html
Das INBAR (International Network
of Bamboo and Rattan)
Die Infobasis
der INBAR
Die neue internationale Bambus-Newsgroup (seit Mitte 1999)
news:rec.gardens.bamboo
http://groups.yahoo.com/group/bamboo-plantations/ eine interessante Bambus-list mit vielen Informationen
Der "Karlsruher Virtuelle Katalog" durchsucht das Ländle nach dem Stichwort "Bambus" - Bücher..., Bücher....
Internationale Namen des Bambus und seiner Arten....
Bambooweb.info mit Informationen, vielen Bildern etc.
PROSEA homepage mehr informationen über Bambus Rattan etc...
Und hier finden Sie alle
bambusfeindlichen Krabbeltiere, Krankheiten
und Pilze Teil
1
und
2
(von Walter Ebeling)
Siehe hierzu auch die online publikation der INBAR
"Diseases
and Pests of Bamboo in Asia".
und
"Insect
Pests of Bamboos in Asia"
Siehe auch die INBAR online-Publikationen , "Insect Pests of Bamboos in Asia", "Bamboo in Construction/ an introduction" , "Designing and Building with Bamboo", Preservation of Bamboo 1 und Teil2
und das dazugehörige Buch Bamboo Preservation Compendium...
Spezial-Trainings-Werkzeugkästen zur Bambus und Rattanbearbeitung aus Indien
Siehe auch online-Artikel "Bambus als Baustoff"
Die
Spörry'sche
Bambussammlung aus Japan im Völkerkundemuseum
Zürich...
...und der Ausstellungskatalog!!
Bambus-Namen in den verschiedenen Sprachen
Bambus... Bambus...
|
Arbeitsergebnis des Werkzeugs "8-fach-Bambus-Spalter" |
In
diesem Artikel möchte ich versuchen, Fragen zur
Bambusbearbeitung zu beantworten. Seit vielen Jahren trage
ich Informationen dazu zusammen (Literaturhinweise im Text) und bin wie viele
andere immer noch begeistert dabei, Wissen und Arbeitstechniken zu
vervollkommnen. Der Weg ist das Ziel.....
Was ist Bambus?
Der Name Bambus wurde 1778 von Linné eingeführt und vom indischen Wort "Mambu" oder "Bambu" abgeleitet. Möglicherweise ist der Name eine lautmalerische Nachahmung explodierender Bambushalme, die in Asien zur Abwehr von wilden Tieren abends ans Feuer gelegt wurden (Beschreibung dieser Technik bereits im Reisebericht Marco Polos). Die Reisenden müssen damals einen gesunden Schlaf gehabt haben...
Bambus kommt auf beinahe allen Kontinenten (40° nördliche/ südliche Breite) natürlich vor - außer in Europa - und gehört mit seinen 1000 verschiedenen Spezies zur großen Familie der Gräser, ebenso wie Reis, Mais und alle Getreidearten. Wir ernähren uns also wie die Kühe buchstäblich von GRAS!
Die Pflanze wächst von Meereshöhe bis auf 3800m am Abhang des Himalaya und bis auf 4700m (!!) an den Abhängen der Anden und bevorzugt mittlere Jahrestemperaturen zwischen 20° und 30°C, kann aber auch Temperaturen zwischen -28°C und +50°C aushalten; in Abhängigkeit von der Spezies und erfolgter Anpassung auch an rauhere Klimate!
Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Bei einer
Wuchsleistung von bis zu 5cm/Stunde (Phyllostachys edulis/ -pubescens
(="Moso" jap.) bis 120cm/Tag gemessen!!) kann man das "Gräsle"
buchstäblich wachsen sehen und die Halme kommen innerhalb weniger
Monate (2-4 Monate) auf ihre endgültige Länge von bis zu
beinahe 40 Metern (Dendrocalamus giganteus).
D.D. schrieb mir, daß man Bambus sogar wachsen HÖREN
kann:
"Als ich im Herbst in Süd-Japan war, saß ich zum Abendessen
draußen im Garten meines Dolmetschers. Wir hörten das Rascheln
des Grases und einen gelegentliches schnappendes Geräusch. Als ich ihn
fragte, ob es denn auf dem angrenzenden Gelände Katzen gäbe, sagte
er mir beiläufig: "Nein, das ist nur der Bambus der wächst. Sie
sollten erst einmal im Frühling hier sein!
Manchmal hört es sich an wie eine vorbeimarschierende Armee."
Bambus hat so gut wie kein Dickenwachstum (fehlendes Kambium). So ist die
gesamte Pflanze in der Bambussprosse vorgeformt, die in ihrer endgültigen
Dicke von bis zu bis 30cm buchstäblich aus dem Boden bricht und
durch Wasserdruck teleskopartig in die Höhe geschoben wird; zu Anfang
noch kahl, erst später erscheinen Zweige und Blätter.
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Die Zeichnung zeigt einen etwa 10 jährigen Jungen |
Die Phantasie des Menschen ist unerschöpflich ... so war es in früheren Zeiten eine beliebte Foltermethode, Delinquenten mit ihrem Rücken auf frische Bambusschößlinge zu binden, die sich dann anschickten, langsam durch die Leute hindurchzuwachsen ... für Bambus kein Problem ...
Die Länge der Internodien, also das Stück zwischen zwei natürliche Bambus-"Knoten" schwankt von im Mittel 30cm bis über 250cm(!!) bei bestimmten Spezies (Blasrohre in Malaysia aus bambusa wrayii)
Zwei verschiedene Haupt-Wuchsformen sind bekannt:
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Prinzipzeichnung ei- |
Die Ausläufer bildende Formen. Diese wachsen unterirdisch über
lange Distanzen und senden dann Halme nach oben...
(Bild aus: Rivière, A.&C.; Les Bambous, Végétation,
Culture, Multiplication. Paris; Soc. d'Acclimatation; 1878)
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Schemazeich- nung einer Ausläufer bildenden Bambusart |
Aber Vorsicht!! Wenn Sie letztere in einem
bis dahin friedlichen Garten haben, können Sie Ihr "Grünes Wunder"
erleben....!! Die Ausläufer haben in unseren Breiten eine Wuchsleistung
je nach Umgebungsbedingungen zwischen 1 und 6 Meter pro Jahr ... bei solch
einem grünen Großangriff
(!) auf Ihren gepflegten Garten bleibt kein Gärtnerauge
trocken!
Die Bambusblüte ist ein recht seltenes Ereignis und findet im Schnitt alle 30-35 Jahre, bei bestimmten Spezies auch alle 120 statt; manche Arten wurden noch niemals in Blüte gesehen....Wenn sie blühen, dann allerdings häufig bei allen Pflanzen einer Art gleichzeitig, auch wenn die Pflanzen tausende Kilometer auseinander stehen! Das hängt unter anderem damit zusammen, daß viele Pflanzen von nur einer Mutterpflanze abstammen, von der sie durch Rhizomteilung (Wurzelteilung) vermehrt wurden. Damit tragen alle Tochterpflanzen das genetische Programm der Mutterpflanze.
Nach dem Blühen mit typischen Grasblüten reifen die Samen und die
sich dann völlig erschöpfende Pflanze stirbt in den meisten
Fällen komplett ab. Für viele von Bambus abhängige Gebiete
eine Katastrophe. Jedoch sind bei verschiedenen Spezies auch sporadische
Blühepisoden bekannt.
Bei manchen Arten ist die Samenproduktion so immens, daß sich
die Menschen davon wie mit Getreide ernähren können .......
dies tun aber auch die Ratten, die sich dann explosionsartig vermehren
.... deshalb war solch eine Blüte oft von einer Hungersnot gefolgt
... denn die nächste "normale" Getreide-Ernte auf den Feldern
"gehörte" dann den Ratten ... So war die Blüte eine doppelte
Katastrophe für die Einheimischen, denn bis die ersten Halme der aus
den Sämlingen heranwachsenden Pflanzen geerntet werden konnten, vergingen
einige Jahre!
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Photo der |
Das Geheimnis der Stärke der Bambushalme liegt in ihrem Aufbau. Die meisten Arten sind hohl (weiblich genannt); wenige Arten sind nicht hohl ("männliche" Bambusse, z.B. arundinaria prainii). Bambusse haben versteifende Knoten in einigen Dezimeter Abstand und die zugbeanspruchten Faserbündel liegen in den Außenbereichen des Rohrs. Die Oberfläche wird im Laufe der Zeit durch zunehmende Kieselsäureeinlagerung immer härter, so daß bei manchen Bambusarten während des Fällens Funken vom Werkzeug abspringen können ...
Vermehrt werden die Pflanzen normalerweise durch Abstechen von Rhizomen (Wurzelsprossen), weniger häufig durch Eingraben ganzer Bambusstücke die dann an den Knoten austreiben, durch "Abmoosen" an den Knoten oder durch Samen.
Eine gute Beschreibung der Pflanze Bambus findet man im
Buch
von Walter Liese.
Die Bambusverarbeitung kann am besten im
Buch
von R.Gnanaharan nachgelesen werden.
Es gibt fast keine Anwendung für die Bambus nicht benutzt wird (siehe
auch
http://www.bamboo-expo.com/)
Über 1000 Anwendungen werden im hervorragenden
Buch
von David Farrely beschrieben.
Bambus ist DIE Nutzpflanze
der Welt, ein ständiger, treuer Begleiter der asiatischen Völker
von der Wiege bis zum Grab (s.
Buch
von J. Piper).
So verkauften beispielsweise "gewissenlose" Händler aus Assam das
sorgfältig zurechtgeschnitzte Rhizom einer bestimmten Bambusart als
Rhinozeros-Nashorn nach China, wo dieses als hochbezahltes, unfehlbares
Liebesmittel sehr geschätzt ist....wie wohl die Wirkung war...;-)),
jedenfalls die optimale Lösung für alle Beteiligten und die
Rhinozerosse sowieso...
Der Bambuswald an sich kann als wertvoll bezeichnet werden, war er doch schon immer ein Ort religiöser Verehrung und Besinnung. In Kriegszeiten war und ist er ein Zufluchtsort da die harten Bambushalme vor feindlichen Kugeln Schutz bieten. Die starke Durchwurzelung des Bambuswaldes bietet bei den in Japan allgegenwärtigen Erdbeben hervorragenden Schutz gegen sich auftuende Bodenspalten.
Im Smithonian Museum in Washington DC steht die erste funktionierende Glühlampe von T.A.Edison mit Bambusglühfaden...sie ist heute noch funktionstüchtig...nach mehr als 100 Jahren! Auch heutzutage werden solche Glühlampen für Spezialzwecke immer noch hergestellt. Die ersten Phonographennadeln waren aus Bambus...die berühmte Hängebrücke in Szechuan/ China ist 1000 Jahre alt und hat ... Bambuskabel als Tragseile und...und...und.
Bambus hat eine hartholzähnliche Konsistenz, ist zu günstigen Preisen überall zu haben und ist ein schnell nachwachsender, ökologisch wertvoller Rohstoff, der leicht und ohne besonderes Werkzeug bearbeitet werden kann.
Seinem Stärke und Zuckergehalt verdankt er, daß er gerne von Schimmelpilzen befallen und von Bambus-Bohrkäfern (Dinoderus-Arten) angeknabbert wird. Deshalb versucht man alles, um den Reststärke-/ Zuckergehalt zu vermindern. Der Gehalt an Zellulose und sein schnelles Wachstum machen ihn außerdem (vor allem in Indien und China) zu einem wichtigen Rohstoff für die Papierherstellung.
In Indonesien ist der erste Gegenstand, mit dem ein Neugeborenes in
Berührung kommt -natürlich- ein Bambusmesser zum Durchtrennen
der Nabelschnur; Bambus dient zur Angelrutenherstellung, zum
Bauen/ Baugerüste (s.
Dunkelberg
IL30) oder
Kurz,
S. , oder
Spörry,
H.), als Medizin (Kieselsäure in den Internodien der
Halme, Tabashir oder "Bambuszucker" genannt) oder tödliches Gift
(die glasfaserähnlicher Haare an den Blattscheiden werden ins Essen
gemischt...), für Körbe, Orgelpfeifen (Konstruktion
einer
Bambusorgel
in Las Pinas, Philippinen im Jahre 1818. Auf ihr werden
tatsächlich noch Konzerte gegeben!), als
Musikinstrumente (Flöten, Xylophone,
Angklungs und ... und ...), für Matten, bäuerliche
Werkzeuge, als Kochtöpfe für Reis, die
Bambus-Sprossen zum Essen, als Weinbehälter, im
Schiffsbau, zur Herstellung von Dieselöl, Papier,
Eßstäbchen und Nadeln, als Rohre für Erdgas
und Salzlösung, die damit eingedampft wurde, als Armierung für
Zement, für hochfeste Verbundwerkstoffe, als
schwarzpulvergefüllte Raketen lange vor deren "Erfindung" in
Europa... und Gewehre im mittelalterlichen China und natürlich zum
Drachenbau
und sowie sogar zur Bierherstellung ....
Über die japanischen Künstler, die wie andere asiatische "Bambusvölker" von Form und Kunstfertigkeit her vollkommenste Gegenstände aus Bambus herstellen, schrieb Hans Spörry (s.o) anläßlich des Aufbaus seiner japanischen Bambus-Sammlung im Jahre 1902:
(...) Um den Bambus zu den mannigfaltigen
Gebrauchsgegenständen zu verarbeiten, wird er zerschnitten, gespalten,
gebogen, gekrümmt, aufgeschnitten und platt gedrückt, geschnitzt,
gebeizt, gebrannt, geätzt, geglättet, glänzend poliert und
lackiert.
Für diese Behandlung besitzt der Japaner eine besondere Geschicklichkeit,
sie sind seine Spezialität. Gewisse Effekte und Eigenschaften an den
fertigen Produkten weiß er durch das einfache Mittel mehrmaliger,
unterbrochener Behandlung, durch gründliches Trocknen und langes
Ruhenlassen, hervorzubringen, was alles das Ergebnis ewigen Versuchens,
genauester Beobachtung und großer Geduld ist, Eigenschaften, über
die ein Japaner in hohem Maße verfügt.
Seine Hilfsmittel sind primitiv, um so größer sind darum die
Anforderungen an die Geschicklichkeit des Arbeiters. "Übung macht den
Meister", das gilt auch in Japan, und jeder Meister schafft hier etwas
Einzigartiges. (...)
(...) Und mit was für primitiven Mitteln
und Einrichtungen arbeitet der Japaner. Wenn man so einen vier bis fünf
Quadratmeter großen leeren Arbeitsraum betritt, hinter einem
Kohlenfeuerbecken, inmitten weniger herumliegender Werkzeuge einen halbnackten
Kerl auf dem Boden hocken sieht und sich sagen läßt, dieses sei
der Künstler, dessen wunderbare Arbeiten soeben unser Staunen erregten,
so glaubt man sich zum Besten gehalten. Sobald man sich aber mit diesem
öden Künstlerdasein ausgesöhnt und den Mann eine Zeitlang
in seiner Arbeit beobachtet hat, so ist er es eben doch.
Es gab in Japan (vielleicht heute noch?) eine Menge Künstler, die nicht
Berufsarbeiter waren, die aber Zeit und Mittel hatten und ihre Ehre
dareinsetzten, irgendeine Idee auszuführen. Sie erstellten vielleicht
nur wenige Stücke, ja nur ein einziges in ihrem Leben, und begnügten
sich, einen Einfall in bestmöglicher Vollendung ausgeführt zu haben;
aber sie halfen nicht wenig mit, den staunenswerten Ideenreichtum auf dem
Kunstgebiete zu vermehren (...)
Schöner könnte man wohl das Wesen und Staunenswerte der
Bambusverarbeitung nicht ausdrücken; dies wohlgemerkt aus dem Blickwinkel
eines Europäers, der unendlich viele Spezialwerkzeuge für alle
Gelegenheiten zur Verfügung hat und bei dessen Kunstschaffen man manchmal
den Eindruck hat, daß Spezialwerkzeug mangelnde Geduld und
Fähigkeiten des Künstlers ersetzten soll...
Bambus - die Ernte
Bei
der Ernte der Bambushalme sollten folgenden Regeln beachtet werden, die zum
Teil auch in entsprechenden Gesetzen der jeweiligen Staaten niedergelegt
wurden:
Im Jahr der Blüte sollte keinerlei Ernte stattfinden. Wenn die
Samen abgefallen sind, können die Halme allerdings abgeerntet werden,
da sie bei vielen Arten dann sowieso absterben.
Die Halme, die direkt nach dem letzten Regen wuchsen, sollten nicht geerntet
werden. Fällzeit ist in der Regel die Trockenzeit.
In einem Bambushorst sollten zusätzlich zu den frischen Sprossen
wenigstens drei gesunde, reife Halme von mindestens 3m Höhe stehengelassen
werden um das Überleben der Pflanze zu sichern.
Das Fällalter der Halme beträgt etwa 3 -4 Jahre.
Grabung oder Entnahme von Rhizomen ist verboten.
Halme sollen nur in einer Höhe von 15-30cm abgeschnitten werden
außer wenn die Pflanze zu dicht wächst, dann sollte man am
tiefstmöglichen Punkt abschlagen.
Es sollte nur scharfes Werkzeug verwendet werden um Reissen oder Aufspalten im Stumpf zu vermeiden.
Zum Fällen wird eine kleine sehr scharfe Axt oder eine relativ kurze Machete mit einer geraden Schneide benutzt. Die Empfehlungen sind hier sehr unterschiedlich. Auch die Verwendung einer Säge oder einer schweren Machete mit langer Klinge wird empfohlen.
Um die Äste zu entfernen nimmt man am einfachsten ein Messer, welches beim Schnitt von unten nach oben geführt wird, so daß der Ast nicht ausreisst (wenn von oben nach unten) und der Halm nicht beschädigt wird.
Die primäre Vorverarbeitung
Die Halme werden mit Sägen durch einen queren Schnitt
abgelängt. Dabei werden Sägen aus hartem Molybdänstahl
mit 7-10 Zähnen pro cm empfohlen. Diese Sägen sind universell auch
zum Entasten und Fällen verwendbar.
Meine Empfehlung als Säge sind japanische Feinsägen der Fa. Dick
(s. online-Katalog), beispielsweise
Typ "Dozuki-mini" o.ä. Die japanischen Sägen arbeiten auf Zug,
haben deshalb ein sehr dünnes Blatt und sind messerscharf....
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Hier meine meistgebrauchten Werkzeuge für Bambus-Drachen- flöten Typ Ko-Ling- und Cai-Sao |
In Indien werden auch Messer zum Ablängen verwendet, dabei entsteht
jedoch viel Abfall und die Gefahr der Halm-Beschädigung ist
groß.
Die für manche Arbeiten, ausnahmsweise auch für Drachenkonstruktionen,
lästigen Knoten können mit einem Hobel oder mit einem schweren
Messer abgetragen werden. In Japan gibt es dafür Spezialmesser, die
ähnlich aussehen wie ein übergroßes Hohleisen. Mit letzterem
kann man recht schnell und sauber arbeiten.
Dabei ist allerdings zu beachten, daß die Knoten eine Verstärkung
des Halms sind. Werden sie von der harten Außenschicht her abgetragen,
besteht an dieser Stelle deshalb erhöhte Bruchgefahr!
Die sekundäre Vorverarbeitung
Dies betrifft die Entfernung von gummiartigen (Saft) Substanzen und ganz wichtig, den Stärkegehalt. Die Gummisubstanzen werden entfernt um eine gleichmäßige Färbung zu erreichen, die Stärkereduktion bewirkt, daß der Halm später nicht mehr so leicht von Bohrkäfern (v.a. Dinoderus-Arten) und Schimmel befallen werden kann.
Um eine helle Elfenbeinfarbe des Bambushalmes zu erreichen entfernen japanische
Handwerker die Gummistoffe auf zwei Arten:
In einem Trockenprozeß wird der grüne Bambus
gleichmäßig auf 120°C erhitzt. Dadurch kommen die Gummisubstanzen
und Wasser an die Holzoberfläche und werden mit einem trockenen Tuch
abgewischt.
In einem Naßprozeß werden die Halme für ein bis zwei
Stunden entweder in kochendem Wasser oder in 0,2-0,8% Natriumhydroxidlösung
bzw. in 0,2-1,2% Natriumkarbonatlösung für 10-15 Minuten
untergetaucht.
Danach werden die Halme mit einem trockenen Tuch abgewischt.
Zur Stärkeauswaschung werden unterschiedliche Methoden angewendet, wobei die am meisten verbreitete die "Tauchmethode" ist. Die vollständigen Halme werden gebündelt, mit Steinen beschwert und für etwa 90 Tage in einem stehenden oder fließenden (bessere Ergebnisse) Süßwasser-Gewässer untergetaucht gehalten. Salzwasser birgt das Problem, daß die Halme nach der Behandlung durch den Salzgehalt nicht mehr richtig trocknen und so für Schimmel anfälliger werden.
Eine andere gute Methode wird in Indien durchgeführt. Die Halme werden gefällt und ohne Äste und Blätter zu entfernen im Bambuswald für 2 Wochen stehengelassen. Erst dann werden die Äste entfernt und die Halme aufrecht im Schatten für weitere 2 Monate stehengelassen. Die Stärkereduktion geschieht durch Weiterwachsen des Halmes bei fehlendem Nachschub von unten. So wird großer Teil der Stärke im Halm zu Zellulose umgewandelt.
Auch das Vergällen des Holzes durch Räuchern über Feuer wird angewandt ebenso wie chemische Methoden beispielsweise das imprägnieren mit einer Boraxlösung. Mit DDT oder Lindan behandelte Halme sollten aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen abgelehnt werden.
Warnung: Bambusspaltstücke sind an ihren Kanten scharf wie eine Messerklinge!! Anfänger sollten auf ihre Finger aufpassen. Am besten, Sie kleben auf die exponierten Finger etwas Pflaster ... noch BEVOR Sie beginnen !! ...
Die Primärverarbeitung
Das Grob- oder Vorspalten des Bambushalms zu Leisten.
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Vorspalten des Bambus- halms mit ei- nem Messer. (Immer hälftig!) |
Ziel ist es, den Halm (immer von oben nach unten!) längs aufzuspalten und je nach gewünschtem Endprodukt von groben Spaltstücken bis zu feinsten Splissen oder Streifen zu gelangen.
Zum Aufspalten in grobe Leisten wurden in den verschiedenen Ländern
einfache Techniken entwickelt. So wird ein einfaches, an stabilen Posten
befestigtes Kreuz aus Hartholz- Rundhölzern (2,5cm dick) oder Eisen
verwendet, durch welches der im rechten Winkel vorgespaltene Bambushalm
durchgeschoben und gezogen wird. Dadurch entstehen 4 gleichgroße, gerade
Spaltstücke.
Wesentlich vollkommener als Werkzeug sind spezielle Radial-Spalteisen
mit bis zu 8 Klingen, die von oben nach unten durch den Halm getrieben
werden und es so erlauben, in einem Zug den Halm in bis zu 8 Leisten
aufzuspalten. Dies ist allerdings nur bei dünnwandigen Arten möglich.
Bei dickwandigen ist der Kraftaufwand zu groß.
Auch im kreuzweise vorgespaltenen Halm eingesetzte Hartholzleisten können mit leichten Schlägen durch den Halm getrieben werden.
Ich persönlich benutze zu diesem Zweck immer ein stabiles Messer
mit etwa 15cm langer, 3cm breiter, gerader Klinge (z.B. französisches
OPINEL No. 10) und spalte den Halm damit längs in zwei Hälften.
Diese wieder in zwei Hälften...und so fort bis die gewünschte
Leistenstärke erreicht ist.
Für alle Werkzeuge gilt, daß sie bedingt durch die hohe Härte
des Bambus (Kieselsäureeinlagerung in den Außenschichten!) recht
schnell stumpf werden und nachgeschliffen werden müssen. Deshalb nur
bestes Material nehmen, einen guten Schleifstein besorgen und Werkzeug
schärfen lernen.
Das Feinspalten der Leisten.
Bambusleisten können durch Radial- oder Tangentialspaltung erzeugt
werden.
Die Radialspaltung wird analog zur Grobspaltung vorgenommen, nur mit
feineren Messern, .
Bei der Tangentialspaltung wird parallel zur Außenhaut gespalten und das wesentlich weichere, innere Spaltstück weggeworfen. Nur das Stück mit der Außenhaut wird weiterverarbeitet.
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Tangentialspaltung einer Bambusleiste Der weiche Innenteil wird verworfen. |
Zu beiden Arbeiten wird wie gesagt, ein einfaches scharfes Messer mit ca 8cm langer, 2cm breiter Klinge und langem (10cm) Heft benutzt. Meine Empfehlung: Das französische "OPINEL" No.8 Virobloc Brevete aus Sensenstahl mit Holzgriff gibt es inzwischen in jedem Messergeschäft. Der Karbonstahl läßt sich ausgezeichnet schärfen.
|
| Mr. Sim Sarak, Repräsentant des Drachenclubs aus Kambodscha demonstriert mir in Dieppe den Gebrauch eines sog. "Bantuoh"-Messers zum Leistenherstellen/ -bearbeiten. Es ist in ganz Asien in ähnlicher Form beheimatet. Wie auf dem Bild zu sehen wird der Messerschaft zwischen Ellenbogen und Knie eingeklemmt. Da die Messerklinge so vollkommen fixiert ist, kann mit diesem Messer SEHR PRÄZISE gearbeitet werden. Bitte beachten!: Der am Bambus entlangfahrende Finger ist mit einem Streifen Baum- wollgewebe umwickelt!! Bambus ist messerscharf... |
...und noch eine interessante Sache:
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|
...im österreichischen Volkskundemuseum in
Innsbruck entdeckte ich den gleichen |
WICHTIG!!
Bitte beachten: Beim Spalten in zwei Hälften wird immer der Teil
dünner, der stärker vom Spalt weggebogen wird. So kann man den
Verlauf eines Spaltes im zu spaltenden Stück bestimmen und evtl.
korrigieren.
Das Finish kann zur Herstellung von rechteckigen Querschnitten mit einem Hobel erfolgen, beispielsweise mit einem Balsahobel mit rasierklingenähnlicher (aber dickerer) Klinge.
Das Aufspalten in feine Streifen geschieht mit scharfen Messern mit gerader, kurzer angeschrägter Klinge. Beispielsweise die Schnitz oder Furniermesser (japan. "Kogatana") Fa. Dick. Diese Messer können auch mit wahlweisem Rechts-/ Linksanschliff bestellt werden und können dann parallel zueinander in einen Hackklotz eingesteckt werden um duch Durchziehen zwischen den Klingen Leisten von uniformer Dicke zu erzeugen.
Spezielle Messer mit Wellenschliff werden zum Rundmachen der Stäbe,
beispielsweise zur manuellen Herstellung von Eßstäbchen benutzt.
Dazu werden auch Metallplatten mit Löchern benutzt, duch die
ähnlich wie beim Drahtziehen, die Stäbe durchgezogen werden um
auf eine uniforme Dicke zu kommen.
Daneben gibt es noch exotische Verarbeitungsmöglichkeiten; in einem Artikel über den Drachensport in Thailand beschreibt Schweissguth, daß die Bambusstücke zuerst in Zuckersirup, dann in einen Ameisenhaufen eingelegt wurden. Die weichen, unnützen Bambusinnenseiten tränkten sich mit Zuckerlösung und die Ameisen fraßen alles zuckergetränkte Holz ab....eine saubere Sache!
Härten kann man Bambusleisten, indem man sie in ein Eisenrohr
legt und dieses von außen erhitzt. Allerdings nur so stark, daß
die Leisten nicht verkohlen...
Das Geradebiegen/ -richten von Bambus
Bambusleisten und sogar GANZE HALME des Supergrases können gebogen/
in Form gebracht werden!! Die Faserbündel (aus Zellulose mit einer
Zugfestigkeit wie Baustahl!) im Bambus sind in eine Grundmatrix (Lignin)
eingebettet, die bei Anwendung von Hitze plastisch wird. Dadurch sind
die Bündel in der Lage, sich gegeneinander zu verschieben um bei
Wiedererhärten der Matrix in der dann angenommenen Form zu verbleiben.
Nebenbei kann Bambus durch unsachgemäßes Lagen (z.B. nur mit zwei
Unterstützungen...) auch nach der Ernte verbogen werden...
Als Hitzequelle wird in Indien meist ein Holzkohlenfeuer benutzt. Ich selbst benutze gerne einen kleinen Spiritusbrenner (aus Glas; bei Metallgefäß und langem Arbeiten besteht Explosionsgefahr!) für kleine Arbeiten, für größere (wenn ich unsportlich gestimmt bin...) einen Heißluftfön zum Ablaugen.
Generell gilt, daß noch grüne Halme sich besser biegen lassen (sie biegen sich allerdings auch leichter wieder von alleine zurück ;-)). Die Hitze sollte gleichmäßig angewandt werden, gerade nur soviel, daß sich der Halm oder das Spaltstück gut biegen läßt. Die Ligninmatrix beginnt bei ca. 150°C zu erweichen. Das Holz darf dabei nicht braun werden, i.e. nicht verkohlen (so ab 25-300°C der Fall), da es sonst geschwächt wird.
Wenn die gewünschte Form erreicht ist, wird das Stück in Wasser untergetaucht, bis es kalt ist und bleibt dann in dieser Form. Wenn ganze Halme gebogen werden sollen, werden innen die Knoten herausgeschlagen, der Halm mit Sand gefüllt und dann erhitzt und gebogen. So wird ein Aufspalten beim Biegen vermieden.
Möchte man ein relativ dickwandiges Spaltstück biegen, muß man es an dieser Stelle etwas dünner schnitzen (Reissgefahr!) und erst dann biegen.
Das Bohren von Bambus
Analog zu Holz kann Bambus auch gebohrt werden, jedoch gilt die Besonderheit, daß Bambus schnell aufspaltet. Deshalb muß mit hohen Drehzahlen und wenig Druck immer von der harten Außenseite in Richtung weiche Innenseite gebohrt werden (oder noch besser von beiden Seiten aufeinander zu). Als Bohrer empfehlen sich scharfe Holzbohrer mit Zentrierspitze um ein Auslaufen der Bohrung zu verhindern. Für kleine Bohrungen genügt auch ein einfacher Handdrillbohrer à la Asien - im Prinzip ein runder Halter ähnlich einem alten Holz-Federhalter mit fest einmontierter Bohrspitze - der zwischen beiden Handflächen hin und hergedreht wird.
Sind für Musikinstrumente Präzisionsbohrungen mit scharfen
Rändern erforderlich, benutzt man am besten einen glühenden
angespitzten Metallstift, mit dem man das Loch "ausbrennt" und mit einer
Metallfeile, einem Ausreiber oder Sandpapier vorsichtig nacharbeitet
(Superpräzision so möglich!!).
Die Sekundärverarbeitung
Das Bleichen
Für bestimmte Arbeiten wünscht man ein makelloses Aussehen ohne
Verfärbungen durch Gummisubstanzen, Wachs oder Harz. Eine mögliche
Lösung dafür ist das Bleichen durch Einlegen in
Na-disulfitlösung oder Wasserstoff- Superoxid. Dabei ist jedoch
zu beachten, die Einlegezeit so zu bemessen, daß die Bambusleiste nicht
in ihrer Struktur geschwächt wird.
Das Färben
Einfärbung von Bambus ist stark von den lokalen Gegebenheiten bzw. Pflanzen
abhängig, die lokal zur Färbung benutzt werden. Jedes Land hat
so seine eigenen Techniken entwickelt, deren Rezeptbeschreibung zu weit
führen würde. Abgesehen davon sind die jeweiligen Materialien hier
schwer erhältlich.
Neben den natürlichen Farben können ebenso künstliche Farben,
wie z.B. Batikfarben etc. benutzt werden.
Dazu einige Grundregeln:
Unbedingt die Wachsschicht (Äußere Schicht des Bambus)
abschälen, da sonst die Farbe (wie übrigens auch jeder Kleber...)
nicht hält.
Es ist gut Bambusstreifen vor dem Färben zu bleichen, da sie
so die Farbe besser und gleichmäßiger annehmen.
Um die Farbabriebfestigkeit und -echtheit zu erhöhen, sollten
die Stücke nach dem Färben in einer warmen
Essigsäurelösung gewaschen werden. Die Farbschicht befindet
sich bei diesen Methoden immer nur auf der Oberfläche des
Stückes!
Eine andere Möglichkeit, die Karbonisierung zum totalen
DURCH-färben, wird vor allem in Japan durchgeführt. Dazu wird
der Bambus in einem Druckkessel bei 150° und einem Druck von 5 Kg pro
Quadratzentimeter über einen Zeitraum von 20-30 Minuten inkubiert.
Dadurch wird der ganze Bambus braun durchgefärbt.
Eine andere Methode ist das Färben mit Säure, die ebenfalls
in Japan verwendet wird. Die äußere Haut wird abgeschabt, dann
wird Salzsäure mit einem Pinsel aufgebracht und der Bambus in einem
Ofen erhitzt. Dies ergibt ebenfalls einen Braunton.
Das Aufbringen/ Einreiben einer Kupfersulfatlösung ergibt einen
leuchtenden Grünton und schützt vor Schimmelpilzen.
Räuchern gibt einen Braunton und hält Insekten ab..
Die Endbehandlung
Eine uralte Methode Bambus-Lackwaren herzustellen ist das Aufbringen von Saft des Thitsi-Baumes (Melanorrhoea asiatica), einem schwarzen oleoresin gemischt mit Knochenasche. Wenn das Mischungsverhältnis stimmt, wird diese Masse beim Trocknen kunststoffähnlich hart. Knochenasche wird wegen seiner adsorbierenden Eigenschaften benutzt. Nachdem die Mixtur aufgebracht ist, wird das Stück heftig mit Sandstein gerieben um es glatt zu machen. Dieser Prozeß ist in Burma als thayo-kaing bekannt, was soviel wie "mit Tierknochen arbeiten" heißt. Nach diesem Prozeß werden die Artikel lackiert und in einem staubfreien Raum für 8-10 Tage getrocknet.
Ansonsten werden allgemein synthetischeKunstharz- oder Polyurethanlacke
benutzt.
Alte Rezepte verwenden Rohstoffe wie Schellack, Terpentin, Sandarak-Harz,
Methylalkohol etc., die jedoch heutzutage in Asien dank westlicher
Lack-Konkurrenz kaum mehr eine Rolle spielen.
Zur Bambuskonservierung siehe die Infobasis der INBAR mit ihren online Texten.
Wenn SIE Bambus
kaufen, bitte auf folgendes achten:
1) Der Bambus sollte keine Stellen mit
Schimmel aufweisen. Zersetzt das Holz und schwächt es damit.
2) Der Halm sollte keine
großflächigen braunen/ schwarzen Stellen aufweisen.
Kommt vom Erhitzen überm Feuer/ Räuchern. Ist eine Schwachstelle
des Halmes, die zum Bruch führt!
3) Wenn Sie ca 2-3mm große,
schwärzlichbraun geränderten Löcher finden oder
es in der Stange leise scheppert, wenn Sie den ganzen Halm
in der Mitte nehmen, so daß er wie eine Waage im Gleichgewicht ist,
und ihn dann per Handkantenschlag zum Vibrieren bringen - dann lassen
Sie den Bambushalm stehen. Von außen leider (fast) unsichtbar
haben da kleine tropische Bambusbohrkäfer das Holz von INNEN angenagt...
zum Teil sind die Wände dann nur noch Bruchteile von Millimetern dick...
und brechen bei der geringsten Belastung. - Und wer weiß schon, ob
die kleinen Käferle in unserer Wohnung nur Bambus mögen????
4) Noch etwas:
Die lästige Sache mit dem Spalten der Halme ohne unser
Zutun...
Dies rührt daher, daß der Bambushalm allmählich beim Trocknen
seine Feuchtigkeit verliert und das Holz dadurch schrumpft. Dabei kommt es
zu Spannungen im Halm, die sich in der Regel zuerst an den Knoten durch
kleine Risse bemerkbar machen. Bambus schrumpft beim Trocknen im
Durchmesser um ca. 10-16% und in der Wanddicke um 15-17% und liegt damit
wesentlich über den Werten von Holz..
Wenn Sie den Bambus im Zimmer stehen haben und sich der an die feuchten Tropen
"gewöhnte" Halm dann im Winter in für ihn ungewohntem Wüstenklima
befindet (25-30° in der Nähe der Heizkörper bei 15% relativer
Luft-"feuchte"...), dann kann der ganze Halm sogar - meistens zu
nachtschlafender Zeit... - plötzlich mit einem lauten Knall aufplatzen
und evtl. für Ihre Zwecke (z.B.Flötenherstellung!) unbrauchbar
werden.
Ein paar Dinge können helfen... :
1) - Möglichst dünnwandigen, aber
harten (älter als mind. 2 Jahre!) Bambus kaufen.
Dünne Wand = keine hohen Spannungen beim Trocknen.
Härte/ Alter = wenig Wasser im Halm bedeutet weniger Schwund/ Spannung
beim Trocknen.
2) - Möglichst ausgereiften Bambushalm kaufen. Besonders unreife
Bambushalme, also ein bis zweijährige neigen zum Spalten. Bambushalme
sollten mindestens drei Jahre stehen bevor sie gefällt werden.
(=Wassergehalt vermindert sich, Holz-/ Kieselsäuregehalt erhöht
sich.)
3) - Möglichst
gleichmäßige Temperatur- und
Feuchtigkeitsbedingungen.
Keine pralle Sonne..., keine winterlichen überheizten Räume, weg
von der Heizung, etc.
4) - Möglichst LANGSAMES
Trocknen des Halmes, damit keine hohen Spannungen im Halm
entstehen.
5) - Umwicklung an jedem Knoten mit Nylonschnur (Monofilament) und
diese gut festziehen. Wirkt wie ein superstarkes Gummi, wo sich
die Kräfte jeder Wicklung addieren. Eine andere Idee wären
Schlauchschellen, die man bis zur endgültigen (2 Jahre) Trocknung immer
wieder nachstellt.
(6) - Ersetzen des Zellwassers durch Wachse oder
Kunststoffe.
Dies ist ein Verfahren, das die Japaner für Bambus zur
Möbelherstellung anwenden. In großen Behältern wird der gesamte
Bambushalm zusammen mit bestimmten Chemikalien inkubiert und so "nicht spaltend"
präpariert. Macht den Bambus sehr teuer, und wird meines Wissens
in Europa nicht angewandt.
Vielleicht kennt jemand einen Importeur, wo man mal ein Probestück
zum Testen bekäme...??
|
Bambus-Rotations-Furnier |
Alles Klar? Dann "GUT Holz", äh Bambus!
Zum Schluß unserer kleinen Exkursion in die Welt des Bambus ein link
zu einer Geschichte,
die den friedlichen Geist dieser Pflanze am besten widerspiegelt,
obwohl sie "nur" von Bäumen handelt...
Jean Giono
Der
Mann, der Bäume pflanzte...
P.S.: Kennen Sie noch mehr interessante
Literatur?
Bitte lassen Sie es mich wissen,
Danke!
Ideen, Kritik, Anregungen oder nützliche Links...?
Geben Sie mir bitte die Gelegenheit, diese Seiten für Sie zu verbessern
und schicken mir eine
Mail
mit Ihrer Meinung, Danke IHNEN!
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Instruments
Englische Version following:
Here are two valuable sites concerning the theme bamboo:
The German Bamboo HP (Mr. W. Eberts) with German forum! Have a look into
it and ask your questions either in English, German or French. Address:
http://www.bambus.de
The INBAR (International Network
of Bamboo and Rattan)
The infobase of
INBAR
And the new (Mid 1999) international Bamboo-Newsgroup (via
déja.com)
news://rec.gardens.bamboo
Also see http://home.sprintmail.com/~koikeeper/bamboo.html about bamboo in the world
1000 books about bamboo? Bamboo-literature...
International Names of bamboo ....
Bambooweb.info with infos and lots of pictures etc.
And here some wonderful links about bamboo-eating insects (...) and bamboo-pests
part
1
and
2
(by Walter Ebeling)
See also the INBAR
online-publication
"Diseases
and Pests of Bamboo in Asia",
"Insect
Pests of Bamboos in Asia",
"Bamboo
in Constructio/ an introduction" ,
"Designing
and Building with Bamboo",
Preservation
of Bamboo
Special-Training-Toolkits (INBAR) for processing
bamboo and rattan (from India)
The
Spörry
Japanese Bamboo-Collection of the Ethnographic Collection of the Zürich
University Ethnographic Museum...
...and its Exhibition catalog!!
|
Workmanlike job of a "8 x Bamboo-Splitter" |
With this article, I try to answer questions concerning the processing and working with bamboo. Making aeolian instruments and kites of bamboo since a couple of years I had the opportunity either to watch professionals from Asia and to read some books about this subject. The main problem is the "normality" of working with bamboo in Asian countries; therefore very few books are published in order to share that special knowledge with others. But the way is the goal.....
What is Bamboo?
The name bamboo was introduced in 1778 by Linné and was derived from the Indian word "Mambu" or "Bambu". Possibly the name Bamboo is an onomatopoeia of the noise of exploding bamboo culms, which by night were laid into the fire to chase away beasts of prey in Asia. That custom was reported by Marco Polo, the Venetian traveller in A.D.1270.
Bamboo can be found naturally on almost all continents (NOT in Europe) (Latitude 40° North/ South). It has about 1000 different species and belongs to the great family of grasses like rice, corn and all cereals. We all literally live on grasses like the cows....!
The plant bamboo is growing from sea-level up to 3800m at the slope of southern Himalaya preferring an average annual temperature between 20° and 30°C. The extreme temperatures, the plant can withstand are between -28°C and +50°C, dependent on the species and acclimatization!
Bamboo is the plant growing fastest of all known plants in the world. It
can grow up to 5cm per hour (Phyllostachys edulis up to 120cm a day!!)
and you can really SEE the grass growing. D.D. wrote me, you can even
HEAR it growing:
"While in southern Japan during the fall, I was having evening dinner
outdoors in our interpreters' garden. We kept hearing the sound of rustling
grass and an occasional snapping sound. When I asked if there were cats in
the field next door, he casually replied, "No, that's just the bamboo growing.
You should be here to listen in the spring! It sounds like an army marching
by sometimes."
Unbelievable ....
The culms finish their growing within a few weeks and can reach a length
of up to 40 Meters.
It has only few thickness growth over years. The whole plant being preformed
in the sprout comes out of the earth with its almost final thickness of up
to 30cm. By water pressure, the culm is pressed out of the soil like a telescope.
The twigs and leaves come out of the culm in a later stage.
|
The drawing shows a ten years old boy with a fresh |
Men's phantasy is limitless .... so in Asia there was a "popular" method of torturing to bind poor delinquents onto fresh little bamboo-sprouts , which slowly began to grow through the poor victim ...
The length of internodes, that is the section between two nodes, varies between an average of 30cm and the extreme of 150cm in special species.
There exist two different forms of growth:
|
Drawing of a |
The "runner"- forming bamboos. These "runners" grow over a long distance
under the surface, sending a culm over the earth after having grown up to
6m ....
(Pict. from: Rivière, A.&C.; Les Bambous,
Végétation, Culture, Multiplication. Paris; Soc. d'Acclimatation;
1878)
![]() |
Drawing of "runner"- forming Bamboo |
Please watch out! In case you have a peaceful, beautiful garden up to now ... you could go through a "green wonder"....!! The "runners" can grow 1 - 6m per year as an average depending on the climate-conditions ... in case of such a "green attack" no hobby-gardener will stay quiet!
Flowering of bamboo occurs very rarely, as an average all 30-35 years; in special species all 120 years and some bamboos were never seen in blossom. But when they flower, all plants of the same species often do it all together, even in a distance of several thousand kilometers.
After flowering with typical grass-forms, the seeds become mature and the
totally exhausted plant begins to die. For countries which depend on bamboo
it's a disaster, because the developing of mature plants will last several
years. In several species, sporadic flowering is known with plants
persisting.
In some species, the production of seeds can be tremendous. Then the seed-masses
spread on the ground can look like wheat fallen off a car and men collect
the seeds nourishing themselves ... but the rats do also and multiply also
tremendously .... Therefore, such a blossom was often followed by a famine,
because the rats destroyed the normal annual harvest. But nevertheless faithful
bamboo, being unreachable for the rats, could feed men.
![]() |
Flowering bamboo: |
The bamboo's secret of strength lies in its construction. Bamboo is hollow, has enforcing knots in a distance of several ten centimetres and the bundles of fibres are situated in the outer parts of the culms. The surface becomes more and more harder by enriching silica, some species become so hard, that sparks go off the felling tools....
Propagation is made by either cutting and planting of rhizomes, by placing culm-segments in the ground, bending down and burying it, by "moosing" or more seldom by seeds.
You will find a good description of the plant and its properties in the book of Walter Liese.
There is almost nothing, bamboo isn't used for. Kurz and Spörry enumerate over 1000 uses ... (see Dunkelberg IL30) or Kurz, S. , or Spörry, H.) and for example http://www.bamboo-expo.com/: For fly-fishing-rods, for house construction , as a medicine (Silica powder, called "Tabashir", which can be found inside of the culms), as a deadly poison (the glass-fibre-like hairs at the leave-sheds, which were mixed into human meals. As reported, the hairs made terrible pain to the intestine with long agony ...), for baskets, organs (Construction of a bamboo-organ in Las Pinas, Philippines in the year 1818. The instrument is still played!!), for musical instruments like flutes, xylophones, "angklungs" and ..., for mats, rural tools, as cooking vessels for rice, the bamboo-sprouts for eating, as wine-vats (special taste!), for building ships, for making Diesel-fuel, Paper-pulp, chopsticks and gramophone-needles, for water- and gas-tubing in China of 1940, as reinforcing of concrete, for high-tech compound materials as bamboo-plywood, as bamboo-mat-synthetic resin compound, for warfare as rockets filled with gunpowder in middle-age China and for making kites, however, and last but not least for brewing bamboo beer etc. ....
On the occasion of the completion of his world-famous bamboo collection at the Zurich University, Hans Spörry was writing in 1902 on Japanese bamboo working artists :
(...) To fashion the many utilitarian objects
from bamboo, it is cut, split, bent, curved, cut open and pressed flat, carved,
stained burned, corroded, smoothed, highly polished and lacquered.
For such processes, the Japanese has a particular aptitude, they are his
speciality. Certain effects and qualities of the finished products he is
able to enhance by the simple expedient of repeated and repeatedly interrupted
action, thorough drying and long resting of materials, all of which is the
result of eternal experimentation, keenest observation and great patience,
qualities the Japanese has to a high degree. His tools being primitive, the
demands made upon the skills of the worker is all the greater. "Practice
makes perfect" is also valid in Japan, and every master creates something
unique. (...)
(...) And how primitive are the tools and equipment
the Japanese work with. On entering one of these bare workshops of about
four or five square meters and seeing beyond a brazier amid a few scattered
tools a half naked fellow squatting on the floor, and is then told that this
is the artist who produced the wonderful objects we just admired, one thinks
one's leg is being pulled. But once one has watched the man at his work for
some time, he yet turns out to be the very one.
In Japan there were (perhaps there still are?) numerous artists who were
no professionals, but who had the time and money and the aspiration to realise
an idea. They may have produced only a small number of works or even just a
single one in their life, and were content with realising that idea as perfect
as possible; but they helped in no minor way to enrich the astonishing wealth
of ideas in the artistic sphere. (...)
It is hardly possible to express in a better way the amazing characteristics
of processing bamboo; mind you of the sight of an European, who has to disposal
an infinite number of special tools for all opportunities; and when looking
on recent artistic creation one sometimes has the impression, that special
tools have to replace the artist's lacking skillfullness and patience as
well...
Bamboo
is THE useful plant of the world, a steady,
faithful companion for asiatic people from wagon to grave (see
book
of J. Piper).
In the wonderful written
bamboo-book
of David Farrely over 1000 uses are described.
The tools and technologies for processing can be read best in
R.Gnanaharan's
book.
So unscrupulous dealers of Assam sold the carefully trimmed rhizome of a certain bamboo-species as rhinoceros-horn to Chinese people, who appreciated the rhino-horn as an effective aphrodisiac ... the optimal solution either for the Chinese and the rhinos ... ;-))
The bamboo-forest itself can be considered as a true value, because since old times it was a place of contemplation and religion in Asia. In times of war even today it is a place of refuge, because the hard bamboo culms give good protection against bullets. The strong rhizomes hold together the ground in case of earthquakes giving protection against earth-cracks...
Smithsonian Museum in Washington DC is still showing the first functioning light-bulb made by T.A.Edison with a glowing-thread of bamboo - still working after 100 years...! Even today such bamboo light-bulbs are manufactured for special purposes. The first needles for Edison's phonographs were made from bamboo ... the famous suspended bridge in Szechuan/ China is over 1000 years old ... still using bamboo suspension cables and ... and ... and ...
Bamboo has a consistency like hard wood, is available all over for a cheap price and is a fast growing, valuable raw material by an ecologic point of view. It can be worked without expensive tools simply with a saw and knifes.
Its amount of starch makes it susceptible to fungus, rot and bamboo-borer beatles (Dinoderus minutus, see the pages of Prof. Ebeling). Therefore it is important to reduce the contents of starch to increase bamboo's resistance. The content of cellulose and its fast growth makes it an important raw material for the production of paper, mainly in India and China.
Bamboo - the harvest
When
harvesting the bamboo culms, there are a few rules or recommendations, some
states have laid down:
For felling the mostly used tool is a little sharp axe or a rel. short machete with a straight edge. Here, the recommendations are different. The use of a sharp saw or a heavy machete with a long blade are recommended also
For removing the branches normally a knife is used. It should be drawn upward in order not to damage/ tearing the culm! In Japan special tools with a curved blade are used for removing the branches.
![]() |
Here are the tools most needed for kite-flutes type "Cai-Sao", "Ko-Ling" and others. |
WARNING: The edges of split bamboo are as sharp as a knife-blade! Beginners should be careful when running with their fingers over the edges!! Danger of injury!! Prepare some plaster and stick it to your exposed fingers as a protection ... before beginning ... ;-))
The "primary Preparation"
The culms are cross-cut with a saw for requiring the desired lengths.
Special, fine-toothed saws from hard Molybdene-steel with 7-10 teeth/
cm are recommended for that purpose. These saws can be used universally for
felling and removing branches.
My personnel recommendation for the saws are the Japanese fine-saws. See
the online catalogue of the Dick Company/
Germany, for example saw-type "Dozuki-mini". In contrary to the
western-type saws, the Japanese ones work on pull. So the saw-blades
can be made very thin.
In India mainly knifes are used for felling and cross cutting resulting in
a lot of waste; the danger of damaging/ splitting the culms is great.
For some purposes, kites for example, the knots can be removed with a
heavy knife or a plane. As mentioned above, in Japan there are special
tools for that purpose, resembling big hollow-irons for carving.
The knot is a natural reinforcing point of the bamboo culm. Removing
it, somewhat weakens its strength, so the danger of breaking is increased!
The secondary Preparation
This means extraction of gummy sap-substances and, very important, the content of starch. The removing of gummy substances results in a more even color, the reduction of starch reduces the later attacks by bamboo-borers and fungi.
To achieve a bright, even ivory color of the bamboo-surface, Japanese
craftspersons reduce the gummy substances in two ways:
For leaching out starch, different methods are used, mostly the immersion method; where bundles of bamboo culms are kept immersed in water for a period of up to 90 days either in stagnant or slushy sweet water. Flowing water gives better results.
The other method is used mainly in India. The culms are felled and left upright in the bamboo forest without removing the branches and leaves for two weeks. Continuing its natural assembly of starch and sugars to cellulose, the still living bamboo culm reduces starch by itself.
By smoking over fire, the bamboo-wood can be made more resistant against insects and rot. Chemical treatment like Borax-solution, DDT, Lindane implement some danger to health and should be refused therefore.
The Primary Processing
Rough splitting of bamboo-culms into strips.
![]() |
Rough splitting of the bamboo with a knife. (Always in two parts!) |
The culm is repeatedly split lengthwise (from the top to the bottom always!) in two parts for achieving more and more fine splits.
For splitting, different simple techniques/ tools were developed independently
in bamboo-using countries. For example a cross of iron (2,5cm diameter)
or hardwood bars supported by two stable posts (10cm x 90cm) firmly set
into the ground. The bamboo culm, which is presplit in an right angle, is
pushed and pulled through the cross in order to obtain 4 quarters of the
culm..
A more sophisticated tool is the radial knife, with up to 8 blades, which
is pushed through the culm from its top to bottom. 8 equal strips so are
obtained. For that splitting-technique, only bamboo with not too thick walls
can be used. Bamboos with thick walls cannot be split with radial knifes,
because the amount of power would be too high.
Crosswise inserted hard-wood rods or a cross-iron rod in the presplit culm can do the work also. With the aid of a hammer the rods are gradually pushed through the culm.
For that purpose my personnel favourite tool is still the knife. I recommend
a knife with a stable blade, which is 15cm long and 3cm wide. It is not bevelled
and consists of a good scythe-steel (for ex. the French "OPINEL No. 10").
Although a rusting steel, it can be easily sharpened. With the knife, the
culm is split in two identical halves, then again in two halves ... and so
on until the desired diameter is
achieved.
|
| Here a "Bantuoh"-knife from Cambodia for fine bamboo-works. It is well known in whole Asia in similar shapes. As you can see the shaft of the knife is wedged between the right knee and the right ellbow. With the blade thus being exactly fixed, that knife becomes an instrument of real precision. But don't forget: Protect your left forefinger with a strip of cotton cloth! Bamboo-edges are sharp as a knife... |
...and another interesting fact:
|
|
...in the Museum of Austrian Ethnology in Innsbruck
I discovered the same type of tools |
Unfortunately, all employed tools become dull very fast due to the high
silica content of bamboo. Therefore only best steels should be used for tools.
So, the tools have to be sharpened very often ... and you should learn how
to sharpen ...
The fine splitting of strips.
Bamboo-strips can be made by radial- or tangential splitting.
Analogous to the rough splitting, the radial splitting is made but
the knifes are far smaller.
When making tangential splits, the split is done parallel to the outer surface. The inner portion usually is discarded.
![]() |
Tangential split of a bamboo lath. The inner portion is discarded. |
For both, tangential and radial splitting, a simple, sharp knife with a blade of 8cm length and 2cm width is used. The handle of the knife should be 10cm long. Recommended: The French "Opinel" No. 8 Virobloc brevete.
Important!!
Please note that when splitting bamboo, that part,
which is bowed AWAY from the main piece becomes thinner more and more. With
that method, the thickness of a split can be controlled and
corrected.
The finish can be done with a sharp plane, for example a balsa-plane for modelling. So rectangular cross-divisions of a split can be achieved.
Splitting in fine strips can be done with knives with a short, sharp, bevelled blade. For example the Japanese carving- and veneer-knives are ideal for that purpose. The knives come both, bevelled right or left; they can be stuck parallel to another into a wooden block for making splits/ strips of uniform thickness for caning purposes or so. See the Japanese knives "Kogatana" sold for example by the German Dick Company; online-catalogue.
Special chamfering knives are used for rounding the splits, for example for making chopsticks. You can also use a strong metal-plate with holes of different diameters. The split is pulled through thinner holes successively, like in wiremaking.
Beneath, there exist more exotic ways of processing bamboo... So there is
a nice French article by
Schweissguth, that kitemakers in Thailand
are treating bamboo strips with sugar syrup first, then lay it in
a anthill. The ants, loving sugar, eat off the weaker inner parts of the
bamboo, leaving the hard, useful parts ... nature working together with kiters
- a beautiful symbiosis!
Bending/ straightening of Bamboo
Whole culms or splits can be bent/ straightened by applying heat evenly to the point where it is to be bent. The bamboo-fibre bundles (cellulose, with a tearing strength like reinforcing steel for concrete) are embedded in a matrix (lignine) which becomes pliable when heated. The heat should be just sufficient for bending in order not to damage the fibres by burning them! After cooling with water or air, the split/ culm keeps its new form.
The source of heat in India mostly is a charcoal fire. For "small" works I like to use a spirit burner (from glass, NOT metal, which may heat itself and explode ...) for that purpose; it allows easy controlling of the heat and doesn' t form soot like a candle. For the bigger bamboos I'm using a hot air source for removing paint from furnitures ... although that method is a little unsporting... ;-))
Green culms/ splits can be bent more easily. The heat should be applied evenly and should be just sufficient for bending. The wood mustn' t change its color to brown or even black, because it is weakened considerably by burning, however...
The desired form being achieved, the piece is dipped in cold water until it has cooled and so will keep its new form. In case of whole culms to be bent, the culm is filled with sand before bending to avoid undesired cracks and fissures.
In case of a very thick splits to be bent, they have to be thinned at the desired bending-point to avoid undesired tangential splitting
Drilling of Bamboo
Like other wood, bamboo can be drilled; but more than other wood, bamboo
can split while drilling. Therefore drilling is made with high numbers
of revolutions from the hard outer- to the soft inner bamboo-part. As
drill bits sharp brad-point drill bits are used.
In case of desired precision holes with sharp edges, a red-hot
metal pin or tack is used. The hole can be worked carefully with a metal
needle-file or sanding-paper.
The Secondary Processing
Bleaching
For some works, the splits and slivers should be from an even, bright color without blemish due to gummy substances, wax or resin. A possible solution is bleaching by immersing the bamboo in Sodium-bisulphite solution or Hydrogene-peroxide solution. But the immersion time shouldn' t be too long in order not to damage the structure
Dyeing
Finishing
A very old method of manufacturing bamboo lacquerware in India and Burma is the applying of a thick coating with the black sap of Thitsi-tree and mixing it with bone ash. When properly mixed, the mass becomes tough and hard (like plastic) on drying. Bone ash is used for its drying and absorbing properties. After applying the mass, the article is vigorously rubbed with sandstone to make it smooth. After the process the article is lacquered and placed for 8-10 days in a dust-free room for drying.
Normally, bamboo-articles are painted with commercial varnishes like polyurethane
varnish or so.
Old recipes use substances like shellac, turpentine, sandarac-resin, methylated
spirit etc. But these formulas successively play a minor role today (it's
a pity...), due to western products being not so labour intensive.
For special conservation techniques see the infobase of the INBAR.
At the end of our bamboo-excursion, please have a look on the tale by Jean
Giono
for a glance on the bamboo's peaceful spirit...
The
man, who planted trees.
(See original
version in French)
P.S.: Do YOU know some more interesting
Literature?
Please let me know, Thank YOU!
Do you miss something? Ideas, Criticism, your opinion or useful
links...?
Please give me the opportunity to improve these pages for you
and send me a
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